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Leseprobe

Susanne Becker (2007):Die Faszination des Bösen bei Marquis de Sade - Zwischen Philosophie und Pornographie
Zur Begründung der Thematik
Marquis de Sades Werk als Apologie des Bösen
Marquis de Sade und die Tugend
Schlussbetrachtung
Literaturverzeichnis

Andrea Franz (2006): Der Glücksbegriff im Sadeschen Werk
Der göttliche Dämon Marquis de Sade
DE Sade - ein Kind seiner Zeit
„Ja, durch die Polizei werden sie am meisten verbreitet.“
Der Glücksbegriff im Sadeschen Werk
„Ich schreibe nur für diejenigen, die fähig sind mich zu verstehen; sie werden mich ohne
Gefahr lesen.“
Schlusswort
Literaturverzeichnis
Anhang

Vivian Gjurin (2006): Theorie der Sexualität bei Sade. Überlegungen anhand von "La Philosophie dans le boudoir"
Umgang mit Sade
Systematische Erklärung der Philosophie Sades nach George Bataille
Sex bei Sade
Frau aus der Gender-Perspektive?
Frau bei Sade
Konklusion
Bibliographie

Bastian Bammert (2007): Von der Monopolisierung der Gewalt zum Arbeitsprozess und der rationalisierten Sexualität bei Marquis de Sade Arbeiter und Arbeitsprozess in Analogie zu den Libertins und der de Sadeschen Orgie
Einleitung: Zum Thema und Inhalt der Arbeit
Zivilisationsprozess und Naturbeherrschung
Aufklärung (Funktionalisierung) und Arbeitsprozess
Die Rationalisierung der Sexualität bei De Sade
Schlussbetrachtung
Literaturverzeichnis:

Annika Wakup (2004): Die Ästhetisierung des Bösen: Marquis de Sade
Einleitung: D.A.F. Marquis de Sade
Fin de siècle und Décadence: Begrifflichkeiten
Karl Rosenkranz: Ästhetik des Hässlichen
Formen des Hässlichen bei Sade
Überwindung des Hässlichen durch die Komik
Sadismus oder Satanismus?
Schlussbemerkung
Literaturverzeichnis

Einzelpublikationen:

Susanne Becker (2007):Die Faszination des Bösen bei Marquis de Sade - Zwischen Philosophie und Pornographie

Zur Begründung der Thematik

„Soll man de Sade verbrennen?“1fragte sich die Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir in ihrem gleichnamigen Essay und scheint damit eine zentrale Frage zur Figur des Marquis de Sade2aufgeworfen zu haben, dessen Manuskripte zur Hälfte tatsächlich von seinen Erben und anderen den Flammen übergeben, zensiert, gestohlen und konfisziert worden sind. Von den einen als „einer der nichtswürdigsten Menschen, die je gelebt haben“3und den anderen als genialer Prophet4betrachtet, wird der französische Schriftsteller des 18. Jahrhunderts meist einem Extrem zugeordnet, das ihm nicht gerecht zu werden vermag. Ziel dieser Arbeit soll es daher sein, das skandalträchtige Leben und Werk des berüchtigtsten Verfassers pornographischer Schriften eher ernst als übel zu nehmen, um somit eine objektivere Perspektive auf de Sade erlangen und vermitteln zu können.

Ohne Zweifel spielt die Faszination von dem, das im gegenwärtigen Zeitalter als das Böse schlechthin bezeichnet werden würde, bei de Sade eine zentrale Rolle und wird durch die Verknüpfung von philosophischen und pornographischen Elementen in seinem Werk sichtbar gemacht, was es zu untersuchen gilt. Ferner soll sich diese Arbeit der Frage stellen, ob dasjenige, was de Sade verschriftlichte, wirklich als böse gelten kann. Eine Frage, die gewagt scheint, wenn man bedenkt, dass de Sade Mord, Nekrophilie, Folter, Kannibalismus und undenkbares mehr zu den vorherrschenden Themen seiner literarischen Tätigkeit machte. Darüber hinaus erfolgt eine Auseinandersetzung damit, inwiefern man de Sades Werk als Apologie des Bösen bezeichnen könnte und mündet in einem Abriss über de Sades philosophisches Verständnis von der Tugend und der menschlichen Freiheit. Schwerpunkt und somit Thema dieser Arbeit soll es sein, die Faszination des Bösen bei de Sade zu ergründen und zu beweisen, dass de Sade mehr ist als ein Lüstling, der Gewalt und Perversion proklamierte und enttabuisieren versuchte. Auf die Frage von Simone de Beauvoir sollten die nächstfolgenden Betrachtungen also ein klares Nein als Antwort geben können.

Marquis de Sades Werk als Apologie des Bösen

„Die unzüchtigste Erzählung, die erfunden wurde, seit die Welt besteht“5meinte de Sade mit seinem unvollendeten Roman „Die hundertzwanzig Tage von Sodom“ (1904) geschaffen zu haben. Mit Recht kann hier neben seinen bekanntesten Schriften „Justine“ und „Juliette“6 von einem Höhepunkt literarisch manifestierter Ausschweifung gesprochen werden, wie sie die Welt zuvor tatsächlich noch nicht kennen gelernt hatte.

