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Multigrade clinical reasoning

Entwicklung von Behandlungsleitlinien

Hausarbeit 2013 15 Seiten

Gesundheit - Public Health

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Forschungsstand

Beschreibung des Vorgehens

Erläuterung: Zentrale Begriffe
Clinical Reasoning
Multigrade Clinical Reasoning
Behandlungsleitlinien
Leitlinien im Rettungsdienst und Intensivtransport
Algorithmen im Rettungsdienst und Intensivtransport

Die Methode
Sechs Schritte des Clinical-Reasoning-Prozesses

Ist – Stand / heutiger Stand
Ein Beispiel aus der präklinischen Notfallmedizin:
Ein weiteres Beispiel aus dem Fachbereich Intensivtransport

Veränderungen

Auswertung

Zusammenfassung der Arbeit:

Ergebnis

Welcher Weg ist zur Beantwortung gewählt worden?
Ein einfaches Beispiel:

Fazit:

Literaturverzeichnis Printmedien

Literaturverzeichnis Internetquellen

Einleitung

Im Rahmen meines Studiengangs mit dem Ziel des Abschlusses zum B.A. Medizinalfachberufe wurde mir als Hausarbeit die Aufgabe gestellt, zum Fachbereich Clinical Reasoning die Fragestellung: „Übung zur Entwicklung von Behandlungsleitlinien“ im Fachbereich Clinical Reasoning zu erarbeiten.

Im Rahmen des Studiums bin ich selber zur Überzeugung gekommen, dass eine Behandlungsleitlinie erst unter Einbeziehung des Clinical Reasoning implementier fähig wird.

Eine Behandlungsleitlinie kann nur eine Behandlungsmöglichkeit darstellen. Erst durch eine gemeinsame Erarbeitung der Möglichkeiten mit dem Patienten kann eine erfolgversprechende Therapieauswahl getroffen werden.

Beispiel: Ein übergewichtiger Patient sollte sich zur Gewichtsreduktion Sportlich betätigen. Dazu bedarf es keiner Wissenschaft um dieses individuell zustimmend oder ablehnend zu bewerten. Kommt jedoch der Fakt dazu, dass der Patient im Rollstuhl sitzt und ihm ein Bein fehlt, dann wird es individuell kompliziert und dieses bedarf einer individuellen Behandlung.

Forschungsstand

In verschiedenen Publikationen wird auf die Wichtigkeit des individuellen Krankheitsskriptes verwiesen. Es wird veranschaulicht, dass es nicht nur auf eine ärztliche Diagnose eines Krankheitsbildes ankommt. Um es bildlich zu beschreiben, befindet sich der Patient in einem Gefängnis der bekannten Pathophysiologie seiner Diagnose.

Immer mehr Professionen, wie z.B. die Ergotherapie und die Physiotherapie, bedienen sich der Hilfe des Clinical Reasoning und damit mit einem individuellen Krankheitsskript.

„Die generelle Strategie ist es, den Patienten Möglichkeiten aufzuzeigen und mitentscheiden zu lassen. Der Therapeut bleibt dabei aber die Kompetenz für den Behandlungsplan und dessen Struktur“.[1]

„Eine weitere Strategie besteht darin, dem Patienten individuelle Behandlungsmöglichkeiten anzubieten, als solche, die Ihn wirklich interessieren“.[2]

Mit diesem Weg wird versucht, die Mauern des Gefängnisses einer starren Diagnose zu durchbrechen und die Therapie auf den Patienten ganzheitlich und individuell abzustimmen.

Die Möglichkeit der Erhaltung von Lebensqualität und Förderung der Lebensfreude, besonders bei chron. progredienten Erkrankungen, trägt entscheidend zum Krankheitsverlauf bei.

Beschreibung des Vorgehens

Sichten und analysieren von Behandlungsleitlinien im Sinne von Clinical Reasoning im Kontext zur Behandlungsstrategie und der eigenen Erfahrung im Rettungsdienst und im Intensivtransport.

