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Überzeugender Vortrag - Gelungene Präsentation

Seminararbeit 2013 19 Seiten

Pädagogik - Medienpädagogik

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Präsentation
1.1. Bedeutung und Ziele
1.2. Vorbereitung
1.2.1. Das Publikum
1.2.2. Zielformulierung
1.2.3. Der Inhalt
1.2.4. Hilfsmittel
1.2.5. Handout
1.2.6. Die Zeit

2. Grundstruktur
2.1. Einleitung
2.1.1. Opener
2.1.2. Darstellung der fachlichen Kompetenz
2.1.3. Thema und Ziele nennen
2.1.4. Inhalte und Ablauf der Präsentation vorstellen
2.2. Hauptteil
2.2.1. Der Auftritt
2.3. Schlussteil

3. Medieneinsatz
3.1. Visualisierungen
3.2. Grundregeln für die Erstellung
3.2.1. Überschrift
3.2.2. Farben und Farbflächen
3.2.3. Schriftgestaltung
3.2.4. Layout
3.2.5. Tabellen
3.2.6. Grafiken

4. Persönliches Auftreten
4.1. Lampenfieber
4.1.1. Was ist Lampenfieber?
4.2. Umgang mit Lampenfieber
4.2.1. Denken gegen Stress
4.2.2. Selbstvertrauen einreden
4.2.3. Physische Methoden
4.3. Reden trotz Lampenfieber
4.4. Mimik und Gestik
4.5. Zeitpunkt und Zeitrahmen

5. Fragerunde und Diskussion
5.1. Vorbereitungen auf Fragen und Einwände
5.2. Leiten von Fragerunden und Diskussionen
5.3. Umgang mit kritischen Fragen und Einwänden

6. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Einleitung

Überzeugender Vortrag – gelungene Präsentation, dieses Thema beschäftigt viele Menschen und stellt unter anderem auch Probleme dar, mit denen wir zu kämpfen haben. Sei es eine völlig unstrukturierte PowerPoint-Präsentation, bis hin zum Zittern, Stottern, komplettem Blackout und Schweißausbruch aufgrund des Lampenfiebers während einer Präsentation.

Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert vom Moment der Geburt an – bis zu dem Zeitpunkt, wo Du aufstehst, um eine Rede zu halten“ (Mark Twain).

Das Auftreten vor einem Publikum bereitet dem Präsentator Fragen auf, wie zum Beispiel „wie verhalte ich mich, wenn ich den roten Faden verliere?“, „was mache ich, wenn die Präsentation durch Dritte gestört wird?“ oder „welche Techniken kann ich effektiv gegen Lampenfieber einsetzen?“ – sicherlich kommen hier für den einen oder anderen noch unzählige Fragen hinzu. Was eine Präsentation ist, das weiß heutzutage so gut wie jeder, aber nicht jeder kennt die Ziele einer Präsentation, die für die Vorbereitung und Durchführung sehr wichtig sind. Präsentationen gehören in allen Bereichen des Geschäftslebens zum alltäglichen Erscheinungsbild, sie vermitteln als Handlungsempfehlung und sollen als Entscheidungsgrundlage dienen. Man trifft sich in kleinen und in größeren Gruppen, es werden Schaubilder an die Wand geworfen und es werden danach Beschlüsse gefasst. Auf diese Weise wird über Erkenntnisse einer internen Arbeitsgruppe oder über die Leistungen neuer Produkte informiert. Präsentationen werden bei Tagungen und Kongressen gehalten, Geschäftsführer stellen neue Strategien vor oder die Berater präsentieren ihre Marktanalysen. Millionen von Präsentationen werden täglich gehalten, oft folgen diese einer bestimmten Struktur. Auf einen Bestandteil scheint heute kein Vortragender verzichten zu wollen: Microsoft PowerPoint. Das Ziel dieser Seminararbeit besteht darin, zu erfahren wie ein Präsentator Ideen, Produkte und Meinungen klar, präzise und wirkungsvoll präsentieren und mit der Präsentation die Ohren, die Augen und die Emotionen der Zuhörer erreichen kann. Des Weiteren wird mit Hilfe von Fachliteratur, bei der es konkret um diese Thematik handelt, analysiert, wie man die Beziehungen zwischen Vortragenden und den Zuhörern optimieren kann. Hierbei geht es auch darum, zu erarbeiten, was das Publikum interessiert, was es aufnehmen kann, und was es eigentlich möchte, wenn es einer Präsentation beiwohnt. Es werden Werkzeuge erarbeitet, die zu einer Verbesserung der eigenen Präsentation führen. Im Folgenden sollen zuerst der Begriff der Präsentation und die Ziele geklärt werden, um in einem zweiten Schritt über die Formale Gestaltung – von der Einleitung bis zum Schlussteil - diskutieren zu können. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit den Medien und Möglichkeiten, eine Präsentation „lebendig“ zu gestalten. Die letzten Kapitel beschäftigen sich mit dem Persönlichen Auftreten, Umgang mit Lampenfieber sowie das Einführen und Leiten einer Frage- und Diskussionsrunde am Ende einer Präsentation.