Doch was die Sade-Lektüre von einem seichten erotischen Roman unterscheidet, ist das Wechselspiel von Pornographie und philosophischen Feststellungen, die durch die Darstellung gewalttätiger sadistischer Handlungen begleitet werden.

Dass de Sade sich in seiner schriftstellerischen Tätigkeit, die sich zum größten Teil in seiner Gefangenschaft etablierte, nun in dem Maße denkbaren und undenkbaren Extremen zuwandte und somit bis heute bestehende Tabus wie Inzest oder Kannibalismus zu Spielarten der Lustbefriedigung avancieren ließ, scheint umso mehr etwas unterstreichen zu wollen, was außerhalb des Extremen nicht deutlich genug hätte erkannt werden können. Er ließ das Böse triumphieren, um eigentlich etwas ganz anderes darstellen zu wollen. So begnügt sich de Sade nicht mit der Darstellung des Bösen, dass sich bei ihm in Verbrechen aller Art manifestiert und „fast immer der eigentliche Reiz der Sinneslust ist“7, sondern gibt ihm einen Sinn. Er erhebt das Böse zu einem Prinzip, das laut ihm gerechtfertigt werden kann. Zumindest versucht sich de Sade an einer Apologie des Bösen, indem er den ausschweifenden Handlungen moral-philosophische Exkurse folgen lässt. Wie eine solche Theorie der Rechtfertigung des kriminellen oder sexuellen Verbrechens von de Sade begründet wurde, soll an nächster Stelle erläutert werden.

Um den Status des Bösen bei de Sade näher beschreiben zu können, spielen de Sades grundlegende Ansichten hinsichtlich verbrecherischer Handlungen eine immanente Rolle. Noirceuil erwidert auf Juliettes Frage, was ein Verbrechen ist:

„Man nennt Verbrechen jede bewußte oder unbewußte Übertretung desjenigen, was die Menschen Gesetze nennen, woraus du ersiehst, daß wir es mit einem gänzlich bedeutungslosen Wort zu tun haben, denn die Gesetze stehen in Beziehung mit den Sitten und dem Klima.“8

De Sade sah das Verbrechen als etwas Natürliches an, das umso stärker im Menschen aufloderte, je mehr es durch das bürgerlich-konventionelle Leben als nicht tugendhaft und unsittlich betrachtet wurde; damit machte er sich, in Ahnlehnung an die spätere Theorie Freuds, zur Aufgabe, bisher versteckte Triebe im Menschen aufzudecken. So beschreibt er das Verbrechen als die „Seele der Geilheit“, denn „was wäre ein Genuß, den nicht Verbrechen begleitet? Nicht das Objekt unserer Ausschweifung erregt uns, sondern die Vorstellung des Bösen.“9Dass de Sade zwischen der Beschreibung des Bösen und der tatsächlichen Nachahmung seiner Phantasien, die er zu Papier brachte, stark differenzierte, beweist, dass es ihm um mehr ging, als um die bloße Auflistung von sexuellen Handlungsvarianten. Im Jahre 1781 schreibt er seiner Frau Renée Pélagie de Montreuil: „Ja, ich gestehe, ich bin ein Wüstling; alles was man sich auf diesem Gebiet vorstellen kann, habe ich mir vorgestellt, aber ich habe durchaus nicht alles getan, was ich mir vorgestellt habe, und werde es auch nie tun. Ich bin ein Wüstling, aber ich bin kein Verbrecher oder Mörder.“10

Laut de Sade ist das Böse etwas von der Natur gewolltes und durch ihr Dasein und negatives wie positives Agieren von ihr selbst proklamiertes. Sich dem Bösen hinzugeben sei somit nur eine natürliche Folge der Abwendung von gesellschaftlichen Konventionen und Gesetzen hin zum Natürlichen - zur Natur, die, im Gegensatz zur rousseauschen Auffassung, in der der Mensch von Natur aus gut ist11, ein Spiegel der Bösartigkeit des Menschen selbst darstellt. Damit erhält das Böse durch de Sade eine neue Dimension. Dementsprechend heißt es in „La nouvelle Justine“12: „Wir gehorchen ihr [der Natur] also, indem wir uns dem Bösen hingeben.“ Das Böse ist quasi Gesetz der Natur selbst und somit nicht unbedingt böse, sondern bildet nur den anderen Part zum Guten, wobei beide Gegensätze nur Teile eines untrennbaren Ganzen darstellen. Das Böse erfährt mit dieser Theorie Legitimation, da das Böse als die Essenz von allem13 existiert und deshalb durch seine Natürlichkeit nicht verwerflich sein kann.