Erläuterung: Zentrale Begriffe

Clinical Reasoning

„Als Clinical Reasoning (klinisch orientiertes logisches Denken) werden die Gedankenvorgänge und die Entscheidungsfindung während des therapeutischen Handelns bezeichnet. Clinical Reasoning macht eigene Denkprozesse bewusst, Vorgehensweisen werden geprüft und hinterfragt (Hypothesenüberprüfung), Wissen wird besser organisiert und vorrausschauendes Denken („forward reasoning“) geschult.“.[3]

Multigrade Clinical Reasoning

„Das Multigrade Clinical Reasoning (oder in Deutsch: die auf mehrere Wissenschaftsbereiche bezogene klinische Beweisführung) stellt also eine Erweiterung der bisher kennen gelernten Sichtweise dar. Es sollen nicht nur medizinische und biochemische Aspekte in die Betrachtung des Krankheitsgeschehens einbezogen, sondern beispielweise auch psychosoziale, kulturelle, ökonomische und ethische Zusammenhänge dabei berücksichtigt werden“.[4]

Behandlungsleitlinien

„Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen über die angemessene ärztliche Vorgehensweise bei speziellen gesundheitlichen Problemen“.[5]

Leitlinien im Rettungsdienst und Intensivtransport

Leitlinien sind eine Behandlungsempfehlung von verschiedenen Fachgremien. Die bekanntesten Leitlinien sind z.B. die Reanimationsleitlinien. Hier werden Handlungsabläufe beschrieben, in welcher Reihenfolge bestimmte Maßnahmen durchgeführt werden sollen, um das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erreichen. In diesem Fall sind es, den Kreislauf zu reaktivieren und Folgeschäden bestmöglich zu vermeiden. Da es keinen Standartpatienten gibt und jeder individuell unterschiedlich ist, muss ggf. nach Notwendigkeit und Dokumentation der Begründung vom Handlungsablaufplan abgewichen werden. Das Ziel, Folgeschäden abzuwenden und das Leben zu erhalten muss weiterhin im Vordergrund stehen.

Algorithmen im Rettungsdienst und Intensivtransport

In der Notfallmedizin, sind Algorithmen ein fester Bestandteil der Behandlung von Notfallpatienten. Diese werden von den Arbeitgebern als Dienstvorschrift und von den ärztlichen Bereichsleitern für das nichtärztliche Personal vorgegeben. Beim Handeln am Patienten sind diese Handlungsablaufpläne vom nichtärztlichen Personal einzuhalten. Ein Abweichen von vorhandenen Algorithmen kann zu strafrechtlichen Konsequenzen und zur Entlassung des Behandelnden führen.

Die Methode

Die 6 Schritte des Clinical Reasoning sollten der ergänzende Baustein sein, um die vorab aufgestellte Hypothese der Behandlungsleitlinie im Gesamtbild eines Patienten zu betrachten. Es muss die Gelegenheit eingeräumt werden, dass aufgrund bestimmter Faktoren von einer geltenden Behandlungsleitlinie abgewichen oder sogar eine Behandlungsleitlinie abgelehnt werden muss. Die Behandlungsleitlinie gehört demnach in den Schritt der Hypothesenproduktion und der darauf folgenden Interpretation hinein.

Sechs Schritte des Clinical-Reasoning-Prozesses

- Herausbildung eines „pre-assessment-image“
- Prozess der „cue acquisition“
- Hypothesenproduktion
- „cue interpretation“
- Hypothesenevaluation
- Festlegung einer therapeutischen Diagnose[6]

[...]


[1] Feiler, Maria ,Klinisches Reasoning in der Ergotherapie, Überlegung und Strategien im therapeutischen

Handeln, Heidelberg, 1.Auflage, 2003, Springer Verlag, Seite 42

[2] Feiler, Maria ,Klinisches Reasoning in der Ergotherapie, Überlegung und Strategien im therapeutischen

Handeln, Heidelberg, 1.Auflage, 2003, Springer Verlag, Seite 42

[3] Dölken, Mechthild, Clinical Reasoning – Untersuchung und Behandeln als Prozess, Zusammenfassung, Zeitschrift: Manuelle Medizin, 2006, Springer Verlag, http://link.springer.com/article/10.1007/s00337-006-0424-6

[4] Burtchen, Irene, Prof. Dr., Clinical Reasoning II, Studienheft Nr. 048, Diploma Private Hochschulgesellschaft mbH, Bad Soden, 2.Auflage, 2010, Seite 10

[5] Ollenschläger, Günter, Prof. Dr., Leitlinien und Evidenz-basierte Medizin in Deutschland, Zeitschrift Onkologie, Springer Verlag, 1999, H. 9/99, 826-829, Seite 826

[6] Burtchen, Irene, Prof. Dr., Clinical Reasoning I, Studienheft Nr. 047, Diploma Private Hochschulgesellschaft mbH, Bad Soden, 2. Auflage, 2010, Seite 14

Details

Seiten
15
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656606727
ISBN (Buch)
9783656606789
Dateigröße
440 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v269528
Institution / Hochschule
Diploma Fachhochschule Nordhessen Berlin-Treptow
Note
1,0
Schlagworte
multigrade entwicklung behandlungsleitlinien

Autor

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Titel: Multigrade clinical reasoning