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Pflegephänomen Hyperhidrose

Handlungskonzepte

Hausarbeit 2013 89 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

1 Hintergrund der Arbeit

2 Hyperhidrose
2.1 Definitionen von Hyperhidrose
2.2 Arten und Einteilung von Hyperhidrose nach Altmeyer et al

3 Beeinflussende Faktoren

4 Indikatoren für Hyperhidrose

5 Auswirkungen der Hyperhidrose

6 Bedeutung der Hyperhidrose

7 Erfassung, Messung der Hyperhidrose

8 NANDA Pflegediagnosen

9 Interventionen zur Hyperhidrose

10 NOC Pflegeergebnisse

11 Resumee

Literaturverzeichnis

Anlageverzeichnis

1 Hintergrund der Arbeit

Unter Hyperhidrose leiden in Deutschland circa 1-2% der Bevölkerung, in den USA sind circa 2,8% der Bevölkerung davon betroffen. Die Betroffenen haben häufig ein unangenehmes Körpergefühl, welches mit einem abstoßenden Geruch einhergehen kann. Sie sind in ihrem Alltag durch das übermäßige Schwitzen stark eingeschränkt. Dies kann sich auf dessen soziales Umfeld auswirken. Menschen mit Hyperhidrose haben laut dem Dermatology Life Quality Index erhebliche Einschränkungen hinsichtlich ihrer Lebensqualität (vgl. Altmeyer et al., 2010). Schwitzen ist eine wichtige Funktion unseres Körpers. Dennoch wird das Schwitzen häufig als abstoßend empfunden. Schweiß wird in der Gesellschaft als überflüssig angesehen, beispielsweise wird immer mehr Werbung für Antitranspirante gemacht, um dem Schweiß entgegen zu wirken (vgl. Apostolidis, 2007, 339). Trotzdem gibt es Menschen, die das Schwitzen nicht so leicht mit z.B. Deodorants in den Griff bekommen und deshalb unter dieser Symptomatik leiden. Laut einer Studie steigt die Anzahl der Betroffen die an Hyperhidrose leiden (vgl. Hong, 2012, 728). KrankenpflegerInnen sind mit dem Phänomen der Hyperhidrose fast täglich konfrontiert. Unabhängig vom Ursprung des Schwitzens und der Menge des Schweißes werden immer wieder Interventionen durchgeführt, die dem Patienten ein angenehmeres Gefühl verschaffen. Dies kann z.B. das Wechseln der Bettwäsche sein oder die Begleitung in die Dusche. Dem Phänomen gilt mehr Aufmerksamkeit, als den meisten Pflegenden bewusst ist. Der Gegenstand dieser Arbeit soll sein, das Phänomen Hyperhidrose näher zu beleuchten und eine Sensibilisierung im Hinblick auf das Phänomen zu erreichen.

2 Hyperhidrose

Im Folgenden werden Definitionen von Hyperhidrose dargestellt und analysiert. Um dem Leser eine bessere Übersicht zu verschaffen und die Verständlichkeit zu erhöhen werden im Anschluss die Arten und die Einteilung von Hyperhidrose vorgestellt.

