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Die Kunst in der Romantik

Deutsche Frühromantik

Studienarbeit 2011 6 Seiten

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Definition Romantik und innere Abgrenzung
1.1 Französische Romantik
1.2 Englische Romantik
1.3 Deutsche Romantik
1.3.1 Frühromantik: C.D. Friedrich, P. O. Runge
1.3.2 Nazarener: J.F. Overbeck, P. Cornelius, J. Schnorr von Carolsfeld
1.3.3 Spätromantik: M. Schwind, A. Richter, C. Spitzweg

2. Philipp Otto Runges Farbkugel

3. Quellen

1. Definition Romantik und innere Abgrenzung

Die Romantik war eine europäische Geistesbewegung in der Zeit zwischen 1790 und 1830, also gegen Ende des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhundert. Die Kunstepoche wurde von unterschiedlichen Seiten kontrovers diskutiert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Begriff durch ihre Gegner geprägt wurde, die an diesem Stil das Unlogische und das Idyllische kritisierten. Diese Aussage ist jedoch nicht zutreffend, wenn man sich die Romantik einmal näher vor Augen führt, denn diese Epoche hatte keinerlei einheitliche Themen und somit nicht nur romantisches Gedankengut. Im Gegenteil, so könnten die Unterschiede zwischen der englischen, der französischen und der deutschen Romantik nicht unterschiedlicher sein. Während in England und Deutschland die leidenschaftlichen Motive überwogen, herrschte in der französischen Version Dramatik und Aufruhr.[1]

Die Romantik in Deutschland lässt sich in ihrer Ausprägung weiterhin in Früh- und Spätromantik, sowie in die Romantik der Nazarener untergliedern. Die Frühromantik begann ca. 1800, die Spätromantik in den 30er Jahren. Auf diese wird in den Punkten 1.3.1 bis 1.3.3 näher eingegangen.

1.1. Französische Romantik

Die französische Romantik beginnt in etwa 1820 mit seinen bekanntesten Hauptvertretern Théodore Géricault und Eugène Delacroix. Während die deutsche sowie die englische Gedankenmalerei nichts für sie waren, bevorzugten diese eher die dramatischen und historischen Ereignisse wie Bildelemente. In ihren Bildern spiegelten sich politisch brisante Themen wieder. Hauptanlass war oftmals auch die Französische Revolution, welche auch in Delacroix wohl bekanntestem Bild „die Freiheit führt das Volk“ aus dem Jahre 1830 zum Thema wird. In ihr wird die menschliche Passion dramatisch dargestellt, der Mut etwa zu bewegen und sich nicht kampflos geschlagen zu geben. Doch nicht nur Delacroix Bilder erregten großes politisches Aufsehen, sondern auch die Bilder von Géricault, nicht zuletzt „mit seinem in unruhigen Hell-Dunkel-Kontrasten gehaltenen Gemälde „Das Floß der Medusa““[2] aus dem Jahre 1817/19. Auf diesem werden die Konsequenzen eines Schiffsunglücks an der westafrikanischen Küste geschildert, bei welchem die Menschen Schmerzens-, Hunger- und Todeskämpfe erleiden müssen.

1.2. Englische Romantik

Die englische Romantik ähnelt technisch dem später entstehenden Impressionismus. Vor allem die Landschaftsmalerei machte diese Art Romantik besonders bekannt.

Bereits in den Landschaftsgemälden von Joshua Reynolds sind die romantischen Anklänge eines charakteristischen Naturerlebnis, wie oben bereits geschildert, auffindbar. Der wohl bekannteste Romantiker dieser Zeit ist William Turner. Seine „revolutionäre, in ihrer gestischen Handschrift gar abstrakt anmutende Landschaften, in denen er eine virtuose Lichtführung und Farbwahl demonstrierte, sind Ausdruck symbolischer Inhalte, die Natur wird zum Träger von Seelenzuständen“. Mehr als die friedliche Natur interessierte Turner die dramatische Landschaftskulisse im Spiel der Elemente, so dass aufgetürmte Wolkenmassen, strömender Regen, Sturm, Sonnenaufgänge und peitschende Wellen den Betrachter in den Bann ziehen.[3] Dies lässt sich vor allem in seinem großartigen Werk „Regen, Dampf und Geschwindigkeit -Die große westliche Eisenbahn” erkennen. Er gilt mit seinen Werken als „einer der originellsten Künstler der Neuzeit.“[4] Mit seiner Malart gilt er als Vorreiter des Impressionismus sowie des Expressionismus, in denen die Themen Landschaften mit dem Spiel von Licht und Tageszeiten, Wolkenszenarien mit aufgelösten verwischten Konturen wieder aufgegriffen wird.

1.3. Deutsche Romantik

Generell ist zu betonen, dass die Romantik unter der inneren Abkehr von der Aufklärung und des Klassizismus’ beginnt. Denn die hochgepriesenen Worte von ‚Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit‘, welche in der Französischen Revolution ihren Ursprung hatten, wurden nicht erfüllt. Die Künstler und Künstlerinnen reagierten darauf, indem sie sich mehr in sich selbst zurückzogen. Das Ich, welches schon im Klassizismus wichtig wurde, wird in der Romantik zum Mittelpunkt der Kunst. So prägten sich die einzelnen Stimmungen und Gefühle unterschiedlich aus.

Während sich, wie bereits erwähnt, die französische Romantik eher der Heroisierung des Leidens in ihren historischen Gemälden widmete, beschäftigen sich die Engländer und Deutschen sehr stark mit der Landschaft und Natur, bei denen die Natur als Symbol für Freiheit und Grenzenlosigkeit anzusehen ist. Über die Stimmungsbilder hinaus wurden auch sehr viele Menschen, vor allem aber in einsamer Natur, Portraits aus Alltagsszenen heraus gemalt, bei welchen gewöhnliche Personen abgebildet wurden, gemalt. Volkstümliche Themen, wie Religion und Märchen sind ebenfalls vertreten.

Die zwei wohl bekanntesten, bedeutendsten deutschen Künstler sind Caspar David Friedrich und Philipp Otto, auf die sich im Folgenden mit ihren Merkmalen sowie Intentionen der Kunstrichtung konzentriert wird. So sei zu betonen, dass die Merkmale sicher nicht auf alle anderen Unterordnungen der Romantik eins zu eins übertragbar sind, jedoch lediglich auf die deutsche Frühromantik.

1.3.1 Frühromantik: C.D. Friedrich, P. O. Runge

In der Romantik Runges steht die gefühlsbetonte Versenkung in die Natur und das Göttliche in ihr eine große Rolle. Dies bezeichnet man auch als Pantheismus, welche dem Duden nach, als die „Lehre, nach der Gott in allen Dingen der Welt existiert bzw. Gott und Weltall identisch sind“ bezeichnet wird. In vielen seiner Bilder spielt der Himmel eine enorme Rolle, denn dieser nimmt meist über die Hälfte der Fläche in Anspruch. Es herrschen in sich stimmige Farbharmonien, die Bilder sind grundsätzlich statisch angeordnet und haben stets eine ausgewogene Komposition- ja, die Bilder sind fast geometrisch.

[...]


[1] Vgl. Simone Felgentreu: Duden - Basiswissen Schule, Kunst, Dudenverlag 2011.

[2] Ebd. S. 113.

[3] http://www.kettererkunst.de/lexikon/englische-romantik.shtml

[4] Felgentreu, S.: S. 113.

Details

Seiten
6
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656668619
ISBN (Buch)
9783656697459
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v274336
Institution / Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
Schlagworte
kunst romantik deutsche frühromantik

Autor

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