Indem der Mensch, genauer gesagt die herrschenden Mächte, über Gut und Böse und deren Gewichtung entscheiden, obwohl dieses ihnen nicht zustünde, sondern in der Natur bestimmt liegt, begehen sie die wahren Verbrechen, so dass de Sade mit der Darstellung von an die Grenze des menschlichen Verstandes reichenden Folterorgien das herrschende Wertesystem verhöhnt und somit an den Pranger stellt. Was er beschreibt, mag zwar als böse und verbrecherisch gelten, ist aber nicht weniger erbarmungslos, als das, was die Natur leistet, die er in „Justine“ die gleichnamige Heldin, trotz ihres beständigen Glaubens an die Tugend, von einem Blitz erschlagen lässt. Aus der Perspektive de Sades wird so die ganze Begrifflichkeit des Bösen in Frage gestellt. Was er mit dieser Theorie des Bösen proklamiert, ist eine normfreie Welt, in der Menschen- wie auch Naturgewalten ihrer Natur gemäß frei agieren können; eine Welt, in der der Stärkere über den Schwächeren herrscht (ähnlich der Auffassung Hobbes, der den Menschen als des Menschen Wolf beschreibt) und den Trieben frei von einer vernuftbetonten Moral nachgegangen werden kann. Frau Beauvoir bemerkt zu dem Status des Menschen in der Natur: „Der Mensch, der Sades Einstellung vollkommen vertritt, lässt seiner Natur freien Lauf, wobei er genau weiß, daß dieses seine Natur Böse ist.“14

Mit dieser philosophischen Verteidigung des Bösen als Verbotsüberschreitung stößt de Sade ohne Zweifel in der epochalen Zeit der Aufklärung, die die Vernunft in den höchsten Tönen lobt, auf Missmut und Gegenwehr: „Das verdorbenste Herz, der niedrigste Charakter, die seltsamste und obszönste Phantasie können nichts erfinden, was die Vernunft, das Schamgefühl, die Menschheit derart beleidigt.“15

Doch de Sades Theorie vom gerechtfertigten Laster erscheint sich widersprechend. Im Verbrechen und somit im Bösen liegt für ihn das größte Lustpotential, doch Verbrechen, die er als natürlich entschuldigt, können nicht mehr verbrecherisch und lasterhaft sein. Es bleibt also die Frage offen, was mit der Faszination des Bösen in einer Gesellschaft, jenseits aller Normen existierend, dann geschieht. Überhaupt scheint de Sade in keinem Wort zu erwähnen, dass eine Welt, die mit allen Normen bricht, durch natürliche Strukturierung so oder so zu neuen Normen finden würde.

Beauvoir vermutet hinsichtlich dieser Diskrepanz der Sade’schen Theorie, dass mit der Abschaffung der Verbote und dem Schwinden der damit einhergehenden „Geilheit“, die die Verbrechen bedingen, das verbrecherische ungezügelte Handeln ausgelöscht wird.16De Sade selbst sah seine Neigungen hin zum Bösen mitunter in der Wut auf das herrschende System begründet. So schrieb er in einem Brief an seine Frau 1783: (…) dieser Fanatismus ist das Ergebnis der Verfolgungen durch meine Tyrannen“17, so dass die von ihm als ideale Gesellschaft proklamierte, die die Eigenarten eines jeden Menschen respektiert, die Lösung für sein Außenseiterdasein bietet, indem er sich bei Nutzlosigkeit eines Verbrechens, ohne Probleme in die Gesellschaft einfügen könnte, die ihn zu seiner Zeit eher als Monster als einen gleichwertigen Menschen, der seinen natürlichen Trieben und Gelüsten nachgeht, betrachtete. In seinem Roman „Aline et Valcour ou le roman philosophique“ (1739) beschreibt de Sade solch einen Gesellschaftsstaat, genannt Tamoé, in welchem es keine Verbrechen mehr gibt, weil dort keine Handlung als Verbrechen definiert wird.

Festzuhalten bleibt, dass de Sade mit einer ungeheuerlichen Kraft an diesen seinen Vorstellungen festhielt. So schreibt er im gleichen Jahr in einem anderen Brief an Renée Pélagie de Montreuil: „(...) tötet mich oder nehmt mich, wie ich bin, denn der Teufel soll mich holen, wenn ich mich jemals ändere.“18Diese Standhaftigkeit beweist seine enorme Überzeugung von seiner Sicht auf die Gesellschaft. Mit Sicherheit ist diese Radikalität unter anderem darin begründet, dass er fast die Hälfte seines Lebens aufgrund seiner zügellosen Neigungen19in dunklen engen Kerkern, Irrenanstalten sowie Armenhäusern verbringen musste und nicht nur einmal zum Tode verurteilt wurde. Der Schlüssel zu seiner Philosophie einer Gesellschaft repressionsfreier Sexualität liegt demzufolge in seinen Gefängnisjahren, in denen man sogar versuchte mittels einer Zwangsjacke Sades Sexualität zu töten.20

Marquis de Sade und die Tugend

In dieser bereits aufgezeigten Dimension des Bösen bei de Sade gibt es notwendigerweise keinen Platz für eine menschliche Eigenschaft wie der der Tugend. Wie sehr de Sade die Tugendhaftigkeit ablehnte, wird mit Sicherheit am deutlichsten zu verstehen sein, wenn man sein Werk „Justine“ zu dieser Betrachtung heranzieht. In diesem Roman lässt de Sade ein an Tugendhaftigkeit und Gottgläubigkeit nicht mangelndes Mädchen immer wieder auf ihrem Irrweg des Lebens ungeheuerliche Verbrechen widerfahren. Diese Verbrechen treibt de Sade auf die Spitze, indem Justine kein einziges Mal auch nur für eine gute Tat belohnt wird und selbst diejenigen, denen sie hilft, sich des Verbrechens an ihr schuldig machen bis sie von einem Blitzschlag endgültig dahingerafft wird.