2.1 Definitionen von Hyperhidrose

Hyperhidrose wird als Abweichung der normalen Schweißsekretion, als vermehrte Schweißproduktion, definiert (vgl. Herzog et al., 2012, 408). Schlereth et al. unterscheiden zwei Arten der Hyperhidrose, dem gesteigerten Schwitzen. Sie unterscheiden die generalisierte und fokale Hyperhidrose. Die Generalisierte betrifft dabei den gesamten Körper und hat meist eine pathologische Ursache zu Grunde liegen. Die fokale Hyperhidrose entsteht meist idiopathisch bei gesunden Menschen. Diese Art des übermäßigen Schwitzens beginnt in der Regel in der Pubertät und bei den Betroffenen findet man keine pathophysiologischen Veränderungen. Schlereth et al. meinen, dass es sich bei dieser Art der Hyperhidrose um eine Fehlfunktion des sympathischen und parasympathischen Nervensystems handelt. Sie fügen hinzu, dass häufig mehrere Areale gleichzeitig betroffen sind und eine genetische Disposition das Risiko für eine fokale Hyperhidrose erhöht. (vgl. Schlereth et al., 2009, 33f.). Mit Hyperhidrosis meint Apostolidis eine generalisierte oder lokale Steigerung der Schweißsekretion. Physiologisch ist diese Veränderung bei großer Hitze, bei Erregungszuständen durch Angst oder Aufregung und bei Adipositas. Als Begleitsymptom von Grunderkrankungen entsteht eine Sudorrhoe bei endokrinologischen Erkrankungen oder infolge eines hormonproduzierenden Tumors. Ebenfalls als Begleitsymptom tritt das Phänomen bei Fieber auf. Eine medikamentös bedingte Hyperhidrose kann nach der Einnahme von Parasympathomimetika, Kortikoiden und Salicylsäure-Präparaten entstehen (Apostolidis, 2007, 341). Andere definieren, dass die primäre Hyperhidrose eine chronische und idiopathische Funktionsstörung ist, welche mit exzessivem Schwitzen einhergeht, vor allem im Bereich der Achseln, der Handflächen und Fußsohlen, sowie dem Gesicht (vgl. Naumann et al., 2001, 1). Heupke beschreibt bereits 1957 die vermehrte Transpiration. Er beschreibt, dass diese natürlicherweise bei großer Hitze auftritt und von der Erregung besonderer Nerven abhängig ist. Erhöhte Körperwärme, starke Füllung der Hautgefäße und seelische Erregung können, laut Heupke, eine erhöhte Absonderung der Schweißdrüsen auslösen. (…) Krankhaft ist sie bei Fettleibigkeit, Basedow, Rachitis und vielen fieberhaften Infektionskrankheiten. (…) Auch bei allgemeiner körperlicher Schwäche und Nervosität ist ein vermehrter Schweißausbruch möglich. Eine örtlich vermehrte Schweißabsonderung tritt hauptsächlich an Füßen, Händen und in der Achselhöhle auf und wird meist infolge seelischer Erregung verstärkt (vgl. Heupke, 1957, 659). Bei übermäßiger Schweißabsonderung (durch körperliche Anstrengung, Hitze, Medikamente, Krankheiten) kann bis zu 5 Liter Schweiß in 24 Stunden abgesondert werden (ebd., 1957, 245). Im Duden wird die Hyperhidrose als übermäßige, krankhaft vermehrte Schweißabsonderung bezeichnet (vgl. Duden, 2013). In der online verfügbaren Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin von P. Altmeyer und M. Bacharach-Buhles wird die Hyperhidrose als generalisiert oder lokal auftretendes vermehrtes Schwitzen beschrieben, welches mit einer übermäßiger Steigerung der ekkrinen und apokrinen Drüsen einher geht. Die Ursachen können verschiedenen Ursprungs sein. Sie differenzieren die Primäre Hyperhidrose und stellen fest, dass diese als idiopathisch, bilateral, weitgehend symmetrisch und nicht-physiologisch auftreten kann (vgl. Altmeyer et al., 2010).

