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Einführung des DRG-Systems

Hausarbeit 2003 14 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.

2.Strukturdaten der Einrichtung

3. Theorie des DRG- Systems
3.1 Definition von DRG´s?
3.2 Ursprünge der DRG´s
3.3 Aufbau der DRG´s
3.4 Berechnung der DRG´s
3.5 Kalkulationen der DRG´s

4. Zeitplan zur Umsetzung der DRG´s

5. Umsetzung in der Praxis
5.1 Aufgaben des Managements
5.1.1 Reorganisation von Arbeitsabläufen
5.1.2 Wandel von Verwaltung zum Managements
5.1.3 Einführung von Qualitätsmanagementsystemen
5.1.4.Einführung neuer EDV Systeme
5.2 Vorbereitung der Pflegenden
5.2.1 Optimierung der Pflegedokumentation
5.2.2 Optimierung der Pflegeplanung
5.2.3 Vorbereitung durch Schulung

6. Gefahr der „blutigen Entlassung

7. Veränderung der Krankenhauslandschaft
7.1 Krankenhausschließungen
7.2 Kooperationen

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Hinsichtlich der anstehenden Umstrukturierung im Gesundheits- bzw. Krankenhauswesen in Zuge der Einführung des DRG- Systems beschäftige ich mich mit einem Konkreten Beispiel aus der Praxis, angewandt am …-Krankenhaus in…..

Zur Erarbeitung des komplexen Sachverhaltes recherchierte ich nicht nur im Internet und in Fachzeitschriften, sondern traf mich auch weiterführend zu einem Gespräch mit Herrn (Verwaltungsdirektor des ….krankenhaus).

Hierbei sind gegenwärtige umgesetzte, aber auch für die Zukunft geplante Umstrukturierungsmaßnahmen erfragt und anschleißend von mir in Gegenüberstellung von Praxis und Theorie erarbeitet worden.

Schwerpunktmäßig wollte ich hier nicht nur die theoretische Einführung des DRG- System erläutern, sondern den direkten Bezug zur Praxis auf das oben genannten Krankenhauses herstellen, welches dann auch weiterführend von mir in Ausblick gestellt wird.

2. Strukturdaten der Einrichtung

Das Franziskus- Krankenhaus verfügt über 190 Planbetten, welche nach der „Krankenhaus-Zielplanung“ des Landes Rheinland-Pfalz gefördert werden. Die Einrichtung strukturiert sich wie folgt:

a) Innere Abteilung
b) Chirurgische Abteilung
c) Gynäkologie
d) HNO- Abteilung
e) Dialyse- Station.

Wobei die Dialyse Abteilung unabhängig von der allgemeinen Verwaltung des Krankenhauses fungiert, da diese einer externe Arztpraxis verpachtet worden ist.

Demzufolge sind derzeit ungefähr 400 Mitarbeiter im Krankenhaus beschäftigt, welches einen jährlichen Umsatz von 14 Millionen Euro erwirtschaftet.

Demgegenüber stehen deutlich höhere Kosten wobei:

- 75% Personalkosten (Sprungfixe Kosten)
- 25% Sachkosten ( Laufende Kosten)

die Gesamtkosten ausmachen.

3. Theorie des DRG- Systems

3.1 Definition von DRG´s

Unter dem Begriff der DRG´s versteckt sich ein neues pauschalierendes Vergütungssystem für voll- und teilstationäre Leistungen in Krankenhäusern, den Fallpauschalen, dass auf den „Diagnosis-Related-Groups“ basiert. Es sind Behandlungs- beziehungsweise Patientenklassifikationen, die ein Gleichgewicht zwischen einer optimalen medizinischen Versorgung und möglichst geringen Kosten versuchen zu schaffen. Dabei werden stationäre Fälle zusammengefasst, die sowohl medizinisch als auch von den Kosten her homogen sind. Berücksichtigt hierbei werden auch die Leistungsfähigkeit des einzelnen Krankenhauses und die Art und Schwere der Erkrankung. Die einzelnen Elemente des Systems werden später noch erläutert.

