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Lösungsbuch zum Arbeitsbuch Deutsch für das Germanistikstudium im Ausland (DaF)

Fachbuch 2013 26 Seiten

Didaktik - Deutsch - Deutsch als Fremdsprache

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Herausgebers
Lektion 1: Das Verb – Tempora
Lektion 2: Das Verb – Konjunktiv
Lektion 3: Die Präposition
Lektion 4: Das Adjektiv
Lektion 5: Attribute
Lektion 6: Verben und Substantive in festen Fügungen
Lektion 7: Nebensätze und andere Satzgefüge

Lektion 1: Das Verb – Tempora

Übung 1: Futur

Sie lassen sich von einer Wahrsagerin überreden, Ihnen die Zukunft vorherzusagen. Setzen Sie die Sätze über Ihre Zukunft aus dem Präsens ins Futur.

Beispiel: Und das Spiegelbild antwortet an jedem Morgen. → Und das Spiegelbild wird an jedem Morgen antworten.

Die Wahrsagerin sagt zu Ihnen:

Ich sehe großen Reichtum. Ich sehe, dass Sie ein großes Vermögen besitzen werden. Sie werden von Ihrem Mann und Ihren Kindern geliebt werden. Sie werden ein schönes Haus und einen schönen Garten haben und in dem Garten wird es einen Swimmingpool geben. Jeden Tag werden Sie darin schwimmen. Abends werden Sie, nachdem Ihr Mann den Abwasch in der Küche erledigt und das Kind ins Bett gebracht haben wird, in die Oper oder ins Konzert gehen. Vielleicht werden Sie sogar selbst Sängerin werden. Sie werden jedenfalls nur die schönsten Sachen tragen. Sie werden von all Ihren Freundinnen bewundert und beneidet werden. Und Sie werden gar nicht so viel Geld ausgeben können, wie Ihr Mann verdienen wird. Nie werden Sie auf etwas verzichten müssen. Jeden Morgen werden Sie, nachdem Sie aufgestanden sein werden, von Ihrem Spiegelbild geblendet werden, das Sie fragen werden: »Wer ist die Schönste im ganzen Land?« Und das Spiegelbild wird an jedem Morgen antworten: »Was ist denn das für eine dumme Frage? Ich natürlich!«

Übung 2: Präteritum

Stefan hatte vor einiger Zeit einen Unfall und erzählt seiner Freundin davon. Setzen Sie seine Geschichte ins Präteritum.

Beispiel: Ich bin gerade aus dem Haus gekommen. → Ich kam gerade aus dem Haus.

achtete, trat, ging, raste...zu, erwische, flog landete, war, fiel, sprach, spürte, fühlte sich...an, fuhr, konnte, musste, war, hielt, überlebe (bleibt gleich), bewies, lag, konnte, stützte, stand... auf, schlug...ein, lief...davon, starb, brachte, wuchs, ist (bleibt gleich), traf, hätte können (bleibt gleich), wurde, veränderte (besser. verändert hatte), ließ, brach, nahm...an, stellte.

Übung 3: Perfekt

a) Setzen Sie vom Präsens ins Perfekt:

1. Ich habe meiner Freundin geraten, die Sache sofort zu erledigen.
2. Ich habe ein Loch in die Erde gegraben, um einen Schatz zu verstecken.
3. Anne hat beschlossen, ihren Freund zu verlassen.
4. Wir sind drei Wochen in Südfrankreich geblieben und täglich im Meer geschwommen.
5. Die Diebe sind in die Schule eingebrochen und haben 25 Computer gestohlen.

b) Setzen Sie Partizip I oder II als Attribut ein:

Beispiel: Goethe war ein (lieben) Mann. → Goethe war ein liebender Mann.

1. lachende, 2. herumgekommener, bemalte, 3. beschäftigter, suchenden, 4. aussehender, ausgestatteter, bewährten, 5. offen stehende, kommende, 6. ausgebildet, 7. einladenden, 8. genommene, verletztes, eilenden, 9. geschminkte, 10. verpackte, kämpfender.

Lektion 2: Das Verb – Konjunktiv

Übung 1: Konjunktiv I und Konjunktiv II in der indirekten Rede

Setzen Sie den folgenden Text in indirekte Rede.

Aus einer Ansprache des Präsidenten der Universität Jena:

Der Präsident der Universität Jena sagte, es liege auf der Hand, dass alle sich anstrengen müssten, eine noch bessere Lehre und Forschung an ihrer Universität zu erreichen. Denn wer immer strebend sich bemühe, das habe schon Herr Goethe in ihrem Nachbarort Weimar gewusst, den könnten sie erlösen. Aber es sei nicht Erlösung, nach der sie strebten, es hand(e)le sich hier um eine Universität und nicht um eine Kirche. Er strebe nach Wachstum, nach einem Wachstum, das neues Wissen hervorbringe, wie auch die Pflanze, die im Frühjahr reife, im Sommer Früchte trage, die allen schmeckten. Was könnte es, so der Präsident, Besseres geben? Nun, es könne noch Besseres geben, es müsse noch Besseres geben. Denn wer aufhöre, sich zu bemühen, der begebe sich in die Gefahr, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Doch jeder wisse doch, dass der Müßiggang aller Laster Anfang ist/sei, und nur wer keine Ruhe habe, schaffe immer Neues. Er jedenfalls sei nie in seinem Leben müde geworden, er dürfe auch heute nicht müde werden und erinnere immer wieder daran: Was man heute säe, werde man morgen ernten.

