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Von ebenen Formen zu ebenen Figuren (Unterrichtsentwurf Grundschule, 1. Klasse)

Ein handlungsorientiertes Vorhaben zur Auseinandersetzung mit ebenen Grundformen und deren Eigenschaften, sowie mit dem Legespiel Tangram zur Entwicklung erster Legestrategien.

Unterrichtsentwurf 2013 9 Seiten

Didaktik - Mathematik

Leseprobe

Anwendungszusammenhang

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schriftliche Planung des Unterrichts

1 Titel des Gesamtvorhabens

„Von ebenen Formen zu ebenen Figuren“

Ein handlungsorientiertes Vorhaben zur Auseinandersetzung mit ebenen Grundformen und deren Eigenschaften, sowie mit dem Legespiel Tangram zur Entwicklung erster Legestrategien.

2 Titel der Lernaufgabe / bzw. der Stunde

„Wir legen Figuren mit dem Tangram aus.“ –

Handlungsorientierte Auseinandersetzung mit dem Tangram zur Festigung und Vertiefung erster Legestrategien durch Auslegen differenzierter Figur-Umrisse.

3 Sachinformation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Tangram

Das Tangram ist ein chinesisches Legespiel, das aus einem in sieben Formen aufgeteiltes Quadrat besteht: zwei kongruenten kleinen, einem mittleren und zwei kongruenten großen jeweils rechtwinkligen, gleichschenkligen Dreiecken, einem Quadrat und einem Parallelogramm. Auffällig ist dabei, dass das Parallelogramm als einzige Teilform nicht spiegelsymmetrisch ist.

Eine zentrale Rolle spielt bei dem Tangram die Halb-doppelt-Beziehung. Das mittlere Dreieck, das Parallelogramm und das kleine Quadrat sind flächengleich und lassen sich jeweils mit den beiden kleinen Dreiecken auslegen. Die beiden großen Dreiecke haben den doppelten Flächeninhalt wie das Quadrat, das Parallelogramm oder das mittlere Dreieck. Folglich lässt sich ein großes Dreieck durch vier Exemplare des kleinsten auslegen. Insgesamt lässt sich die gesamte Tangramfläche mit 16 kleinen Dreiecksflächen auslegen.[1]

Zum Tangramspiel gibt es lediglich drei Spielregeln. Alle sieben Formen des Spiels müssen untergebracht werden. Diese dürfen sich nicht überlappen, müssen sich aber berühren.[2]

Der Ziel des Legespiels besteht darin, aus den sieben Formen des Tangrams Figuren zu legen.

Da die entstandenen Figuren immer aus den gleichen sieben Grundformen hergestellt werden, ergibt sich, dass sie untereinander flächen- und zerlegungsgleich sind.[3]

Verschiedene Legestrategien können dem Spieler helfen, die Umriss-Figur mit den Teilfiguren auszulegen. Bei der Strategie ‚Versuch und Irrtum‘ werden die sieben Tangram-Teile so oft ausgetauscht, geklappt oder gedreht, bis die richtige Lösung gefunden ist. Außerdem kann  der Spieler zunächst versuchen, die großflächigen Formen zu verwenden, sodass einige Teile schnell einen festen Platz finden und sich so die Anzahl der noch auszulegenden Teilformen reduziert. Des Weiteren kann sich der Spieler an Längen, Winkeln bzw. Ecken und Umrissen unterschiedlicher Teilformen orientieren. Die Erkenntnis, dass sich zwei kleine Dreiecke einerseits zu einem Parallelogramm und andererseits zu einem Quadrat bzw. zu einem mittleren Dreieck zusammenlegen bzw. durch diese austauschen lassen, kann weiterhin zur Lösungsfindung beitragen.[4]

[...]


[1] Vgl. Krauthausen, S. 68

[2] Vgl. Gawlista, S. 16

[3] Vgl. Krauthausen, S. 69

[4] Vgl. Gawlista, S. 17

Details

Seiten
9
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656639640
ISBN (Buch)
9783656639633
Dateigröße
535 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v271025
Institution / Hochschule
Studienseminar für Lehrämter an Schulen Paderborn
Note
Schlagworte
Tangram ebene Formen ebene Figuren Dreieck Kreis Rechteck Quadrat Geometrie Grundschule 1. Klasse

Autor

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Titel: Von ebenen Formen zu ebenen Figuren (Unterrichtsentwurf Grundschule, 1. Klasse)