3.2 Ursprünge der DRG´s

Der Ursprung der DRG´s liegt inzwischen rund 30 Jahre zurück. Sie wurden an der Yale Universität in den USA als Instrument der betrieblichen Leistungssteigerung sowie des Qualitätsmanagements entwickelt. Das Ergebnis war, dass es zum ersten Mal eine transparente Übersicht über die vielfältigen Leistungsspektren eines Krankenhauses gab. Der wirtschaftliche Vergleich zwischen einzelnen Krankenhäusern und deren Abteilungen wurde müheloser. Der erste Einsatz als Abrechnungsgrundlage erfolgte 1983 in Australien im Rahmen der staatlichen Krankenversicherung für Rentner (Medicare) durch das Gesundheitsministerium. Hiermit wird die Grundlage aller heutigen DRG Systeme , die sich inzwischen weltweit verbreitet haben, geschaffen. Dabei haben sich im Laufe der Jahren durchaus Unterschiede herausgebildet, die auf die jeweiligen lokalen und kulturellen Gegebenheiten Rücksicht nehmen.

3.3 Aufbau der DRG´s

Zu allererst ist anzumerken, dass das deutsche DRG System vom Australischen abgeleitet ist.

Die Anordnung oder fachsprachige Nomenklatur besteht aus vierstelligen alphanumerischen Codes, die Auskünfte über die wesentlichen Tatbestände geben.

Es besteht aus 23 MDC´s („Major Diagnostic Categories“= Hauptdiagnose Kategorien), die sich auf die Anatomie des Körpers beziehen, so bezeichnet zum Beispiel die MDC Nr. 02 die Augen. Zu jedem MDC gehört ein Code, der sich in alphabetischer Reihenfolge an den MDC Nummern orientiert.

Diese erste grobe Unterteilung wird in Unterkategorien, den sogenannten Sub- MDC´s, weiter aufgeteilt. Sie sind an zweiter Stelle der Nomenklatur positioniert und umfassen mit den Ziffern 01-39 chirurgische und operative DRG´s (z.B. Nutzung eines Operationssaales), mit den Codes 40-59 nicht operative Prozeduren (z.B. Diagnostik) und mit der Zahlenfolge 60-99 medizinische Behandlungen.

Zusammen bilden die MDC´s und die Sub-MDC´s die Basis-DRG. Es ergeben sich insgesamt 409 Basis-DRG´s, die durch die Hauptdiagnose erkannt werden.

An letzter Stelle der Nomenklatur stehen die Buchstaben A, B, C, D oder Z, die als Indikator für den Schweregrad der einzelnen DRG´s stehen. Diese alphabetische Reihenfolge zeigt den Ressourcenverbrauch auf, wobei der höchste Verbrauch mit A klassifiziert ist und Z für die Basis DRG´s, die nicht nach Verbrauch oder Schweregrad unterteilt werden müssen. Diese letzte Stelle dokumentiert mögliche Komplikationen. Jede dokumentierte Nebendiagnose wird nach Ihrem Ressourcenverbrauch auf einer fünfstufigen Skale eingestufte, der so genannten „Complication and Comorbidity Level“, kurz CCL. Diese CCL´s werden zu einem „Patient Clinical Complexity Level“, kurz PCCL, die dann den Gesamtschweregrad widerspiegeln. Dabei werden alle CCL´s in ein Verhältnis zueinander gestellt, um mittels einer statistischen Glättungsformel den Gesamtschweregrad des Behandlungsfalls zu berechnen. Ergebnis dieser Berechnung ist die Schweregradkategorie. Ziel der Glättungsformel ist, eine höhere Bewertung der Fälle, die aufwendiger sind, so zum Beispiel Fälle mit mehr als einer Nebendiagnose und das Verhindern von unrealistisch hohem Schweregrade, die durch eine einfache Addition der CCL´s entstehen würde.

[...]

Details

Seiten
14
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638293907
Dateigröße
523 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v27307
Institution / Hochschule
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Note
1.3
Schlagworte
Einführung DRG-Systems

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Titel: Einführung des DRG-Systems