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Beziehungstanz und Kutschenfahrt. Coaching in der Jugendarbeit

Diplomarbeit 2012 94 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung
1.1 Forschungsinteresse
1.2 Forschungsleitende Fragen
1.3 Methodendarstellung

2 Coaching – Bemühungen um einen Begriff
2.1 Quantität ist gleich Qual-ität?
2.2 Coaching als Kutschenfahrt?
2.3 Coaching - viele Kutschen in bunten Farben und Formen

3 Coaching in der sozialpädagogischen Arbeit
3.1 Exkurs Birgmeiers Ansatz
3.1.1 Jugendcoaching
3.1.2 Lehrlingscoaching
3.1.3 Schule und Coaching
3.1.4 In der „offenen Jugendarbeit“
3.1.5 Grundlegendes in der offenen Jugendarbeit
3.1.6 ExpertInnendiskussion zu Coaching in der „offene Jugendarbeit“
3.2 Exkurs kybernetisch-systemischer Ansatz.
3.3 Kybernetisch-systemisches Coaching und der Paradigmenwechsel in der Sozialpädagogik

4 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
a. Ergebnisse
b. Interpretation

Resümee

Literatur

Michael Werner Schönen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Schaubild des Coachingdachverbandes

Abbildung 2: Zwei unterschiedliche Auftragslagen der beraterischen Hilfe

Abbildung 3: Disziplinärer und professioneller Rahmen sozialpädagogischen Coachings

Abbildung 4: Ausbildungsinhalte für LehrerInnen-Coachs im Projekt „Peer-Mediation"

1 Einleitung

Als Jugendarbeiter beim Verein JUVIVO 09 wollte ich mit der Ausbildung „Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung“ meine Professionalität weiterentwickeln. Supervision ist bereits in den Konzepten der Organisationen, die Jugendarbeit in Wien anbieten, verankert und wird gerne genutzt, um die Arbeit mit der Zielgruppe zu reflektieren und die Teamzusammenarbeit zu verbessern. In der Ausbildung verschob sich dann meine Perspektive „auf die andere Seite“. Insgesamt setzte für mich mit der Ausbildung ein Prozess der Reflexion über mich als Mensch und in der Rolle des Jugendarbeiters ein. Der systemische Ansatz und die Kybernetik von Heinz Von Foerster waren dabei sehr bereichernde Elemente.

Um die Arbeit mit der Zielgruppe Kinder und Jugendliche zu bereichern und vielleicht einen neuen Aspekt in unsere Organisation einzuführen, wollte ich mich mit dem Coaching näher auseinandersetzen. In den meisten Buchveröffentlichungen zum Coaching und in den Internetwerbungen und Definitionen ist das Coaching als ein Beratungssetting für Führungskräfte und Manager angelegt. Wenige, zum Teil mit kritisierbarem Hintergrund, bieten Coaching zur Lebensführung an.

Das Gebiet Coaching für Jugendliche erscheint relativ neu. Im Internet finden sich einzelne Coachs, die ihre Dienste an Eltern adressieren und Begabtenförderung für Kinder und Jugendliche anbieten. Diesen Teil werde ich nicht behandeln. Die vorliegende Arbeit soll die Coaching-Ansätze oder Projekte, die dem Coaching nahe stehen, im Zusammenhang mit Jugendarbeit untersuchen.

Weiters möchte ich die Verwendung und Bedeutung des Begriffes „Coaching“ aus dem Blickwinkel der „offenen Jugendarbeit“ betrachten, wobei ich die Erfahrungen zu Coaching in der „offenen Jugendarbeit“, die ich bei meiner Tätigkeit im Verein JUVIVO in Wien machen durfte, einfließen lassen möchte.

In Österreich und insbesondere in Wien wird die offene Jugendarbeit von verschiedenen Organisationen getragen, die im Bundesweiten Netzwerk für Offene Jugendarbeit (BOJA) ihre Arbeit koordinieren; in Wien unterstehen die verschiedenen Organisationen der Magistratsabteilung 13 (Magistrat für Bildung und Jugend), die neben regionalen und überregionalen Stellen Fördergeberin ist.

1.1 Forschungsinteresse

Die Verbände der Berufsgruppen, Ausbildungsinstitute und die Coaching Dachverbände bemühen sich um Profession, Aufgabenfelder und Definition des Begriffes „Coaching“ (oft in Abgrenzung zur Supervision). Bisher ist der Begriff nicht geschützt und wird vieldeutig verwendet.

Ganz aktuell sind zwei Maßnahmen in Österreich, die sich an Jugendliche richten und die im Zusammenhang mit der EU-Jugendstrategie 2010 – 2018[1] stehen: Jugendcoaching wurde vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) gestartet. Lehrlingscoaching wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) ausgeschrieben.

Außerdem begegnet uns der Begriff „Coaching“ immer wieder in Projektdokumentationen und Konzepten, die von und in Zusammenarbeit mit JugendarbeiterInnen, die als Coachs bezeichnet werden oder deren Tätigkeit mit dem Begriff Coaching beschrieben werden könnte, gestartet wurden.

Das Forschungsinteresse besteht darin, ein Verständnis von Coaching zu gewinnen und die Beziehung von Coaching zur offenen Jugendarbeit im Hinblick auf mögliche oder notwendige Unterschiede herzustellen.

1.2 Forschungsleitende Fragen

F1: Was ist Coaching, wodurch grenzt es sich von anderen Beratungsformen ab?

F2: Wie verändert sich der Begriff in der Jugendarbeit, insbesondere in der „Offenen Jugendarbeit“?

