Lade Inhalt...

Frauen im viktorianischen Zeitalter

Hausarbeit 2004 35 Seiten

Amerikanistik - Kultur und Landeskunde

Leseprobe

1. Inhaltsverzeichnis

2. Das 19. Jahrhundert in Amerika

3. The Cult of True Womanhood
3.1. Motherhood
3.2. Domesticity
3.3. Ehe und Scheidung
3.4. Bildungsmöglichkeiten

4. Auffassung von Sexualität im 19. Jahrhundert
4.1. Beziehungen zwischen Frauen
4.2. Abtreibung und Verhütung

5. Berufstätigkeit von Frauen

6. Werte und Moralvorstellungen im 19. Jahrhundert

7. Anhang

8. Literaturverzeichnis
8.1. Internetquellen

2. Das 19. Jahrhundert in Amerika

Der Begriff Victorianism geht auf die britische Königin Viktoria zurück, die mehr als 60 Jahre, von 1837 bis 1901, in Großbritannien regierte. Später wurde der Begriff Victorianism übernommen um damit eine Zeitepoche zu beschreiben, die fast ein Jahrhundert das kulturelle und soziale Leben der Vereinigten Staaten prägte.

Mit der Verabschiedung der Unabhängigkeitserklärung 1776 haben sich die 13 „Ur“ - Kolonien Connecticut, Delaware, Georgia, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina und Virginia von ihrem Mutterland Großbritannien losgesagt. Die auf den Ideen des britischen Philosophen John Locke aufbauende und von Thomas Jefferson konzipierte Erklärung vom 4.7.1776 hält unter anderem fest:

„We hold these truth to be self-evident: That all men are created equal; that they are endowed by there Creator within certain unalienable rights; that among these are life, liberty, and the pursuit of happiness; […]; that whenever any form of government becomes destructive of these ends, it is the right of the people to alter or to abolish it, and to institute a new government, […].”[1]

Im Anschluss daran zählt die Erklärung ein langes „Sündenregister“ der britischen Krone auf und vollzieht, nachdem sie den britischen Monarchen mit einem Tyrannen verglichen hat, den Bruch mit England:

„We, therefore, the representitives of the Unites States of America, in General Congress assembled, […] do, in the name and by the authority of the good people of these colonies, solemnly publish and declare, that these United Colonies are, and of right ought to be, FREE AND INDEPENDENT STATES, that they are absolved from all allegiance to the British crown, and that all political connection between them and the state of Great Britain is, and ought to be totally dissolved […].”[2]

Mit diesem Bruch nabelte sich die „Neue Welt“ endgültig vom alten Europa ab. Trotzdem übernahmen sie den Namen einer englischen Monarchin um das soziale, kulturelle, historische und ökonomische Leben des 19. Jahrhunderts zu beschreiben. Victorianism entwickelte sich in Großbritannien und den USA in verschiedenen Kontexten.

Das 19. Jahrhundert lässt sich unterschiedlich einteilen. Zum einen kann man eine Unterteilung in Early Victorianism, Mid Victorianism und Late Victorianism vornehmen. Hierbei ist der Early Victorianism gekennzeichnet durch den Beginn der industriellen Revolution und einer Vielzahl politischer sowie wirtschaftlicher Veränderungen. Der Mid Victorianism spiegelt den Beginn einer religiösen Krise wider, hervorgerufen durch herausragende naturwissenschaftliche Entdeckungen und Entwicklungen, wie beispielsweise die Evolutionstheorie von Charles Darwin. Außerdem wird diese Epoche entscheidend vom Bürgerkrieg geprägt. Im Late Victorianism zeigt sich erstmals die bedeutende Stellung der USA als Weltmacht.

Es ist auch möglich das 19. Jahrhundert in vier Zeitabschnitte einzuteilen. Vom Ende der 1820er Jahre bis 1860 fand eine große Expansion nach Westen statt, außerdem begann die Zeit der Reformen. Der Bürgerkrieg prägt die zweite Periode von 1861 bis 1865, anschließend folgt die Zeit der Reconstruction von 1866 bis 1877. Die letzte Periode des Victorianism endet um 1901. Endgültig scheint der Victorianism aber erst mit dem 1. Weltkrieg vorbei zu sein.

