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Aktuelle Leseforschung. Beobachtung des aktuellen Leseverhaltens

Hausarbeit 2008 14 Seiten

Buchwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Lesen als Basiskompetenz in der Mediengesellschaft

3. Studien
3.1 Das Lesebarometer
3.2 KIM-Studie
3.3 JIM-Studie
3.4 Lesen in der Erlebnisgesellschaft

4 Zukunftsprognose

5 Schlussfolgerungen

6 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Die Aufmerksamkeit der folgenden Arbeit gilt, der Betrachtung einiger ausgewählter Studien der aktuellen Leseforschung und der Frage zu welchen Schlussfolgerungen sie bei der Beobachtung des momentanen Leseverhaltens kommt.

Einführend  soll zunächst das Medienumfeld betrachtet werden, in welchem sich der heutige Leser bewegt. Dafür wird zum einen eine knappe Erläuterung der Fertigkeit des Lesens als Basiskompetenz dargelegt und zum anderen einige Entwicklungen der medialen Technologien und des Medienangebots aufgezeigt. An diese Darstellungen sollen sich einige Fragen und Überlegungen bezüglich der Konkurrenzfähigkeit des Mediums Buch und der Unverzichtbarkeit der Fähigkeit des Lesens im Medienumfeld anschließen.

Im Zweiten Teil der Hausarbeit erfolgt die Vorstellung einiger ausgewählter Studien der Leseforschung und ihrer Ergebnisse , welche hinsichtlich der aufgeworfenen Fragen untersucht werden. Dabei wird sowohl die Betrachtung des Mediums Buch, wie auch die Einbeziehung von Computer und Internet eine Rolle spielen.

Anschließend erfolgt eine Zukunftsprognose hinsichtlich des Lesens, in welcher einige Expertenmeinungen komprimiert dargestellt werden.

Zum Abschluss  werden die wichtigsten betrachten Fakten zusammengefasst und hinsichtlich der aufgeworfenen Fragen bewertet.

2 Lesen als Basiskompetenz im Medienumfeld.

Lesen ist eine grundlegende Fähigkeit zum kompetenten Umgang mit Medien. Es wird von Leseforschern als basale unverzichtbare Kulturtechnik eingestuft ohne die, die Erschleißung  vieler Bereiche der neuen Medientechnologien  nicht möglich wäre.[1] Der Umgang mit Computern, dem Internet, Faxgeräten oder auch dem Blackberry wäre ohne die Fertigkeit des Lesens nicht nur erschwert sondern schier unmöglich. In der stetig anwachsenden Medienwelt wird Lesen immer mehr zur Grundvoraussetzung für die meisten medienorientierten Handlungen und damit sowohl im beruflichen wie auch im privaten medialen Leben zur Basiskompetenz. Die Fähigkeit des Lesens ist im Medienumfeld Orientierung, Erschließung und Selektion zugleich. Durch ständige Erweiterung der TV- und Hörfunkprogramme, dem Anstieg der Zeitschriften- und Buchtitel und der fortschreitenden technologischen Entwicklungen, wird aus dem abwechslungsreichen Medienangebot ein unüberschaubares Überangebot.

Diese Bandbreite verschiedensten Medienangebote macht aus dem heutigen Leser einen Vielmediennutzer, einen Konsumenten mehrer medialer Angebote in einem bestimmten Zeitraum oder gar zeitgleich. Dieser Aspekt macht es nötig sich zunächst mit dem Medienumfeld des heutigen Lesers zu beschäftigen.

Lesen wird in der aktuellen  Forschung nicht mehr nur auf die Konsumation von Büchern bezogen, sondern unter Einbeziehung von Zeitungen, Zeitschriften, Computer und dem Internet betrachtet.[2] Während die Anzahl der Fernsehgeräte und Computern pro Haushalt immer weiter steigen, bleibt der Wachstum bei Buchtiteln in deutschen Haushalten aus. Mehrer Statistiken zufolge verbringt jeder Deutsche etwa 15 Mal soviel Zeit vor dem Fernseher wie mit dem Lesen eines Buch.[3] Allerdings besagt eine Umfrage des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft, dass 30% bis 40% der Bevölkerung Lesen für sehr wichtig halten.[4] Anhand dieser Zahlen erscheint es, dass die erachtete Wichtigkeit und die tatsächliche Handlung sehr weit auseinander liegen.