1. Präsentation

1.1. Bedeutung und Ziele

Eine Präsentation kann von einer oder mehrerer Personen durchgeführt werden. Der Präsentator stellt für eine konkrete Zielgruppe vorher ausgewählte und vorbereitete Inhalte, Sachaussagen oder Produkte, vor. Das „Hauptziel“ jeder Präsentation ist es, die Zuhörer zu informieren und/oder zu überzeugen. Der Unterschied zwischen einer Rede und einer Präsentation ist, dass die Präsentation durch ausgewählten Medieneinsatz unterstützt wird. Zum Ende einer Präsentation schließt sich eine Frage- und Diskussionsrunde an.

Das Motivieren der Kollegen, an einer Kampagne mitzumachen, Kunden weiterhin langfristig an das Unternehmen binden oder von den Leistungen neuer Produkte überzeugen, die Abgeordneten in Bezug auf eine bestimmte Maßnahme zum Handeln zu bewegen oder der Geschäftsleitung das sichere Gefühl zu vermitteln, dass das Projekt planmäßig abläuft, können mögliche Ziele einer Präsentation sein. Der Erfolg einer Präsentation hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es sollte bei der Vorbereitung und Durchführung auf die folgenden vier Punkte geachtet werden: „das zielgerechte Vorgehen“, „die auf das Ziel und das Publikum ausgerichtete Auswahl und Aufbereitung der Inhalte“, „die Art und Weise, wie das Publikum von dem Präsentator behandelt wird“ und „die professionelle Selbstdarstellung“.[1]

1.2. Vorbereitung

1.2.1. Das Publikum

Es ist wichtig sich vorher zu informieren, vor wem die Präsentation gehalten wird. Damit die Zielformulierung und die Auswahl des Inhalts auf das Publikum „zugeschnitten“ ist, sollte festgestellt werden, wer die Zuhörer sind und welches Vorwissen diese mitbringen. Der Präsentator kann daraufhin alle schon bekannten Informationen aus der Präsentation herauslassen und den Schwierigkeitsgrad der Ausführung auf dieses Vorwissen abstimmen. Zu beachten wäre auch, was die Zuhörer von der Präsentation erwarten und welche Interessen sie haben. So kann der Präsentator gezielt auf diese Interessen eingehen oder Teile der Präsentation, die damit nicht übereinstimmt, besonders sorgfältig vorbereiten und begründen. Auch mit welchen Einstellungen die Zuhörer dem Thema und den Inhalten begegnen, muss herausgefunden werden. So kann der Präsentator auf das, was das Publikum besonders bewegt, angemessen eingehen. Insbesondere bei einer Überzeugungspräsentation ist es wichtig zu wissen, ob das Publikum mehrheitlich eher positiv, ablehnend oder neutral dem Thema, Produkt oder Anliegen gegenüber eingestellt ist. Geht es darum, das Publikum von etwas zu überzeugen, dann ist es auch wichtig, welche Argumente das Publikum am ehesten erreichen – Argumente hinsichtlich persönlicher oder gesellschaftlicher Werte, Imagegewinn, Sicherheit, Kosten, Qualität, Umwelt, Technologie, Prestige oder Status einzelner Anwesenden.[2]