Im Folgenden soll erläutert werden, was für eine Perspektive de Sade genau auf die Begriffe der Tugend und Freiheit hatte und wie er den Begriff der Tugend zu widerlegen versuchte.

Tugend

„Alle unsere Hoffnungen sind weder gut noch schlecht, und wenn sie der Mensch so bezeichnet, so geschieht es nur wegen der Gesetze oder wegen der Regierung, unter der er lebt. Aber in Beziehung auf die Natur sind alle unsere Handlungen untereinander vollkommen gleich.“21Diese Aussage de Sades in seiner „Juliette“ ist der Grundbaustein für seine Theorie von der Nutzlosigkeit der Tugend und Religion. Die Tugend verliert ihre Bedeutung, indem sie ein Produkt von Sitte, Norm und Erziehung ist; ein Begriff, der das von der Regierung in Grenzen gesetzte Leben beschreibt und nicht als solches in seiner Bedeutung existent ist.

Die Moralvorstellungen der Gesellschaft empfindet de Sade als künstlich; von ihr solle man sich abwenden und dem Beispiel der Natur folgen, auch wenn sie erbarmungslos ist, denn „niemals kann sich die individuelle Freiheit in einer Ordnung wieder erkennen, von der sie unterdrückt wird.“22Deshalb kann die Tugend auch stets nur ein eingebildetes Glück verschaffen. „Das Glück - so die zentrale Botschaft - liege nicht in der Ausübung der Tugenden, sondern vielmehr in der Hingabe an Laster, Verbrechen und Gewalt.“23

Den Beweis führt de Sade in nahezu allen seinen Schriften an: Der zügellose Verbrecher wird niemals bestraft, ganz im Gegenteil - stets triumphiert er und wird reich belohnt, denn „nur durch Missetaten erhält sich die Natur und erobert sich ihr Recht zurück, die die Tugend ihr genommen hat.“24De Sade spricht somit der Natur einen Gleichgewichtssinn zu. Die Tugendhaftigkeit zerstört diese natürliche Ordnung und fordert und fördert somit umso mehr das Böse.

In einer Welt, in der das Laster der Tugend vorgezogen wird, stellt sich die Frage nach einer Religion allein dahingehend, ob ein Gott existiert, der im Kern dem Bösen verschrieben ist, oder aber ob es eine gottlose Welt ist, in der die Tugend keinen Wert besitzt. Doch einen gütigen liebenden Gott, so de Sade, gibt es nicht, der Tugendhaftigkeit und Glaube am Tag des jüngsten Gerichts belohnt: „Es gibt einen Gott, es ist unerläßlich, daß irgendjemand das, was ich erblicke, erschaffen hat, doch hat er es nur dem Bösen zuliebe erschaffen, fühlt sich nur im Bösen wohl; das Böse ist sein Wesen“.25Und doch umfasst die Natur nach de Sade, in ihrer Gleichgültigkeit über moralische Wertungen, sowohl das Gute und Böse, die Schöpfung und Vernichtung, Leben und Tod.

Damit „entlarvt [de Sade] die gesamte Theodizee-Philosophie, jegliche Tugendlehre und die Ideen von Liebe, Gehorsam und Sittsamkeit sowie alle anerkannten Formen staatlicher Gewalt als böse Tricks einiger Wüstlinge, mit denen sie die Menschheit beherrschen.“26So mag de Sade zwar in den ersten der insgesamt drei verschiedenen Versionen27der fiktiven Lebensgeschichte der Schwestern Justine und Juliette schreiben, dass wahres Glück nur in der Tugend zu finden sei28, doch spielt er hier mit dem Stilmittel der Ironie, denn die Tugend lässt er eindeutig scheitern; er will nicht zur Tugend bekehren, sondern sie als nutzlos und gefährlich demaskieren.

In einem Brief an Mademoiselle de Rousset schreibt er im Jahre 1782: „Du willst, daß die ganze Welt tugendhaft sei, und begreifst nicht, daß in dem Augenblick, wo es nur Tugend auf Erden gäbe, alles vergehen müsste“. Das Laster ist somit für das Bestehen der Welt notwendig und „dem Menschen am zuträglichsten“.29

Menschliche Freiheit

Mit der Unterwerfung des Menschen unter die Gebote der Tugend, die von der Gesellschaft erlassen worden sind, verzichtet der Mensch nach Sade’scher Auffassung auf seine Individualität und Freiheit. Doch das Böse ist dem Guten überlegen, allein dadurch, da es den Gesetzten der Natur am nächsten kommt, und somit gibt es „nur eine Art und Weise, sich dem Bösen gegenüber zu behaupten; man muß es annehmen“30, um den menschlichen Freiheitswillen zu stillen. Da nun die Interessen der einzelnen Menschen denen der Gesellschaft fast immer entgegengesetzt sind, kann es so etwas wie einenvolontégénerale nicht geben.

