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Selbstvertrauen und Zusammengehörigkeit. Erlebnispädagogisches Konzept für Kinder einer Tagesgruppe

Hausarbeit 2013 17 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Exposé

2. Theoretische Überlegungen
2.1. Theoretische Aufführungen
2.2 Bedarfsanalyse
2.3 Transfer auf die regionale Situation
2.4 Organisationsstruktur

3. Zielgruppenanalyse
3.1 Entwicklungspsychologische Erkenntnisse und individuelle Merkmale
3.2 Soziokulturelle Voraussetzungen nach Baake

4. Zielformulierung

5. Methodische Überlegungen

6. Evaluation

Literaturverzeichnis

1. Exposé

Dieses gruppenpädagogische Angebot ist an die Kinder beider Geschlechter der teilstationären Tagesgruppe „Fröbel Lausitz gGmbh“ Senftenberg adressiert. Diese sind im Alter von 6 bis 12 Jahren. Eine Teilnehmerzahl von 10 Kindern sollte nicht überschritten werden.

Jene Tagesgruppe zeigt sich auch für die Umsetzung des Projektes verantwortlich. Angeleitet und betreut wird sie dabei von zwei Sozialarbeiter(innen), wobei eine Person zugleich Leiter/in der Einrichtung ist. Vor Ort werden 2 Aufsichtspersonen des Hochseilgartens unterstützend interagieren.

Ziel des Vorhabens ist es, das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken, die Aktivierung der Ressourcen jedes Einzelnen, den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken und gegenseitigen Respekt als durchgängige Handlungsmaxime bei den Kindern der Tagesgruppe zu festigen.

Dieses Angebot findet an einem Ferientag, an welchem die Tagesgruppe ihre Türen geöffnet hat, als Tagesausflug auf freiwilliger Basis von 8-16 Uhr statt. Zu den Methoden, welche an diesem Tag zum Einsatz kommen, zählen Rollenspiele, Gesprächsrunden, Entspannungsübungen und natürlich das Sammeln von Selbsterfahrung, welche einzeln oder im Gruppengefüge, während der Kletterpartien gemacht werden.

2. Theoretische Überlegungen

2.1. Theoretische Aufführungen

Beinahe alle Kinder, welche sich regelmäßig in einer Tagesgruppe aufhalten, sind Teil prekärer Familienverhältnisse und waren bereits oft in die Probleme ihres sozialen Umfeldes verwickelt. (Jordan und Sengling 1992, S. 168).

Infolge dessen, haben diese Heranwachsenden sich negative Verhaltensweisen von den Erwachsenen und Personen abgeschaut und angeeignet. Sie geben sich aggressiv und sind unfähig zu kooperieren und ein angemessenes Konfliktlöseverhalten aufzuzeigen. Teilweise hat sich jenes Fehlverhalten bereits dermaßen stark manifestiert, dass diese jungen Menschen unter die Personengruppe der seelisch Behinderten fallen. (Späth in: Trede 2001, S. 573).

2.2 Bedarfsanalyse

Heranwachsende, welche regelmäßig in einer Tagesgruppe untergebracht sind, kommen erst dort häufig mit Regeln und Qualitäten in Verbindung, die von ihnen erst dort gelernt werden (Seithe 2001, S. 191). Dazu zählen unter anderem „Regeln im Umgang mit Mensch und Material, Förderung und Zuwendung“ sowie „soziale Kontakte mit Gleichaltrigen“ und „Selbstreflexion“ (Seithe 2001, S. 192f). Desweiteren ist es eine Aufgabe der teilstationären Hilfe zur Erziehung, die „emotionale[…] Entwicklung und Stabilisierung [der Kinder]“ zu fördern (Jordan und Sengling 1992, S. 168).

Ihr Auftrag, die Entwicklung der Kinder zu fördern, ist unmittelbar verbunden, den Kindern so „ihren Verbleib in ihrer Familie zu sichern“ (Späth in: Trede 2001, S. 573).

Die Gesellschaft dieses Landes, sowie der hiesige Arbeitsmarkt verlangt stets nach gefestigten, selbstbewussten und teamfähigen Menschen. Und auch im Alltag werden diese Kompetenzen tagein, tagaus von jedem Menschen verlangt. Den Kindern kann und muss die Tagesgruppe helfen, jene Fähigkeiten zu erwerben, da ihnen diese bisher nicht vermittelt wurden und auch möglicherweise von ihrem gewöhnlichen, sozialen Umfeld nicht vermittelt werden können (keine Erwachsenen in einer Vorbildfunktion, falsch vorgelebte Ideale unter den Peers etc.).