1.3 Methodendarstellung

Suche nach Definitionen;

Literatursuche und Auswertung: Fachliteratur zum Coaching, Projektberichte, Internetrecherche;

ExpertInnen-Input: JugendarbeiterInnen, Projektverantwortliche;

Erfahrungsdarstellungen, Fallbeschreibungen;

2 Coaching – Bemühungen um einen Begriff

2.1 Quantität ist gleich Qual-ität?

Der Begriff „Coaching“, wie er in Zeitungsartikeln oder Buchform, im Internet auf dem Markt für Ausbildungs- und Beratungsangebote verwendet wird, ist sehr vielfältig. Zählen wir die Einträge auf Google.at, finden sich für den Suchbegriff „Coaching“ „ungefähr 273.000.000 Ergebnisse (0,30 Sekunden)“. Wenn man den Filter auf „Seiten in Deutsch“ einstellt, bleiben noch immer 36.300.000 Möglichkeiten, sich zu informieren.[2] Wenn man dort den Filter auf „Seiten aus Österreich“ einstellt, so kommen noch immer „ungefähr 4.240.000 Ergebnisse (0,29 Sekunden) für Coaching“ und für eine Suche mit dem Begriff Supervision „ungefähr 1.510.000 Ergebnisse“[3].

Die Menge der Einträge zeigt, wie groß der „Markt für Coaching“ ist; aber reicht das Wort aus, um eine Qualität zu vermitteln? Ist Coaching auf dem Weg, ein Markenartikel zu werden? Es kann quälend sein, unter so großer Auswahl den richtigen Coach zu finden.

2.2 Coaching als Kutschenfahrt?

Ein englischsprachiger Erwachsener versteht den Teil des Begriffes, der im metaphorischen Sinn einiges an Bedeutung vermittelt:

„To coach“ wird im Sport verortet und bedeutet „intensives Trainieren“ oder „to instruct“ im Sinne von anleiten oder instruieren; jemanden auf ein Examen vorbereiten, etwas einüben, jemanden auf eine Rolle vorbereiten.

Die Etymologie zeigt Verwandtschaft zwischen dem alten englischen und französischen „coche“, dem deutschen Wort „Kutsche“. Im Ungarischen sei der Ursprung von „kocsi“ herzuleiten.[4] Mit „the Coach/es“ (die Kutsche/n) werden im englischen Sprachgebrauch auch andere Transportmittel bezeichnet.

Der Begriff Coach erschien erst 1885 mit einer zusätzlichen Bedeutung. In England und in den USA wurde der private Tutor eines Universitätsstudenten umgangssprachlich auch Coach genannt. Inzwischen versteht man unter Coaching eine Form des Unterweisens, Anleitens und Beratens. Im Sport ist uns der Coach in seiner modernen Bedeutung schon seit den 60er Jahren ein Begriff: Man erkannte damals, dass zusätzlich zum körperlichen Training eine psychologische und mentale Vorbereitung auf den Wettkampf die Leistungsfähigkeit der Sportler enorm steigert.[5]

Wettbewerb und Leistung sind auch in der Wirtschaft gut eingeführte Begriffe, so scheint eine Entwicklung von Coaching Konzepten für ManagerInnen nur passend zu sein.

In den 70er Jahren zog der Begriff Coach in den beruflichen Kontext ein. In den USA erkannte man im Coaching eine Methode, mit der die Führungskräfte ihre Mitarbeiter zu Spitzenleistungen anspornen können. Man erkannte auch, dass die Topmanager kritische Selbstbeobachtung betreiben müssen, wenn sie den zunehmenden Führungsaufgaben weiterhin erfolgreich gewachsen sein wollen.[6]

In der deutschen Sprache seit den 80er Jahren benutzt und nun fest im Sprachgebrauch verankert, wird mit „Coach“ der/die professionelle AnwenderIn der jeweiligen Coaching-Beratungsform oder Methode bezeichnet.[7] Im Plural wird aus „Coach“ dadurch „Coachs“.

Noch nicht so verbreitet ist der Begriff „Coachee“, mit dem der/die Klient/in bezeichnet werden kann.[8]

2.3 Coaching - viele Kutschen in bunten Farben und Formen

Coaching ist im weitesten Sinne eine „Form“ der Beratung und möglicherweise auf dem Weg zu einer eigenen Profession, doch muss sich diese Berufsbezeichnung die Kritik gefallen lassen, dass sie noch zu wenig wissenschaftliche Daten über die Wirksamkeit und die Anwendung anzubieten hat.

Formale Qualitätsmerkmale lassen sich meistens anhand der Öffentlichkeitsdarstellung für das Coaching ablesen.

Qualitätsmerkmale wie Haltung, Ethik[9] und konkretere Prinzipien (Niederschwelligkeit, Diversitätsmanagement, Gendermainstreaming u. a.) scheinen sich erst auf dem oder für das Feld, in dem Coaching Anwendung findet, zu entwickeln. Unterscheidet sich die Haltung daher möglicherweise in der Begegnung mit der Zielgruppe? Dazu Wikipedia:

In einer Studie[10] rund 40 Definitionen des Begriffs „Coaching“ aus der akademischen und nichtakademischen Fachliteratur analysiert und ausgewertet. Sie kommt zu dem Ergebnis:

Coaching wurde entwickelt, um vorhandene Fähigkeiten, Kompetenz und Leistung zu verbessern und ihre [Coachees – M.S.] persönliche Effektivität oder persönliche Entwicklung oder persönliches Wachstum zu stärken.[11][...]

Es lassen sich drei Arten von Coaching einkreisen:

Executive Coaching ist ein Prozess, der vor allem (aber nicht ausschließlich) in einer Eins-zu-eins helfenden und fördernden Beziehung zwischen Coach und Führungskraft (oder Manager) erfolgt, um berufliche, organisationsbezogene oder persönliche Ziele mit der Absicht, die organisationsbezogene Leistung zu verbessern, zu erreichen.

