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Der berufspädagogische Ansatz nach Eduard Spranger

von Ina Frank (Autor)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 36 Seiten

Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1.Die Biografie Eduard Sprangers im Kontext der Zeitgeschichte
1.1 Sprangers Kindheit
1.2 Sprangers Studium und erste Lehrtätigkeit
1.3 Sprangers Zeit als Hochschulprofessor in der Weimarer Republik
1.4 Spranger Leben im Dritten Reich
1.5 Spranger Leben nach dem Zweiten Weltkrieg

2. Theoretische Grundlagen zu Eduard Spranger
2.1Vorbilder Eduard Sprangers
2.2 Wichtige Begriffe der theoretischen Grundlagen Sprangers
2.2.1 Bildung nach Eduard Spranger
2.2.2 Ziel der Bildung und Bildungsideal
2.2.3 Wahrheit nach Eduard Spranger
2.2.4 Prinzip der Bildung

3. Die drei bedeutendsten Werke Eduard Sprangers
3.1 „Der gegenwärtige Stand der Geisteswissenschaft und der Schule“ (1921)
3.2 „Lebensformen“ (1921)
3.3 „Psychologie des Jugendalters“ (1924)

4.Spranger und die Volksschule
4.1 Die Phase 1910 bis 1920
4.1.1 Das Arbeitsprinzip
4.1.2 Die Gemeinschaftserziehung
4.2 Die Phase 1920 bis 1945
4.2.1 Das heimatkundliche Prinzip
4.2.2 Die Einheitsschule
4.3 Die Phase von 1945 bis 1963

5.Sprangers Bildungsansatz heute
5.1 Sprangers Ansätze im Vorwort des Hauptschullehrplans (2004)
5.2 Sprangers Ansätze im Teil „Der Auftrag der Hauptschule Heute“
5.3 Sprangers Ansatz im Arbeit Wirtschaft Technik Unterricht

6.Kritik am Werk Sprangers
6.1 Walter Eisermann
6.2 Volker Gerhardt
6.3 Iring Fetscher
6.4 Heinz-Elmar Tenorth

Nachwort

Grafiken

Literaturverzeichnis

Vorwort

Eduard Spranger bestimmte Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts die päd- agogische Diskussion entscheidend mit. Seine Forschungen umfassen nicht nur das Gebiet der Pädagogik, sondern auch in den Bereichen der Psychologie und Philosophie machte er sich durch verschiedenste Veröffentlichungen einen Namen. Das Ende des 19. Jahrhunderts war geprägt von einer Periode der Großen Depression, welche der entscheidenden Wende zum Wirtschafts- wachstum zugrunde liegt. Durch die immer weiter zunehmende Industrialisie- rung kam ganz besonders das Handwerk in massive ökonomisch-existentielle Bedrängnis. Heranwachsende wurden immer mehr zu reinen Werksarbeitern erzogen, die hauptsächlich nur für die Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit aus- gebildet wurden. Die weit umfassende Ausbildung bei den „Handwerkerfamili- en“ konnte nicht mehr gewährleistet werden. Eduard Spranger war ein äußerst engagierter und intelligenter Mann. Spranger wechselte von der Realschule auf die Universität und war bereits als 30-Jähriger Inhaber eines eigenen Lehrstuhls. Im Laufe seiner Karriere erhielt er sieben Ehrendoktorwürden sowie das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Bis zu seinem Tod blieb Spranger geistig und literarisch ständig aktiv und schrieb weiterhin zahl- reiche Bücher. Doch, welche Erziehungsstile hat Spranger entworfen, wie ver- stand er den erzieherischen Auftrag und welche Rolle übernimmt dabei der Er- zieher? Diese Arbeit soll einen Überblick über Sprangers pädagogische Grund- gedanken, seine Vorstellung von der Rolle des Erziehers und seine idealtypi- schen Erziehungsstile geben.