Doch de Sade gesteht dem Menschen, sollte er sich von künstlichen Konventionen befreien können, keine uneingeschränkte Freiheit zu, sondern versteht sie eher als Illusion, wo doch die Natur für die menschlichen Triebkräfte die bestimmende Kraft ist. Denn „stets hat sie für sich selbst gearbeitet, und wir sind, ohne uns dessen zu versehen, zu hinfälligen Handlangern ihrer leichtlebigen Launen geworden.“31

Das Freisein gegenüber der Gesellschaft mag folglich möglich sein, nicht aber die Freiheit gegenüber der Natur. Im gleichen Sinn kann auch nur das Verbrechen ein Verbrechen gegenüber der herrschenden Staatsmacht sein, gegenüber der Natur ist es nur Illusion. „Das Verbrechen ist also reiner Schein; in Wirklichkeit gibt es gar keine Verbrechen, keine Möglichkeit, wider die Natur zu freveln, die (…) allzu sehr über uns erhaben ist, als daß sie von uns irgendetwas zu befürchten hätte.“32

Wie eine solche libertine Gesellschaft, in der er Starke Gewalt über den Schwächeren besitzt und damit größere Freiheit genießt, beschreibt de Sade in „Die Philosophie im Boudoir“. „Sie [die Gesellschaft] funktioniert wie ein Superbordell“, in der Mann über Frau und Reich über Arm herrscht. Diese Gesellschaft repräsentiert eine Ansammlung von Individuen in völliger Losgebundenheit, „die ständig notzüchtigen oder genotzüchtigt werden.“ De Sades Gesellschaftsprinzip funktioniert demnach gemäß eines anarchischen Zusammenlebens triebgesteuerter Menschen, die in völliger Willkür morden, aber auch lieben können. So appelliert er an seine Leser: „O meine Freunde, gehorchen wir diesen Grundsätzen, deren Verwirklichung für uns die Quellen allen menschlichen Glückes sind.“33

Schlussbetrachtung

In einer Zeit, in der Prostitution institutionalisiert worden ist und die großen Dramen menschlicher Geschichte wie Hiroshima, Auschwitz und ähnliches mehr hinter uns liegen, fällt es schwer, de Sades Philosophie nicht als konstitutiv für die gegenwärtig herrschende Gesellschaftsstruktur zu betrachten. Doch was de Sade schrieb, liest man ungern, ebenso wie der gemeine Bürger nicht jeden Tag vor Augen geführt bekommen möchte, was für Phantasien hinter seinen Triebstrukturen lauern und was in seinem Gesellschaftsbund nicht funktioniert. Das Böse durch vornehmliches Schweigen oder Entsetzen darüber auszurotten, wird wohl der ewige gesellschaftliche Fehlversuch bleiben, denn auch die Moderne entzieht sich dem Bösen, indem sie banalisiert, verschweigt, umschreibt oder leugnet. De Sade entzog sich diesem Phänomen und allein deshalb verdient er es von den Flammen verschont zu bleiben. Ob man ihn nun lesen sollte, bleibt jedem selbst überlassen. Doch will man sich mit dem Bösen befassen, kommt man nicht umhin, Sade zu lesen, denn „man muß immer auf Sade, d. h. auf den natürlichen Menschen zurückgreifen, um das Böse zu erklären.“34

De Sade zeichnete in seinem Werk inszenierte Horrorwelten, die nicht mehr ganz so utopisch scheinen, vergleicht man sie mit Szenarien tatsächlich Geschehenem. De Sade bemerkte schon zu seiner Zeit gesellschaftskritisch: „Ich erhebe meinen Blick ins Weltenrund und sehe, wie überall das Böse, die Verwüstung und das Verbrechen ihre Gewaltherrschaft ausüben, ich lasse meine Augen hinab zum interessantesten Geschöpf dieser Welt schweifen. Ich sehe, wie auch es gleichfalls von Lastern, Widersprüchen und Schändlichkeiten strotzt.“35

Dass de Sade seine Philosophie mit dem Medium monotoner pornographischer Darstellungen verband, mag ihm verziehen sein, wenn er es dadurch verstand, umso mehr Augen auf sich gerichtet zu haben. Ohnehin findet man Darstellungen sexueller Handlungen in allen Epochen der Menschheitsgeschichte, weshalb das Entsetzen nur wieder auf ein Verhüllen der dunklen Seite der menschlichen Natur zurückgeführt werden kann und weniger als berechtigt erscheint.

Doch womit de Sade die größte polarisierende Wirkung erreichte, ist seine apologetische Aussage, dass das Böse nichts Verwerfliches darstellt und zu unserer Natur gehört und nichts von uns Abgegrenztes, keine Ausnahmeerscheinung, sondern die Regel ist. So mag de Sade sein Ziel in Stunden trüben Lichts, das durch seine Gitterfenster fiel, tatsächlich, selbst noch 300 Jahre später, verwirklicht zu haben: „Ich werde euch bedeutungsvolle Wahrheiten vorlegen; man wird sie hören, wird darüber nachdenken. Wenn auch nicht alle gefallen werden, so werden doch zumindest einige übrig bleiben; ich werde etwas zur Förderung der Erleuchtung beigetragen haben und werde dessen zufrieden sein.36

Literaturverzeichnis

Primärliteratur

Sade, D. A. F.: Justine und Juliette I. St. Zweifel und M. Pfister (Hrsg.). München 1990.

Sade, D. A. F.: Justine und Juliette V. St. Zweifel und M. Pfister (Hrsg.). München 1994.

Sade, D. A. F.: Justine und Juliette VI. St. Zweifel und M. Pfister (Hrsg.). München 1995.

Sade, Marquis de: Juliette. New York 1968.