Business Coaching ist ein kooperativer Prozess, der Unternehmen, Eigentümern / Managern und Mitarbeitern bei der Erreichung ihrer persönlichen und geschäftlichen Ziele einen langfristigen Erfolg zu sichern hilft.

Life Coaching ist ein helfender und fördernder Prozess - in der Regel innerhalb einer Eins-zu-eins-Beziehung zwischen Coach und Coachee, in dem es um eine Verbesserung in der Lebensqualität und dem persönlichen Wachstum des Coachees geht und der möglicherweise eine lebensverändernde Erfahrung ist.[12]

Coaching und die Nachbardisziplinen lassen sich nicht leicht abgrenzen.

Coaching gegenüber Training und Beratung abzugrenzen, zum Beispiel mit der Behauptung, Training sei weniger flexibel und stärker an Curricula oder Inhalten orientiert und Beratung würde dem Klienten sagen, was er tun solle, ist nach der Studie nicht aussagekräftig. Ein professionelles Coaching ist im Wesentlichen das Gleiche, was in vielen Aspekten des zeitgenössischen, innovativen Human Ressources Development (HRD) geleistet wird.[13]

Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Coaching und Training bleibt somit nur das Gespräch unter vier Augen. Training unter vier Augen habe gegenüber Seminaren eine höhere Effektivität.[14]

Coaching ist in der Praxis ein schillerndes Modewort für traditionelle Lern-, Trainings und Beratungsaktivitäten. Der kleinste gemeinsame Nenner aller dieser Ansätze ist die Diagnose. Bei Vereinbarung von (Lern-)Zielen erstellt ein Coach (wie auch ein Berater, Trainer oder Therapeut) eine Diagnose der aktuellen Situation des Klienten. Diese umfasst die Einschätzung seiner Leistungsfähigkeit, seiner emotionalen Befindlichkeit, seiner Kompetenzen und anderer, nicht direkt beobachtbarer Eigenschaften. Als Instrumente dienen Anamnesen, Interviews, Beobachtungen, Beurteilungen und Tests etc.[15]

Um die Profession genau zu definieren und Verständnis und Transparenz zu erzeugen, sowie insbesondere denjenigen, die sich für eine Ausbildung zum Coach interessieren, aufrichtige inhaltliche Informationen zu geben über das, was Coaching ist und nicht ist, scheinen die Berufs- und Dachverbände geeignet. Doch gerade hier stellt sich durch die Quantität der Verbände wieder eine Begriffs- und Bedeutungsverwirrung ein, möglicherweise weil in Österreich 1991 das Psychotherapiegesetzes in Kraft getreten ist. Dadurch

wurden strengere Kriterien für diese Art der Beratung festgelegt. Hinzu kam die Kürzung vieler Ausbildungsprogramme in Unternehmen. Seither arbeiten viele Berater, Ausbilder und ehemalige Trainer als Coach. Diese benötigen „Qualitätsnachweise“, um sich auf dem Markt gegen Konkurrenten behaupten zu können, und sorgen damit für eine große Nachfrage nach Zertifizierungen, die von den über 20 Coaching-Verbänden in Deutschland zu Preisen bis zu 13.000 Euro und teilweise auch mehr angeboten werden (in Ländern wie Frankreich oder Großbritannien gibt es nur einen oder zwei solcher Verbände) […] Die Situation scheint in den USA nicht grundsätzlich anders zu sein. … Dennoch findet man einzelne positive Beispiele, deren Übertragbarkeit auf andere Fälle allerdings sorgfältig zu prüfen ist.[16]

So ist eine genaue Verortung und Beschreibung von Coaching sehr schwierig. Geht es den als Verband Organisierten darum, eine Ausbildung zu zertifizieren, Mitglieder zu werben oder einen Beruf zu entwickeln oder alles zusammen? Als auszubildende/r Coach ist genaue Recherche wichtig, und ein guter Dachverband kann den Rücken stärken und möglicherweise eine gewichtige Lobby bedeuten.

Insbesondere wird immer wieder auf die Nähe zur Supervision hingewiesen, eine einheitliche Klärung zwischen Coachingverbänden und Supervisionsverbänden blieb bisher aus. Verschiedene AutorInnen machten darauf aufmerksam, dass man

zunehmend von einer „Nähe“ der Gegenstandsbereiche, Verfahren, Funktionen oder Ziele sprechen [kann - M.S.], die jeweils unter den Überschriften Supervision und Coaching diskutiert werden (Buer 2005: 278ff.; Kühl 2008: 15f.; Taffertshofer 2008: 201; Schreyögg 2010: 393) […]

Fachlich ist die Frage des Unterschieds zwischen Supervision und Coaching nicht entschieden; eine Bewertung der bisherigen Debatten weist möglicherweise darauf hin, dass die Suche nach einer Unterscheidung ein unmögliches Unterfangen [...] darstellt. Letztlich ist auch festzuhalten, dass die Beantwortung der genannten Unterscheidungsfrage zudem dadurch außerordentlich erschwert wird, dass der Begriff Coaching durch seine unkontrollierte Nutzung weitgehend entgrenzt ist und jeder Abgrenzungsversuch immer auch die Gefahr der Abwertung seriöser und professioneller Beratungsangebote nach sich ziehen kann – sowohl im Coaching wie in der Supervision.[17]

In Österreich finden wir drei Verbände[18], den Austrian Coaching Council (ACC - Coachingdachverband), die Internationale Coaching Federation (ICF - Coachingfederation) und die Österreichische Vereinigung für Supervision (ÖVS).[19]

ICF-Austria agiert als österreichweite Plattform für die internationale Federation, die 1995 gegründet wurde und in den USA recht groß ist. ICF bietet in Österreich den ICF-zertifizierten Coachs eine Aufschulung zum ICF-Supervisor an, jedoch keine direkt zugängliche Supervsionsausbildung. Die ÖVS als Dachverband bietet „Informationen zu Supervision und Coaching, zur Österreichischen Vereinigung für Supervision und zu den ÖVS-anerkannten Ausbildungen“ und „versteht sich als Garant für professionelle Supervision und leistet im Sinne dieser Aufgabe vielschichtige fachliche und berufspolitische Entwicklungsarbeit“.

