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Interkulturelles Lernen durch Märchen im fremdsprachigen Literaturunterricht

Forschungsarbeit 2014 21 Seiten

Germanistik - Didaktik

Leseprobe

Inhalt

Interkulturelle  Kompetenz

Interkulturelles Lernen

Interkulturalität und Literatur

Zum Märchen

Geschichte des Märchens

Merkmale des Märchens

Der Fragebogen

Charakterisierung der Stichprobe

Konzipierung und Durchführung der Umfrage

Rücklauf und Repräsentativität

Auswertung der Ergebnisse

Literatur

Interkulturelle  Kompetenz

In den letzten Jahren gewann die interkulturelle Kompetenz laut Lüsebrink, Hans-Jürgen[1] (2008, 220) an Bedeutung und gilt heute als eine Schlüsselqualifikation.

Im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich spielt die interkulturelle Kompetenz eine übergeordnete Rolle. Das zeigt sich beispielsweise im Beriech des Tourismus und die starke Kooperation mit der Europäischen Union.

Die Interkulturalität war auch seit der 80er Jahren durch die Annäherungen von Medienkulturen zu sehen. Ferner ist die Vermittlung von Fremdsprachenkenntnissen stark mit der Vermittlung der interkulturellen Kompetenz verbunden.

Für die interkulturelle Kompetenz gibt es  keine einheitliche Definition.  Es finden sich unterschiedliche Definitionen je nach Fachdisziplinen. (Ebd. 221)

Thomas[2] (2003, 143) definiert die interkulturelle Kompetenz  wie folgt:

„Fähigkeit, kultureller Bedingungen und Einflussfaktoren im Wahrnehmen, Urteilen, Empfinden und Handeln bei sich selbst und bei anderen Personen zu erfassen, zu respektieren, zu würdigen und produktiv zu nutzen im Sinne einer wechselseitigen Anpassung, von Toleranz gegenüber Inkompatibilitäten und einer Entwicklung zu synergieträchtigen Formen der Zusammenarbeit, des Zusammenlebens und handlungswirksamer Orientierungsmuster in Bezug auf Weltinterpretation und Weltgestaltung. “

Bergmann[3] (1993, 200) definiert ferner die interkulturelle Kompetenz  wie folgt:

„Es handelt sich bei interkultureller Kompetenz um die Fähigkeit, sich in fremden Kulturen erfolgreich zu verständigen und bewegen zu können, d.h. ein Brücke zwischen seinen eigenen und anderen Denkweisen, Gefühlen, Wertvorstellungen, Ausdrucksformen, Verhaltensmustern und Gewohnheiten zu schlagen. “

Ferner findet sich bei Knapp/Knapp-Potthoff[4] (1990, 83) die folgende Definition über interkulturelle Kompetenz:

„Es geht im Wesentlichen und einen Komplex von analytisch-strategischen Fähigkeiten, die das Interpretations- und Handlungsspektrum des betreffenden Individuums in interpersonaler Interaktion mit Mitgliedern anderer Kulturen erweitern. In diese analytisch-strategischen Fähigkeiten sind Wissen über andere Kulturen generell, die Veränderung von Einstellungen und eine Sensibilität (awareness) gegenüber kultureller Andersartigkeit integriert.“

Die Definition von Knapp/Knapp-Potthoff hat eine kommunikative und interpersonale Dimension, denn es geht dabei um eine interpersonale Interaktion mit Angehörigen anderer Kulturen

Generell findet sich folgende Definition von der interkulturellen Kompetenz von Lüsebrink (2008, 9):

Sie ist die Fähigkeit, „mit fremden Kulturen und ihren Angehörigen in adäquater, ihren Wertsystemen und Kommunikationsstilen angemessener Weise zu handeln, mit ihnen zu kommunizieren und sie zu verstehen.“

Diese  Definition impliziert laut Lüsebrink (2008, 9) folgende Einzelkompetenzen:

Fremdsprachenkenntnisse

Ohne diese Fremdsprachenkenntnisse kann man die anderen Kulturen nicht verstehen und mit deren Angehörigen nicht kommunizieren.

