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Das Feldschema der Massenkommunikation nach Gerhard Maletzke

Seminararbeit 2011 15 Seiten

Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Biographie Gerhard Maletzke

3 Definition von „Massenkommunikation
3.1 Öffentlich
3.2 Durch technische Verbreitungsmittel
3.3 Indirekt
3.4 Einseitig
3.5 Disperses Publikum

4 Feldmodell nach Maletzke

5 Anwendung des Kommunikationsmodells auf den Fußballkommentator
5.1 Vergleich mit der Definition von „Massenkommunikation“
5.2 Einfügen des Feldschemas in den Fußballkommentar

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Erklärung über eigenständige Anfertigung

1 Einleitung

In der heutigen Zeit können sich die meisten Menschen unter Begriffen wie "Kommunikation" oder "Medien" etwas vorstellen oder wissen sogar, was es bedeutet.

Anfang der 1960er Jahre betrat der Kommunikationsforscher Gerhard Maletzke mit seiner Arbeit "Psychologie der Massenkommunikation in Deutschland" Neuland. In Amerika war die Forschung auf diesem Wissenschaftsgebiet schon weiter fortgeschritten, aber Maletzke schaffte sich mit seiner Publikation nicht nur in auf nationalem Boden Anerkennung.

Auch im aktuellen Zeitalter, in dem die Bedeutung der elektronischen und digitalen Medien immer weiter wächst, hat das Feldschema der Massenkommunikation kaum an Aktualität verloren. Ganz im Gegenteil, es lässt sich ohne Probleme auf viele Situationen, die wir aus dem Alltag kennen, anwenden.

Im Nachfolgenden soll dieses Feldschema und einige weitere grundlegende Aussagen der Massenkommunikation genauer beleuchtet werden. Anschließend wird das Feldmodell auf das Beispiel eines modernen Fußballkommentators angewendet und erläutert.

Aufgebaut ist die Arbeit aus einer kurzen Biographie Gerhard Maletzkes, anschließend folgt die Definition von „Massenkommunikation“, die für das Verständnis unvermeidlich ist. Hinzu kommen danach die Herleitung des Feldschemas und die Anwendung eines Beispiels auf das Schema. Abgerundet wird die Arbeit durch ein Fazit.

2 Biographie Gerhard Maletzke

Gerhard Maletzke wurde am 6. Januar 1922 in Neustettin geboren und verstarb am 6. Dezember 2010 im Alter von 88 Jahren.

Als Psychologe, besonders aber als Kommunikationswissenschaftler, machte er sich auch außerhalb Deutschlands einen Namen und gilt als einer der Pioniere der deutschen Medienforschung.

Seine Karriere begann in Hamburg, wo Maletzke Psychologie, Germanistik und Philosophie studierte. Anschließend arbeitete er bei verschiedene Institutionen, u. a. am Hans-Bredow-Institut (1952-1964), dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (1964-1969), in Singapur am Asian Mass Communication Research and Information Centre (1972-1976) und am Wissenschaftszentrum Berlin. Zudem war er langjähriger Ressortleiter beim Süddeutschen Rundfunk und Professor an der Universität Stuttgart/Hohenheim für das Fachgebiet Kommunikationswissenschaft / Journalistik.

Trotz seiner Erfolge und Anerkennung, die Maletzke im Laufe seine Karriere bekam, hatte er nie eine dauerhafte Professur inne.

Maletzke ist Autor diverser Bücher, die sich hauptsächlich mit Inhalten aus den Bereichen Medien und Kommunikation auseinandersetzen. Hervorzuheben ist hierbei seine Publikation „ Psychologie der Massenkommunikation (1963)“, die im Folgenden ausgearbeitet und ausgeführt wird.

3 Definition von „Massenkommunikation“

Der Begriff der Kommunikation ist ein Phänomen, das nur schwer zu verallgemeinern ist, deshalb hat Maletzke es zur Vereinfachung aufgeteilt. Seiner Definition nach beinhaltet Massenkommunikation „jene Form der Kommunikation, bei der Aussagen öffentlich, durch technische Verbreitungsmittel, indirekt und einseitig an ein disperses Publikum vermittelt werden“ (Maletzke 1963, S.32). Diese fünf Elemente werden nachfolgend erörtert.

3.1 Öffentlich

Massenkommunikation richtet sich nicht an einen begrenzten oder festgelegten Personenkreis, sondern ist immer für alle Personen, die willens sind, sich der Aussage zuzuwenden, bestimmt. Deshalb ist Massenkommunikation im Grunde immer „öffentlich“.

3.2 Durch technische Verbreitungsmittel

Die Aussagen des Kommunikators werden allzeit durch Massenmedien an den Rezipienten weitergeleitet. Als Massenmedien lassen sich beispielsweise Fernsehen, Hörfunk, Printmedien oder das Internet bezeichnen.

3.3 Indirekt

Die indirekte Informationsübermittlung ist ein weiteres, wichtiges Merkmal der Massenkommunikation. Im Gegensatz zur direkten bzw. Face-to-face Kommunikation läuft indirekte Kommunikation „bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz ab“ (Maletzke 1963, S.21-22). Zeitliche Distanz liegt beispielsweise bei einem Briefwechsel vor, räumliche Distanz beim Telefonieren und raumzeitliche Distanz kommt bei der Rezeption von Rundfunk- und Fernsehsendungen vor.

3.4 Einseitig

Im Gegensatz zur gegenseitigen Kommunikation, bei der beide Gesprächspartner im ständigen Rollentausch stehen und ihre Meinung aufgrund der Argumentation des Partners ändern und wechseln können, funktioniert Massenkommunikation nur einseitig. Das heißt, eine „direkte Rückkopplung zwischen Kommunikator und Rezipient ist nicht gegeben“ (Burkart 2002, S.170). Die Partner der Massenkommunikation sind immer durch ein Medium verbunden, das nur eine einseitige Kommunikation seitens des Kommunikators zu dem Rezipienten zulässt.

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Details

Seiten
15
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656607427
ISBN (Buch)
9783656607380
Dateigröße
453 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v269458
Institution / Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg – Institut für Kommunikationswissenschaft
Note
3,0
Schlagworte
Kommunikationswissenschaft Fußball Maletzke

Autor

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Titel: Das Feldschema der Massenkommunikation nach Gerhard Maletzke