Eine dritte Möglichkeit das 19. Jahrhundert und somit die viktorianische Zeit einzuteilen ist der Bezug zum Bürgerkrieg. In der antebellum period entwickelte sich langsam das Bild des Victorian America, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es zu einer zunehmenden Verweltlichung und zu einer Hinwendung zu Institutionen wie Universitäten, weiterführende Schulen und sozialen Einrichtungen. Nach dem Bürgerkrieg und in der Reconstruction Era waren die Menschen weniger religiös und mehr damit beschäftigt ihre kulturellen Werte in diesen Institutionen zu manifestieren.

Daniel Walker Howe spricht in seinem Buch Victorian America davon, dass die Viktorianische Kultur in den USA intensiver wahrgenommen wurde als in Viktorias Heimatland Großbritannien. Dies sei darauf zurückzuführen, dass es in den Vereinigten Staaten schon zu dieser Zeit eine größere kulturelle Vielfalt aufgrund vieler verschiedener ethnischer Gruppen gab.

Das 19. Jahrhundert stellt einen wichtigen Abschnitt in der Entwicklung der Vereinigten Staaten dar. Es ist eine Zeit von bedeutenden internationalen, sozialen, ökonomischen, kulturellen und historischen Veränderungen, welche die Geschichte und das Leben nachhaltig prägten.

Als historische entscheidende Ereignisse seien der Mexikanische Krieg von 1846 bis 1848, der Bürgerkrieg von 1861 - 1865, der Spanisch-Amerikanische Krieg von 1898 und der 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 genannt. Durch den Bürgerkrieg, in dem die Nordstaaten gegen die Südstaaten kämpften um die Sklaverei abzuschaffen und der nachfolgenden Reconstruction Era, hat sich das Land als Nation entwickelt. Der Spanisch-Amerikanische Krieg war der erste Krieg, den die USA als eine Nation gegen ein anderes Land bestritten. Durch den 1. Weltkrieg wurde die Weltlage politisch komplett neu geordnet. Der Aufstieg der Vereinigten Staaten zur führenden Weltmacht hatte begonnen und konnte nicht mehr aufgehalten werden.

Andere wichtige Entwicklungen und Fortschritte im 19. Jahrhundert waren unter anderem die Industrialisierung, Urbanisierung und Expansion (Frontier), Immigration und Anstieg der Bevölkerung, Veränderungen in den Beziehungen zwischen den verschiedenen ethischen Gruppen (Rassismus, Klassenunterschiede) sowie Neuerungen im Schulsystem.

Durch diese verschiedenen Entwicklungen kam es nach und nach auch zu einer Transformation im sozialen und kulturellen System der USA.

Daniel Walker Howe differenziert zwischen Kultur und Gesellschaft. Er beschreibt Kultur als ein

„[...] evolving system of beliefs, attitudes, and techniques, transmitted from generation to generation, and finding expression in innumerable activities people learn: religion, politics, cilld-rearing custom, the arts and professions [...].“[3]

Im Gegensatz dazu ist Gesellschaft “[...] a structure of relationships among people.“[4] Demzufolge beziehen sich die Veränderungen des kulturellen Systems auf den Glauben, die Religion allgemein, die Auffassung und Haltung der Menschen gegenüber bestimmten Wertvorstellungen und Normen, auf die Politik, aber auch den künstlerischen Bereich mit Musik, Literatur oder Malerei. Das soziale System änderte sich dahingehend, dass sich die Beziehungen zwischen den Menschen, beispielsweise Mann und Frau, aber auch die Beziehungen zwischen größeren Gruppen veränderten.

Im Folgenden soll vor allem auf die Rolle der Frau aus der middle class im Victorian America eingegangen werden. Die Ideologie der True Womanhood zusammen mit Motherhood, Domesticity, Ehe/ Scheidung und Bildung stellen den ersten Teil der Arbeit dar. Der zweite Teil befasst sich mit der Auffassung zur Sexualität sowie Beziehungen zwischen Frauen, Abtreibung und Verhütung. Im dritten Teil soll ein Überblick über die Anfänge der Berufstätigkeit von Frauen, hier vor allem als government workers in Washington, D.C., gegeben werden. Der letzte Teil fasst die Werte und Moralvorstellungen im 19. Jahrhundert im Bezug auf die vorher besprochenen Themen zusammen.