1.2.2. Zielformulierung

Für eine Präsentation braucht der Präsentator konkret ausformulierte Ziele. Nur sie geben dem Vorhaben eine eindeutige Ausrichtung und unterscheiden die Präsentation von einer lockeren Plauderstunde. Im beruflichen Alltag wird ein Präsentator nicht oft die Gelegenheit haben, die Präsentationsziele eigenverantwortlich zu bestimmen. Er wird es in der Regel mit mehr oder weniger exakten Vorgaben zu tun haben. Grundsätzlich lassen sich zwei unterschiedliche Leitziele für eine Präsentation denken: das Publikum kann entweder informiert oder überzeugt werden. Im Alltag wird es natürlich viele Mischformen geben, doch ein Präsentator muss für sich klären und entscheiden, wo der Schwerpunkt seiner Präsentation liegen soll. Ein weiteres Leitziel wäre auch „unterhalten“.

Besteht das Leitziel darin zu informieren, so soll das Publikum am Ende der Präsentation etwas Neues und bisher Unbekanntes „verstanden“ haben, eine Idee, ein Ereignis, einen Zusammenhang oder einen Projektstand. Nach Abschluss der Informationspräsentation sollte das Publikum beispielsweise in der Lage sein, mit den Informationen weiterzuarbeiten, darüber mit anderen zu diskutieren, sie mit eigenen Erfahrungen zu vergleichen oder auf der Grundlage des neuen Wissens sicher eigene Handlungspläne zu entwickeln oder auch Entscheidungen zu treffen. Besteht das Leitziel darin zu überzeugen, so soll das Publikum am Ende der Präsentation die Idee des Präsentators für die beste Lösung halten. Der Präsentator sollte davon überzeugt sein, dass das Produkt den er präsentiert, den größten Nutzen verspricht und daher gekauft werden sollte. Am Ende einer Überzeugungspräsentation ist das Publikum zum Handeln aufgefordert. Es soll aktiv umsetzen, wovon es überzeugt ist. Nur das „fein Ausgesiebte“ kommt in die Präsentation hinein. Grobes Aussieben der Informationen birgt die Gefahr, dass zu viel Unwichtiges in die Präsentation rutscht und das Publikum nicht erkennt, worum es eigentlich geht.

1.2.3. Der Inhalt

In vielen Fällen ist das lange Suchen nicht nötig, denn bei einem vertrauten Themengebiet weiß der Präsentator meist mehr, als in der späteren Präsentation Platz finden wird. Der Präsentator muss also bestimmte Inhalte auswählen. Das wichtigste Kriterium für die Auswahl der Inhalte für die Präsentation, bildet das vorher formulierte Ziel. Keinen Platz in der Präsentation haben die Inhalte, die nichts zur Zielerreichung beitragen. Der Zweck einer Präsentation ist nicht das Vermitteln aller Informationen über ein bestimmtes Themengebiet, sondern ein vorher sorgfältig bestimmtes Ziel zu erreichen. Außerdem orientiert sich das Auswählen der Inhalte an dem Publikum. Durch das vorherige Analysieren des Publikums, kann man bereits viele „unnötige“ Informationen herausfiltern und für das Publikum neue, wichtige Informationen, beibehalten. Deshalb ist das Auswählen der Inhalten Teilnehmer- bzw. Kundenbezogen. Die für die Präsentation zur Verfügung stehende Zeit ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium für das Auswählen der Inhalte, wenig Präsentationszeit bedeutet, dass man wenige, aber dafür wesentliche Inhalte auswählen sollte. Die ausgesiebten Informationen sind aber nicht außer Acht zu lassen, sie können am Ende der Präsentationen für Fragen oder als Ergänzung der vorher bereits besprochenen Inhalte, behilflich sein. Außerdem können die Informationen für das Handout brauchbar sein.[3]

