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Lernformen in der beruflichen Ausbildung

Projektarbeit 2014 16 Seiten

Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen

3 Lernen im Wandel der Zeit

4 Lernmethoden anhand des Bsp. abH Stützunterricht

5 Lern- und Selbstlernkompetenz

6 Rollenbezogene Betrachtungen

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

9 Abbildungsverzeichnis

Das beste Training liegt immer

noch im selbständigen Machen.

Cyril Northcote Parkinson

(1909- 1993) brit. Historiker

1 Einleitung

Im Zuge dieser Projektarbeit möchte ich auf die verschiedensten Formen des Lernens eingehen. In meiner Tätigkeit als Dozentin und Begleitung von Auszubildenden, vor­dergründig von Industriekaufleuten während ihrer beruflichen Ausbildung ist es mir ein An­liegen deren Schlüsselqualifikationen auszubauen und zu stärken. Informelles Lernen zu schulen und den Schülern zu zeigen wie man sich stets selbst motiviert.

Die Anforderungen an Auszubildende haben sich in Bezug auf Ihre Handlungskompe­tenzen im Vergleich von der Industriegesellschaft zur heutigen Dienstleistungs- und In­formationsgesellschaft enorm verändert. Von ihnen wird vor allem mehr Flexibilität und das schnelle Reagieren auf veränderte Situationen verlangt (Euler & Hahn, 2007, S. 267). Somit rücken immer mehr die Kompetenz zum selbstständigen Lernen, so­wie die Möglichkeiten dies zu schulen in den Vordergrund.

Im Themenfeld „Lernformen in der beruflichen Ausbildung“ liegt es nahe neue Lern­kulturen zu begründen, die den Anforderungen der neuen Welt gerecht werden.

Immer mehr Gewicht werden der Selbstlernkompetenz zu gemessen. Diese ist heute auch in der beruflichen Ausbildung unverzichtbar. Sie zählt zu den Personalkompe­tenzen und bildet eine solide Basis der Handlungskompetenzen.

Um die Erfüllung der täglichen Arbeitsaufgaben zu bewältigen ist die Medienkompe­tenz, das heißt der Einsatz von Computern, bestimmten Programmen und dem Inter­net unerlässlich. Der Umgang mit mediengestützter Hard- bzw. Software för­dert die Entwicklungsprozesse von Selbstlernkompetenzen.

2 Begriffsdefinitionen

Ergänzend zum vorausgehenden Vorwort werde ich in diesem Kapitel zentrale Begrif­fe erläutern, um eine konkrete Zuordnung zu bestimmten Aussagen zu erleichtern.

Eine der relevanten Terminologien stellt die Bezeichnung „Schlüsselqualifka-tionen“ dar, die heutzutage auch als Soft-Skills bekannt sind. Sie stellen im Gegensatz zu spe­zifischen Fachkenntnissen Meta-Fähigkeiten dar, die zum Beispiel das Annehmen von Wissen ermöglichen. Schlüsselqualifikationen beziehen sich jedoch im Unter­schied zu den Soft- Skills auf sämtliche Bereiche des Lebens. Soft- Skills beleuchten vor allem die sozialen Ansprüche in der Berufswelt. Sie werden zur Darstellung von Anlagen, Fä­higkeiten und Einsatzbereitschaft einer Person zur Ausführung von Handlungen ver­wendet. Das Hauptaugenmerk liegt ähnlich wie bei den Schlüsselqualifikationen, nicht mehr nur bei den fachlichen Qualifikationen, sondern bei den Charaktereigenschaften der Person selbst.

Der Fachausdruck der Schlüsselqualifikation ist alles andere als neu. Bereits 1974 wur­de der Begriff „Schlüsselqualifikationen“ in der Literatur durch Dieter Mertens geprägt. Der gelernte Volkswirt und damalige Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufs­forschung machte darauf aufmerksam, dass die ausbleibende Berechen­barkeit zukünf­tiger Entwicklungen unspezifische, außergewöhnliche Kompetenzen er­forderlich macht. Mertens verdeutlichte die Wichtigkeit, schnell und flexibel auf neue Forderun­gen des Arbeitsmarktes reagieren zu können. Dadurch sind sie in der Lage die schon erwor­benen be­ruflichen Fähigkeiten zu erhalten und diese nun den verän­derten Anforderungen entspre­chend einzusetzen. Diese Schlüsselqualifikationen bil­den den „Schlüssel“ zur raschen und einfachen Erschließung von modifizierten Spe­zialwissen (Dieter Mertens, 1974, S. 36-43).

Der Begriff der Schlüsselqualifikation gehört heute zum festen Wortschatz der Bil­dungs- und Arbeitsmarktpolitiker. Fast jeder versteht etwas anderes unter Schlüssel­qualifikationen, da sie häufig sehr allumfassend und grundsätzlich diskutiert werden.

Zu den Schlüsselqualifikationen zählt man im Allgemeinen die Sozialkompetenz, Me­thodenkompetenz, Selbst- und Handlungskompetenz. Hinzu können kommen Ge­sichtspunkte wie Medienkompetenz und emotionale Kompetenz. Allerdings sind die einzelnen Kompetenzfelder nur grob voneinander zu trennen und haben große Schnitt­mengen untereinander.

Nach Prof. Herbert Beck beinhalten Schlüsselqualifikationen folgende Punkte:

-Sie dienen der Erschließung (Schlüssel) wechselnden Spezialwissen
-Sie beinhalten kein spezielles Fachwissen, sondern eine allgemeine berufliche Leistungsfähigkeit.
-Sie stellen berufs- und funktionsübergreifende Eignung mit übergeordneter Be­deutung für die Bewältigung zukünftiger Aufgaben dar
-Sie waren schon immer von Bedeutung und stehen wegen der Wand­lungen auf allen Gebieten jetzt stärker im Mittelpunkt.
-Sie sind mehr als die herkömmlichen „Kenntnisse“ und „Fertigkeiten“, sie bein­halten weitere „Fähigkeiten“
-Sie sind vielfältig anwendbar und liefern den „Schlüssel“ zum Pro­blemlösen bei neu gestellten Arbeitsaufgaben
-Sie dienen der Selbsthilfe, indem sie zum selbständigen lebenslangen Lernen befähigen.

(H.Beck, Schlüsselqualifikationen - Bildung im Wandel, 1995)

Das Ziel von Schlüsselqualifikationen bzw. Kompetenzen besteht darin, die Person zu befähigen, auch in schwierigen, unvorhergesehenen Problemsituationen sicher und kompetent handeln zu können. Die Existenz von breit gefächerten Fähigkeiten und Fertigkeiten bildet dafür den Grundstein.

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Details

Seiten
16
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656644903
ISBN (Buch)
9783656644910
Dateigröße
560 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v272388
Note
1
Schlagworte
Zertifizierung IHK Ausbildung berufliche Bildung Lernformen Pädagogik

Autor

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Titel: Lernformen in der beruflichen Ausbildung