Dieses vielfältige Thema „Frauen im Victorianism“ wirft eine Reihe von Fragen auf, die in den folgenden Abschnitten bearbeitet und wenn möglich beantwortet werden sollen:

1. Wie ist das Idealbild der Frau im Victorian America ?
2. Gab es Unterschiede zwischen Idealbild und Realität?
3. Was verbirgt sich hinter dem „Cult of True Womanhood“?
4. Wie war die Beziehung zwischen Mann und Frau innerhalb und außerhalb der Ehe?
5. Welche Veränderungen brachte das 19. Jahrhundert im Bildungssystem; vor allem im Bezug auf Frauen?
6. Wie sind die Beziehungen zwischen Frauen im 19. Jahrhundert zu verstehen? Wieso waren sie allgemein akzeptiert?
7. Wie stand man im 19. Jahrhundert zu Sexualität, Prostitution, Abreibung und Verhütung? Wer hatte maßgeblich Einfluss auf dieses Verständnis?
8. Welche Gründe gab es für Frauen vor allem am Ende des 19. Jahrhunderts arbeiten zu gehen?
9. Wie veränderte sich die Einstellung gegenüber arbeitenden Frauen?

3. The Cult of True Womanhood

Da die spezifische Rolle der Frau im Grunde alle Lebensbereiche erfasste, werde ich im dritten Kapitel vier Bereiche (Motherhood, Domesticity, Ehe und Scheidung sowie Bildung) exemplarisch darstellen. In ihnen wird der Widerspruch zwischen Ideologie auf der einen Seite und den wirklichen Verhältnissen auf der anderen Seite besonders deutlich. Der Wert der Frau lag letztendlich nur noch in ihrer Fähigkeit Nachwuchs zu gebären, Hausfrau und Ehefrau zu sein.

Autoren und Historiker sprechen im Kontext der viktorianischen Kultur in Amerika von dem Begriff Cult of True Womanhood. Aber was verbirgt sich nun genau dahinter und wie lassen sich Cult und True Womanhood definieren? Nach welchen Werten, Idealen und Moralvorstellungen wurde im viktorianischen Amerika gelebt? Daraus ergibt sich die Frage, ob dieser Kult wirklich der Realität entsprach oder ob es ein Idealbild der Mittelklasse war, das einem „Theaterspiel“ glich und nach welchem die Menschen dieser Zeit versucht haben zu leben.

War es nicht ein Widerspruch, dass Amerika im 19. Jahrhundert einen derartigen Wandel in Gesellschaft, Technik und Wissenschaft erlebte, seine Mittelklasse aber nach festen Werten und alten Idealen strebte? Wie konnte das miteinander funktionieren, oder hat es gar nicht funktioniert? Diese Fragen sollen im Folgenden untersucht und geklärt werden, um einen Überblick dessen zu geben, was eine Schicht der amerikanischen Gesellschaft - die Mittelklasse - anstrebte und nach welchen „Regeln“ sie versucht hat zu leben.

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Frauen nur nach ihrem Status beurteilt. Die True Woman war eine treue Ehefrau, eine fromme Bedienstete und vor allem eine gute Mutter. Die biologische Mutterrolle wurde zur zentralen Identität einer Ehefrau. Es war ein Zeitalter, in dem die Auswirkung der industriellen Revolution eine scharfe Unterscheidung zwischen den Geschlechterrollen, besonders in den oberen und mittleren Schichten, verursachte. Männern und Frauen wurden unterschiedliche Rollen zugeschrieben, welche aus den gesellschaftlichen Ordnungen hervorgingen. Die Menschen sahen jene Unterschiede als unterschiedliche Funktionen in der Gesellschaft an. Die Männer nahmen am öffentlichen Leben der Gesellschaft teil (public sphere[5] ). Als Domäne der Frauen galt der häusliche Herd (private sphere[6] ). Frauen und Männern wurden stereotypische Merkmale auferlegt, welche durch die Gesellschaft getragen und gestützt wurden.

Einige biologische Unterschiede beschrieben Männer folglich als stark, aktiv, logisch denkend, rational, individuell und unabhängig und Frauen wurden als schwach, passiv, unlogisch denkend, emotional, sozial, familiär und abhängig beschrieben. Frauen sollten den Männern gegenüber rein, unschuldig und moralisch überlegen sein, jedoch wurden sie auch leicht verdorben. Frauen, die gegensätzliche Merkmale ausdrückten, wurden verbannt.