1. Biografie Eduard Sprangers im Kontext der Zeitgeschichte

1.1 Sprangers Kindheit

Eduard Spranger wurde im Jahr 1882 als Franz Ernst Eduard Schönebeck in Berlin geboren. Sein Vater betrieb einen Spielwarenladen, in dem auch seine Mutter arbeitete. Bald nach der Geburt des Kindes heirateten seine Eltern und Eduard Schönebeck übernahm den Familiennamen seines Vaters Spranger. Er wuchs in einem sehr traditionellen Umfeld als Einzelkind auf. Sein Vater legte großen Wert auf die Preußischen Tugenden und achtete darauf, dass sein Sohn diese Werte verinnerlichte . Im Jahr 1888 besuchte Eduard Spranger das Dorotheenstädtische Realgymnasium in Berlin. Es zeigte sich rasch, dass er eine schnelle Auffassungsgabe besaß und dank seines wachen Verstandes die Schule problemlos meistern würde. Im Jahr 1894 erfolgte der Wechsel auf das renommierte Gymnasium „Zum Grauen Kloster“ in Berlin, welches er im Jahr 1900 mit sehr gutem Abitur verließ. (siehe Abb. 1 im Punkt Grafiken)

1.2 Sprangers Studium und erste Lehrtätigkeit

Im selben Jahr begann Spranger ein Studium an der Friedrich-Wilhelms-Uni- versität Berlin mit dem Hauptfach Philosophie und den Nebenfächern Psycho- logie, Pädagogik, Geschichte, Nationalökonomie, Jura, Theologie, Germanistik und Musiktheorie. Spranger war sehr ehrgeizig und absolvierte sämtliche Prü- fungen mühelos, so dass er einen ersten Promotionsversuch wagte und an ei- nem schwierigen Thema scheiterte. Trotz dieses Rückschlags gab Spranger nicht auf, sondern reichte eine weitere Arbeit ein. Diesmal suchte er das Thema „Die erkenntnistheoretischen und psychologischen Grundlagen der Ge- schichtswissenschaft“ selbst aus und promovierte damit im Jahr 1905 dann doch noch. Nach der Promotion wurde Spranger zwischenzeitlich Lehrer an der privaten Höheren Mädchenschule „St. Georg“ in Berlin, die er 1908 wieder ver- ließ. Er begann, als Lehrer an einer privaten Höheren Töchterschule zu arbeiten wodurch er erste praktische Erfahrungen im Lehrerberuf sammeln konnte. Im selben Jahr erkrankte seine Mutter an Tuberkulose. Spranger pflegte seine Mutter fast ein Jahr lang aufopferungsvoll. Er konnte jedoch nicht verhindern, dass sie der Krankheit nach einer schweren Leidenszeit erlag. Durch den Tod seiner Mutter verlor Spranger eine wichtige Bezugsperson in seinem Leben. Aufgewachsen als Einzelkind in einem strengen, vom Vater dominierten Eltern- haus, verlor er eine Stütze, die ihm durch ihre Sanftheit stets aufzumuntern wusste. Anhand des folgenden Zitats zeigt sich Sprangers Gefühlssituation in dieser Zeit sehr deutlich:

Ich erteilte f ü nf Jahre lang an damals sog. h ö heren T ö chterschulen einige Stunden deutschen Unterricht. Als einziges Kind sehr einsam aufgewachsen, lernte ich nun erst eine Gestalt des Menschentums kennen, die den anderen in den eigenen Schwestern fr ü h begegnet. Das Ewig-Weibliche in seiner reifsten wie in seiner noch naiven Auspr ä gung hat mich innerlich tief gef ö rdert, und ob- wohl ich damals meine ü ber alles geliebte Mutter verlor, z ö gere ich nicht zu sa- gen: diese Zeit in der Schule ist eigentlich meine gl ü cklichste Zeit gewesen. “ Eduard Spranger1

Der Kontakt zum weiblichen Geschlecht, der bisher kaum vorhanden war eröff- nete Spranger neue Sichtweisen und regte ihn dazu an, sich intensiver mit dem Thema Frauen zu beschäftigen. Für ihn waren Frauen eine heilsame Ergän- zung zur männlichen Sichtweise auf verschiedene Lebensbereiche. Seine Schülerinnen schätzten ihn, da er sie nicht nur auf eine Rolle als Familienmutter reduzierte, sondern ihnen wichtige Gebiete des kulturellen Lebens als Betäti- gungsfeld zusprach.

