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Leseprobe

The Evolution of Cooperation

Robert Axelrod und William D. Hamilton beschäftigten sich in den 1980er Jahren mit der Frage, unter welchen Bedingungen kooperatives Verhalten bei Menschen entsteht, die in einer egoistisch angelegten Gesellschaft miteinander leben, in der keine zentrale Kontrollinstanz gegeben ist. Auf dieser Fragestellung gründet auch ihre Publikation „The Evolution of Cooperation“, welche sie in der Zeitschrift Science veröffentlichten.

Ziel ihres Vorhabens war daher eine Theorie zu entwickeln, mit deren Hilfe es möglich wird Faktoren transparent zu machen, welche für die Entstehung von Kooperation notwendig sind. Denn kennt man ihre Bedingungen, so ist es möglich Maßnahmen zu fördern, durch die eine Entwicklung in Gang gesetzt werden kann um die Kooperation zu fördern.

Um dieses Verhältnis zu entschlüsseln bedient sich Axelrod einer Spieltheorie, dem „Gefangenendilemma“. Das Grundkonzept entstand bereits in den 1950er Jahren und sollte nun als Axelrods Fundament zur Entschlüsselung der Fragestellung dienen.

Das „Gefangenendilemma“ ist ein Spiel mit zwei Spielern. Diesem Spiel liegt die Überlegung zu Grunde, dass diese beiden Spieler zwei Gefangene darstellen, welche verdächtigt werden, gemeinsam eine Straftat begangen zu haben. Daraufhin werden beide Gefangene in getrennten Räumen verhört und haben keine Möglichkeit, sich zu beraten bzw. ihr Verhalten abzustimmen.

Diese zwei Spieler haben also im Folgenden jeweils zwei Entscheidungsmöglichkeiten, nämlich miteinander zu kooperieren, was bedeutet sie schweigen beide oder nicht zu kooperieren, auch Detektieren genannt, was bedeutet sie verraten den jeweils anderen um selbst ein geringeres Strafmaß zu erhalten. Die Problematik entsteht nun darin, dass keiner der beiden weiß, wie sich der andere entscheiden wird, heißt ob er defektiert oder kooperiert. Dabei ist das Verhalten der beiden Spieler entscheidend für die Auszahlung. Da die Höchststrafe für das Verbrechen sechs Jahre beträgt, sollten beide überlegen, wie sie diese reduzieren können. Falls sich beide Verbrecher dazu entscheiden zu schweigen (Kooperation), werden beide wegen kleinerer Delikte zu je zwei Jahren Haft verurteilt. Gestehen jedoch beide die Tat, also defektieren sie, erwartet beide eine Gefängnisstrafe, jedoch aufgrund von Zusammenarbeit mit der Polizei lediglich eine von vier Jahren. Defektiert nur einer und der andere schweigt, also kooperiert, erhält der erste als Kronzeuge eine symbolische einjährige Bewährungsstrafe, der andere hingegen erhält die Höchststrafe von sechs Jahren. Das bedeutet also, dass es für beide Straftäter, unabhängig vom Verhalten des anderen, mehr Vorteile bietet, zu defektieren. Da jedoch beidseitige Defektion für beide Täter ungünstiger ist als wechselseitige Kooperation, entsteht nun das Dilemma.[1]

Die Folgende Matrix soll nun darstellen, wie sich das Verhalten der Straftäter auszahlen würde.

[...]


[1]RobertAxelrod; William D. Hamilton: TheEvolution of Cooperation,in:Science, New Series, Vol. 211, (Mar. 27, 1981), S. 1390- 1396, hier: S. 1391.

Details

Seiten
4
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656674375
ISBN (Buch)
9783656674368
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v274447
Institution / Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,3
Schlagworte
evolution cooperation

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Titel: The Evolution of Cooperation