Der Cult of True Womanhood ist eine Bezeichnung, die von der Historikerin Barbara Welter geprägt wurde. Welter kennzeichnet die vier Haupttugenden, die eine True Woman mitbringen musste als Frömmigkeit, Reinheit, Ergebenheit/ Unterwürfigkeit und Häuslichkeit.[7] Frauen galten als die moralisch Überlegenen und waren so eine Art Wächter der amerikanischen Moral. Daniel Walker Howe beschreibt in Victorian Culture in America die Frau als Mutter:

„The mother was an acknowledged guardian of moral, religious, and other cultural values among American Victorians, and the home was her sphere of influence.“[8]

So galt die Frömmigkeit (piety) als erste Tugend. Sie war die Grundlage für alle anderen Eigenschaften einer Ehefrau. Die Amerikaner des 19. Jahrhunderts glaubten, dass Frauen eine bestimmte Neigung für Religion hätten. Die moderne junge Frau der 1820er und der 1830er wurde für eine neue Eva gehalten, die mit Gott, die Welt aus der Sünde herausholen würde. Religionslosigkeit galt als die auflehnende Eigenschaft; und gottlos ist keine Frau, die Mutter ist. Es hieß, dass Frauen über eine „natürliche“ Religiosität verfügen, die ihnen von Gott gegeben wurde. Die Religion soll Frauen von den zahlreichen Verführungen der Männer ablenken. Der Glaube und die Religion beließen die Frauen in der ihnen ursprünglich zugewiesenen Sphäre – zu Hause. Wer die Bibel zugunsten anderer Schriften vernachlässigt hat, wurde scharf verurteilt.

Die Reinheit (purity) galt auch als eine grundlegende weibliche Tugend und fehlende Reinheit galt als unweiblich und unnatürlich. Frauen waren ständig der Gefahr ausgesetzt, von Männern verführt zu werden. Aber Frauen galten auch als die Stärkeren gegenüber den Männern und sollten die Männer vor sich selbst retten. Weibliche Reinheit war in hohem Grade eine erwartete Eigenschaft. Ohne sexuelle Reinheit war eine Frau keine Frau und unwürdig der Liebe ihres Mannes. „If a woman lost her virginity, she became a “fallen woman” unworthy of the celestial company of her sex.”[9] Der Verlust dieser Reinheit könnte in Hysterie der jungen Frauen ausarten.

Die Hochzeitsnacht wurde als die größte Nacht im Leben einer Frau dargestellt, in der sie ihren größten „Schatz“ verschenkte - ihre Jungfräulichkeit - und die meisten Frauen der Mittelklasse lernten so etwas über Sexualität.Von nun an war sie von ihrem Ehemann abhängig, eine Ehefrau ohne eigene emotionale Existenz. Eine Frau muss ihre Jungfräulichkeit mit ihrem Leben schützen. Trotz jedes männlichen Versuchs sie anzugreifen, sollte sie rein und tugendhaft bleiben. Sie durfte nicht nachgeben und ihre Jungfräulichkeit in falsche Hände geben. Der folgende Rat, wie man sich davor schützen konnte, ist von Mrs. Eliza Farrar in The Young Lady's Friend folgend beschrieben :

„Sit not with another in a place that is too narrow; read not out of the same book; let not your eagerness to see anything induce you to place your head close to another person’s."[10]

Einen solchen Rat zu ignorieren wäre ein Unglück. Die Konsequenzen konnten schrecklich sein. In der Populärliteratur wurde davon erzählt, dass eine Frau, die sich einem Mann ergab, für ihre Sünde in Armut, Verdorbenheit oder in der Zügellosigkeit starb. Es gab zahlreiche Geschichten, in denen die Mütter von Gott für ihre Sünde bestraft wurden, indem sie ihr Baby verloren und verrückt wurden. Weibliche Reinheit wurde auch als die Waffe guter Frauen angesehen, die sie verwendeten, um Männer in der Steuerung ihrer sexuellen Notwendigkeiten und Wünsche zu unterstützen. Frauen waren stolz auf diese Art von Macht. Zu dieser Zeit gab es kaum sexuelle Aufklärung, man vertraute auf eine instinktive Sittsamkeit und Anstand.

