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Chancen und Probleme des Tourismus

Am Beispiel von Norddeutschland

Hausarbeit 2012 14 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Tourismus
2.1 Begriffserklärung und historische Entwicklung
2.2 Arten und Formen

3 Fakten und Zahlen des Tourismus in Deutschland

4 Tourismus in Norddeutschland – Die Nord- und Ostfriesischen Inseln

5 Positive und negative Aspekte des Tourismus

6 Aussicht

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Thematisch soll sich diese Ausarbeitung mit dem Tourismus im Allgemeinen beschäftigen und anhand einiger ausgewählter Beispiele aus Norddeutschland sollen die positiven und negativen Auswirkungen dieser Erscheinungsform verdeutlicht werden.

Die weltweite Bedeutung des Tourismus ist enorm und für viele Regionen und Länder, vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer z. B. in Ost- und Südafrika, Südostasien oder Mittel- und Südamerika, ist der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. In vielen Gebieten Deutschlands spielt der Tourismus ebenfalls eine große Rolle. Im weiteren Verlauf soll zunächst kurz auf die begriffliche Erklärung des Wortes eingegangen werden, um anschließend einen groben Überblick über die historischen Beweggründe des Reisens zu schaffen. Hier ist jedoch darauf hinzuweisen, dass sich der Begriff Tourismus erst nach dem Zweiten Weltkrieg so langsam in Deutschland ausgebreitet hat (vgl. Sölter o. J.).

Tourismus ist kein einheitlicher Begriff, sondern hinter ihm verbergen sich einige verschiedene Arten und Formen. Die bedeutendsten Arten und Formen sollen kurz angerissen und erläutert werden, damit man ein besseres Verständnis von der Begrifflichkeit bekommt. Um die Informationen zum Tourismus in Norddeutschland in einem Kontext sehen zu können, werden vorher einige aktuelle Fakten und Zahlen für Gesamtdeutschland angegeben. An ausgewählten Beispielen soll der Tourismus in Norddeutschland genauer erörtert und beschrieben werden. Im Fokus sollen hier die Gebiete der Nord- und Ostfriesischen Inseln stehen. Anschließend an diese Ausführungen, sollen die positiven, wie auch negativen Aspekte des Tourismus aufgeführt werden. Von den weltweiten Chancen und Problemen ausgehend, die der Tourismus mit sich bringt, sollen die ausgewählten norddeutschen Gebiete daraufhin kurz untersucht werden.

Als Abschluss soll eine kurze Aussicht dargestellt werden, wie sich der Tourismus weiter entwickeln kann und welche alternativen Reisemethoden in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen können.

2 Tourismus

2.1 Begriffserklärung und historische Entwicklung

Der etymologische Ursprung des Wortes Tourismus liegt im griechischen und konnte aus dem lateinischen über das französische Wort „tour“ ins Deutsche übersetzt werden (vgl. Mundt 2006, S.1 ff.). Eine Tour ist demnach eine Rundreise, weg von seinem derzeitigen Wohnort hin zu einem anderen Ort. Ausgangs- und Zielort sind identisch und die Reise ist zeitlich begrenzt. Mundt fasst unter dem Oberbegriff von Tourismus „[…] alle Reisen, unabhängig von ihren Zielen und Zwecken, zusammen, die den zeitweisen Aufenthalt an einem anderen als den Wohnort einschließen und bei denen die Rückfahrt Bestandteil der Reise ist.“ (Mundt 2006, S. 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(s. Abbildungsverzeichnis – Abbildung 1)

Der Begriff Tourismus wird in der Literatur unterschiedlich definiert. Eine der bekanntesten und meist verbreitetesten Definition stammt von der Welt Tourismus Organisation (UNWTO):

„ Tourism comprises the activities of persons travelling to and staying in places outside their usual environment for not more than one consecutive year for leisure, business and other purposes not related to the exercise of an activity remunerated from within the place visited.“ (UNWTO 2011, S.1).

Folglich kann man Tourismus als Aktivitäten von Personen verstehen, die zu Orten außerhalb ihres herkömmlichen Umfeldes reisen und sich an diesen Orten für nicht länger als ein Jahr zu freizeitlichen, geschäftlichen oder anderen Zwecken aufhalten. Der Aufenthalt darf aber nicht mit einer entlohnten Beschäftigung am Zielort in Verbindung stehen.

