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Die Distribution im deutschen Pharmamarkt

Projektarbeit 2013 44 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele und Vorgehensweise der Arbeit

2. Grundlagen der Distribution
2.1 Definition Distribution
2.2 Akquisitorische Distribution
2.2.1 Direkte und indirekte Distribution
2.2.2 Bezug direkte und indirekte Distribution auf Pharmamarkt
2.2.3 Distributionsorgane
2.2.4 Bezug Distributionsorgane auf Pharmamarkt
2.3 Marketinglogistik
2.3.1. Verpackung
2.3.2 Bezug Verpackung auf Pharmamarkt
2.3.3 Lagerhaltung und Transport
2.3.4 Bezug Lagerhaltung und Transport auf Pharmamarkt

3. Grundlagen des Pharmamarktes
3.1 Definition Pharmazie
3.2 Definition Pharmamarkt
3.3 Einteilung pharmazeutischer Produkte
3.3.1 Arzneinmittel
3.3.1.1 Verschreibungspflichtige Arzneimittel
3.3.1.2 Apothekenpflichtige Arzneimittel (OTC)
3.3.1.3 Freiverkäufliche Arzneimittel
3.3.2 Hilfsmittel
3.3.3 Nahrungsergänzungsmittel
3.3.4 Diätetische Lebensmittel
3.4 Distributionswege im Pharmamarkt
3.4.1 Pharmazeutische Unternehmen
3.4.2 Pharmazeutische Großhändler
3.4.3 Apotheken
3.4.3.1 Präsenzapotheken
3.4.3.2 Krankenhausapotheken
3.4.3.3 Internetapotheken
3.4.4 Mass Market
3.5 Rechtliche Rahmenbedingungen und Vorschriften
3.5.1 Arzneimittelgesetz mit ausgewählten Paragraphen
3.5.1.1 §9 Der Verantwortliche für das Inverkehrbringen
3.5.1.2 §47 Vertriebswege
3.5.1.3 §47a Sondervertriebswege, Nachweispflichten
3.5.1.4 §72 Einfuhrerlaubnis
3.5.2 Arzneimittelhandelsverordnung
3.5.3 Betäubungsmittelgesetz
3.5.4 Transfusionsgesetz

4. Arzneimittelfälschung

5. Ausblick

6. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis 35

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Deutschland ist von einem demografischen Wandel geprägt. Die Bevölkerung wird zunehmend älter. Aus heutiger Sicht ist jeder Fünfte älter als 65 Jahre, zur Mitte des Jahrhunderts erwartet man, dass es jeder Dritte sein wird.1 Ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung und eine erhöhte Nachfrage nach einer besseren und umfangreicheren Versorgung mit gesundheitsspezifischen Produkten sind zu verzeichnen. Weiterhin ist eine steigende Ausgabenbereitschaft im Gesundheitsbereich durch die Bevölkerung zu beobachten.

Für viele Krankheiten, wie z.B. Krebs, AIDS und Multiple Sklerose, gibt es jedoch nach wie vor kein „Heilmittel“. Viele Pharmaunternehmen befassen sich mit der Forschung und Entwicklung etwaiger Wirkstoffe. Gesetzliche Rahmenbedingungen verschärfen jedoch die Zulassung neuer Wirkstoffe. Rentable Arzneimittel verlieren nach und nach ihren Patentschutz. Das bedeutet, dass für andere Pharmahersteller der Weg zur Herstellung von Generikas2 geebnet ist. Gleiche Wirkstoffpräparate werden von vielen renommierten Pharmaunternehmen, wie z.B. Ratiopharm®, Hexal® und Stada® produziert. Rund 86000 Medikamente sind derzeit gelistet. Dem stehen aber nur rund 2750 Wirksubstanzen gegenüber.3

Gesetzliche Beschlüsse tragen zusätzlich zur Veränderung des heutigen Gesundheitsmarktes bei. Zu den jüngeren Regulierungsinstrumenten (April 2007) zählen die Rabatte, die zwischen den Krankenkassen und Arzneimittelherstellern vereinbart werden. Für jeden Wirkstoff und jede Krankenkasse ist ein anderer Hersteller denkbar. Die Apotheken sind gesetzlich dazu verpflichtet diese Rabattarzneimittel abzugeben. Demzufolge ist eine entsprechende Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden ein Wettbewerbsvorteil.

Durch die sich ändernden Gegebenheiten, wird der Distribution eine immer größer werdende Bedeutung zugeschrieben. Da viele Arzneimittel Besonderheiten in Lagerung und Transport aufweisen, ist es für Distributionsteilnehmer eine große Herausforderung allen Ansprüchen und gesetzlichen Vorschriften gerecht zu werden.

1.2 Ziele und Vorgehensweise der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es derzeitige Distributionswege im Pharmamarkt darzustellen und rechtliche Grundlagen zu erläutern, welche die Distribution eingrenzen und bestimmen. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf den Arzneimittelmarkt gelegt.

Es sollen Antworten auf folgende Fragen gewonnen werden:

Wie gestalten sich die derzeitigen Distributionswege? Wie werden diese gesetzlich eingegrenzt? Welche Rolle spielt die Arzneimittelfälschung?

