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Integration in der Ausbildung über die Sprache in den zweisprachigen Regionen der Schweiz und bei MigrantInnen

Seminararbeit 2011 17 Seiten

Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen
2.1. Multikulturalität
2.2. Migration
2.3. Integration
2.4. Mehrsprachigkeit

3. Überblick über die europäischen Integrationspolitik

4. Integrationspolitik in der Schweiz
4.1. Mehrsprachigkeit in der Ausbildung
4.2. Aktuelle Situationen: Fakten und Probleme

5. Die Schweiz als Integrationsmodell?

6. Schlusswort

Bibliographie

1. Einleitung

In der Schweiz kommt die Multikulturalität darin zum Ausdruck, dass sie in vier Sprachgruppen gegliedert ist, und die Region die gemeinsame Sprache die Möglichkeit von Interaktion und Kommunikation auf der Ebene der Mehrsprachigkeit hat. Abgesehen von unterschiedlichen Sprachen sind die kulturellen Unterschiede zwischen einzelnen Sprachgruppen relativ begrenzt. Die Schweiz wird allgemein als ein gelungenes Modell für multikulturelles Gemeinwesen bezeichnet.[1]

In Bezug darauf werden im Rahmen der Integration in der vorliegenden Arbeit die Begriffsdefinitonen erklärt, um deren Definitionen und Aspekte vorzustellen. Danach wird ein Überblick über die Integratiospolitik in Europa präsentiert. Zunächst wird die Integrationspolitik in der Ausbildung über die Sprache in der Schweiz beschrieben; wie die Dimensionen der Integration über die Sprache der Schweizer, aber auch wie die Migranten in der Schweiz sich mit der Mehrsprachigkeit integrieren.

Es wird angenommen, dass für die Gesellschaft mit Multikulturalität, „wie in der Schweiz“ ein Politikmodell getroffen werden sollte, um sich gut zu integrieren. Zur Erklärung des Phänomens, wie das Modell zum Gesamtteil der Einwanderung in der Schweiz, wurden bekanntlich eine ganze Reihe unterschiedlicher Theorienansätze entwickelt. Einerseits ist Sprache ein Modell der Politik, andererseits sollte es auch eine Einheit zu der Politik bauen, um die verschiedenen Aspekte der Multikulturalität zu integrieren.

Die Frage steht danach, wie viele und welche Sprachen von ein und demselben Individuum oder in einer Bevölkerungsgruppe im Alltag verwendet werden. Gleichzeitig wird es auch möglich sein. In der Volkszählung 2000 wurde deshalb zusätzlich zur Hauptsprache auch nach der oder den Sprache(n) in der Familie, im Beruf und in der Ausbildung gefragt.[2] Hier ist darauf hinzuweisen, dass die Schweiz, die mit vielen Sprachen, "Problemen" haben wird; Wie funktioniert die Mehrsprachigkeit in der Ausbildung "wie in Freiburg", Wie kann man durch Ausbildung "die Integration" von Migranten fördern?

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Multikulturalität

Multikulturalität ist die gleichzeitige Anwesenheit vieler verschiedener kultureller Gruppen. Innerhalb einer Gesellschaft existieren mehrere Kulturen, wo die Multikulturalität entstanden ist. Der Begriff der Multikulturalität ist auch von der Interkulturalität verwiesen. Das “Inter” wird als „Zwischen“, und “Multi” als blosses “Mehr” verstanden.[3] Der Begriff Multikulturalität ist dagegen klar mit kultureller Vielfalt zu verstehen. Dieser Begriff bedeutet im alltäglichen Gebrauch die Anerkennung auf neuere Migration und Fluchtbewegungen mit vielen verschiedenen Kulturen und Ethnien.[4]

In Bezug auf Gesellschaft mit mehreren Kulturen wird der Begriff multikulturelle Gesellschaft angesprochen. Der Begriff multikulturelle Gesellschaft wird sowohl als eine deskriptive als auch eine normative Verwendungsweise gekannt. Er wird verwendet, wenn eine Gesellschaft verschiedene Kulturen hat. Das heisst, die Menschen, die für lange Zeit und in grösserer Zahl in der gleichen Gesellschaft verschiedenen Kulturen angehören.[5]

Mintzel (1997:691-694) unterscheidet die Multikulturalität Europas in vier Dimensionen, u.a:

