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Vergleich österreichischer und US-amerikanischer Nachhaltigkeitsberichte

Seminararbeit 2013 22 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Problemstellung

4. Forschungsfrage

5. Methode und Vorgehensweise

6. Dienstleistungsunternehmen
6.1 Österreichische Unternehmen
6.1.1 OMV
6.1.2 EVN
6.1.3 POST
6.1.4. Gebrüder Weiss
6.2 US-amerikanische Unternehmen
6.2.1 Apache Corporation
6.2.2 AEP
6.2.3 USPS
6.2.4 FedEx
6.3 Vergleich der dargestellten Unternehmen

7. Conclusio

8. Literaturverzeichnis.

1. Einleitung

Die Arbeit befasst sich mit Nachhaltigkeitsberichten österreichischer und amerikanischer Unternehmen. Es werden die einzelnen Länderunterschiede herausgearbeitet. Von namhaften Unternehmen der beiden Vergleichsländer wird in den veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichten aus dem Jahr 2012 recherchiert, die relevanten Unterschiede werden aufgezeigt.

2. Definition

Hans-Karl von Carlowitz[1] hat bereits 1713 die Ökonomie der Waldkultur in einem Buch veröffentlicht, mit dem Motto: "Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann!". Daraus hat sich ein Leitbild, ein Kerngedanke[2] entwickelt, dass zukünftige Generationen dieselben Chancen und Möglichkeiten im Beruf, Leben, usw. haben wie die gegenwärtige. Dieser Nachhaltigkeitsgedanke verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit bei gleichzeitigem Schutz der Umwelt.

3. Problemstellung

Nachhaltigkeitsberichte der ausgewählten Unternehmen aus Österreich und Amerika sollen vor allem aus sozialer Sichtweise verglichen werden. Diese Vorgangsweise erlaubt es, Details der Nachhaltigkeitsberichte unternehmens- und brachenbezogen zu erörtern. Der Fokus der Arbeit bezieht sich auf die  nachhaltige Personalpolitik der Unternehmen, wobei auch das nachhaltige Handeln im Bereich der Umwelt miteinbezogen wurde, da dieses meist den Ausgangspunkt für eine veränderte unternehmerische Personalpolitik darstellt. Einige Unternehmen der Branchen Energie und Logistik wurden durchleuchtet. Auch die einzelnen Charity- und Sponsoring Programme werden erläutert, diese sind oft  maßgeblich für eine ausgeglichene, nachhaltige Work-Life-Balance. Viele Mitarbeiter engagieren sich bei diesen Aktivitäten, die Rolle der Frau im Unternehmen wird neu erfunden, man befasst sich mit dem demografischen Wandel und auf welche Weise die eigene Belegschaft gefördert werden kann, so dass ein nachhaltiger Unternehmenserfolg generiert werden kann. Auch Umweltkrisen, Klimawandel und Working Poor fordern die Unternehmen zu einem Umdenken auf.

Die drei großen Bereiche Ökonomie, Ökologie und soziale Nachhaltigkeit determinieren inzwischen die Vorgangsweisen der großen  Unternehmen. Um den wirtschaftlichen Erfolg zu verbessern, sind Unternehmen und Konzerne kreativ in Bezug auf soziale Nachhaltigkeit geworden, wobei den beiden anderen Bereichen ebenfalls enorme Relevanz zukommt. Die Umwelt zu schützen, nachwachsende bzw. fossile Rohstoffe zu verwenden, ist in der Zwischenzeit ein fest verankertes Thema in den Unternehmen. Spätestens seit den Anfängen der Globalisierung gibt es auch ein Umdenken in den Personalabteilungen. Man möchte sein Personal erhalten, weiterbilden, man bietet interne Gesundheitsprogramme wie auch AntiStress-Seminare an. Einige Unternehmen arbeiten bereits im Vorfeld mit Schulen und Universitäten zusammen, um für die Zukunft die ausgeschriebenen Stellen mit gutem Personal zu besetzen. In den letzten Jahren drängt sich sogar die Politik mit gesetzlichen Forderungen und Regelungen in die unternehmerische Verantwortung. Immer mehr Unternehmen beschließen, ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig zu agieren.