1.3 Sprangers Zeit als Hochschulprofessor in der Weimarer Republik

Im Jahr 1909 erfolgt die Habilitation Sprangers an der Berliner Universität. Sei- ne Habilitationsschrift trug den Titel „Wilhelm von Humboldt und die Humanitäts- idee“.

Nur 2 Jahre später erhielt er im Jahre 1911 eine außerordentliche Professur für Philosophie und Pädagogik an der Universität Leipzig. Die ordentliche Profes- sur folgte im Jahre 1912, zudem wurde Spranger ins Kuratorium der Leipziger Hochschule für Frauen gewählt. Spranger verließ das Kuratorium jedoch schon 1915 nach heftigem Streit mit der Institutsleitung. Viele seiner Schülerinnen folgten ihm aus Prostest und verließen zusammen mit ihm das Institut. Sein Frauenbild hatte sich in dieser Zeit stark verändert. Es erfolgte bei Spranger die Erkenntnis, dass Frauen auch in wissenschaftlichen Disziplinen durchaus in der Lage sind, beachtliche Leistungen zu erbringen. Daraufhin versuchte er junge Frauen auf ihrem akademischen Weg zu unterstützen und widmete sich inten- siv dem Thema Frauenstudium. Eine erste Begegnung mit seiner zukünftigen Frau Anna Jenny Susanne Emilie Conrad erfolgte im Jahre 1913.

Als durch die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajewo der Ersten Weltkrieg ausgelöst wurde, begann für Spranger eine schwere Zeit. Er erhielt eine Einberufung in das Militär als unausgebildeter Landsturmangehöriger, wurde jedoch nicht eingezogen. Aus Traditionsbewusstsein wollte Spranger für sein Vaterland kämpfen. Doch aufgrund seines schmächtigen Äußeren, seiner schlechten körperlichen Verfassung sowie seiner, durch wissenschaftliche Debatten geschwächten Psyche war er nicht für den Dienst an der Waffe geeignet. Spranger erkrankte schwer und stand zeitweise unter Tuberkuloseverdacht.

Infolge seiner Krankheit und einhergehender Ruhezeit schrieb Spranger eine Broschüre mit dem Titel „Die Idee einer Hochschule für Frauen und die Frauen- bewegung“ und widmete sich intensiv seiner akademischen Laufbahn.So wurde er im Jahr 1917 zum Berater des preußischen Unterrichtsministeriums und 1918 in die Vorstandschaft der Gesellschaft für deutsche Schul- und Erzie- hungsgeschichte gewählt. Bereits im Jahr darauf erfolgte der Ruf an die Univer- sität Berlin. Diese Berufung ermöglichte es Spranger sich intensiv seiner wis- senschaftlichen Arbeit zu widmen, so dass 1921 sein bis heute bedeutendstes Werk mit dem Titel „ Lebensformen “ erschien. Dem beruflichen Höhenflug folgte ein herber privater Rückschlag, als 1922 Sprangers Vater im Alter von 83 Jah- ren an Krebs starb. Spranger Verhältnis zum ihm war zeitlebens angespannt,doch vieles in der väterlichen Erziehung hat ihn stark geprägt und zeitlebens sogar bis in seine Werke hinein begleitet. Der Tod des Vaters bewirkte bei Spranger einen schöpferischen Schub. Er wurde 1923 Dekan an der Philosophischen und Naturwissenschaftli- chen Fakultät der Universität Berlin, wo er an seinem nächsten großen Werk „ Psychologie des Jugendalters “, das 1924 erschien arbeitete. Durch den gro- ßen Erfolg dieses Buches erfolgte 1925 die Aufnahme in die Preußische Aka- demie der Wissenschaften. Er trieb den Ausbau einer Plattform für pädagogi- schen Gedankenaustausch voran und wurde 1925 Mitbegründer und Heraus- geber der Zeitschrift „ Die Erziehung “.