Alle Autoren beschreiben die vermehrte Schweißabsonderung. Heupke, Apostolidis und Altmeyer et al. unterscheiden zwischen physiologischer und pathologischer Hyperhidrose. Physiologische Hyperhidrose kann Jeden betreffen, bei klimatischen Veränderungen, bestimmten Erregungszuständen bzw. Emotionen oder Körpergewicht, dies bestätigen Heupke und Apostolidis. Die krankhafte Hyperhidrose wird von Naumann et al., sowie von Altmeyer et al. in Primäre und Sekundäre unterschieden. Die primäre Hyperhidrose hat keine Krankheit zu Grunde liegen. Im Gegensatz zur Sekundären, welcher eine Krankheit zu Grunde liegt. Des Weiteren beschreiben die Autoren Apostolidis und Heupke, dass eine übermäßige Transpiration Folge von Medikamenten sein kann. Schlereth et al., Apostolidis und Altemeyer et al. beschreiben, dass die Hyperhidrose, sowohl lokal als auch generalisiert vorkommen kann. Schlereth et al. unterscheiden allerdings noch, dass der generalisierten Hyperhidrose eine pathologische Ursache zu Grunde liegt und der Lokalen nicht. Sie gehen davon aus, dass nur die lokale Hyperhidrose idiopathisch ist. Naumann et al. fügen hinzu, dass die primäre Hyperhidrose mit einem chronischen Verlauf einhergeht und, dass das Phänomen immer lokal auftritt. Dies bestätigen auch Schlereth et al.

Das Antonym von Hyperhidrose ist laut Duden die Hyp(o)hidrose (vgl. Duden, 2013). Im Folgenden soll der Normalzustand, also das physiologische Schwitzen, näher beleuchtet werden, um die normalen Vorgänge besser von den Übermäßigen abzugrenzen. Schweiß (griech. hidros) sondert der Mensch beim Schwitzen durch ekkrine Sekretion (etwa zwei Millionen Schweißdrüsen) an die Hautoberfläche ab. (…) Die normale Schweißproduktion beträgt ca. 400-1000 ml /Tag, kurzzeitig können Maximalwerte von etwa zwei l/Std. überschritten und zehn bis zwölf l/Tag erreicht werden (Herzog et al., 2012, 408). Apostolidis beschreibt als Schweiß (lat. Sudor, griech. Hidros) die flüssige Sekretabsonderung der Schweißdrüsen der Haut. (…) Die Schweißproduktion beträgt, abhängig von der körperlichen Aktivität und der Umgebungstemperatur, im Normalfall ebenfalls ca. 400-1000 ml/Tag. Die Menge kann bei schwerstkörperlicher Arbeit bis zu 1,5 l/Std. ansteigen. Allerdings sind die Angaben bezüglich der Schweißmenge zumeist geschätzt (vgl. Apostolidis, 2007, 339). Eine weitere Definition erläutert, dass der Schweiß gewöhnlich in einer Menge von 400 ccm in 24 Stunden abgesondert wird. (Heupke, 1957, 245).

Insgesamt charakterisieren alle Autoren, dass das physiologische Schwitzen von mindestens 400ml bis zu einem Liter pro Tag betragen kann. Durch Einflussfaktoren kann diese Angabe variieren.

Als Synonyme für Hyperhidrose stehen Hyperhidrosis, Ephidrosis und Sudorrhoe (vgl. Altmeyer et al., 2010).

2.2 Arten und Einteilung von Hyperhidrose nach Altmeyer et al.

Altmeyer et al. gliedern die Arten der Hyperhidrose gemäß ihrer Definition auf. Diese Auflistung ist auf Grund der guten Übersichtlichkeit und Strukturierung gewählt worden (siehe Anlage 1). Anhand der Übersicht kann man erkennen, wie Hyperhidrose auftreten kann, mit was sie in Verbindung steht und wie vielfältig sie sein kann.