- autochthonen “alteuropäisch-historische Minderheiten-Kulturen”: existieren unter Hegemonial- oder Dominanzkulturen fort. Ein vielsprachig-multikulturelles Gesellschaftsbild, das im vormodernen Europa vorherrschte. “Erst mit der Entstehung der modernen europäischen Nationalstaaten und den damit verbundenen Homogenisierungsstrategien eingeschränkt, Sprachen zu Regionalsprachen von Minderheiten herabgedrückt und unterdrückt, so zum Beispiel in Frankreich” [...].
- Aktuell-migrationsbedingte Multikulturalität (entsteht durch die “europäisch-stämmigen Binnen- und Einwandererminoritäten”): (1) wird durch den Prozess zunehmender wirtschaftlicher und politischer Integration in der Europäischen Union gefördert, (2) ist mehr und mehr abgesichert, (3) die europastämmigen Einwandererminderheiten werden heute im “Projekt Europa” - als EU- Bürger bezeichnet (4) und werden allmählich “Ausländern erster Ordnung”.
- aktuell- migrationsbedingte multikulturelle Einwanderungsgesellschaft
- verschiedene Hegemonial-, Dominanz- und Subkulturen: “Multikulturalismus hat immer auch etwas mit den alteuropäischen/historischen regionalen und nationalen Minoritäten zu tun”. Die Auseinandersetzung mit aktuellen multikulturellen Phänomenen kann also nicht bloss auf die Frage beschränkt werden, ob jüngst eingewanderte Menschen mit ihren sozial-kulturellen Hintergründen in gängige lokale Kultur- und Rechtsnormen hineinpassen oder nicht.

Auf die Überlegungen von Rainer Bauböck verweist Mintzel dazu die “drei multikulturellen Dilemmata: (1) Für ethnische Minderheiten, um gleiche Bürgerschaft in einer modernen Zivilgesellschaft herzustellen, (2) wird ein ganz neuer Gesellschaftsvertrag angeboten, (3) der auf endgültiger Trennung von Staat und nationaler Kultur beruht.[6]

Die Begriffe “Multikulturalität, multikulturelle Gesellschaft, oder Multikulturalismus” sind auf unterschiedliche Weise definiert. Die Unterschiede dazwischen setzten am Verständnis des Terminus Kultur an. Als Beispiel für Multikulturalität in der Schweiz steht vor dem Hintergrund dieser Definition die kulturell unterschiedliche Gesellschaft zu einen grösseren sozialen System und sie wird zu anderen Einwanderungsgesellschaften aufgeführt. Eine Gesellschaft kann eine Kultur haben. Multikulturalität besteht aus mehreren verschiedenen Gesellschaften, die beispielweise auf dem Territorium eines Staates nebeneinander leben.[7]

2.2. Migration

Der Begriff Migration bezieht sich auf den “Prozess der Wanderung” oder Wohnortswechsel über die Staatgrenze.[8] «Migration ist heute ein weltweit vorhandenes Phänomen, das die Gesellschaft verändert und zum Entstehen von Multikulturalität beiträgt».[9] Beyersdörfer (2004:117-120) stellte fest, dass der Begriff Migration in Arbeitsmigration und Fluchtmigration unterteilt wird. Die Arbeitsmigration unterscheidet sich in zwei Kategorien, u. a.: (1) Reguläre Arbeitsmigration: erfolgt durch die berufsbedingte Migration von Diplomaten, Unternehmern oder Wissenschaftler. (2) Irreguläre Arbeitsmigration: dazu werden illegale bzw. irreguläre Migranten gezählt, beispielweise Gastarbeiter. In Malaysia wird die Zahl auf 1,3 bis 2,0 Mio. Menschen geschätzt. Migration entsteht als Flucht vor Krieg, Bürgerkrieg und Verfolgung. Dies fällt unter den Flüchtlingsbegriff der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951.

Das Bundesamt für Statistik-Online stellte fest, dass in der Schweiz die Bevölkerung mit Migrationshintergrund unabhängig von ihrer Staatangehörigkeit ist. Deren Eltern sind im Ausland geboren. Einerseits gehören dazu die Personen, die in die Schweiz eingewandert sind (Migranten). Andererseits gehören auch Personen dazu, die in der Schweiz geboren wurden (direkte Nachkommen). Die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) erlaubt, den Migrationsstatus einer Person zu ermitteln, und deren Migrationshintergrund zu identifizieren. Im Jahr 2008 haben 1.965.000 Personen oder 30,6% der Bevölkerung im Alter von 15 und mehr Jahren in der Schweiz einen Migrationshintergrund. Ein Drittel davon mit Migrationshintergrund besitzt die Schweizer Staatangehörigkeit (651.000 Personen). Vier Fünftel davon sind selbst Migranten, während ein Fünftel in der Schweiz geboren wurden. Die Statistik zeigt, dass die Ausländer in der Schweiz 66,9% betragen.

[...]


[1] vgl. Langenscheid 2001:277

[2] Lüdi/Werlen 2005:25

[3] vgl. Beyersdörfer 2004: 43

[4] vgl. Kessler/Wertheimer 1995:130

[5] vgl. Beyersdörfer 2004:49

[6] vgl. Langenfeld 2001:266-268

[7] Mintzel 1997:696

[8] Graumann 2009:4

[9] Beyersdörfer 2004:117

Details

Seiten
17
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656611240
ISBN (Buch)
9783656610809
Dateigröße
554 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v269896
Institution / Hochschule
Universität Bern – Institut für Germanistik
Note
5 (CH)
Schlagworte
integration ausbildung sprache regionen schweiz migrantinnen

Autor

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Titel: Integration in der Ausbildung über die Sprache in den zweisprachigen Regionen der Schweiz und bei MigrantInnen