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Leben von Sozialhilfe und Schwarzarbeit

Hausarbeit 2003 10 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1.)Einleitung

2.) Armut

3.) Allgemeine Fakten

4.) Rechtsgrundlage

5.) Arten der Sozialhilfe
5.1) Hilfe zum Lebensunterhalt
5.2) Hilfe in besonderen Lebenslagen

6.) Formen der Sozialhilfe

7.) Träger der Sozialhilfe

8.) Ursachen de Sozialhilfebezuges

9.) Schwarzarbeit

10.) Persönliche Identität bei Sozialhilfe und Schwarzarbeit

11.) Zusammenhang von lernbehinderten Menschen und Schwarzarbeit

12.) Verhinderung von Schwarzarbeit/ Aufklärung über Sozialhilfe

Literaturverzeichnis:

Leben von Sozialhilfe und Schwarzarbeit

(lernbeeinträchtigte Jugendliche und junge Erwachsene)

1.)Einleitung

Eine gute Ausbildung und guter Schulabschluss ist heute eine Grundvorrausetzung für den Einstieg in das Arbeitsleben und des Geldverdienens. Was aber ist, wenn diese Voraussetzungen gerade für lernbeeinträchtigte Jugendliche und junge Erwachsene nur teilweise oder gar nicht vorhanden sind? Viele leben von Sozialhilfe und bessern ihren Lebensstandard mit Schwarzarbeit auf. Mit diesem Thema soll sich diese Schrift befassen. Sie soll einen Einblick über das Sicherungssystem der Sozialhilfe und das Leben von der Schwarzarbeit geben.

2.) Armut

Sozialhilfe wird als Instrument der Armutsbekämpfung bezeichnet. Um aber in das Thema der Sozialhilfe näher einzusteigen muss erst einmal geklärt werden was man unter Armut in unserer Gesellschaft versteht.

Absolute massive existenzgefährdende Armut findet man vor allem in den Entwicklungsländern. In den westlichen Industriestaaten empfinden Arme ihre Situation im stärkeren Maße selbstgefährdend.

Eine Definition kann sein, dass Armut ein Mangel an Mitteln ist, um ein normales Le- ben zu führen, beziehungsweise um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Bestimmung „normal“ hängt von kulturellen und gesellschaftlichen Normen ab. Des weiteren gibt es die Bezeichnung der relativen Armut, die jemanden als arm erklärt, wenn sein Haushaltseinkommen weniger als 50% des nationalen Durchschnittsein- kommens beträgt.

Der Anteil der relativen Armut hat seit Mitte der 70er Jahre zugenommen. Mögliche Ursachen können Ausbildungsmängel, Niedriglöhne, Scheidung oder Krankheit sein. Dies sind primäre Bedingungen, auf denen die Betroffenen nur wenig Einfluß haben.

3.) Allgemeine Fakten

Sozialhilfe- Instrument der Armutsbekämpfung

Die Sozialhilfe ist seit 1961 im Bundessozialhilfegesetz (BSHG)geregelt und ging aus der gemeindlichen Armenpflege hervor. Vor der Schaffung des BSHG galt die Reichsfürsorgepflicht von 1924.

Dieses Grundsicherungssystem unterstützt diejenigen, deren Einkommen oder Ver- mögen zur Deckung des Existenzminimums nicht ausreicht. Es soll vor Armut und sozialer Ausgrenzung schützen. Sozialhilfe bekommt man aber nur dann, wenn alle anderen Einkommensquellen ausgeschlossen wurden zum Beispiel Bafög, Kinder und Jugendhilfe und Asylbewerberleistungsgesetz (Subsidiaritätsprinzip BSHG §2). Auf Sozialhilfe besteht ein höchstpersönlicher Rechtsanspruch (BSHG §4) und die Hilfegewährung richtet sich immer nach der Besonderheit des Einzelfalls, das heißt nach der Person, nach Art des Bedarfes und nach den örtlichen Verhältnissen. Es wird aber nicht nur das zum physischen Überleben Erforderliche sondern auch die Beziehung zur Umwelt und die Teilnahme am kulturellen Leben gesichert (Soziokul- turelles Existenzminimum).

Ebenso ist es die Aufgabe ein Leben zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht (BSHG §1 Abs.2). Ein wichtigstes Ziel ist es den Hilfeempfänger zu befähigen, unabhängig von ihr zu leben, wobei er verpflichtet ist, nach seinen eigenen Kräften mitzuwirken (Hilfe zur Selbsthilfe).

4.) Rechtsgrundlage

Das Recht auf Sozialhilfe wurde erstmals im Sozialgesetzbuch (SGB 1, §9) um-

schrieben: „Wer nicht in der Lage ist, aus eigenen Kräften seinen Lebensunterhalt zu bestreiten oder in besonderen Lebenslagen sich selbst zu helfen, und auch von anderer Seite keine ausreichende Hilfe erhält, hat ein Recht auf persönliche und wirtschaftliche Hilfe, die seinem besonderen Bedarf entspricht, ihn zur Selbsthilfe befähigt, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht und die Führung eines menschenwürdigen Lebens sichert.“

5.) Arten der Sozialhilfe

Das Sozialhilfesystem umfasst zwei Arten der Hilfe. Zum einen gibt es die Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU) und zum anderen die Hilfe in besonderen Lebenslagen (HbL).

5.1) Hilfe zum Lebensunterhalt

Im Rahmen des BSHG garantiert die Hilfe zum Lebensunterhalt die Deckung des lebensnotwendigen Bedarfs und hängt immer von der Bedürftigkeit ab. Hier bekommt der Sozialhilfeempfänger einen bestimmten, in jedem Bundesland festgelegten Re- gelsatz. Dieser notwendige Lebensunterhalt umfasst besonders Ernährung, Klei- dung, Körperpflege, Hausrat, Heizungskosten und Persönliche Bedürfnisse des tägli- chen Lebens. Der notwendige Lebensunterhalt beinhaltet bei Kindern und Jugendli- chen vor allem den durch ihre Entwicklung bedingten Bedarfs. Ebenfalls gehören zur HLU einmalige Leistungen, wie Bekleidung, Hausrat und Gebrauchsgüter, Lernmittel und Schulbedarf und Leistungen für besondere Anlässe. Eventuelle Mehrbedarfszu- schläge zu dem Regelsatz erhalten zum Beispiel Personen ab 65 Jahren mit einem Schwerbehindertenausweis, werdende Mütter nach der 12. Schwangerschaftswoche oder Alleinerziehende. Auch können Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversi- cherung und Alterssicherung von der Hilfe zum Lebensunterhalt übernommen wer- den.

5.2) Hilfe in besonderen Lebenslagen

Diese Hilfe besteht unabhängig zu der Hilfe zum Lebensunterhalt. Anders als die Hilfe zum Lebensunterhalt, die den alltäglichen Bedarf sicher stellen will, befasst sich die Hilfe in besonderen Lagen mit Notsituationen. Befindet sich eine Person in so einer Notsituation kann er hier gesonderte Ansprüche stellen. Solche Hilfen können Eingliederungshilfen für Behinderte Menschen, Hilfe zur Pflege, Krankenpflege, Hilfe zur Weiterführung des Haushalts und Altenhilfe sein.

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Details

Seiten
10
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638289566
Dateigröße
370 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v26700
Institution / Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – Institut für Rehabilitationspädagogik
Note
gut
Schlagworte
Leben Sozialhilfe Schwarzarbeit

Autor

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Titel: Leben von Sozialhilfe und Schwarzarbeit