Die Geschichte des Reisens ist nahezu so alt wie die Geschichte der Menschheit an sich. Die Beweggründe zum Reisen früher und heute können aber gar nicht unterschiedlicher sein. Praktische, wie z. B. das Umherziehen mit Herden zur Sicherung des Nahrungsangebots (Nomaden) oder religiöse Gründe, wie z. B. die Pilgerreisen, stehen zu Beginn im Vordergrund. Im weiteren Verlauf sind der Fernhandel sowie wirtschaftliche und machtpolitische Reisen, wie z. B. zur Zeit der Kolonisation, Gründe für das zeitweilige Verlassen des gewohnten Umfeldes. Diese praktischen Gründe wandeln sich allmählich, als Wendepunkt hierfür kann die Industrielle Revolution im 19. Jahrhundert angesehen werden. Der technische Fortschritt, die einhergehende Steigerung der Produktivität und bessere Lebensbedingungen, führen zu mehr individuellem Einkommen und steigenden Lebensstandards. Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus wächst stetig. Die Reise selbst ist der Zweck und untersteht nicht mehr der praktischen Grundlage früherer Zeiten. Der Artikel 24, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948, besagt:

Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.“ (Vereinte Nationen, Artikel 24, 1948).

Im Vergleich zu früher ermöglichen nun der gestiegene Wohlstand und das Recht auf Erholung einer größeren Masse an Menschen sich zeitweise von ihrem gewohnten Lebens- und Arbeitsumfeld zu entfernen und auf Reisen zu gehen. Die gesamten globalen Entwicklungen haben ihre Auswirkungen darauf, wie z. B. der Ausbau des Transportwesens, der Infrastruktur und der Informationstechnik oder der weniger problematische Grenzaustausch, durch den Wegfall vieler Grenzkontrollen in Europa.

Der Begriff Tourismus hat sich seit einigen Jahrzehnten im Sprachgebrauch etabliert, er löst den etwas negativ behafteten Begriff des Fremdenverkehrs ab, der die Aspekte des Unbekannten und Unvertrauten in sich getragen hat (vgl. Mundt 2006, S. 2 f.). Dennoch ist zu erkennen, dass im Vergleich zu den Beweggründen früherer und heutiger Reisen eine enorme Divergenz herrscht. Das heutige Ausmaß an Angeboten, Arten und Formen des Tourismus übersteigt die Dimension früherer Reisen.

2.2 Arten und Formen

Der Anspruch und die Erwartung an Urlaub, Freizeit und Erholung sind stetig gestiegen, begünstigt durch Tarifverträge, die die Arbeitszeit und den Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern regeln (vgl. Mundt 2006, S. 38). Jedoch kann sich nicht jeder Mensch z. B. eine individuelle Reise als Backpacker (aus dem englischen: Rucksacktourist) für sechs Wochen quer durch Thailand leisten. Andererseits ist diese Form des Individualtourismus auch nicht jedermanns Sache. Mundt führt in seinem Werk an, dass „[…] die prinzipielle Freiheit, überall hin zu verreisen, zum Beispiel ihre Beschränkung in den materiellen Möglichkeiten und in der Verfügbarkeit freier Zeit.“ (Mundt 2006, S. 38) hat. Die finanziellen Möglichkeiten, der Zeitfaktor und die persönlichen Interessen korrelieren miteinander und sind ausschlaggebend dafür, wie der Urlaub ausfällt. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Arten und Formen des Tourismus entwickelt, auf die im Folgenden kurz eingegangen wird. Tourismusarten unterliegen meistens einer persönlichen Motivation, wie z. B. die Kultur fremder Länder kennenzulernen (Kulturtourismus) oder sich vom Stress des Alltags zu befreien (Erholungstourismus). Die Bandbreite an Tourismusarten ist enorm, sodass die persönlichen Interessen und die damit einhergehende Form der Reise aufeinander abgestimmt werden können. Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften unterscheidet, in Bezug auf ein ausgewähltes Land, drei Tourismusformen und zwar den Binnenreiseverkehr, den Einreiseverkehr und den Ausreisverkehr, die miteinander kombinierbar sind (vgl. Europäische Kommission 1998, S. 8). Massen-, Städte- und auch der Individualtourismus sind Unterkategorien der Tourismusform.

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Details

Seiten
14
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656657125
ISBN (Buch)
9783656657118
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v273506
Note
1,7
Schlagworte
chancen probleme tourismus beispiel norddeutschland

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Titel: Chancen und Probleme des Tourismus