Sade, Marquis de: Die hundertzwanzig Tage von Sodom oder Die Schule der Ausschweifungen. Werke 1. Köln 1995.

Sade, Marquis de: Gesammelte Werke. Flensburg 1999.

Sade, Marquis de: Briefe. Gilbert Lely (Hrsg.). Düsseldorf 1962.

Sekundärliteratur

Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983. Friedrich, Sabine: Die Imagination des Bösen. Tübingen 1998. Gear, Normen: Dämon Marquis de Sade. München 1964. Jean, Raymond: Ein Portrait des Marquis de Sade. München 1990. Lenning, Walter: de Sade. Hamburg 1965.

Lutz, Bernd (Hrsg.): Metzler Philosophen Lexikon. Stuttgart 2003. Neiman, Susan: Das Böse denken. Frankfurt am Main 2004.

Rousseau, Jean-Jacques: Preisschriften und Erziehungsplan. Bad Heilbrunn 1993.

Weiske, Johannes: Allgemeines dt. Conversations-Lexicon für die Gebildeten eines jeden Standes. Bd. 6. Leipzig 1837.

Microsoft® Encarta® 2007 [DVD]. Ein elektronisches Nachschlagewerk.

Andrea Franz (2006): Der Glücksbegriff im Sadeschen Werk

„Ich bin herrschsüchtig, jähzornig, heißblütig,

extrem in allem,

von einer beispiellosen Zügellosigkeit der Phantasie und der Lebensführung,

Atheist bis zum Fanatismus, mit einem Wort,

so bin ich,

und noch einmal, tötet mich oder nehmt mich, wie ich bin, denn ändern werdet ihr mich nicht.“

Der göttliche Dämon Marquis de Sade

Was der Leser erwarten darf

Marquis de Sades´ literarisches Werk wird im Folgenden nicht auf „Analverkehr“ reduziert. Vielmehr soll das Interesse des Lesers an der Welt des Marquis und seinen Schriften geweckt werden - eine Welt der Omnipotenzphantasie und Libertinage, die durch präzise historische Kenntnisse vergangener und gegenwärtiger Zeiten, philosophiegeschichtliche Abhandlungen und gesellschaftliche Denkansätze überrascht, eben weil man dieses breit gefächerte Wissen im Sadeschen Werk nicht vermutet. Er bietet doch weitaus mehr, als dass man ihn auf niedrige Beweggründe kürzen könne: Neben zahlreich sich wiederholenden Orgien lassen sich hingebungsvolle Oden auf die Philosophie, Freiheit, Libertinage oder gar das Glück finden.

Der Leser wird enttäuscht sein, wenn er erwartet, dass ich ihm mitteilen werde, ob de Sade unter den Schlagwörtern „göttlich“ oder „dämonisch“ einzuordnen ist. Das wird ihm selbst überlassen. Was ich anbieten möchte, ist ein Einblick in seine Biografie mit folgender Abhandlung über die Verbreitung und Zensuren seiner Werke. Die Darstellung der bisher erschienen Werke derer, die sich anmaßen, über den Marquis zu publizieren, wird angereiht. Weiter darf man eine Ausführung des Glücksbegriffes im Sadeschen Werk erwarten. Hierfür dient der Doppelroman „La Novelle Justine ou les malheurs de la vertu, suivie de l´histoire de Juliette, sa Seoeur“ in zehnbändiger Jubiläumsausgabe als Exempel. Die Kernaussage des Sadeschen Werkes über Glück ist: Die Tugend ist glücklos und das Laster macht glücklich: „Der Nachgeschmack der Tugend ist viel bitterer als derjenige des Verbrechens.“37Mittels verschiedener Textauszüge wird der Glücksbegriff hergeleitet und später auf das Wesentliche zusammengefasst. An dieser Stelle wird die Frage „Ist Juliette ein Libertin?“ erörtert. Im Anschluss folgt die Auseinandersetzung mit verschiedenen Vorwürfen, derer sich der Marquis nicht mehr erwehren konnte. Abschließend wird der Begriff „Sadismus“ auf das Sadesche Werk hin geprüft. Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, dem Leser zu vermitteln, dass de Sade weder ein „homo universale“ noch ein billiger Pornograph war, sondern ein Kind seiner Zeit. Dabei spielt das Verständnis von Glück durchaus eine Rolle: Die Zeit der Aufklärung stellte viele Forderungen. Neue Grundsätze und Gedankengebäude trafen auf alte Traditionen. De Sade kämpfte gegen die verklärten Tugenden seiner Zeit an, indem er eine extreme Rationalität und Libertinage offen legte. Für diese Extreme stehen jeweils Justine und Juliette.

DE Sade - ein Kind seiner Zeit

Bevor wir gemeinsam in die Welt unendlicher Libertinage (Glücks) eindringen, soll an dieser Stelle ein kurzer Einblick in die Eckpfeiler des Lebens des Marquis gegeben werden. Auf eine umfassende Nachzeichnung seiner Biografie wird verzichtet, unter anderem weil sich die Forschung oftmals uneins ist. Zudem käme es zu einer ermüdenden und völlig überflüssigen Aneinanderreihung von Daten. Schließlich hat es weder Sinn noch Zweck, den Leser anzuöden.

