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Natur- und Landschaftsfotografie

Die Natur bei Ansel Adams

von Laura Becker (Autor)

Hausarbeit 2009 10 Seiten

Kunst - Fotografie und Film

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Pflanze

3. Die Nahaufnahme
3.1. Technische Einstellungen
3.2. Ausdruck
3.3. Auswahl des Motivs

4. Landschafts- und Naturfotografie
4.1. Landschaft
4.2. Ansel Adams
4.3. Natur- und Landschaftsfotografie Ansel Adams

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Zu den verschiedensten Tages- und Jahreszeiten und bei jedem Wetter bieten der Wald und die Natur einen unermesslichen Erlebnis- und Erfahrungsraum. Der Gang in den Wald soll die Sinne wecken. Bei längerer und genauerer Betrachtung im Wald entdeckt man immer mehr Details, die ins Auge fallen und die für ein Foto interessant erscheinen.  Moose, Pilze, Wurzeln und Bäume bilden zu bestimmten Jahreszeiten die Grundlage für interessante, faszinierende und mystische Bilder. Unterschiedliche Stimmungen können fotografisch eingefangen werden.

„Fotografieren heißt mit Licht zeichnen. Das „Lichtbild“ wird von einem lichtempfindlichen Film „aufgenommen“ und durch komplizierte physikalisch/chemische Vorgänge dauerhaft fixiert. Sowohl bei der Aufnahme als auch bei deren Bearbeitung im Labor lassen sich gestalterische Absichten verfolgen. Das Bild kann in beliebiger Zahl vervielfältigt werden.“[1]

Die Technik der Fotografie ist erlernbar. Jeder kann seinen Blick schärfen, was für die Fotografie sehr wichtig ist. Etwas Besonderes, Einmaliges macht ein Foto zu einem wirkungsvollen Bild. Die Idee ist entscheidend aber auch die Technik. Bei der Fotografie ist eine Aufnahme, sobald sie gemacht wurde, fertig. Man kann nicht wie in der Malerei z.B. eine Skizze vorher anfertigen. Häufig verleitet ein Motiv dazu, eine ganze Reihe von mehreren Aufnahmen anzufertigen, um anschließend beim Durchsichten das beste Bild herauszufinden und zu vergrößern.

2. Die Pflanze

Pflanzenfotografie ist mehr oder weniger Nahfotografie. Die Regel besagt, je größer der Abbildungsmaßstab, desto geringer ist die Schärfentiefe. Aber je größer die Darstellung, desto länger ist zu belichten. Je kürzer der Aufnahmeabstand ist, desto eher bietet sich das Fotografieren mit Blitzlicht  an. Das Blitzlicht macht unabhängig von der herrschenden Beleuchtung. Blitzlicht wirkt direkt aus der Nähe ein. Es ist so stark, dass kleine Blenden verwendet werden. Die Folge davon ist eine weitreichende Schärfentiefe.  Je nach Einfallsrichtung der Lichtstrahlen lässt sich die Beleuchtung den gegebenen Umständen anpassen und nach Wunsch variieren. Der Vordergrund kann vom Hintergrund leicht getrennt werden. Die vielen ablenkenden Details hinter dem Vordergrund werden von schwächerem Licht getroffen. Die Aufnahmerichtung und Lichtrichtung sollen stets in einem Winkel zueinander stehen, damit auch die Schatten sichtbar werden. Sonst entstehen völlig flache Fotos ohne einen plastischen Eindruck. Der Blick in die kleine unbekannte Welt bietet viel Reizvolles und Absonderliches und es entsteht eine Faszination. Die Wahl des Objektivs ist nicht immer ganz einfach. Ein Teleobjektiv löst den Hintergrund besser auf,  aber man benötigt einen größeren Abstand von der Pflanze. Das kann jedoch wiederum die Wirkung haben, dass man mehr unerwünschte Pflanzen vor der eigentlich zu fotografierenden Pflanze hat. Bei einem Normalobjektiv kann es passieren, dass man dann jedoch Probleme mit einem zu unruhigen Hintergrund bekommt. Es dauert  meist wesentlich länger, ein ansprechendes Foto von einer Pflanze zu machen.

3. Die Nahaufnahme

3.1. Technische Einstellung

Es empfiehlt sich bei Nahaufnahmen nicht zu nahe an Kleinigkeiten, die groß dargestellt werden sollen, heranzustellen. Je geringer der Aufnahmeabstand, desto größer wird auch der Abbildungsmaßstab; eine umso größere Anzahl feinster Details wird sichtbar. Jede Nahaufnahme, in der etwas größer dargestellt wird, als es ist, muss unbedingt noch etwas von der sogenannten Hintergrundkulisse zeigen; die nackte Tatsache braucht umgebenden Raum, auch wenn er noch so unscharf wiedergegeben ist. Es genügt, wenn man ihn in verschwommenen Konturen ahnt. Bei steigender Vergrößerung wird die Aufnahme immer interessanter und Feinheiten sind zu erkennen. Obwohl die Schärfentiefe bei Nahaufnahmen bekanntlich äußerst gering ist, darf es nie zu einer Kompromisslösung kommen, die etwa auf eine schwache, aber über das ganze Bild verteilte allgemeine Unschärfe hinauskommt. Irgendetwas muss stets in absoluter Schnittschärfe sichtbar sein, und natürlich soll diese absolute Schärfenzone möglichst das Bildwichtigste umfassen. Nur so entsteht Plastik, nur so kann sich das Auge des Betrachters irgendwo festhalten. Fehlt jede dominierende Schärfenzone, fällt auch das Interesse für das gesamte Bild weg, und es wird umgeblättert. Bei Nahaufnahmen entscheidet die Technik über das Dargestellte.

3.2. Ausdruck

Mit Hilfe neuer Methoden oder neuen Mitteln ist es dem Fotografen möglich einen künstlerischen Ausdruck zu erzeugen, den andere fesseln können. Im Foto muss daher ein Spannungsmoment entstehen. Ein Bild entsteht ganz gleich in welche Richtung die Kamera gehalten wird, mal besser und mal schlechter. Dies hängt stark von der Technik ab. Zunächst ist entscheidend, in welche Richtung die Kamera gerichtet werden soll. Der vorangehende geistige Prozess ist daher der grundlegendste beim Fotografieren. Es gilt, sich im Vorfeld zu überlegen, was man aufnehmen möchte. Besondere Bilder können aus einer besonderen Perspektive entstehen. Der wesentliche Bestandteil einer guten Aufnahme besteht auch darin, Dinge mit völlig fremden Augen zu betrachten oder zu bestaunen.

[...]


[1] K. Eid/ M.Langer, H. Ruprecht: Grundlagen des Kunstunterrichts. Paderborn; München; Wien; Zürich: Schöningh, 1994.

Details

Seiten
10
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656641490
ISBN (Buch)
9783656641483
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v271528
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
2,0
Schlagworte
Fotografie Landschaft Natur Wald Techniken Motiv

Autor

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    Laura Becker (Autor)

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