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Zeitmanagement: „Aufschieberitis“

von Tido Gerhardt (Autor) Adelar Shayeghi (Autor)

Hausarbeit 2012 25 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ursachen
2.1. Versagensangst
2.2. Mangelnde Organisation
2.2.1. Mangelnde Sorgfalt
2.2.2. Unklare Prioritäten

3 Zeitmanagement
3.1 Mindmapping
3.2 ABC-Analyse
3.3 To-Do-Listen
3.4 ALPEN-Methode
3.5 Salami-Taktik
3.6 Checklisten

4 Anwendung der Methoden zur Problembehebung

5 Kritische Bewertung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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1 Einleitung

Im Rahmen der Veranstaltung Kommunikation und Präsentation, soll auf die Bedeutung der Zeit und ihrer Rolle bei der Bewältigung von Aufgaben eingegangen werden. Die Zeit hat bei der Bearbeitung von Aufgaben eine wesentliche Funktion, da eine fristgerechte Erfüllung der Arbeit von oberster Priorität ist und demnach ein entsprechendes Zeitmanagement erfordert. In unserer heutigen Gesellschaft werden unangenehme Aufgaben häufig zugunsten von angenehmeren Aktivitäten verschoben. Dieses beschriebene Phänomen bezeichnet man umgangssprachlich als „Aufschieberitis“. Der wissenschaftliche Ausdruck für dieses Problem ist die sogenannte Prokrastination. In der modernen Psychologie wird das Prokrastinieren als eine Art der Arbeitsstörung definiert und der Motivationspsychologie untergeordnet. In vielen Fällen wird das Prokrastinieren auch als eine Krankheit beschrieben. So wird laut dem amerikanischen Neurologen Strub das Prokrastinieren durch eine Störung des Frontallappens im Gehirn, welches für Entscheidungen, Beurteilungen und kritisches denken verantwortlich ist, ausgelöst.[1] In der Gesellschaft wird das Autschieben von Aufgaben jedoch nicht als eine Krankheit, sondern oft als eine Faulheit seitens der betroffenen Person wahrgenommen.

„Morgen morgen nur nicht heute, sagen alle faulen Leute“[2].

Dieses Zitat beschreibt das Verhalten der Menschen die an „Aufschieberitis“ leiden und soll deutlich machen, dass es sich dabei um ein bewusstes verschieben von Aufgaben handelt. In der Forschung wird zwischen der Akademischen- und der Alltagsprokrastination unterschieden.[3]

Bei der Alltagsprokrastination handelt es sich um eine Störung der Selbststeuerung. Die Akademische Prokrastination unterscheidet sich diesbezüglich nur im Maße ihrer Häufigkeit, da sie überproportional oft bei Studierenden auftritt. Diese beiden Formen der Prokrastination äußern sich letztendlich jedoch in einer gleichen Art und Weise.

So sind die Konsequenzen, die durch das Aufschieben von Aufgaben auftreten, identisch. Betroffene geraten daher sowohl im beruflichen, als auch im privaten Leben in Bedrängnis. Diese äußert sich unter anderem in Form von Stress, Ansehensverlust, finanziellen Nachteilen, gesundheitlichen Problemen, Depressionen, Isolation und versäumten Chancen auf beruflicher und privater Ebene.[4]

Um diese möglichen Konsequenzen zu vermeiden sollte man daher versuchen die Ursachen zu identifizieren und ihnen frühzeitig und gezielt mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzuwirken. Diese Ursachen können zum Teil personenunabhängig oder personenabhängig sein. Im Verlauf dieser Hausarbeit soll auf die personenbezogenen Ursachen und die entsprechenden Methoden des Zeitmanagements eingegangen werden. Abschließend soll deutlich gemacht werden welche Methoden sich für die Lösung von Problemen eignen.

2 Ursachen

Das Verschieben von Aufgaben kann verschiedene Ursachen haben. In der Regel erweist es sich jedoch als problematisch eine eindeutige Ursache für dieses Verhalten zu bestimmen.[5]

Oft bilden viele verschiedene Ursachen die Grundlage für das Prokrastinieren. Im folgenden Abschnitt sollen die wesentlichen personenbezogenen Ursachen, welche einen Einfluss auf das Aufschiebeverhalten haben, erläutert werden.