Wie sieht die zukünftige Entwicklung der Distribution im Pharmamarkt aus? Vorgehensweise: Nach der Einleitung wird in Kapitel zwei mit der allgemeinen Darstellung der Distribution fortgefahren. Es folgt eine Vertiefung ausgewählter Teilbereiche, welche sich explizit auf den Pharmamarkt beziehen. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Grundlagen des Pharmamarktes. Zum einen wird gezielt auf einzelne Pharmagruppen im Markt eingegangen und zum anderen bestehende Distributionswege offengelegt. Im Anschluss werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften abgehandelt, welche innerhalb der Distribution mit Pharmaprodukten zu beachten sind. Kapitel vier setzt sich mit den Gefahren der Arzneimittelfälschung auseinander. Einen zukünftigen Ausblick über die Entwicklung im Zusammenhang mit der Distribution gibt Kapitel fünf wieder.

Abschließend erfolgt im sechsten Kapitel eine zusammenfassende Betrachtung der abgehandelten Thematik.

2. Grundlagen der Distribution

In diesem Kapitel werden die Begrifflichkeiten hinsichtlich der Distribution erläutert. Es findet bereits ein Bezug zum Pharmamarkt statt, welcher in Kapitel drei näher betrachtet wird.

2.1 Definition Distribution

Die Distribution ist ein Instrument innerhalb des Marketingmix. Der Begriff Distribution kann sowohl gesamtwirtschaftlich (makroökonomisch) als auch betriebswirtschaftlich angewendet werden. Gesamtwirtschaftlich gesehen umfasst die Distribution alle Aktivitäten, die der Verteilung der erzeugten Güter zum Konsumenten dienen. Sie wird als wichtiges Bindeglied im Wirtschaftsleben verstanden und stellt eine Brücke zwischen Hersteller und Verbraucher dar. Sämtliche unternehmerische Tätigkeiten, die sich mit der Verfügbarkeit und damit der Versorgung der Verbraucher mit Gütern und Dienstleistungen befasst, spiegelt die betriebswirtschaftliche Sicht wieder.4

Entscheidungen und Tätigkeiten eines Unternehmens, die dazu dienen, das Ergebnis des betrieblichen Leistungsprozesses rechtzeitig an die Orte zu bringen, wo sie von Kunden gekauft, bzw. in Besitz genommen werden, liegen im Handlungsbereich der Distributionspolitik5. Im Entscheidungsbereich der Distributionspolitik liegt die akquisitorische Distribution und die physische Distribution.

2.2 Akquisitorische Distribution

Als Ziele der akquisitorischen Distribution sind der Verkauf der Ware, die Anbahnung des Kontakts zum Kunden und die Bindung des Kunden an das Unternehmen zu nennen.

Es werden also Entscheidungen hinsichtlich der Absatzwege und der Absatzorganisation bzw. dem Vertriebsmanagement subsumiert.6

Nachfolgend wird auf ausgewählte Teilbereiche eingegangen, welche speziell für den Pharmamarkt von Bedeutung sind.

2.2.1 Direkte und indirekte Distribution

Innerhalb der Distribution unterscheidet man zwischen der direkten und indirekten Distribution.

Bei der direkten Distribution werden die Produkte direkt an den Endkunden verkauft. Dass heißt, dass keine weiteren Handelsbetriebe zwischengeschaltet sind.

Ein direkter Vertrieb bietet sich tendenziell an, bei Produkten mit starker Erklärungs- bzw.- Überzeugungsbedürftigkeit, Produkten, deren hoher Preis eine Lagerung aus wirtschaftlichen Gründen ausschließt, transportempfindlichen Gütern, starker regionaler Konzentration von Abnehmern bzw. Bedarfspotenzialen und Gütern, deren Anschaffung nur in großen zeitlichen Abständen erfolgt.7

[...]


1 Vgl. Grünheid, Evelyn; Fiedler, Christian: Bevölkerungsentwicklung 2013: Daten, Fakten, Trends zum demografischen Wandel, URL: http://www.bib-demografie.de/SharedDocs/ Publikationen /DE/Download/Broschueren/bevoelkerung_2013.pdf?__blob=publication File&v=8, Wiesbaden 2013, S. 3, Zugriff am

2 Generika: wirkstoffgleiche Arzneimittel, welche nach Ablauf des Patentes der Markenpräparate von anderen Herstellern produziert werden. Die Kosten von Generikas sind geringer, da u.a. Forschungskosten entfallen.

3 Vgl. Statista: Studie zur deutschen Pharmaindustrie 2012, URL: http://issuu.com/vfapharma/ docs/11k_vfa-statistics_2012?e=6744248/1613042, Berlin 2013, S. 7, Zugriff am

4 Vgl. Friebe, Paul; Bürli, Rene`; Pifko, Clarisse: Distribution: Grundlagen mit zahlreichen Beispielen, Repetitionsfragen mit Antworten und Glossar, 2., überarbeitet Auflage, Zürich 2010, S.10

5 Kuss, Alfred; Kleinaltenkamp, Michael: Marketing- Einführung: Grundlagen- Überblick- Beispiele, Wiesbaden 2011, S.249

6 Vgl. Schögel, Marcus, Distributionsmanagement: Das Management der Absatzkanäle, o.O., 2012, S. 27

7 Vgl. Schierenbeck, Henner; Wöhle, Claudia B.: Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, 18. Auflage, München 2012, S. 352

Details

Seiten
44
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656654186
ISBN (Buch)
9783656654155
Dateigröße
549 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v273022
Institution / Hochschule
AKAD-Fachhochschule Leipzig
Note
1,0
Schlagworte
Distribution Pharmamarkt Marketing

Autor

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