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Strategische Flexibilität

Darstellung und kritische Würdigung

Seminararbeit 2014 25 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Flexibilität und Flexibilitätsforschung
2.1 Definition der Flexibilität
2.2 Einordnung der Strategischen Flexibilität
2.3 Bedeutung der Flexibilität

3 Strategische Flexibilität - Ansatz einer Theorie
3.1 Existenzanalyse
3.1.1 Objektdimension
3.1.2 Zeitdimension
3.1.3 Einstellungsdimension
3.1.4 Wirkungsdimension.
3.1.5 Definition
3.2 Bedingungsanalyse
3.3 Wirkungsanalyse
3.4 Messung und Bewertung

4 Kritische Würdigung

5 Fazit

Literatur

Abbildungsverzeichnis

Abb. 2-1: Die Metaebene der ressourcentheoretischen Flexibilitätsforschung

Abb. 2-2: Bedeutung der strategischen Erfolgsfaktoren im Zeitablauf

Abb. 3-3: Systematisierung von Flexibilitätsarten und Abgrenzung strategischer Flexibilität

Abb. 3-4: Die Stufensystematisierung der Bestands- und Entwicklungsflexibilitäten

Abb. 3-5: Prämien-Kosten-Kurve

1 Einleitung

Sowohl Qualität als auch Quantität der Umweltveränderungen, die auf die Unternehmen einwirken, hat sich in den letzten Jahren zunehmend verstärkt. Vor allem die Geschwindigkeit mit der sich Informations- und Kommunikationskanäle verändern und weiterentwickeln, führte in der letzten Dekade des vergangenen 20. Jahrhunderts und dem neuen 21. Jahrhunderts zu einer immer stärkeren Globalisierung und einem immer höheren Grad der Vernetzung der Volkswirtschaften. Diese Entwicklung führt zu einer erheblichen Verstärkung von Rückkopplungseffekten bei sich verändernden Märkten, aber auch die Auswirkungen von Umweltveränderungen treffen dadurch die Unternehmen immer schneller und in einem heftigeren Ausmaß.

Das Internet hat dafür Sorge getragen, dass sich die Zahl der Wettbewerber für die Unternehmen erhöht hat. Auch ist die Angebotsvielfalt von Produkten und Dienstleistungen in sehr vielen Märkten sehr stark gewachsen. Die Unternehmen sehen sich dadurch einfach einer immer größeren, stärkeren und internationaleren Konkurrenz ausgesetzt.[1]

Aufgrund dieser immer turbulenteren Umwelt, ist eine strategisch flexible Ausrichtung der Unternehmung zum Erfolgsfaktor geworden, der das Risiko mindert und ein langfristiges Überleben der Unternehmung sichert.[2] Der Flexibilitätsbedarf ist somit in den letzten Jahren für alle Unternehmen, egal ob Start-Up’s oder etablierte Konzerne, enorm gestiegen und wird weiter wachsen.[3]

Dabei wird der Bedarf nach Flexibilität allein durch das Wissen darüber ausgelöst, dass mit nicht unerheblichen Umweltveränderungen gerechnet werden muss, die jederzeit das Überleben der Unternehmung gefährden können. Dieses Wissen darum und die Tatsache, dass die Komplexität der Umwelt, Voraussagen und eine allumfassende Beschreibung der Märkte, unmöglich macht, zwingt die Unternehmen nach Wegen und Mitteln Ausschau zu halten, die aus Veränderungen resultierenden Gefahren abzuschwächen oder abzuwehren, aber auch sich ergebende Chancen und Potentiale zu nutzen.[4]

Die Umwelt hört dabei nicht auf sich schneller und komplexer zu entwickeln. Ist eine Gefahr abgewandt oder ein Potential genutzt, kommen schon wieder weitere Veränderungen auf die Unternehmen und die Führungsebenen zu. Somit ist die Weiterentwicklung der Flexibilitätsforschung unerlässlich. In diesem Beitrag soll grob der Stand der Flexibilitätstheorie geschildert werden und es soll auf bestehende Probleme in Form einer kritischen Würdigung eingegangen werden.

2 Flexibilität und Flexibilitätsforschung

2.1 Definition der Flexibilität

Der Begriff Flexibilität stammt von dem lateinischen Wort „flexibilis“ ab und bedeutet sinngemäß soviel wie biegsam, geschmeidig, aber auch lenkbar, unbeständig.[5] Aus der ursprünglichen Wortbedeutung abgeleitet, bedeutet Flexibilität eine Eigenschaft physischer Objekten, die nach einer mechanischen Bearbeitung sich wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen lassen. Diese Eigenschaft kann auch als statisches Gleichgewicht verstanden werden.

