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Organspende. Eine Betrachtung der Transplantation unter dem Schöpfungsaspekt

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 10 Seiten

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Organspende im Allgemeinen

2 Die Frage nach dem Tod

3 Die Frage nach der Menschenwürde

4 Der biblische Befund bezüglich menschlicher Organe und des Blutes

5 Pro und Contra aus theologisch-anthropologischer Sicht

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Organspende oder Organtransplantation spricht von der sogenannten „Verpflanzung“ von menschlichen Organen - das heißt: die Entnahme eines Organs aus dem Körper des Verstorbenen und die Übertragung in den lebensbedrohlich erkrankten Körper eines anderen Menschen.

Es geht um Leben und Tod. Dies ist vielen gar nicht direkt bewusst. Ist die Organspende überhaupt zu verantworten? Oder widerspricht sie dem theologisch – anthropologischen Menschenbild?

Bevor auf diese Fragestellung eingegangen wird, werden erst einige Informationen zur Organspende allgemein genannt. Weitergehend wird der Zusammenhang der Organspende mit dem Tod, und der Menschenwürde erläutert, wobei dann folgend noch auf Biblische Befunde in Bezug auf Organe und Blut eingegangen wird. Zuguterletzt, vor dem abschließenden und zusammenfassenden Fazit werden Pro und Contra Punkte aus theologisch-anthropologischer Sicht zur Organspende diskutiert.

In dieser Arbeit wurden einige Literaturquellen mit anthropologisch-theologischem Hintergrund verarbeitet unter anderem von Thomas Brust und Eberhard Fincke, jedoch auch ein großer Teil von Internetquellen, um die Aktualität der Fragestellung zu gewährleisten.

Problemstellung:

Die Organspende scheint ein Thema zu sein, welches nicht großes Interesse unter der Bevölkerung erregt. Für viele scheint es weit weg vom Alltag zu sein. Jedoch ist es ein relevantes, aktuelles Thema, und es ist wirklich empfehlenswert sich mit ihm im Vorhinein zu beschäftigen.Organspende wird oft als technischer Fortschritt angesehen. Das Organ wird ausgepflanzt, und einem Erkrankten Menschen übertragen. Ist dies machbar an einem Toten Menschen? Nein, nur an Menschen, deren Hirnfunktionen versagen, jedoch das Herz-Kreislauf-System mit Maschinen aufrecht erhalten werden kann. Ist nun die Vorstellung des Hirntodes mit dem endgültigen Tod gleichsetzbar? Oder spricht dies möglicherweise gegen die Schöpfungsvorstellung, oder auch die Entstehungslehre?

1 Organverpflanzung im Allgemeinen

Organverpflanzung wird die Übertragung von großen, lebenswichtigen Organen genannt. Diese geschieht von einem hirntoten Menschen in einen lebensbedrohlich Erkrankten. Zu diesen großen, lebenswichtigen Organen zählen das Herz, die Lunge, die Nieren, die Leber, und die Bauchspeicheldrüse. Zudem gibt es auch die sogenannte Lebendspende. Das heißt Organe, beziehungsweise Teile von Organen werden verpflanzt, ohne das der Tod beziehungsweise der Hirntod des Spenders notwendig ist.

Oft werden auch von Leichen Körperteile entnommen, wie Augen-Hornhäute, Herzklappen, Hirnhäute, Knochen, Hautstücke, die man bei Bedarf verpflanzt.

Die Anfänge der Organspende begannen schon um1883. Die moderne Organtransplantation wurde jedoch erstmals 1967 in Südafrika durchgeführt. Weiterhin begannen auch die Amerikaner Transplantationen durchzuführen, wobei die Patienten nicht lange überlebten, da die Organe nicht lebendfrisch waren.

Um die Organentnahme aus toten Körpern rechtlich zu machen, wurde 1968 in den sogenannten „Harvard-Kriterien“ der „Hirntod“ definiert. Somit wurde die Todesbezeichnung durch die Erfindung der Langzeitbeatmungsmaschine möglich gemacht. Bis dahin wurde ein Mensch für tot erklärt, wenn das Herz zu schlagen aufhörte. „Mit Hilfe der Beatmungsmaschine konnte der kranke Mensch nun – je nach Sichtweise – vor dem Tod bewahrt oder am Sterben gehindert werden.“[1]

Die Transplantationsmedizin unterscheidet sich von anderen medizinischen Verfahren in dem, dass sie den Eingriff an einem toten Menschen vornimmt, zwecks Entnahme von Organen und Geweben.

2 Die Frage nach dem Tod

Einleitend ist festzuhalten, dass das Transplantationsgesetz eine Transplantation nach dem Erlöschen der gesamten Funktion des Gehirns erlaubt, also nach dem sogenannten Hirntod. Nun stellt sich die Frage, die schon seit 1968 (Definition des Hirntodes) viele andere bewegt. Kann man den Hirntod mit dem Tod gleichsetzen? Ab wann ist ein Mensch tot?

„Den endgültigen, nicht mehr behebbaren, totalen Ausfall der gesamten Hirnfunktionen von Groß- und Kleinhirn sowie des Hirnstammes bezeichnet man als „Hirntod“.“[2]

[...]


[1] Brust, Thomas: Organspende und -transplantation,S. 18

[2] Brust, Thomas: Organspende und -transplantation, S. 21

Details

Seiten
10
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656643470
ISBN (Buch)
9783656643500
Dateigröße
407 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v272188
Institution / Hochschule
CVJM-Kolleg Kassel
Note
2,0
Schlagworte
Anthropologie Organspende Transplantation Schöpfungsaspekt Bibel Theologisch Anthropologisch

Autor

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