1.4 Spranger Leben im Dritten Reich

Zu dieser Zeit begannen die innenpolitischen Probleme im Land zu wachsen. Der Ausbruch der Weltwirtschaftskrise führte zur Hyperinflation und damit ein- hergehend zu einer zunehmenden Radikalisierung in der Bevölkerung. Die poli- tische Lage spitzte sich zu, woraufhin es zu Straßenschlachten zwischen der NSDAP und der KPD kam. Rechte politische Kräfte schlossen sich zusammen und die NSDAP wurde daraufhin bei den Reichstagswahlen 1932 stärkste Kraft. In dieser sehr unruhigen Zeit überschritt die Arbeitslosenzahl die kritische Gren- ze von sechs Millionen. Heimlich wurden erste Vorbereitungen getroffen um den Knebel des Versailler Vertrags zu lösen. Wehrverbände hatten regen Zulauf. Auch Spranger trat einer solchen Bewegung bei, er wurde 1933 Mitglied im „Stahlhelm“, einer Art paramilitärischer Vereinigung. Im selben Jahr ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Dies be- deutete das Ende der Weimarer Republik und den Beginn der Diktatur des Na- tionalsozialismus.

Die Notverordnungen von Reichspräsident Hindenburg schränkten die Grund- rechte der Menschen immer mehr ein. Das folgende Ermächtigungsgesetz gab der Regierung dazu uneingeschränkte Gesetzgebungsbefugnisse. Die ersten Konzentrationslager entstanden und die Gleichschaltung der Länder, Presse und Gewerkschaften auf „Systemtreue“ wurden konsequent vorangetrieben. An den Hochschulen kam es im selben Jahr zu Bücherverbrennungen. Diese Akti- onen wurden von der Studentenschaft mit Unterstützung nationalsozialistischer Professoren durchgeführt und eingesetzt um die öffentliche Meinung zu mani- pulieren. Für Spranger führten diese Veränderungen in der politischen Weltan- schauung zu einem Konkurrenzkampf an der Universität. Alfred Bäumler, ein nationalsozialistischer Pädagoge bekam einen Lehrstuhl für politische Pädago- gik neben Spranger. Sprangers liberale und teils in der Kaiserzeit verhafteten Moralvorstellungen führen zu Bespitzelungen seiner Studenten. Er reichte ein Rücktrittsgesuch bei der Universität ein, zog sein Gesuch aber auf Anraten von Freunden zurück und wurde in der Folge beurlaubt. Dies ermöglichte Spranger seinen Lehrstuhl zu behalten und außerhalb der Universität weitestgehend un- behelligt von den Nationalsozialisten seinen Forschungen nachzugehen.

In dieser Zeit kam es zu gravierenden Auswirkungen für die Schulen. Im Zuge der „ Gleichschaltung “ wurden alle jüdischen Lehrkräfte und ein Drittel der Leh- rerinnen entlassen. Die verbliebenen Lehrer wurden „aufgefordert“, dem NS- Lehrerbund beizutreten, was auch 97% der Lehrer taten. Das Reichsinnenmi- nisterium übernahm Teile der Schulhoheit und begann mit einer Zentralisierung und Vereinheitlichung des Schulwesens, gesteuert durch ein neu erschaffenes Reichserziehungsministerium. Dieses Ministerium veröffentlichte im Jahr 1935 die Richtlinien zur Rassenkunde, in denen dem Fach Biologie der Schwerpunkt „Rassenkunde“ zugeordnet wurde. Diese „Rassenkunde“ sollte auch in allen anderen Fächern vermittelt werden. Um Geld für die Überarbeitung der vorhan- denen Schulbücher zu sparen wurden preiswerte Zusatzhefte gedruckt. Anfäng- lich dienten sie als Ergänzung zum bereits vorhandenen Lehrmaterial. Es zeigte sich jedoch rasch, dass die Zusatzhefte ein nützliches Mittel waren, um die Köpfe der Kinder frühzeitig mit staatlicher Propaganda zu füllen.