ICF definiert die Supervision ähnlich wie die ÖVS[20],[21], was daran liegen mag, dass dieser Berufsstand schon länger Berufsidentität erlangt hat.

Für den ICF sind zwei Bereiche zu unterschieden, in denen Coaching zum Einsatz kommt:

Berufliches oder Business Coaching und Persönliches oder Life Coaching. In beiden Bereichen gibt es wiederum zwei unterschiedliche Anlässe, die zu Coaching führen: Entwicklungswünsche und/oder Krisen.

Wer wird gecoacht: Jeder, der sich weiterentwickeln und/oder eine Krise bewältigen möchte. Außerdem: Führungskräfte aller Ebenen.[22]

Die ÖVS und der ACC sind sich darin einig, dass Coaching im beruflichen Kontext stattfindet, der ACC benennt als Zielgruppen jedoch nicht nur Einzelne (wie der ICF), sondern auch Gruppen und Teams.

Auf dem folgenden Schaubild wird durch Überlappungen die Nähe und Verbindung sichtbar, die zu den anderen Disziplinen wie Training, Organisationsentwicklung, Management, Mentoring, Personalentwicklung, Supervision, Mediation besteht, und man legt darstellerisch Wert darauf, dass Coaching von Unternehmensberatung, Consulting, Fachberatung getrennt ist, ebenso Lebens- und Sozialberatung und Psychotherapie getrennt sind, die sich wesentlich klarer durch eine verankerte Gesetzgebung abgrenzend erklären lassen,[23] obwohl die Methodennähe trotzdem erhalten bleibt!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Schaubild des Coachingdachverbandes

Quelle: http://www.coachingdachverband.at/index_html?sc=285980015 [1.10.2012]

Der ACC sieht zwar viele Gemeinsamkeiten in der Methodik, grenzt jedoch Supervision von Coaching ab, indem der Verband die „Wurzeln“ der Supervision in den „sozialen und therapeutischen“ Bereich fix einpflanzt, „während Coaching aus dem Sportbereich auf das Management übertragen wurde, woraus sich ein anderer Themenfokus ableitet.“[24]

Für uns [ACC - M.S.] ist Coaching keine Konkurrenz zu Supervision, diese ist von der Qualifikation und Spezifizierung des Fachwissens in der jeweiligen Feldkompetenz des Supervisions bereiches durchaus höher anzusiedeln. Supervision würde an Stellenwert verlieren, wenn sie sich weniger auf ihre eigentliche Aufgabenstellung konzentrieren würde.[25]

Das klingt wie ein Platzverweis für die SupervisorInnen, die sich auf andere Berufsgruppen einlassen wollen. Die ÖVS bietet Hefte zu den verschiedensten Berufsgruppen an, die AuftragnehmerInnen für Supervision sein können, einige verlangen Feldkompetenz, andere die durch die Akkreditierung durch den ÖVS erworbenen Kompetenzen.

Die Definition der ÖVS zum Coaching

Coaching ist eine spezielle Form von Supervision, die sich primär an Einzelpersonen mit Führungsaufgaben wendet. Die Kompetenz des Coachs basiert auf einer umfassenden und anerkannten ÖVS-Supervisionsausbildung. Coaching arbeitet mit spezifischer Zielformulierung, Methodik und Vorgangsweise. Charakteristisch ist dabei die themenspezifische Unterstützung durch eine begrenzte Anzahl von Beratungen sowie die Vermittlung von Fähigkeiten in kurzen Trainingsfrequenzen.[26]

Coaching bietet:

-Beratung in Führungs- und Managementaufgaben
-Impulse zur Gestaltung der Führungsrolle
-Entwicklung der persönlichen Performance (z.B. bei Präsentationen)
-Unterstützung bei Veränderungsprozessen und in Krisensituationen
-Hilfestellung bei der persönlichen Karriereplanung

Coaching ist eine „Navigationshilfe“ für den beruflichen Alltag.[27]

Die kluge Führungskraft überprüft Kursrichtung und Umwelten, holt sich notwendige Unterstützung und stellt scheinbar Selbstverständliches auch einmal in Frage.[28]

Letztendlich wird wohl jeder Coach und auch Supervisor durch die Berufspraxis weitere Feldkompetenzen sammeln, und so wird eine aus der Praxis kommende Methode wie Coaching und auch Supervision immer durch die Praxis weitergeformt.

So vielfältig wie undeutlich stellt sich der Begriff Coaching dar, und er scheint eine Art Goldgrube, eine Profession in Expansion, wie die Google Zahlen zeigten. „Die Theorie hinkt der Praxis hinterher“. Ob all die Methoden und Ansätze auch nachhaltig auf dem Markt bestehen können, wird sich zeigen. Im Folgenden beschränken wir die Sicht auf Coaching in der sozialpädagogischen Arbeit auf der Suche nach weiteren Kriterien und Prinzipien, die zum Coaching gehören können[29].