Zum täglichen Medienkonsum kam in den letzten Jahren  das Internet, mit einer täglichen Nutzungsdauer von durchschnittlich 90 Minuten.[5] Allerdings scheint die Verbreitung des Internets kaum etwas an Dauer und Nutzung traditioneller Medien geändert zu haben. Die traditionellen elektronischen Medien haben sogar an Nutzungszeit gewonnen, was sich jedoch größtenteils auf die gleichzeitige Handhabung verschiedener Medien zurückführen lässt.[6]

Bei der Betrachtung der fortschreitenden Entwicklung der Medienlandschaft ist es fraglich inwieweit  Buch und Zeitungen  mit anderen Medienangeboten konkurrieren können. Weiterhin bleibt offen, ob die Fertigkeit des Lesens tatsächlich Vorraussetzung für den Gebrauch der neuen Medien sind und ihr Bestehen damit gesichert ist.

3 Studien

3.1 Das Lesebarometer

Das Lesebarometer ist eine Studie vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft, welche im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und der Bertelsmann Buch AG ( heute: Ramdom House Group) 1999 eine telefonische Mehrthemenbefragung mit 2500 Leuten durchgeführt hat. Die Studie beschäftigt sich, unter anderem mit den Lesegewohnheiten der Befragten, und dem Umgang mit Büchern und andere Medien in Deutschland. Die Ergebnisse werden in einem Lesebarometer konzentriert, dieses bündelt die Leseneigung des Bürgers und macht sie damit vergleichbar. Dabei werden  die Lesehäufigkeit, die Lesefreude und die Lesemotivation berücksichtigt. Die sich dabei ergebenden sogenannten Indexwerte, werden für das Lesebarometer in fünf Gruppen von sehr hoch bis sehr niedrig eingeteilt und somit zusammengefasst.[7]

Ein Blick in die Ergebnisse der letzten Jahrzehnte zeigt, dass sich die Leseneigung der Deutschen nur geringfügig verändert hat. Hinsichtlich der Frage: “Haben Sie in den letzten 12 Monaten ein Buch gelesen?”, liegt sie bei ca. 70%.[8]

Das Lesebarometer macht deutlich, wie wichtig es ist, das Leseverhalten über Jahre hinweg und differenziert zu untersuchen. Denn trotz der  relativ hohen Prozentzahl und der Stabilität der Leseneigung, sind seit Mitte der 1990ern auch einige bemerkenswerte Veränderungen festzustellen. Es ist interessant das es zum einen, eine positive Verschiebung in den Bereich der hohen und sehr hohen Leseneigung zu verzeichnen gibt und zum anderen der Bereich der ‘buchfernen’ Bürger gesunken ist.[9]

[...]


[1] Vgl. Saxer: Zur Zukunft des Lesens in der Mediengesellschaft, S. 239.

[2] Vgl. Hamm; Langen : Das Lesebarometer- Lesen und Umgang mit Büchern in Deutschland, S. 43.

[3] Vgl. Ebd.

[4] Vgl. Ebd.

[5] Vgl. Hamm; Langen : Das Lesebarometer- Lesen und Umgang mit Büchern in Deutschland, S. 46.

[6] Vgl. ebd.

[7] Vgl. Hamm; Langen : Das Lesebarometer- Lesen und Umgang mit Büchern in Deutschland, S. 49.

[8] Vgl. ebd.

[9] Vgl. ebd.

Details

Seiten
14
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783656597667
ISBN (Buch)
9783656597674
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v268700
Institution / Hochschule
Universität Leipzig – Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Note
1,7
Schlagworte
Buchwissenschaft Lesebarometer Leseforschung

Autor

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Titel: Aktuelle Leseforschung. Beobachtung des aktuellen Leseverhaltens