Dieses Verständnis von dem Begriff muss, wenn es im Zusammenhang mit einer betriebswirtschaftlichen Forschung gebracht werden soll, verändert und aus einer anderen Perspektive betrachtet werden. Man muss Flexibilität hier vielmehr als ein dynamisches Gleichgewicht sehen, da eine Unternehmung ein System aus verschiedensten Anspruchsgruppen darstellt und somit als ein soziales und nicht als ein physisches System zu betrachten ist.

Flexibilität beschreibt in diesem Zusammenhang eher die Anpassungsfähigkeit an neue interne und externe Situationen. Es wird als „Existens von Freiheitsgraden, Handlungsspielräumen“[6] definiert.

2.2 Einordnung der Strategischen Flexibilität

Um zu einer Einordnung der Strategischen Flexibilität in Bezug auf die Funktionsbereiche des Unternehmens zu gelangen, ist vorher eine Systematisierung der betriebswirtschaftlichen Flexibilitätsforschung vorzunehmen.

Diese Forschungen lassen sich bis in die 20er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts zurückverfolgen. Bis heute gibt es keine allumfassende Flexibilitätstheorie, sondern nur verschiedene Ansatzpunkte und Zusammenfassungen dieser Ansatzpunkte. Dabei wurden bei den einzelnen Untersuchungen auf unterschiedliche Schwerpunkte wert gelegt. In Abhängigkeit von dem jeweiligen Bezugspunkt lassen sich diese entweder dem Leistungs- oder dem Führungssystem einer Unternehmung zuordnen.[7] In diesen zwei Systemen lassen sich nochmals jeweils drei Schwerpunkte identifizieren, sodass man sechs Bezugspunkte der Flexibilitätstheorien nennen kann (siehe Abbildung 2-1). Diese sind zum einen die planungs- und entscheidungstheoretische, die organisationstheoretische und die finanztheoretische Flexibilitätsforschung, zum anderen die Realoptionstheorie, sowie die produktions- und kostentheoretische und die absatztheoretische Flexibilitätsforschung.[8]

In der folgenden Darstellung der Flexibilitätstheorie wird die str ategische Flexibilität auf einer Metaebene betrachtet.[9] Dies soll als Grundannahme der weiteren Beschreibung des Themas in dieser Arbeit dienen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2-1: Die Metaebene der ressourcentheoretischen Flexibilitätsforschung [10]

2.3 Bedeutung der Flexibilität

Die dynamische Umwelt, sorgt für eine diskontinuierliche Entwicklung von Märkten, sodass sich die Anpassungsfähigkeit, sprich die Flexibilität, der Unternehmen zu einem immer größeren Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten entwickelt hat. Bei sämtlichen Veränderungen, seien sie kurzfristiger Art oder durch die Entstehungen eines neuen Trends, muss ein Unternehmen in der Lage sein darauf reagieren zu können und das langfristige Überleben der Unternehmung zu sichern.[11] Deswegen kann man davon sprechen, dass die Flexibilität zu dem wesentlichen Faktor des Unternehmenserfolges gehört.[12]

[...]


[1] Vgl. Burmann (2002), S. 1.

[2] Vgl. Kaluza, Blecker (2004), S. 1.

[3] Vgl. Foster, Kaplan (2001), S. 7f.

[4] Vgl. Jacob (1989), S. 16f.

[5] Vgl. unbekannt (2014), http://de.pons.com/übersetzung?q=flexibilis&l=dela&in=ac_la&lf=de, (01.03.2014).

[6] Behrbohm (1985), S. 183.

[7] Vgl. Küpper (1995), S.13f.

[8] Vgl. Burmann (2002), S. 41ff.

[9] Vgl. Galunic, Rodan (1998), S. 1193 - 1201.

[10] Quelle: Burmann (2002), S.45.

[11] Vgl. Nagel (2003), S. 1.

[12] Vgl. Ansoff (1965), S. 162ff.

Details

Seiten
25
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656623212
ISBN (Buch)
9783656695974
Dateigröße
649 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v270728
Institution / Hochschule
Hochschule Mittweida (FH) – Wirtschaftswissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Flexibilität Darstellung kritische Würdigung Existenzanalyse Bedingungsanalyse Wirkunsanalyse Marketing Strategisches Management

Autor

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Titel: Strategische Flexibilität