3 Coaching in der sozialpädagogischen Arbeit

Die Bücher von Bernd Birgmeier (2005 und 2010) dienen als Quellen für eine Konzeptualisierung und wissenschaftliche Argumentation für Coaching allgemein und insbesondere für den sozialpädagogischen Ansatz, folglich auch für ein „Coaching für Jugendliche“. [30]

Birgmeier beschreibt nach Analyse verschiedenster Quellen drei Entwicklungsszenarien in der Zukunft des Coachings:

das klassische Coaching , mit dem das ursprüngliche Wissens- und Handlungsgerüst, die Funktionen, Themen, Ziele, Anlässe, Adressaten und Kompetenzanforderungen seitens des Coachs in einer allgemeinen und verbindlichen Form zur Sprache kommen.

die - idealerweise - aus dem klassischen Coaching entstandenen spezifischen Formen des Coaching, die in ihren Ansätzen Spezialgebiete, Spezialthemen und spezielle, auf unterschiedliche Adressaten zielende Sonderformen von Coaching in unterschiedliche Arbeits- und Handlungsfeldern fokussieren und

unseriöse Ansätze , die ohne konzeptionelle Grundlage einzig auf Gewinnmaximierung der Anbieter zielen.[31]

Coaching in der sozialen Arbeit würde demnach zu den spezifischen Formen gehören.

3.1 Exkurs Birgmeiers Ansatz

Bernd R. Birgmeier analysiert zunächst eine große Anzahl verschiedener Coaching Ansätze, Veröffentlichungen und Coachingformen. Im Hinblick auf Ziele, Themen, Vorgehensweisen zeigt er die Nähe zu den anderen Helferrollen und den Nachbardisziplinen Psychotherapie und insbesondere Supervision auf. Coaching ist „im Schnittpunkt sozialpädagogischer und selbstmanagementorientierter Therapie und Supervisionsmodelle konzipiert [...]“[32]

Er versteht das Coaching als eine prozessorientierte Hilfe zur Selbsthilfe, somit von jeher im Feld der Sozialpädagogik und Sozialwissenschaften angesiedelt.[33]

Wichtig ist ihm für Coaching, aber insbesondere für einen Coachingansatz in der Sozialpädagogik

[…] eine Klärung der Motive (bzw. Motivationen), die im Coaching realisiert werden wollen. Wem - so die dazu zentrale Frage - soll mit Coaching tatsächlich geholfen werden: der Organisation, dem Klienten oder dem Coach? Um wen und was geht es eigentlich beim Coaching? Um die Sicherung des Lebensstandards der Beratungsprofis, um die Erhöhung des ökonomischen Outputs von Unternehmen oder um das Wohlbefinden und eine gelingende Lebensbewältigung (beruflich wie privat) von Individuen, die sich akut mit einer selbst erlebten Handlungs- und Sinnkrise auseinanderzusetzen haben?[34]

Durch Coaching werden sehr unterschiedliche Interessen erreicht, und im ungünstigsten Fall wird „[…] auch ein großer Druck auf die Verfahrensweise des Coachings ausgeübt […] und die persönlichen Ziele des Klienten“ spielen „nur eine untergeordnete oder gar keine Rolle“.[35]

Sozialpädagogisches Coaching kann in seinen Zielen und in der Zielgruppe weiter gefasst werden und darf nicht wie ein - zwar als Coaching betiteltes, im Unternehmenskontext aber als Personalentwicklungsinstrument funktionierendes und mit rein ökonomisch angelegten Zielvorgaben und (oft unausgesprochen) machttheoretisch einsetzbares -Werkzeug benutzt werden, denn:

Ein Konzept, dass vorgibt, anthropologisch fundiert zu sein, in dem es Menschen fokussiert als autonomes, soziales, sich selbst entfalten wollendes und verformbares sowie leidendes Wesen […] diese Anthropika jedoch für die eigene Coaching-Praxis ausschließlich `wichtigen´ Menschen (Managern, Führungskräften etc.) zubilligt und damit Menschen (als Kunden) nach ihrer Wichtigkeit und Unwichtigkeit kategorisiert, muss sich die Kritik gefallen lassen, zentral nachfrageorientiert und fundamental ideologisch zu sein.[36]

Obwohl es im Coaching und der Supervision oft um zwei unterschiedlichen Auftragslagen der beraterischen Hilfe gehen kann, um organisatorische und persönlichkeitsbezogene Anforderungen, muss „es sich auch bei der Beratung in Profit- und Non-Profit-Organisationen stets um spezifische subjekt- und objektbezogene Rollenberatungen handeln; d.h. um eine Beratung im Hinblick auf unterschiedliche Rollenanforderungen, die einzig durch die Person im Kontext ihrer Lebenswelt (und –bezüge) erfüllt werden sollen.“[37]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Zwei unterschiedliche Auftragslagen der beraterischen Hilfe

Quelle: Birgmeier, Bernd (2010): Sozialpädagogisches Coaching. Weinheim/München. S. 41.

„Die Hauptthemen des klassischen Coachings, nämlich Führung und Führungsprobleme, werden auf andere lebensweltliche Dimensionen übertragen, die im weitesten Sinne die Lebensführung (und partielle Probleme damit) von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen betreffen.“[38], so ist Sozialpädagogisches Coaching „in erster Linie an das Subjekt gebunden, an dessen Verhalten, seine Probleme, Werte, Bedürfnisse, Wünsche, an dessen Alltagserleben und -erleiden - und dementsprechend an dessen individuelle Ziele, mit denen er eine gelingendere Lebensführung und eine bessere Bewältigung aller seiner lebensweltlichen Funktionen und Rollen erhofft.“[39]

Schlüsselbegriff für Birgmeier sind „Selbstmanagement“ und „ganzheitliche Lebensweltorientierung“ - so legt er auch die Haltung des Coachs dementsprechend (sozialpädagogisch) an: „Lebensweltbezogen auch im Coaching zu arbeiten, impliziert insofern auch die Grundmaxime professionellen Handelns, nämlich auf die in der Lebenswelt vorfindlichen Probleme von Menschen in ihrer Biographizität einzugehen und zu unterstützen.“[40]