„liberté, égalité, fraternité“ vs. „Rechtlosigkeit, notorische Verschwendungssucht, Sittenverfall“ (Forderung vs. Tatsache)

Das Frankreich des 18. Jahrhunderts präsentierte sich der Welt voller Zwiespalt. In dieser erblickte Donatien Alphonse François de Sade am 2. Juni 1740 als zweites Kind des Grafen Jean Baptiste Joseph François und seiner Frau Maria Elèonore in Paris das Licht der Welt. Im vorrevolutionären Frankreich aufgewachsen, genoss er sowohl eine umfassende humanistische als auch militärische Ausbildung. Schon als junger Mann nahm er im Januar 1757 am siebenjährigen Krieg in Deutschland teil. Es ist wohl hinlänglich bekannt, dass er den Großteil seines Lebens in verschiedenen Haft- und Nervenanstalten (27 Jahre in 11 Anstalten) verbrachte. Das lag einerseits an seinen Ausschweifungen und andererseits anlässlich seiner anstößigen und antiklerikalen Schriften. Dennoch folgte den mehrfach ausgesprochenen Todesurteilen nicht die Guillotine. Er starb am 2. Dezember 1814 im hohen Alter von 74 Jahren um 10:00 Uhr in der Nervenheilanstalt Charenton (heute zu Saint-Maurice, Department Val-de-Marne) bei Paris - im selben Jahr noch musste Napoleon abdanken. Jener, der den Marquis unverheiratet und kinderlos wägt, irrt. Aus der Ehe mit Renée-Pléagie de Montreuil, die am 17. Mai 1763 geschlossen wurde, gingen zwei Söhne, Louis-Marie (*27.08.1767) und Donatien-Claude-Armand (*27.06.1769), sowie eine Tochter, Madeleine-Laure (*17.04.1771), hervor.

De Sade durchlebte drei verschiedene Epochen: das Ancien Règime, die Französische Revolution (1789-1799) und die Napoleonische Ära (1799-1815). Diese Trias beschreibt - historisch gesehen - die Gesellschaft des Umschwungs, deren Einfluss auf de Sade unbezweifelbar wirkte. Den überwiegenden Teil seiner Werke erdachte er in der Abgeschiedenheit seiner Kerker - wie beispielsweise „Dialogue entre un prêtre et un moribond“ 1782, „Les Cent-vingt Journées de Sodom ou l´Ecole du libertinage“ 1785, „Justine ou les malheurs de la vertu“ 1791, „Aline et Valcour“ 1793, „La Philosophie dans le Boudoir“ 1795 und schließlich der Doppelroman „La Novelle Justine ou les malheurs de la vertu, suivie de l´histoire de Juliette, sa Seoeur“ 1797. „Man kann sagen, dass seine Werke im Gefängnis concipiert, in der Revolution ausgeführt und nach den äußeren Eindrücken derselben verändert wurden.“38Das Schriftgut de Sades´ wurde und wird über die Zeiten hinweg gehasst, verdammt und vergöttert.

„Ja, durch die Polizei werden sie am meisten verbreitet.“

Schon zu Lebzeiten stritt der Marquis die Autorenschaft verschiedener Werke ab, was daran liegt, dass er wiederholt angeklagt wurde und seine Worte im Gefängnis abbüßen musste. Bis zuletzt beharrte Napoleon auf das Verbot der Sadeschen Schriften, so verbot er beispielsweise bereits 1801 „La Philosophie dans le Boudoir“. Nicht genug, dass die französische Gesellschaft des 18. Jahrhunderts vehement den selbsternannten Libertin verfolgte, so wurde er in verschiedenen europäischen Staaten posthum bis in die jüngste Zeit durch Übersetzungsverbote und Zensur gedemütigt. Der Zensur, aber vor allem der negativen „Publicity“, ist die immerwährende Neugier am Sadeschen Werk zu verdanken. Zu Beginn der 50er Jahre wurde für eine Edition de Sades´ eine horrende Geldstrafe verhängt, 1964 wurde in Österreich gegen die Herausgeber der „La Philosophie dans le Boudoir“ ein Ermittlungsverfahren geführt, mit dem Resultat, dass das Werk nur beschränkt verbreitet werden darf. In den 80er Jahren verklagte das Athener Gericht die Übersetzer und Herausgeber der „La Philosophie dans le Boudoir“ zu einer Geldstrafe.39Das zeigt deutlich, dass de Sade noch heute stigmatisiert wird, lange nachdem die Aufklärung als abgeschlossen gilt. Es zwingt sich unweigerlich die Frage auf, ob das gegenwärtige Europa noch immer nicht aufgeklärt genug ist, um de Sades´ Schriften schlichtweg ruhen zu lassen. „Habe Mut dich deines Verstandes zu bedienen!“40- dieser ausschlaggebende Satz der Aufklärung von Immanuel Kant wird durch die wiederholten Zensuren des Sadeschen Werkes in der Gegenwart relativiert. Das heißt, die Jurisprudenz versucht mit ihren Verboten dem Menschen de facto den Verstand in Abrede zu stellen, mit dem literarischen Werk des Marquis de Sade umgehen zu können. Bis ins 20. Jahrhundert hat de Sade noch keinen vernünftigen Zugang in die höhere schulische oder gar universitäre Ausbildung gefunden - geschweige denn in die Gesellschaft. Zu selten wird die Person des Marquis selbst oder gar seine Literatur rational thematisiert. Wo doch durch die ewigliche Stigmatisierung Erklärungsbedarf zu herrschen scheint!

