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Das Internet: Chancen und Risiken bezüglich neuer Informations- und Partizipationsmöglichkeiten

Seminararbeit 2000 17 Seiten

Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche

Leseprobe

Gliederung

A. Einleitung

B. Hauptteil
1. Theoretischer Teil
1.1 Begriffe: Das Internet und seine Kommunikationsmodi
1.2 Zentrale Eigenschaften des Internet
2. Empirischer Teil
2.1 Das Internet im politischen Meinungsbildungsprozes
2.1.1 Mehr Information durch das Internet
2.1.2 Die »prinzipielle Zensurfeindlichkeit« des Internet
2.2 Neue Partizipationschancen durch das Internet
2.2.1 Vorstellungen einer ›electronic democracy‹
2.2.2 Partizipation für alle?
2.3 Beispiel: Das Internet als Wahlkampfarena

C. Schlussbemerkung

Das Internet:

Chancen und Risiken bezüglich neuer
Informations- und Partizipationsmöglichkeiten

A. Einleitung

Das Internet ist für die Politikwissenschaft ein aufregendes neues Feld, denn es verspricht nicht weniger als die Ermöglichung echter direkter Demokratie. Literatur dazu gibt es erst seit einigen Jahren, was darauf zurückzuführen ist, dass das Internet erst seit Anfang der 90er Jahre existiert. Wie aber stellen sich die Wissenschaftler die neuen Möglichkeiten vor, welche sich für die politische Information und Partizipation ergeben? Dies soll im Folgenden behandelt werden.

B. Hauptteil

1. Theoretischer Teil

Im ersten Teil der Arbeit geht es um die theoretische Einordnung des Internet, d.h. einige begriffliche Klärungen sowie die zentralen Eigenschaften des Internet.

1.1 Begriffe: Das Internet und seine Kommunikationsmodi

Unter dem ›Internet‹ ist nach allgemeiner Definition ein »weltweites, dezentrales Netz von miteinander verbundenen Computernetzen« zu verstehen.[1]

Dabei finden verschiedene Kommunikationsmodi Verwendung, welche die Leistungen der klassischen Massenmedien um »online-spezifische Optionen und um Teilmodi« ergänzen[2]. Die wichtigsten Modi sind dabei World Wide Web, E-Mail, Usenet und Internet Relay Chat.

Das World Wide Web stellt in erster Linie einen Abrufdienst dar, der von den Usern vorwiegend zu Zwecken der Informationsbeschaffung genutzt wird[3] ; es ist eine Form der (asynchronen) one-to-many-Kommunikation. Daneben steht das E-Mailing als typische (asynchrone) one-to-one-Kommunikation[4], welche das Versenden und Empfangen von elektronischer Post ermöglicht. Eine Form der (asynchronen) many-to-many-Kommunikation stellt das sog. Usenet dar – zu dem beispielsweise auch Newsgroups gezählt werden – in dem die »Beteiligung an Diskussionsforen« innerhalb des Netzes möglich gemacht wird. Schließlich und endlich muss der Internet Relay Chat genannt werden, eines der eigentlich revolutionären Elemente der Internet-Kommunikation, da es sich hierbei um eine synchrone many-to-many-Kommunikation, eine »sprachliche Interaktion mit anderen Nutzern«[5] handelt. Hierauf gründen sich unter anderem die großen Hoffnungen hinsichtlich neuartiger Partizipationschancen im politischen Prozess.

1.2 Zentrale Eigenschaften des Internet

Nun weist das Internet eine Reihe von spezifischen Eigenschaften auf, die es zu jener revolutionären Technik werden lassen, als die viele es sehen. Philip Stradtmann liefert in seiner Diplomarbeit[6] eine vollständige Liste, indem er die im Folgenden beschriebenen Charakteristika des Internet aufzählt.

Als zentrales Kriterium lässt sich die Globalität des Internet hervorheben; das Netz erstreckt sich über den gesamten Erdball, »Informationen sind jederzeit und weltweit verfügbar«[7]. Hinzu kommt die Aktualität der Informationen, demzufolge das Internet eine ständige und enorm schnelle Aktualisierbarkeit der Daten ermöglicht; es ist in dieser Hinsicht schneller als Printmedien und Hörfunk und mindestens ebenso schnell wie das Fernsehen. Darüber hinaus bedeutsam ist die Kapazität der Daten, d.h.

[...]


[1] Der Brockhaus in fünf Bänden. Mannheim; Leipzig, 1994, Bd. 6.

[2] Rössler, Patrick: Medienabhängigkeit und politische Orientierung. Die Erklärungskraft des Dependenzkonzepts in einem veränderten Kommunikationsgefüge. In: Gellner, Winand / Korff, Fritz von (Hg.): Demokratie und Internet. Baden-Baden, 1998, S. 207.

[3] vgl. ebd.

[4] vlg. Marschall, Stefan: Netzöffentlichkeit – eine demokratische Alternative? In: Gellner/Korff, 1998, S. 48.

[5] Rössler in Gellner/Korff, 1998, S. 208.

[6] vgl. Stradtmann, Philipp: Deutschland auf dem Weg in die elektronische Demokratie? Das Internet als neues Medium der politischen Kommunikation und Partizipation (Diplomarbeit). Hochschule für Musik u. Theater Hannover, 1998. (URL: http://www.politik-digital.de/e-demokratie/forschung/elektronischedemokratie.shtml), Kap. 2.2.

[7] ebd.

Details

Seiten
17
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783638116404
Dateigröße
598 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v2713
Institution / Hochschule
Universität Passau – Lehrstuhl Politikwissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Internet Medien neue Medien Information Partizipation

Autor

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