4. Forschungsfrage

Die Forschungsfrage bezieht sich auf die Nachhaltigkeitsberichte, die von den bezeichneten Unternehmen veröffentlicht worden sind. Es soll der Gedanke der „Triple Bottom Line“ unternehmensbezogen aufgezeigt werden, mit Schwerpunkt „People – Create Social Interaction“. Die folgende Abbildung stellt in den drei Kreisen die sich gegenseitig beeinflussenden P´s dar, People, Planet Profit. Man erkennt die Verbindung zwischen den 3 P´s, jedoch lässt die Abbildung keine Rückschlüsse über die Relevanz der einzelnen P´s zu. Den Zusammenhang zwischen diesen drei P`s haben sich inzwischen viele Unternehmen zunutze gemacht. Es gibt dennoch gravierende Unterschiede, wie Unternehmen nachhaltige Arbeitsweise umsetzen. Ursprünglich war der Gedanke von einem Stakeholder-Konzept[3] ausgegangen, dass Unternehmen bei allen Handlungen zur Erreichung ihrer Ziele die  Legitimation der Stakeholder brauchen. Man braucht das Einverständnis der Stakeholder, um unternehmerische Handlungen durchzusetzen. Sowohl Kapital wie auch Wissen stellen für die Unternehmen lebenswichtige Ressourcen dar, die sie einbeziehen müssen, um einen langfristigen, nachhaltigen Unternehmenserfolg zu erwirtschaften.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1:[4] Planet, People, Profit

Seit 1999 unterstützt die Global Reporting Initiative[5], eine Non-Profit-Organisation, die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen, indem sie einen Messindikator für die einzelnen Nachhaltigkeitskriterien in Bezug auf Ökologie, Ökonomie und Soziales festlegt und diesen öffentlich zugängig macht. Die Unternehmen werden angeleitet und unterstützt bei der Verfassung ihrer Nachhaltigkeitsberichte. Die einzelnen Richtlinien werden kontinuierlich überarbeitet und neu festgelegt. Die Vision ist, die Berichterstattung transparenter zu machen, doch wird vielfach die Qualität der Nachhaltigkeitsberichte bemängelt, ebenso die Glaubwürdigkeit von den Nachhaltigkeitsberichten.

5. Methode und Vorgehensweise

Es werden fachbezogene Schriften, Kommentare, Diskussionen aus dem Internet bearbeitet. Die Verfasserin wird bei österreichischen und amerikanischen Unternehmen auf der jeweils eigenen Unternehmens-Website recherchieren, wobei auch die einzelnen Berichte der Global Reporting Initiative herangezogen werden. Im Anschluss werden von den ausgewählten Unternehmen die Nachhaltigkeitsberichte dokumentiert und verglichen. Mit einer Reflexion wird die Arbeit abgeschlossen.

6. Dienstleistungsunternehmen

Die österreichischen Konzerne OMV, EVN, Post, Gebrüder Weiss werden den amerikanischen Unternehmen Apache Corporation, AEP, USPS und FedEx gegenübergestellt.

6.1 Österreichische Unternehmen

6.1.1 OMV

OMV[6] steht für österreichischer Erdöl- und Erdgaskonzern mit integrierten Kunststoff- und Chemieunternehmen, mit etwa 30.000 Beschäftigten in über 30 Ländern auf 4 Kontinenten, 73 verschiedene Nationalitäten und ca. 43 Mrd. Euro Konzernumsatz im Jahr 2012. Deshalb erstreckt sich das nachhaltige Personalmanagement/Corporate Social Responsibility auch grenzübergreifend. Das größte börsennotierte Unternehmen Österreichs, als AG geführt, wurde 1956 gegründet.