Allerdings muss entschieden gesagt werden, dass der Zugang zu de Sade trotz der Zensurversuche stets gewährleistet war und ist.

[...]


1 Vgl. Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983.

2 Eigentlich Donatien Alphonse François de Sade.

3 Weiske, Johannes: Allgemeines deutsches Conversations-Lexicon für die Gebildeten eines jeden Standes. Bd. 6. Leipzig 1837. S. 204.

4 Vgl. Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983. S. 9.

5 Sade, Marquis de: Die hundertzwanzig Tage von Sodom oder Die Schule der Ausschweifungen. Werke 1. Köln 1995. S.

73.

6 Erschienen 1791 und 1797. Vollständig überarbeitet erschienen im selben Jahr beide Romane vereint in einer zehnbändigen Ausgabe: „Die neue Justine“ und „Die Geschichte von Juliette“.

7 Sade, Marquis de: Die hundertzwanzig Tage von Sodom, in: Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983. S. 32.

8 Sade, Marquis de: Gesammelte Werke. Flensburg 1999. S. 209.

9 Sade, Marquis de, in: Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983. S. 36.

10 Sade, Marquis de: Briefe. Gilbert Lely (Hrsg.). Düsseldorf 1962. S. 62f.

11 Rousseau, Jean-Jacques: Preisschriften und Erziehungsplan. Bad Heilbrunn 1993. S. 118.

12 Köster, Thomas. „Sade, Donatien Alphonse François, Marquis de." Microsoft® Encarta® 2007. Zur besseren Übersicht ist eine kurze Gliederung der Entstehungsvarianten mit ihren Originaltiteln angebracht: I. Les Infortunes de la vertu (1987), II. Justine, ou les Malheurs de la vertu (1791), III. La nouvelle Justine, ou les Malheurs de la vertu, suive de l’Histoire de

Juliette, ou les Prospérités du vice (1797).

13 Vgl. Sade, Marquis de: Juliette. New York 1968. S. 399.

14 Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983. S. 137.

15 Gear, Normen: Dämon Marquis de Sade. München 1964. S. 7.

16 Vgl. Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983. S. 59.

17 Sade, Marquis de: Briefe. Gilbert Lely (Hrsg.). Düsseldorf 1962. S. 107.

18 Ebd., S. 116.

19 Unter anderem ging es dabei um Verurteilungen wegen mehrerer Sexualdelikte de Sades mit Prostituierten.

20 Vgl. Lutz, Bernd (Hrsg.): Metzler Philosophen Lexikon. Stuttgart 2003. S. 625.

21 Sade, Marquis de: Gesammelte Werke. Flensburg 1999. S. 209.

22 Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983. S. 58.

23 Friedrich, Sabine: Die Imagination des Bösen. Tübingen 1998. S. 105.

24 Köster, Thomas. „Sade, Donatien Alphonse François, Marquis de." Microsoft® Encarta® 2007.

25 Sade, D. A. F.: Justine und Juliette VI. St. Zweifel und M. Pfister (Hrsg.). München 1995. S. 221.

26 Lutz, Bernd (Hrsg.): Metzler Philosophen Lexikon. Stuttgart 2003. S. 625.

27 Vgl. Friedrich, Sabine: Die Imagination des Bösen. Tübingen 1998. S. 110.

28 Vgl. Gear, Normen: Dämon Marquis de Sade. München 1964. S. 203.

29 Vgl. Sade, Marquis de: Briefe. Gilbert Lely (Hrsg.). Düsseldorf 1962. S. 80.

30 Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983. S. 61.

31 Sade, D. A. F.: Justine und Juliette I. St. Zweifel und M. Pfister (Hrsg.). München 1990. S. 187f.

32Sade, D. A. F.: Justine und Juliette V. St. Zweifel und M. Pfister (Hrsg.). München 1994. S. 225.

33 Sade, Marquis de: Juliette, in: Lenning, Walter: de Sade. Hamburg 1965. S. 121.

34 Baudelaire, Charles: Journaux intimes, in: Lenning, Walter: de Sade. Hamburg 1965. S. 135.

35 Sade, D. A. F.: Justine und Juliette VI. St. Zweifel und M. Pfister (Hrsg.). München 1995. S. 222.

36 Sade, Marquis de: Philosophie im Boudoir, in: Beauvoir, Simone de: Soll man de Sade verbrennen? Hamburg 1983. S. 42.

37Marquis de Sade: Justine und Juliette, Band VII, S. 32.

38Bloch, Iwan: Sade und seine Zeit, S. 331.

39Marquis de Sade: Der Henker und sein Opfer, S. 12f.

40Kant, Immanuel: Was ist Aufklärung? Aufsatz zur Geschichte und Philosophie, Zehbe, J. (Hg.), Göttingen, 4 Aufl., 1994.

Details

Seiten
121
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656583837
ISBN (Buch)
9783956871184
Dateigröße
941 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v268334
Note
Schlagworte
marquis sade philosoph sadist

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Titel: Marquis de Sade: Philosoph oder Sadist?