Landeskundliche Kenntnisse

Hier geht es um Kenntnisse über Wirtschaft, Politik der anderen Kultur.

Kommunikations- und Verstehenskompetenzen

Diese Kompetenzen beziehen sich darauf, die Art und Weise, wie die Angehörigen der anderen Kultur kommunizieren, denken oder handeln, zu meistern und zu verstehen. Die Verstehenskompetenz umfasst Elemente wie Körperdistanz, Gestik, Mimik, soziale Codes der Höflichkeit, Verstehen von Andeutungen…

Des Weiteren umfasse die interkulturelle Kompetenz laut Lüsebrink (2008, 224) folgende Einzelkompetenzen:

Einzelkompetenzen interkultureller Kompetenz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Lüsebrink, Hans-Jürgen (2008) Interkulturelle Kompetenz. In: Nünning, Vera (Hrsg.) Schlüsselkompetenzen: Qualifikation für Studium und Beruf. Stuttgart und Weimar. Metzler. Seite 224

Die interkulturelle Kompetenz kann laut Lüsebrink, Hans-Jürgen (2008, 224) auch folgende Dimensionen haben:

Affektive Dimension

Sie bezieht sich auf alle Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale während eines Kontakts mit Angehörigen fremden  Kultur.

Kognitive Dimension

Sie betrifft die Kenntnisse im Hinblick auf der fremden Kultur.

Konative oder verhaltensbezogene Dimension

Sie bezieht sich auf die Fähigkeit, sich angemessen zu verhalten, wenn jemand mit Angehörigen fremder Kultur in Kontakt tritt.

Laut Barmeyer (2000)  hat die interkulturelle Kompetenz folgende Ziele und Merkmale

Ziele und Merkmale interkultureller Kompetenz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Barmeyer, Christoph (2000): Interkulturelles Management und Lernstile. Frankfurt  am Main. Campus

Die interkulturelle Kompetenz kann ferner laut Bolten, Jürgen[5] (2007a) verschiedene Bereiche umfassen. Es geht nämlich um Individuell Sozial Fachlich und Strategisch Bereiche, die sich sowohl auf allgemeine Handlungskompetenzen als auch auf interkulturelle Handlungskompetenzen beziehen. In der folgenden Tabelle  werden diese Aspekte näher beleuchtet.

[...]


[1] Lüsebrink, Hans-Jürgen (2008) Interkulturelle Kompetenz. In: Nünning, Vera (Hrsg.) Schlüsselkompetenzen: Qualifikation für Studium und Beruf. Stuttgart und Weimar. Metzler

[2] Thomas, Alexander (2003): Interkulturelle Kompetenz. Grundlagen, Probleme und Konzepte. In : Erwägen, Wissen, Ethik. Deliberation, Knowledge, Ethics. Jg. 14, 137-167

[3] Bergmann (1993): Interkulturelle Manegmententwicklung. In: Matthias Haller (Hg.): Globalisierung der Wirtschaft. Bern: Haupt, 193-216

[4] Knapp, Karfield/Knapp-Potthoff, Annelie (1990): Interkulturelle Kommunikation. in: Zeitschrift für Fremdsprachenforschung 1, 62-93

[5] Bolten, Jürgen (2007a): Interkulturelle Kompetenz. Erfurt: Landeszentrale für Politische Bildung. Thüringen

Details

Seiten
21
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656630296
ISBN (Buch)
9783656630272
Dateigröße
528 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v270992
Institution / Hochschule
University of Oran
Schlagworte
interkulturelles lernen märchen literaturunterricht

Autor

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Titel: Interkulturelles Lernen durch Märchen im fremdsprachigen  Literaturunterricht