Ergebenheit oder Unterwerfung (submissiveness) war möglicherweise von allen Tugenden die weiblichste, mit der Erklärung, dass Männer von Natur aus aktiv, Frauen dagegen passiv sind. Neben Gott müssen sich Frauen dem Ehemann unterordnen und nur wenn eine Frau dies akzeptierte, war sie eine True Woman. Hausarbeiten sollten von Frauen gern und möglichst unbemerkt ausgeführt werden. Aus Zuneigung zu ihrem Ehemann sollte gearbeitet werden und nicht für Geld oder Anerkennung. Eine Bedingung für das häusliche Glück war, dass Frauen beim Streit mit ihren Ehemännern eigene Fehler zugeben sollten und die Verteidigung des eigenen Standpunktes zugunsten des Gehorsams zu unterbinden. Die Begründung dafür war, dass Frauen wussten sie hatten Recht und könnten deshalb darüber hinwegsehen. Männer sollten fromm sein, auch wenn sie es im Allgemeinen nicht waren. Sie sollten rein sein, obwohl man es nicht wirklich erwarten könnte. Aber sie sollten niemals Unterworfene sein. Männer waren die Urheber und die Handelnden im Leben. Frauen sollten die passiven Zuschauer sein und sich dem Schicksal, Gott und ihrem Mann zu dienen, fügen. Sie wurden gewarnt, dass dies die Ordnung der Dinge war. The Young Ladies Book fasst die passiven Tugenden der Frauen so zusammen:

„It is, however, certain, that in whatever situation of life a woman is placed from her cradle to her grave, a spirit of obedience and submission, pliability of temper, and humility of mind, are required from her."[11]

Falls sie aber genau das nicht verstehen sollte, wurden weibliche Unterwerfung und Passivität im 19. Jahrhundert durch die Kleidung sichergestellt, welche die Frauen unaufgefordert tragen mussten. Feste Korsetts schlossen ihre Lungen ein und klemmten ihre inneren Organe zusammen. Viele Unterkleider und das Gewicht des Überkleides begrenzten ihre körperliche Mobilität. Eine True Woman kannte ihren Platz und wusste welche Qualitäten ihr entgegengesetzt wurden. George Burnap sagte folgendes in The Sphere and Duties of Woman:

„She feels herself weak and timid. She needs a protector. She is in a measure dependent. She asks for wisdom, constancy, firmness, perseveredness, and she is willing to repay it all by the surrender of the full treasure of her affection. Women despise in men everything like themselves except a tender heart. It is enough that she is effeminate and weak; she does not want another like herself."[12]

[...]


[1] Sautter, Udo (2000). Die Vereinigten Staaten. Daten, Fakten, Dokumente. 146f.

[2] Sautter, Udo (2000). Die Vereinigten Staaten. Daten, Fakten, Dokumente. 148.

[3] Walker Howe, Daniel (ed.) (1976). „Victorian Culture in America.” in Victorian America. 5.

[4] Walker Howe, Daniel (ed.) (1976). „Victorian Culture in America.” in Victorian America. 5.

[5] http://www.ivcc.edu/gen2002/Women_in_the_Nineteenth_Century.htm.

[6] http://www.ivcc.edu/gen2002/Women_in_the_Nineteenth_Century.htm.

[7] Welter, Barbara, (1966). „The Cult of True Womanhood,” American Quarterly 18. 225.

[8] Walker Howe, Daniel (ed.) (1976). „Victorian Culture in America.” in Victorian America. 26.

[9] Welter, Barbara (1966). „The Cult of True Womanhood,” American Quarterly 18. 227.

[10] Welter, Barbara (1966). „The Cult of True Womanhood,” American Quarterly 18. 227.

[11] The Young Ladies Book (1830). American edition. 28. in Welter, Barbara (1966). „The Cult of True Womanhood,” American Quarterly 18. 231.

[12] Washington Burnap, George (1848). The Sphere and Duties of Woman, 3rd ed. 46.

Details

Seiten
35
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638294751
ISBN (Buch)
9783656620358
Dateigröße
737 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v27420
Institution / Hochschule
Universität Leipzig – Institut für Amerikanistik
Note
2,7
Schlagworte
Frauen Victorianism Victorian America Amerika Amerikanische Geschichte

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Frauen im viktorianischen Zeitalter