1.2.4. Hilfsmittel

Für die Durchführung einer Präsentation stehen dem Präsentator schriftliche Manuskripte als Hilfestellung zur Verfügung – beispielsweise auf Karteikarten oder als Kopie der Visualisierung. Das garantiert Sicherheit bei dem Inhalt und Möglichkeit, den roten Faden zu verfolgen. Das empfehlenswerteste Hilfsmittel ist das Stichwort-Manuskript. Der Präsentator ist gezwungen frei zu sprechen und kann dem Publikum immer wieder den Blickkontakt zuwenden. Die Stichworte auf dem Manuskript geben Hinweise und notwendigen Informationen, die mit eigenen Worten umschrieben werden können. Als Stichwort-Manuskript eignen sich normale DIN A4 Blätter oder auch Karteikarten jeglicher Größe an. Empfohlen ist das einseitige Beschriften, dazu groß genug und gut lesbar schreiben. Die Karteikarten können nummeriert werden und mit Hinweisen wie z.B. „Pause“ oder „lauter sprechen“ versehen werden. Zusätzlich oder auch als Alternative zu den Manuskripten können auch Visualisierungen die Manuskriptfunktion übernehmen. Wichtig ist dabei, dass diese Visualisierungen sämtliche Informationen enthalten, die als Stichworte für die Ausführung der Gedanken gebraucht werden.[4]

1.2.5. Handout

Zu jeder Präsentation gehört auch ein schriftliches Teilnehmermaterial (Handout) dazu. Dies erfolgt i.d.R. entweder vor oder nach der Präsentation. Vor der Präsentation ist empfehlenswert, nur einen Teil der Unterlagen auszuteilen, da sonst das Publikum sich nicht mehr auf den Vortrag konzentriert, sondern lediglich die Unterlagen durchliest. Das Austeilen der vollständigen Unterlagen sollte am Ende der Präsentation geschehen. Deckblatt, Thema, Anlass, Ziel und Agenda sollten in einem Handout enthalten sein. Die wichtigsten Inhalte sollten auf Kernaussagen reduziert werden, eventuell in Form von herausfordernden Thesen. Auf der letzten Seite sollte die Biografie des Präsentierenden bzw. des Teams, Kurzvorstellung des Unternehmens etc., enthalten sein. Eventuell könnten auch Kontaktdaten des Präsentierenden enthalten sein, für Feedback und allgemein zur Verbindungsaufnahme.[5]

[...]


[1] Vgl. Hartmann, Martin, Ulbrich, Bernhard, Jacobs-Strack, Doris (2004), (S. 12 f.)

[2] Vgl. Hartmann, Martin, Ulbrich, Bernhard, Jacobs-Strack, Doris (2004), (S. 18-21)

[3] Vgl. Hartmann, Martin, Ulbrich, Bernhard, Jacobs-Strack, Doris(2004), (S. 26-28)

[4] Vgl. Hartmann, Martin, Ulbrich, Bernhard, Jacobs-Strack, Doris(2004), (S. 36 f.)

[5] Vgl. Hartmann, Martin, Ulbrich, Bernhard, Jacobs-Strack, Doris(2004), (S. 38)

Details

Seiten
19
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656643241
ISBN (Buch)
9783656643234
Dateigröße
565 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v272312
Institution / Hochschule
Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
Note
1,7
Schlagworte
präsentation präsentieren referat erfolgreich vortragen vortrag lampenfieber power point medieneinsatz

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