Sozialpädagogisches Coaching versteht Birgmeier als

-auf Selbstreflexion und Verhaltensmodifikation zielend,
-alltags-, lebenswelt- und selbstmanagementorientiert,
-präventiv und interventiv angelegt,
-qualitativ hochwertige und evaluierbare (Beratungs-)Dienstleistung,
-wissenschaftlich, gestützt auf Forschung, Theorien, Erkenntnissen und Wissensstrukturen sämtlicher relevanter Nachbardisziplinen, insbesondere der Handlungswissenschaften,
-mit professionellen, auch diagnostischen Methoden (vorzugsweise aus Sozialpädagogik, Therapie und Supervision) versehen,
- systemtheoretisch, verhaltens-, handlungstheoretisch und konstruktivistisch „gedacht“,
-ressourcenerschließend, entwicklungs- und gesundheitsfördernd,
-über pädagogische Prozesse der Bildung, der Selbsterfahrung, der Selbstreflexion und des Neu- bzw. Umlernens, des „Lernens“ im Gesamt, angewendet,
-eine spezifische Form, die pro- und metaphylaktische Hilfen zur Selbsthilfe und zur Wiedererlangung der Kompetenz zur eigenen Lebensbewältigung und Lebensführungskompetenz für solche Personen mit Problemen - altersgruppenübergreifend - anbietet, die aufgrund gestörter oder mangelnder Handlungskompetenz und Selbstmanagement-Probleme, die zu Krankheit, Sinn- und Orientierungskrisen, Krisen in der Familie, Störungen von work-life-balances, Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sowie Identitätsstörungen führen können und vom Betroffenen als leidvoll erlebte Status- und Transitionspassage im Rahmen der eigenen Sozialisation und Biografie wahrgenommen werden.[41]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Disziplinärer und professioneller Rahmen sozialpädagogischen Coachings

Quelle: Birgmeier, Bernd (2005): Coaching und Soziale Arbeit. S. 255.

Dieses eine Modell richtet sich, metamodelltheoretisch durch die Sozialpädagogik begründet und als Methode fundiert, an zwei AdressatInnengruppen:

das klassische Klientel, ManagerInnen und Führungskräfte „in Profit und Non-Profit Organisationen (Sozialmanagement)“ und in einer spezifizierten Version, als innovatives Konzept, auch „KlientInnen“ der sozialen Arbeit bzw. der Sozialpädagogik.

Beide AdressatInnengruppen benötigen unterschiedliche Anforderungsprofile, Kompetenzfelder und Ausbildungswege der Coachs. Die metamodelltheoretischen, d.h. die erkenntnistheoretischen und anthropologischen Hintergründe liefern die Sozialpädagogik und ihre Nachbardisziplinen.[42]

Als Vision[43] der Zukunft stellt Birgmeier[44] den von einem seiner Studenten namens Janker (2006)[45] verfassten Ansatz „Coaching für Kinder“ dar. Aus den Forschungen zur Selbstmanagementtherapie[46] sind auch Kindern[47] Selbstmanagementstrukturen im Volksschulalter nachzuweisen.

Aus meiner annähernd 10 jährigen Praxiserfahrung als Kindergruppenbetreuer in privaten Elterninitiativen, die im Gegensatz zu öffentlichen Kindergärten eigene Betreuungs-konzepte, die als „der andere Umgang“[48] bezeichnet wurden, verfolgen, kann ich nur aus eigenen Beobachtungen behaupten, dass Selbstorganisation schon viel früher einsetzt.[49]

Warum würde man in diesem Bereich überhaupt den Begriff „Coaching“ verwenden wollen? Weil es „cool“ ist?

Zur Illustration ein Gespräch, das von außen betrachtet auch Coaching heißen könnte, weil es Freiwilligkeit, Zielvereinbarungen, Selbstaktualisierungselemente enthält, das Selbstmanagement des Kindes anspricht, Nachhaltigkeit erzielen will.

Kind: „Ich will, dass du mich vor XYZ beschützt.“ Coach: „Was ist denn geschehen?“ K: „ABC hat ...“ C: „Und was hast du getan …? Was wünscht du dir genau?“ etc.

Viele methodische Zugänge sind für Kinder denkbar: gewaltfreie Kommunikation, Geschichten, Reisen, Rollenspiele ... Kinder fragen und sprechen außerdem aus, was sie wollen.

Kinder können mit Regeln nützlich und kreativ umgehen. Es kommt ganz auf die Haltung an, die man ihnen gegenüber einnimmt, doch dazu komme ich später noch.

Phasen eines Coachings für Kinder in der Praxis[50] :

-Schaffung günstiger Ausgangsbedingungen:

Basisvariablen (tragfähige Beziehung, Klärung der Rollenerwartung als Grundlage für kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten, Motivation, Ängste abbauen, Gesprächsführung)

-Kontaktaufnahme und Erstgespräch

Kennenlernen vor dem Coaching Prozess, Setting, Basisvariablen „in die Wege leiten“. Ist die Einbeziehung von Beziehungspartnern des Kindes möglich (Eltern, LehrerInnen...)? – Wie weiter?

