Lade Inhalt...

Zur Auswirkung sozialer Kompetenz auf die Entwicklung neuer Produkte

Diskussion des Artikels „Social Competency and New Product Development Performance“ von Jifeng Mu, Gengmiao Zhang und Douglas L. MacLachlan

Ausarbeitung 2011 17 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

I. Einleitung

Die Entwicklung neuer Produkte und Innovation im Allgemeinen gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, die die Unternehmen haben müssen, um sich auf dem Markt behaupten zu können und auf dem internationalen Parkett zu überleben. Durch den schnellen wirtschaftlichen Wandel und die Globalisierung wissen heute nicht einmal 10% der Unternehmen, welche Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle sie mittelfristig verfolgen werden, um Umsatz zu generieren. Daher müssen neue Produkte und Dienstleistungen rechtzeitig entwickelt werden [1, S. 279]. Nicht nur das Überleben des Unternehmens aber auch die gesellschaftliche Weiterentwicklung und die Beschäftigung der Bevölkerung hängen von der Innovationsfähigkeit ab. Es ist also nicht nur ein rein wirtschaftlich, sondern auch ein volkswirtschaftlich brisantes Thema [1, S. 13].

In der Vergangenheit sind Innovationen entweder aus der Not heraus oder als Reaktion auf den Markt entstanden und waren eher selten das Ergebnis geplanter Prozesse und strategischen Willens. Dies muss sich in der Zukunft grundlegend ändern und ein funktionierendes Innovationsmanagement eingeführt werden. Um aber Innovationen voranzutreiben, müssen zu allererst Führungskräfte bereit sein Risiken einzugehen, Unsicherheit und Zweifel auszuhalten, über sich selbst hinaus zu wachsen, Neugierde und Begeisterung für das Unbekannte zu entwickeln und bei den Mitarbeiter zu wecken und diese zu motivieren Höchstleistungen zu erbringen und Rückschläge, nach einem eventuellen Scheitern einer Idee, zu verarbeiten [1, S. 279].

Gerade in gemischten Teams, in denen Mitarbeiter verschiedener Abteilungen – aus dem Marketing, Vertrieb, Produktion, der Forschung und Entwicklung, sowie anderen Bereichen – zusammenarbeiten müssen, ist die Kommunikation aufgrund der unterschiedlichen Sichtweisen und Zielsetzungen besonders herausfordernd und erfordert von den Mitgliedern und insbesondere von den Führungskräften ein hohes Maß an sozialen Fertigkeiten [2, S. 1].

Es ist daher in der Literatur als auch in der Praxis unumstritten, dass soziale Kompetenz eine positive Auswirkung auf Innovationen hat und diese fördert. Sie wird dabei definiert als die Fähigkeit mit Menschen umzugehen, diese zur Zusammenarbeit zu befähigen und zu motivieren. Sie beinhaltet insbesondere Kontakt-, Kommunikations- und Integrationsfähigkeit, sowie Akzeptanz anderer Personen, deren Werte, Normen, Denkweisen und Ideen. Es wird hierbei ein hohes Maß an Sensibilität und Wertschätzung für anderes und andere und die Fähigkeit für den Ausgleich verschiedener Interessen gefordert [3, S. 164, 231]. Soziale Kompetenz ist somit an das Individuum gekoppelt und sollte nicht isoliert von ihm betrachtet werden.

Diese Arbeit stellt eine Diskussion des Artikels „Social Competency and New Product Development Performance“ von Jifeng Mu, Gengmiao Zhang und Douglas L. MacLachlan, der Anfang des Jahres in der Zeitschrift IEEE Transactions on Engineering Management, erschienen ist, dar. Die darin vorgestellte Studie beschäftigt sich mit der Auswirkung sozialer Kompetenzen eines Individuums auf die Entwicklung neuer Produkte. Bisher wurde vor allem der Beitrag von gesamten Teams zur erfolgreichen Produktentwicklung untersucht. Diese Studie erforscht hingegen den Einfluss eines „Champions“, einer Führungskraft mit fachlichen und vor allem sozialen Kompetenzen.

II. Die Studie

Ziel der Studie war es zu untersuchen, wie Individuen, insbesondere Teamleader, auch Champions genannt, zu der Arbeit der Teams bei der Entwicklung neuer Produkte beitragen. Darauf basierend wurde ein Modell entwickelt, das Wissens- und Kompetenzaspekte vereinigt und welches suggeriert, dass der Einfluss von Individuen auf die Entwicklung neuer Produkte abhängig ist von deren sozialer Kompetenz.

Nachfolgend werden die gestellten Hypothesen, die Studiendurchführung, ihre Auswertung und Ergebnisse vorgestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

A. Hypothesen

Das untenstehende Schaubild zeigt übersichtlich die von Mu et al. aufgestellten Hypothesen.

Abb. 1. Soziale Kompetenz und Leistung bei der Entwicklung neuer Produkte [2, S. 3]

Diese werden im Folgenden näher vorgestellt.

1) Soziale Kompetenz und die Entwicklung neuer Produkte

Mu et al. nehmen an, dass Menschen, die ausgeprägte soziale Fähigkeiten haben, besser im Stande sind, die Aktionen in der Entwicklung neuer Produkte, das Team, seine Mitglieder, die Kommunikation und Koordination innerhalb des Teams zu händeln und die Performanz zu erhöhen. Außerdem besetzen sozial kompetente Personen die Rollen im Team entsprechend den Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder und erhöhen dadurch die Leistung des Teams als auch den Informationsfluss. Sie schaffen es ein lösungsorientiertes Umfeld zu kreieren. Sozial kompetente Personen sind empathisch und schaffen es besser einen Konsens und kooperatives Umfeld zu gestalten.

Die Performanz der Produktinnovation kann demnach als Funktion von kompetenten und fachkundigen Individuen in Produktentwicklungsteams gesehen werden. Daraus folgt, die erste Hypothese:

H1: Soziale Kompetenz der Individuen innerhalb von Teams, die neue Produkte entwickeln, erhöht die Leistung bei der Entwicklung neuer Produkte. [2, S. 2 f.]

Details

Seiten
17
Jahr
2011
ISBN (Buch)
9783656645603
Dateigröße
511 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v272409
Institution / Hochschule
Hochschule München
Note
1,3
Schlagworte
Soziale Kompetenz technologische Kompetenz Lernen Innovation Entwicklung neuer Produkte

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Zur Auswirkung sozialer Kompetenz auf die Entwicklung neuer Produkte