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Working Capital Management in kleinen und mittleren Unternehmen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2013 18 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition von Working Capital Managements
2.1 Begriffsbestimmung und Zielsetzung des Working Capital Managements
2.2 Bisherige Entwicklung des WCM in kleinen und mittleren Unternehmen

3 Ansatzpunkte von Working Capital Management für mittelständische Unternehmen
3.1 Der Cash-Conversion-Cycle als zentrale Messgröße
3.2 Optimierung der unternehmensinternen Prozesse
3.2.1 Vorrätemanagement
3.2.2 Verbindlichkeitsmanagement
3.2.3 Forderungsmanagement
3.3 Bestehende Defizite und Probleme

4 Working Capital Management als Finanzierungsalternative für kleine und mittlere Unternehmen
4.1 Kapitalbindung und Kapitalstruktur
4.2 Reduzierung der Finanzierungs- und Liquiditätskosten

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Veranschaulichung des Cash-Conversion-Cycles

Abbildung 2: Veränderung der Bilanzrelationen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die letzte Weltwirtschaftskrise, die ihren Höhepunkt in den Jahren 2008 bis 2009 zu verzeichnen hatte, hat den deutschen Mittelstand weit weniger getroffen, als ursprünglich angenommen. Bereits im Jahr 2011 wurden von deutschen Unternehmen wieder Ergebnisse auf dem Niveau der Vorkrisenjahre erreicht – der Konjunktureinbruch scheint von den mittelständischen Unternehmen bewältigt zu sein. Bis zum Ende des Jahres 2013 wird weitgehend mit Wachstumsraten für kleine und mittlere Unternehmen von durchschnittlich rund 2 % gerechnet. Aus diesem Wachstumspotenzial ergibt sich insgesamt ein Liquiditätsbedarf von etwa 50 Mrd. EUR, der durch mögliche Finanzierungsquellen für Unternehmen gedeckt werden muss.[1] Aufgrund der zurückhaltenden Kreditvergabe von Kreditinstituten und Finanzdienstleistern, die maßgeblich durch Regulierungen im Rahmen der Basel-II-Richtlinien und der neuen Basel-III-Vorschriften beeinflusst ist, wird gerade kleinen und mittleren Unternehmen die Finanzierung mittels Fremdkapital erschwert. Eine mögliche Finanzierungsquelle stellt in diesem Zusammenhang das sog. Working Capital Management (WCM) dar, welches im Folgenden näher erläutert werden soll.[2]

Nach einer Einführung in die Thematik des WCM soll hierbei v.a. auf die wichtigsten Werttreiber, mögliche Verbesserungspotenziale und Ansatzpunkte für kleine und mittlere Unternehmen, auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre, eingegangen werden. Abschließend soll erläutert werden, wie diese Unternehmen ihren Wert und damit auch ihre Innenfinanzierungskraft steigern können, um so einen Finanzierungsengpass zu umgehen.

2 Definition von Working Capital Managements

2.1 Begriffsbestimmung und Zielsetzung des Working Capital Managements

Wie bereits einleitend erwähnt, wurde im Hinblick auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten verstärkt Augenmerk auf die aktive Steuerung des Working Capital einer Unternehmung gelegt.[3] Zur Freisetzung von Liquidität und damit zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens stellt WCM eine wichtige Stellgröße der Unternehmensführung dar.[4]

Grundsätzlich dient WCM der Effizienzsteigerung im Unternehmen. Durch die Freisetzung von Kapital im Umlaufvermögen der Bilanz wird die gesamte Finanzstruktur verbessert und die Kapitalbindung der Unternehmung optimiert. Verschärfte Vorschriften im Rahmen von Basel-II haben die Bedeutung von WCM - auch im Hinblick auf die Innenfinanzierungskraft der jeweiligen Unternehmung - verdeutlicht.[5] Nach Basel-II müssen Kreditinstitute jedem Kunden eine spezifische Kreditausfallwahrscheinlichkeit zuordnen; Kredite mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit müssen aufgrund des damit einhergehenden höheren Kreditrisikos mit einem entsprechend höherem Zinssatz ausgestattet werden. Gerade deshalb werden besonders für kleine und mittlere Unternehmen interne Finanzierungsquellen durch Liquiditätsfreisetzung mit Hilfe von WCM zunehmend interessanter.[6]

Was versteht man nun grundsätzlich unter dem Begriff „Working Capital“? In der allgemeinen Literatur werden teilweise Unterschiede in der Abgrenzung des Working Capital deutlich. Vom Grundsatz her beschreibt das Working Capital die Differenz aus kurzfristigen Vermögensgegenständen und kurzfristigen Verbindlichkeiten in der Bilanz eines Unternehmens. In Bezug auf die kurzfristigen Vermögensgegenstände, die sich in Vorräte, liquide Mittel und Forderungen aufteilen, ergeben sich keine Unterschiede in den Definitionen. Differenzierte Ansätze bestehen in Hinblick auf die Definition der kurzfristigen Schulden. Demnach lässt sich das Working Capital in das „Gross Working Capital“, welches allgemein das Umlaufvermögen beschreibt, und das „Net Working Capital“ (NWC) definieren.[7] Das Net Working Capital ergibt sich aus folgender Zusammensetzung der Bilanzpositionen:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
+ Halbfertige Erzeugnisse
+ Fertige Erzeugnisse
+ Handelswaren
+ Geleistete Anzahlungen
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- Erhaltene Anzahlungen
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
= Net Working Capital[8]

[...]


[1] Vgl. Roland Berger Strategy Consultants / Creditreform (2011) S. 2 ff.

[2] Vgl. KPMG AG (Hrsg.) (2008) S. 3

[3] Vgl. Hennes/Metzger (2009) S. 26 f.

[4] Vgl. Schöning/ Rutsch/ Schmitt (2012) S. 242

[5] Vgl. Heesen (2011), S. 18

[6] Vgl. Heesen (2011), S. 18

[7] Vgl. Heesen (2011), S. 19

[8] Vgl. Heesen (2011), S. 20

Details

Seiten
18
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656581963
ISBN (Buch)
9783656580669
Dateigröße
961 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v267535
Institution / Hochschule
Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe Bonn
Note
2,0
Schlagworte
Working Capital Management Unternehmensfinanzierung Innenfinanzierung Umlaufvermögen Mittelstand KMU

Autor

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Titel: Working Capital Management in kleinen und mittleren Unternehmen