2.3 Transfer auf die regionale Situation

Deutschlandweit existieren 9.402 Tagesgruppenplätze, Tendenz steigend (Späth in: Trede 2001, S. 589).

Zumeist werden Heranwachsende im Alter zwischen 6 und 12 Jahren in Tagesgruppen betreut. Je teilstationärer Einrichtung werden mindestens 8 bis maximal 12 Kinder betreut (Seithe 2001, S. 191).

2.4 Organisationsstruktur

Das Angebot richtet sich an Heranwachsende beider Geschlechter einer teilstationären Gruppe, welche zwischen 6 bis 12 Jahren alt sind.

Initiiert wird jenes Projekt durch die Tagesgruppe „Fröbel Lausitz gGmbh“ in Senftenberg. Dort befinden sich derzeit 10 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren.

Die Personal- und Sachkosten für den Ausflug in den Hochseilgarten werden vom örtlichen Jugendamt getragen. Als Betreuer dieses erlebnispädagogischen Ausfluges stehen 2 Sozialarbeiter(innen) bereit, welche als Betreuer(innen) in der Tagesgruppe arbeiten und daher bereits bestens mit den Kindern vertraut sind. Innerhalb des Hochseilgartens agieren 2 Mitarbeiter jenes Freizeitresorts welche, die Sozialarbeiter(innen) unterstützen und eine Aufsichts- und Weisungsposition einnehmen.

Übergeordnetes Ziel stellt die Stärkung des Zusammen- und Zugehörigkeitsgefühls sowie die Stärkung des Selbstvertrauens jedes einzelnen Kindes dar.

Dieses Angebot findet an einem Ferientag im Sommer, an welchem die Tagesgruppe ihre Türen noch geöffnet hat, statt. Der Tagesausflug in den Hochseilgarten findet auf freiwilliger Basis von 8-16 Uhr statt.

3. Zielgruppenanalyse

3.1 Entwicklungspsychologische Erkenntnisse und individuelle Merkmale

Die Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren befinden sich inmitten der „Wachstumsperiode“, welche die ersten zwei Jahrzehnte eines jeden Lebens „umfasst“ (Blos 1989, S. 15).

Bei ihnen findet zudem der Vorgang der „progressive[n] Differenzierung“ (Kinder diesen Alters sind in der Lage, Reize, die sowohl von innen als auch von außen auf sie einwirken, einzuschätzen, auszugleichen und aneinander anzupassen) statt (ebd.).

Heranwachsende im Alter von 6-12 Jahren befinden sich des weiteren in der Entwicklungsphase der Latenz (Blos 1989, S. 16). Dieser Lebensabschnitt vor der Pubertät wird als „Phase der Beruhigung und Vorbereitung“ beschrieben, denn bis zum Einsatz der Pubertät bleibt die eigene Identität in dieser Periode stabil (Baake 1989, S.41; Mertens 1994, S.117).

Es können sehr unterschiedliche Reifegrade bei Kindern in der Latenzphase in Erscheinung treten (Baake 1989, S.41). Einige wirken von ihrem Wesen her älter respektive jünger als sie in Wirklichkeit sind; sie können ihren „Entwicklungsaufgaben und Möglichkeiten vorauseilen oder hinterherhinken“ (ebd.).

Sich in der Latenzperiode befindende Kinder sind nicht mehr vollständig vom Elternhaus abhängig (Blos 1989, S. 16). Vielmehr zieht das „Gruppenleben“ die Aufmerksamkeit dieser Kinder auf sich (Blos 1989, S. 16f). Eine Identifizierung mit Personen, welche sich außerhalb des eigenen Familiengefüges befinden, also mit Gleichaltrigen oder Erwachsenen, welche den eigenen Eltern kaum ähneln, findet statt (ebd.). Die Kinder sind zwar immer noch stark von ihrem eigenen Bezugsgefüge und den darin existierenden Autoritäten abhängig, doch setzen sich immer mehr eigene Interessen durch; ihre Einstellung wird moralischer (Mertens 1994, S.118).

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Details

Seiten
17
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656665809
ISBN (Buch)
9783656694175
Dateigröße
401 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v274580
Institution / Hochschule
Fachhochschule Lausitz in Cottbus
Note
2,3
Schlagworte
Konzept Konzeptentwicklung Tagesgruppe Beispiel Erlebnispädagigik

Autor

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Titel: Selbstvertrauen und Zusammengehörigkeit. Erlebnispädagogisches Konzept für Kinder einer Tagesgruppe