Ziel des Staates war es, die Jugend für einen bereits geplanten Krieg in gute körperliche Verfassung zu bekommen. Zu diesem Zweck wurden immer mehr Sportlehrer in höhere Schulposten befördert, die ihren Schülern die neuen „er- wünschten“ Werte vermittelten. Die nationalsozialistische Pädagogik und die damit verbundene Didaktik bezog sich sehr häufig auf den Absatz in Hitlers „Mein Kampf“ zur Erziehung. Dort hieß es, „Feldwebel“ seien die besseren Leh- rer. Die Jugend müsse sich in „Soldaten verwandeln“, um „Unrecht und Recht schweigend ertragen“ zu können. Ein sehr schönes Beispiel für die von staatli- cher Seite vorherrschende Meinung zeigt der Auszug aus dem amtlichen Buch „Die Wehrerziehung der deutschen Jugend“ von Helmut Stellrecht von 1936:

„ Der Geist des Angriffs ist der Geist der nordischen Rasse. Er wirkt in ihrem Blut wie eine unnennbare Sehnsucht [...] Schie ß en m ü ssen unsere Jungen ler- nen. Die B ü chse muss ihnen so selbstverst ä ndlich in der Hand liegen wie der Federhalter[...] Bilden will man die Menschen, als ob Schie ß en nicht auch Bil- dung, als ob Wehrerziehung nicht eigentliche Bildung w ä re. 'Wissen ist Macht' schreibt man ü ber die Schult ü ren, als ob Macht sich in etwas mehr verk ö rpern k ö nnte als in der Waffe."2

Eduard Spranger bekam die Veränderungen aus nächster Nähe mit. Er führt seine pädagogischen Diskussionen in seiner Zeitschrift und der Berliner Mitt- wochsgesellschaft, ansonsten widmete er sich einem privaten Glück. Er heiratet im Jahr 1934 nach langerjähriger Freundschaft Susanne Conrad. Mit ihr reist er viel und folgt den großen Universitäten, die ihm Einladungen zu Vorträgen über seine Bücher schicken. Dies führte die Eheleute 1936 bis nach Japan, wo Spranger als erster deutscher Austauschprofessor Vorträge hielt. Für Spranger war diese Zeit des Reisens ein selbstgewähltes Exil, das ihm viele neue Ein- drücke sowie gute Kontakte im Ausland ermöglichte. Als er 1939 kurz vor Be- ginn des zweiten Weltkriegs nach Berlin zurückkehrte, wurde Spranger in den heerespsychologischen Reichswehrdienst einberufen, wo er psychologische Prüfungen für Flieger abhielt, während sich die Bildungslandschaft im deut- schen Reich weiter veränderte. Die NS-Bildung wendete sich gegen eine aka- demische Ausbildung besonders der Volksschullehrer, weswegen Lehrerbil- dungsanstalten gegründet wurden, für die kein Abitur mehr vorausgesetzt wur- de.

Spranger bewegte sich zu dieser Zeit in liberalen Berliner Kreisen, in denen die negativen Auswüchse des Regimes durchaus kritisch diskutiert wurden.

[...]


1 Priem K.:Spranger in einem biographischem Rückblick aus dem Jahr 1953, Köln 2000, S. 71 f. 6

2 Schreiner, A.: Vom totalen Krieg zur totalen Niederlage Hitlers, Berlin 1980, S.118 ff. 10

Details

Seiten
36
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656583806
ISBN (Buch)
9783656583790
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v267898
Institution / Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,3
Schlagworte
Eduard Spranger Ansatz berufspädagogischer Ansatz Berufswahl Berufswahltheorien Bildungsansatz Werke

Autor

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    Ina Frank (Autor)

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Titel: Der berufspädagogische Ansatz nach Eduard Spranger