Verantwortliches Handeln steht für OMV an erster Stelle, welches der Konzern in fünf großen Aufgabengebieten umsetzt. Der Hauptfokus liegt dabei auf Bildung und Entwicklung, wobei Schwerpunkte auf Beschäftigungspolitik und wirtschaftliche Entwicklung der Anrainergemeinden gelegt werden, sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht werden soll.

Diversität, Chancengleichheit und die Möglichkeit zur Karriereentwicklung zeichnen das Unternehmen an allen Standorten aus. Der Anteil weiblicher Führungskräfte ist in den letzten Jahren auf 12 % gestiegen, soll weiter auf 18 % steigen. Ein eigener Betriebskindergarten bietet Platz für 120 Kinder. Die OMV unterstützt an einigen Standorten Projekte zur Förderung von Diversität und Chancengleichheit wie z.B. *peppa[7], ein interkulturelles Lerncafe in Wien, welches Workshops zur Erweiterung der beruflichen Perspektiven und Praktika anbietet.Ein Webereiprojekt in Ünye, Türkei wird auch gefördert.

Stipendien wurden an jemenitische Studenten[8] für die Universität Freiburg vergeben wie auch Arbeitspraktika für rumänische Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnissen. OMV legt großes Augenmerk auf die Frauen- und Jugendförderung in der Technik“. Daher wurde im Jahr 2011/2012 das Stipendium OMV Technical Scholarship in Kooperation mit dem Gemeindeverband der NÖ Erdöl- und Erdgasgemeinden initiiert.

Weiters unterstützt OMV auch im Jahr 2013 den Wienerin Summit, einen internationalen Frauengipfel, bei dem Entscheidungsträgerinnen aus Wirtschaft und Politik zum Thema „Zwischen Kind und Karriere“, „was können Unternehmer für Mütter und Väter tun“ referieren und diskutieren. Diese Aktivität findet im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsprogramms „Ressourcefulness“ statt.

Für junge Mitarbeiter bietet der Young Professionals Club OMV (YPCO) eine Plattform und lädt zum Networking ein. Auslandspraktika für Studenten werden direkt von den Tochtergesellschaften im jeweiligen Land vergeben. OMV bietet ein eigenes Fortbildungsprogramm „Executive Challenge“, Professionelles Management im Unternehmen sowie Karriereplanung, Entwicklungsprogramme für Nachwuchskräfte etwa Talent Challenge Core und Advanced bzw. Skill Pool Management für Experten an.

Für ihre Mitarbeiter erreicht die OMV durch professionelles Management hohe Gesundheits- und Sicherheitsstandards. Ein partnerschaftlicher Umgang mit allen Interessengruppen sowie ein wertschätzender Dialog mit den Stakeholdern ist Voraussetzung für gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeitsmanagement.

Community-Projekte wie Hepatitis-B-Prophylaxe in den Dörfern Sawan und Miano/Pakistan, Renovierungsprojekte in Schulen im Irak, Müllentsorgungsprojekte in Galaţi/Rumänien sowie Kreativwerkstätten in Österreich für Menschen mit Behinderung runden das Engagement von OMV ab.

[...]


[1] Vgl. O. Schmidt, (2012), LWF aktuell 87/2012, S.51

[2] Vgl. Bildung für nachhaltige Entwicklung (2012) http://www.bne-portal.de

[3] Vgl. St. Lang (2006), Tipple Bottom Line S.28

[4] Vgl. Planet, People, Profit (2012), http://publicuseofprivatespace.wordpress.com

[5] Vgl. Global Reporting Initiative (2013), https://www.globalreporting.org

[6] Vgl. OMV-Portal (2013), http://www.omv.at

[7] Vgl. Caritas (2013), http://www.caritas-wien.at

Details

Seiten
22
Jahr
2013
ISBN (Buch)
9783656631347
Dateigröße
596 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v271127
Institution / Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien – Institut für Personalmanagement
Note
2
Schlagworte
Nachhaltigkeit Nachhaltigkeisberichte OMV EVN Post Gebrüder Weiss Apache Corporation AEP USPS FedEx

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Titel: Vergleich österreichischer und US-amerikanischer Nachhaltigkeitsberichte