-Aufbau von Änderungsmotivation und Auswahl von Änderungsbereichen:

Motivation, Freiwilligkeit, „kein Zwang“, positives Feedback

-Diagnostik

Je nach Thema/Anlass auch diagnostische Verfahren einsetzen, Entstehungsbedingungen für problematische Verhaltensweisen überprüfen, intra/interpersonale Komponenten, verhaltenstherapeutisch erprobte Modelle (SORK), Bedürfnisse, Ressourcen, Werte, Ängste, diagnostisches Fallverstehen[51]. „Dabei sind - zum Zwecke einer ganzheitlichen Diagnostik – partizipative, sozialökologische, reflexive und mehrperspektivische Orientierungspunkte zu berücksichtigen, die während des gesamten Coaching-Prozesses stets im Hintergrundwissen des Coachs bedacht werden müssen“[52]

-Das Vereinbaren von Zielen

Auf Basis der Diagnosen und Analysen lösen sich Bedürfnis-, Wert- und Verhaltensziele etc. heraus. Hier gehe es darum, spezifische Entwicklungsziele, Situationsziele oder Systemziele (Familie, Peers...) zu fixieren, zu konkretisieren. Außerdem, damit alle Beteiligten die gemeinsamen Ziele vor Augen haben, Zielerreichungs- und Zielevaluationsverfahren wie Goal Attainment Scaling (GAS) durchzuführen.[53]

-Planung, Auswahl und Durchführung spezieller Methoden

Methoden sollen auf den Einzelfall speziell“ zugeschnitten“ werden. In Anlehnung an Methoden z.B. aus der Verhaltenstherapie könnte man Trainingseinheiten zu bestimmten Themen durchführen (Stressbewältigung, Unsicherheit, Ängste); – außerdem bringt hier Janker auch einen Input aus der Kurzzeittherapie für Kinder[54], „weil er besonderen Wert auf die Sichtbarmachung der Stärken und Ressourcen eines Kindes legt“, außerdem böten sich Rollenspiele, Visionsarbeit [...] an und „besonders solche Methoden, die auf spielerische Weise und mit Spaß diverse Lernerfahrungen ermöglichen.“[55]

-Evaluation und Abschluss

Auf den gegangenen Weg schauen: Erfolge und Misserfolge evaluieren (GAS), Nachhaltigkeit überprüfen, erreichte Fortschritte stabilisieren, Tipps geben zur Integration in den (Schul-)Alltag; um „das Kind in eine eigenverantwortliche Lebensführung entlassen zu können, sollte sowohl das Kind als auch dessen soziales Umfeld (Lehrer, Schüler) darauf vorbereitet werden, auf evtl. auftretende Rückfälle oder neu auftauchende Problemlagen gefasst zu sein und diese selbstständig zu bewältigen.“[56]

Dieses recht theoretische an der Hochschule entstandene Konzept soll in der Schule umsetzbar sein, „auch die Lehrer sollten in den Coaching-Prozess involviert werden [...] Ebenso wäre darüber nachzudenken, Coaching als eine Maßnahme der Jugendhilfe in den umfassenden Rahmen von Schulsozialarbeit/-pädagogik einzubetten, damit der Lebensraum der Schule zu einem ganzheitlichen Ort des sozialen Lernens innerhalb kindlicher Lebenswelten wird“, der mit vielfältigen Angeboten und Maßnahmen ganzheitlich (durch Lehrer, Eltern, Sozialarbeiter, Coachs etc.) professionell auszugestalten ist[57].

[...]


[1] http://www.bmwfj.gv.at/Jugend/Jugendstrategie/Seiten/default.aspx [7.10.2012].

[2] http://www.google.at/#hl=de&output=search&sclient=psy-ab&q=coaching&oq=coaching&gs_l=hp.3..35i39l2j0l2.2131.3111.0.3450.8.8.0.0.0.0.153.874.2j6.8.0...0.0...1c.1.SfScwcxmk3w&pbx=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_cp.r_qf.&fp=2bec358b4a204908&bpcl=38093640&biw=1258&bih=689 [24.9.2012].

[3] http://www.google.at/#q=supervision&hl=de&prmd=imvnsb&source=lnt&tbs=ctr:countryAT&cr=countryAT&sa=X&ei=UE2hUOioOcbesgbI3YHgBw&ved=0CBcQpwUoAg&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_cp.r_qf.&fp=2bec358b4a204908&bpcl=38093640&biw=1258&bih=689 [24.9.2012].

[4] Amüsant, aber zu weit ins Metaphorische entführt: Seidler , Andrea. Es geht in ihrem Text „Zur Frage der Qualitätssicherung in ungarischen gelehrten Journalen des späten 18. Jahrhunderts: Der Gelehrtenstreit um die Herkunft des Wortes „Kutsche auf einen in alten Briefen geführten Begriffsstreit“ allerdings nicht um das „Coaching“, sondern „nur“ um das Wort „Kutsche“; http://webfu.univie.ac.at/texte/seidleroe.pdf [24.9.2012].

[5] http://www.die-coachingausbildung.de/der-begriff-coach.76.0.html - Susanne Weber [1.10.2012].

[6] ebd.

[7] Manche Prozesse werden als Coachings definiert, wobei mit Coach die Führungskraft bezeichnet wird, welche die MitarbeiterInnen der Organisation coacht.

[8] vgl. http://en.wiktionary.org/wiki/coach und http://www.dict.cc/englisch-deutsch/to+coach+sb.html und http://www.merriam-webster.com/dictionary/coach [23.9.2012].

[9] Der Verfasser ist der Meinung, dass es so etwas wie einen „hippokratischen Eid“ auch für Coachs geben sollte.

[10] Bezieht sich auf die in Fußnote 11 bezeichnete Studie von Hamblin, Robert.

[11] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Coaching [24. 9. 2012]. Wikipedia zitiert hier: Hamblin , Robert et. al. (2008): The emergent ‘coaching industry’: a wake-up call for HRD professionals, in: Human Resource Development International, Vol. 11, No. 3, S. 295.

[12] ebd. [Fette Schrift von M.S.]

[13] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Coaching [24. 9. 2012]. Wikipedia zitiert hier: Hamblin , Robert et. al. (2008): The emergent ‘coaching industry’: a wake-up call for HRD professionals, in: Human Resource Development International, Vol. 11, No. 3, S. 295.

[14] vgl. ebd.

[15] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Coaching [24. 9. 2012].

[16] vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Coaching [24. 9. 2012].

