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Der Leistungsprozess Haushaltsplanung bei der Stadt Solingen

Hausarbeit 2013 9 Seiten

Organisation und Verwaltung - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Prozessdefinition

3 Leistungsprozess Haushaltsaufstellung

4 Fazit

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Das Thema „Prozessdarstellung und Verbesserungen im Leistungsprozess der Haushaltsplanung der Stadt Solingen“ hat die Autorin ausgehend von Ihrer Funktion bewegt, Gegenstand der Arbeit zu sein. Als Finanzverantwortliche für die Bereiche Jugend, Soziales, Gesundheit und Jobcenter ist sie aktuell eingebunden in den Prozess der Aufstellung des Haushaltsplanes für das Haushaltsjahr 2014.

Die öffentliche Verwaltung steht in einem Zielkonflikt zwischen unterschiedlichen finanziellen Interessen auf der einen Seite und den begrenzten Finanzmitteln auf der anderen Seite. Der Haushaltsplan ist ein zentrales Steuerungsinstrument für die Umsetzung der unterschiedlichen Interessen. Er ist die Grundlage für das fiskalische Handeln. Entsprechend bedeutsam ist die Aufstellung des Haushalts.

Die Arbeit soll einen Überblick zum Prozessablauf der Haushaltsplanung geben und im Rahmen des begrenzten Umfangs einzelne Optimierungsansätze herausstellen.

Dazu wird kurz erläutert, welche verschiedenen Prozessschritte bei der Planerstellung notwendig sind. Anschließend werden diese in einem Folgestruktur-Diagramm dargestellt und Ansätze für Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt. Näher betrachtet wird als Fallbeispiel das Aufstellungsverfahren des Haushaltes in der Solinger Stadtverwaltung, bei der die Autorin arbeitet. Die Arbeit schließt ab mit einem Fazit aus den gewonnenen Erkenntnissen und einem Ausblick.

2 Prozessdefinition

Das Denken in Prozessen ist eine Konkretisierung des modernen Verwaltungsmanagements.[1] Ein Prozess ist eine Abfolge logisch aufeinander aufbauender Teilschritte mit einem definierten Beginn und Ende. Das Prozessergebnis wird für einen organisationsinternen oder externen Dritten erbracht, der die Anforderung an das Ergebnis definiert. Der Prozess kann sich dabei in Teilprozesse untergliedern, die parallel oder nacheinander erfolgen. Ein Prozess kann daher als „ein Satz von in Wechselbeziehung oder Wechselwirkung stehenden Handlungen bezeichnet werden, die Eingaben in Ergebnisse umwandeln.“[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [3]

3 Leistungsprozess Haushaltsaufstellung

In der Kameralistik war die inputorientierte Steuerung das vorherrschende Instrument und kennzeichnete den Prozess der Haushaltsaufstellung. Die Steuerung erfolgte traditionell durch die Zuweisung von Mitteln und Stellen (Inputfaktoren), die im Haushaltsplan abgebildet wurden.[4]

Im Gegensatz dazu erfolgt die moderne Haushaltsaufstellung nach keinem einheitlichen Muster. Dies ist der föderalen Struktur der Bundesrepublik und dem Selbstverwaltungsrecht der Kommunen geschuldet.[5] In der heutigen Zeit finden sich neben dem nachfolgend als klassisch beschriebenen Prozess der Haushaltsaufstellung, auch Ansätze mit einer stärkeren Bürgerbeteiligung oder Output Orientierung.[6]

Die klassische Haushaltsaufstellung kann vereinfacht wie folgt beschrieben werden:

- Vorbereitung des Planungsverfahrens; Festlegung von Planungseckdaten, Budget- und Bewirtschaftungsregeln durch die Kämmerei
- Bedarfsanmeldungen/Budgetplanung durch die Fachbereiche
- Verwaltungsinterne Abstimmung (Fachbereiche/Kämmerei)
- Beratung im Rat und Fachausschüssen
- Haushaltsbeschluss

In der Praxis ist der aktuelle Aufstellungsprozess jedoch deutlich komplexer und bedarf einer separaten Checkliste[7], sowie eines Eckpunkteplans[8] um nicht einzelne

Inhalte bei der Komplexität der Planaufstellung zu „übersehen“. Eine vereinfachte Darstellung des komplexen Prozesses erfolgt aufgrund des begrenzten Umfangs in folgendem Flussdiagramm:

[...]


[1] Paulic, Rainer, Verwaltungsmanagement und Organisation, Rdnr 1.3.2.

[2] Paulic, Rainer, Verwaltungsmanagement und Organisation, Rdnr. 5.1.1; EN ISO 9000:25.

[3] Eigene Darstellung

[4] Schedler/ Proeller, New Public Management, Rdnr. 3.3.2

[5] Der Föderalismus und die Selbstverwaltungsgarantie ergibt sich aus Art. 20 und 28 GG (Grundgesetz).

[6] In einer Output orientierten (auch: ergebnisorientierten) Verwaltung liegt der Fokus von Planung, Steuerung und Kontrolle auf den Verwaltungsleistungen (Output) und auf den Zielen des Verwaltungshandelns. Der Ressourceneinsatz wird bei der Output Orientierung an Leistungszielen ausgerichtet, welche sich ihrerseits am Output bzw. an den angestrebten Wirkungen anlehnen.

[7] Einzelne abzuhandelnde Inhalte innerhalb der einzelnen Prozessschritte mit Angabe der Verantwortlichkeit.

[8] Der Eckpunkteplan bezeichnet die zeitlichen Eckpunkte, die auf dem Jahreskalender durch fixe Terminvorgaben „gesetzt“ sind.

Details

Seiten
9
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668089969
ISBN (Buch)
9783668089976
Dateigröße
420 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v273186
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
1,3
Schlagworte
Haushaltsplanung Prozessdarstellung

Autor

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Titel: Der Leistungsprozess Haushaltsplanung bei der Stadt Solingen