2.1. Versagensangst

Oftmals hat man vor der Bewältigung einer wichtigen Aufgabe, beziehungsweise Prüfung, Angst zu versagen. Diese Angst kann dazu beitragen, dass man eben diese Aufgaben verschiebt. Man fühlt sich unwohl, da man befürchtet die Arbeit nur unzureichend erledigen zu können. Diese Grundeinstellung kann sich im schlimmsten Fall negativ auf das Selbstbefinden auswirken, da der persönliche Druck, mit abnehmender Zeit, stetig zunimmt. Dieser Druck hat einen hemmenden Effekt auf die individuellen Stärken und kann somit die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.[6]

Dieses beschriebene Verhalten führt letztendlich dazu, dass man Aufgaben weiter nach hinten verschiebt. Somit erkennt man die Muster eines Teufelskreises, da durch ein Verschieben von Aufgaben sich ein erhörter Druck bildet, woraus letztlich erneutes Verschieben resultiert.

Der Ursprung für dieses Verhalten liegt in der schlechten, beziehungsweise mangelhaften Organisation des Betroffenen, welche es weiterhin zu definieren gilt.

2.2 Mangelnde Organisation

Man unterscheidet die Organisation in zwei verschiedene Arten. Zum einen die institutionelle Organisation und zum anderen die instrumentelle Organisation. Die institutionelle Organisation beschreibt ein soziales Gebilde, welches sich aus mehreren Individuen zusammensetzt. Das Ziel hierbei besteht darin eine gemeinsame Lösung der aufgetragenen Aufgaben zu erreichen.[7] Da die Aufgabenverteilung bei dieser Organisation klar geregelt ist, kann dem Aufschiebeverhalten des Einzelnen entgegengewirkt werden. Daher kann diese Art der Organisation nicht in einen direkten Zusammenhang mit der Prokrastination gebracht werden.[8]

Die instrumentelle Organisation hingegen wird zur Lösung von Koordinations-, Kooperations- und Interaktionsproblemen genutzt. Da man bei der Lösung solcher Aufgaben über eine gute Organisation verfügen muss, erschließt sich ein direkter Zusammenhang zwischen Organisation und Prokrastination.[9]

In vielen Fällen kann auch die mangelnde Sorgfalt als Ursache für das Prokrastinieren von Aufgaben verantwortlich gemacht werden. Sie ist ergänzend zur mangelnden Organisation ein weiterer Punkt, welcher das Prokrastinieren begünstigt.

2.2.1. Mangelnde Sorgfalt

Eine mangelnde Sorgfalt kann man mit fahrlässigem Handeln gleichstellen, da hier undurchdacht gehandelt wird. Um dem Problem der Prokrastination entgegenzuwirken sollte man daher über eine gute Selbstorganisation verfügen und Aufgaben sorgfältig behandeln.

Häufig kommt es auch vor, dass man sich bei der Setzung von Prioritäten mit Unklarheiten, bezüglich der Gewichtung, auseinander setzen muss. Daher kann eine unklare Prioritätensetzung ebenfalls als eine Ursache für das Aufschieben von Aufgaben genannt werden.

[...]


[1] Vgl, Strub. R.L. (1989) „Frontal lobe syndrome”

[2] Weiße, C. F. (1772), Kleine Lyrische Gedichte

[3] Vgl. Schalowski, S. (2010), S. 9

[4] Vgl. Schalowski, S. (2010), S. 6

[5] Vgl. Schalowski, S. (2010), S. 16

[6] Vgl. Nürnberger, E. (2010), S. 62

[7] Vgl. Kräkel, M. (2007), S. 76

[8] Vgl. Bokranz, R. ; Kasten, L. (2003), S. 19

[9] Vgl. Kräkel, M. (2007), S. 77

Details

Seiten
25
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656578017
ISBN (Buch)
9783656577980
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v267464
Institution / Hochschule
Hochschule Emden/Leer
Note
1,0
Schlagworte
zeitmanagement aufschieberitis

Autoren

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Titel: Zeitmanagement: „Aufschieberitis“