[17] http://www.dgsv.de/2011/10/supervision-und-coaching-ganz-auf-einer-linie/ [24.9.2012]: Hier handelt es sich um die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSv) „Das Ende eines unerklärlichen Unterschieds — Stellungnahme zur Diskussion der Begriffe Supervision und Coaching“ vom 20. Oktober 2011.

[18] Quelle: http://www.coaching-lexikon.de/Coaching-Verbände [24.9.2012].

[19] ebd. Es finden sich noch weitere kleinere Verbände, die auch in Österreich angesiedelt sind und die versuchen, im europäische-deutschsprachigen Raum zu agieren. Es ist auch unklar, ob sie noch aktiv sind. Das ist für die vorliegende Arbeit auch unerheblich.

[20] http://www.oevs.or.at/ [24.9.2012].

[21] http://www.coachfederation.at/index.php/icf-zertifizierung/supervision [24.9.2012].

[22] vgl. http://www.coachfederation.at/index.php/coaching/anlaesse-fuer-coaching [24.9.2012].

[23] http://www.coachingdachverband.at/index_html?sc=285980015 [1.10.2012].

[24] http://www.coachingdachverband.at/index_html?sc=600574046 [1.10.2012].

[25] ebd.

[26] http://www.oevs.or.at [24.9.2012].

[27] ebd.

[28] ebd.

[29] bzw. „sollten“, damit der Begriff ein sozialpädagogisch fundierter Begriff wird und somit Platz finden kann, auch in der Arbeit mit Jugendlichen.

[30] Birgmeier , Bernd (2005): Coaching und Soziale Arbeit. Weinheim und München. Birgmeier verwendet hier Soziale Arbeit und Sozialpädagogik synonym. Erklärung dazu in Kapitel 6 dieses Buches.

[31] Birgmeier, Bernd (2010): Sozialpädagogisches Coaching, Weinheim und München. S. 16.

[32] Birgmeier , Bernd (2010) S. 27.

[33] vgl. Birgmeier (2005): Zusatz: Ob die Coachingszene seine Ausführungen schätzt, ist jedoch fraglich. Verweisungen auf seine Texte von Seiten der größeren Coaching-Institute (Rauen, Dachverbände) sind praktisch nicht existent; oder trifft es der Rezensent auf den Punkt: „Fassen wir zusammen: Vor uns liegt ein Buch, das zurecht den Untertitel trägt „Grundlagen einer Theorie sozialpädagogischen Coachings“. Es könnte auch heißen: „Wie schaffen Sozialarbeit und Sozialpädagogik endlich den Sprung auf universitäres Niveau? Antwort: Durch ein integratives umfassendes Metakonzept, letztlich durch Meinungsführerschaft im Bereich Coaching. [...] Jeder Coach aus dem Wirtschaftsbereich, jeder supervidierende Erwachsenenbildner und jeder Psychologe wird dies anmaßend finden. Aber das ist das alte Thema der Sozialarbeitswissenschaft: Niemand nimmt sie so richtig ernst.“ (Professor Dr. Anton Hahne) http://www.coaching-literatur.de/rezensionen/rezension_birgmeier_3779919524.htm [28.9.2012].

[34] Birgmeier , Bernd (2010): S. 45.

[35] ebd.

[36] Birgmeier , Bernd (2005): S. 246.

[37] Birgmeier , Bernd (2010): S. 41. Hier wäre die Sichtweise des systemischen Ansatzes kürzer und prägnanter.

[38] ebd. S. 218.

[39] Birgmeier , Bernd (2010): S. 45.

[40] ebd. S. 47 ff.

[41] Birgmeier , Bernd (2010): S. 51 ff.

[42] Birgmeier , Bernd (2010): S. 52.

[43] ebd. S. 218.

[44] Bernd Birgmeier (Dr. phil. Habil. Jg 1968) ist Privatdozent und Akademischer Rat am Lehrstuhl für Sozialpädagogik und Gesundheitspädagogik der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie Management Coach (Cip) und Coaching-Ausbilder. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Theorien der Sozialen Arbeit, Professionalisierungs- und Verwissenschaftlichungsprozesse im sozialen Bereich sowie Coachingforschung – vgl. ebd. S. 4.

[45] Janker, C. (2006): Coaching für Kinder. Unveröffentlichte Diplomarbeit am Lehrstuhl für Sozialpädagogik und Gesundheitspädagogik der Katholischen Universität Eichstätt Ingolstadt. Die Diplomarbeit liegt dem Autor dieser Arbeit selbst nicht vor. Alle Zitate übernommen aus Birgmeier , Bernd (2010) .

[46] Birgmeier/Janker verweisen auf Kanfer, Frederick H. et al. (2000): Selbstmanagement-Therapie. Berlin.

[47] Insbesondere, wenn man von Menschen und Kindern nicht wie von „trivialen Maschinen“ spricht. Im Sinne Heinz von Foerster (1996).

[48] http://www.kindergruppen.at/html/kiumgang.html [4.10.2012].

[49] http://www.wiener.kindergruppen.at/Paedagogik.htm [4.10.2012].

[50] vgl. Birgmeier , Bernd (2010): S. 223 ff.

[51] vgl. ebd.

[52] ebd.

[53] vgl. Birgmeier , Bernd (2010): S. 225 f.

[54] ebd.

[55] vgl. ebd. S. 225

[56] vgl. ebd. S. 226.

[57] vgl. Birgmeier , Bernd (2010): S. 227.

Details

Seiten
94
Jahr
2012
ISBN (Buch)
9783656631941
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v266662
Note
1.0
Schlagworte
Coaching für Jugendliche Jugendarbeit Supervision Sympaideia Ramita Blume Heinz von Foerster Coaching Definition Kybernetik kybernetisch-systemisches Coaching Lernen

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Titel: Beziehungstanz und Kutschenfahrt. Coaching in der Jugendarbeit