Übung 2: Konjunktiv I oder II? Setzen Sie passend ein.

1. Interessierte sich mein Sohn doch nur etwas mehr für Deutsch!
2. Der Meister sagte, ich könne/könnte ihn ja morgen noch mal anrufen.
3. Frau Merkel benutze dieselben Modewörter wie die Journalisten, berichtete die Bild -Zeitung.
4. Wenn du auf mich gehört hättest, wär(e)st du jetzt glücklicher.
5. Es scheint so, als ginge/gehe es dem Patienten heute besser als gestern.
6. Viele Menschen sähen sich gern mal im Fernsehen oder in einem Film.
7. Pia hat einen neuen Freund. Er dürfte sehr reich sein. Denn sie liebt Luxus.
8. Herr Schacht sagte zu seiner Sekretärin, sie müsse sich anders anziehen.
9. Du tust so, als ob du gar nicht wüsstest, worum es hier geht.
10. Herr Schacht sagt: »Käme meine Frau doch wieder zu mir zurück!«
11. Reich müsste man sein! Denn Reiche können sich alles kaufen.

Lektion 3: Die Präposition

Übung 1: Setzen Sie die richtige Präposition, falls nötig mit Artikel-Morphem (ins, am usw.), ein.

Innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren gab es in Heidenau drei Banküberfälle. Beim ersten Banküberfall im Jahre 1999 erbeuteten die Räuber die Gesamtsumme von 20.000 D-Mark. Sie waren einfach während der Öffnungszeit der Bank in das Gebäude getreten und hatten Pistolen aus ihren Mänteln hevorgeholt, mit denen sie die Angestellten bedrohten. Trotz der Bedrohung für Leib und Leben hatte eine Angestellte den Mut, in der Hektik und Unruhe, die während des Überfalls im Raum aufgekommen war, einen Knopf unterhalb des Banktresens zu drücken. Durch das Drücken dieses Knopfs wurde ein Alarm ausgelöst. Mangels Erfahrung mit Überfällen – es hatte vorher in Heidenau noch nie einen ähnlichen Vorfall gegeben – hatte die Polizei jedoch keinen Erfolg. Denn bei(m) Eintreffen des Einsatzwagens waren die Räuber bereits außerhalb der Ortschaft. Seit diesem Tag herrschte große Sorge und Angst vor einem erneuten Überfall bei den Beschäftigten. Doch als es im Dezember 2001 erneut zu einem Überfall kam, war der Überfall aus dem Jahr 1999 bereits weitgehend vergessen, sodass die Räuber wieder erfolgreich zuschlagen konnten. Gegenüber der Situation von 1999 gab es jedoch einen spürbaren Fortschritt: Diesmal war die Polizei schneller am Tatort, aber die Diebe konnten trotz der zügigeren Ankunft der Polizisten wieder entkommen – in letzter Sekunde! Noch am selben Tag beschloss die Einsatzleitung der Polizei wegen/angesichts dieser erneuten Pleite, ab dem 1. Januar 2002 eine zivile Streife vor/nahe der Bank zu postieren. Der Wagen mit zwei Beamten stand gut verdeckt hinter einem alten Baum. Dank dieser Vorsichtsmaßnahme scheiterte der dritte Überfall im Juni 2002: Nach dem Aussteigen aus ihrem Wagen konnten die gefährlichen Verbrecher, zwei schon lange gesuchte Mitglieder einer russischen Mafia-Bande, direkt am Eingang zu dem Bankgebäude verhaftet werden. Gegen die schwer bewaffneten Räuber konnten sich die Beamten jedoch nur dank ihres sicheren Umgangs mit Schusswaffen durchsetzen: Einem der Täter wurde ins Bein geschossen, der andere ließ sich ohne Widerstand mit dem Rücken an/gegen die Wand stellen. Für die Polizei und die Angestellten der Bank war es ein guter Tag, an dessen Ende alle – außer den Verhafteten natürlich – glücklich und erleichtert waren. Doch auf diesen glücklichen Ausgang hatten alle lange warten müssen. Es war ein langer Weg bis zum Erfolg.

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Details

Seiten
26
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656602774
ISBN (Buch)
9783656602767
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v268806
Note
Schlagworte
lösungsbuch arbeitsbuch deutsch germanistikstudium ausland

Autor

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Titel: Lösungsbuch zum Arbeitsbuch Deutsch für das Germanistikstudium im Ausland (DaF)