3 Beeinflussende Faktoren

Eckert geht davon aus, dass eine Beeinflussung auf das physiologische Schwitzen auch auf die Sudorrhoe übertragbar ist, da die anatomischen Gegebenheiten vorhanden sind und eine Hyperhidrose nicht das Endstadium des Schwitzens darstellt. Das physiologische Schwitzen wird von vielen Faktoren beeinflusst. Hierzu zählen Infektionen, endokrine und neurologische Erkrankungen, maligne Erkrankungen, Medikamente, Intoxikationen und Entzüge, wie beispielsweise der Alkoholentzug (vgl. Schlereth et al., 2009, 33). Schlereth et al. nennen weitere Einflussfaktoren, welche die Thermoregulation und somit das Schwitzen beeinflussen: Hormone, Affekt, Sauerstoffsättigung, Plasmaosmolarität. Sie spezifizieren dabei, das Progesteron die Körpertemperatur erhöht und die Schweißrate senkt. Östrogen bewirkt den gegenteiligen Effekt. Ebenfalls transpiriert man weniger durch Hypovolämie und einen Anstieg der Plasmaosmolarität. Im Gegensatz dazu schwitzt man bei einer Erhöhung der Sauerstoffsättigung mehr (vgl. ebd., 2009, 33). Die ekkrinen Drüsen, welche für den eigentlichen Schweiß verantwortlich sind, sind über den ganzen Körper verteilt. Vermehrt tauchen sie in Regionen, wie den Achseln, den Handinnenflächen und den Fußsohlen auf. Die Anzahl der ekkrinen Drüsen wird beeinflusst von intakten peripheren Nervenfasern und von Umweltbedingungen aus der frühen Kindheit. Die Schweißrate wird über die Hauttemperatur und der Durchblutung in der Peripherie eingestellt, wird es warm, schwitzt man vermehrt; wird es kühl, schwitzt man weniger (vgl. ebd., 2009, 33). Des Weiteren beschreiben Schlereth et al., dass Emotionen, Stress und sonstige Reize die Schweißdrüsen an den Hauptregionen anregen. Krankheiten oder bestimmte medizinische Eingriffe können eine Hyperhidrose auslösen bzw. das normale Schwitzverhalten beeinflussen. Großhirninfarkte, Blutungen, spinale Läsionen, Harlequin- Syndrom und Frey-Syndrom sind Beispiele hierfür (vgl. ebd., 2009, 33.). Auch Krassioukov beschreibt in seiner Arbeit die Hyperhidrose als Problematik bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen (vgl. Krassioukov, 2007, 109). Herzog et al. zeigen neben der hormonellen Erscheinung und Medikamenten andere Kriterien auf. Sie beschreiben klimatische Umstände, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Flüssigkeitshaushalt, Körperaktivität, Nahrung und die psychische Verfassung (vgl. Herzog et al., 2012, 408). Diesen beeinflussenden Faktoren stimmt das Department of Health and Human Services zu (vgl. Rados, 2005). Akintürk et al. beschreiben ähnliche Faktoren wie Schlereth et al. und Herzog et al., sie differenzieren zudem Fieber, Herzfehler, vegetative Störungen und Adipositas (vgl. Akintürk et al., 2010, 106). Apostolidis beschreibt große Hitze, Erregungszustände und Adipositas als Einflussfaktoren (vgl. Apotolidis, 2007, 341). Laut Department of Health and Human Services ist Hyperhidrose normal, wenn man Angst oder Fieber hat (vgl. Rados, 2005). Menschen, die sich einem Entzug von Stimulantien, wie Cannabis oder Tabak, unterziehen, leiden häufig unter vermehrter Schweißsekretion. Somit beeinflusst ein Drogenentzug ebenfalls die normale Schweißrate mit einer Erhöhung dieser (vgl. Grotenhermen, 2012, 499).

4 Indikatoren für Hyperhidrose

Laut der oben vorgestellten Definitionen und den beeinflussenden Faktoren, wirkt es schwierig eine krankhafte Hyperhidrose von einer Physiologischen zu unterscheiden. Naumann et al. beschreiben die primäre Hyperhidrose als chronisch. Somit begleitet diese Art des übermäßigen Transpirierens den Betroffenen ein Leben lang (vgl. Naumann et al., 2001, 1). Wenn man von Hyperhidrose spricht, wird in den Definitionen meist von übermäßiger oder vermehrter Schweißproduktion gesprochen. Diese Angabe scheint Eckert sehr ungenau. Allerdings gibt es Messverfahren, welche die Menge des Schweißes Milligramm genau bestimmen können. Bei der Gravimetrie wird die Menge des Schweißes beispielsweise pro Achsel gemessen, wie in der Studie von Hong et al. beschrieben wird. In deren Untersuchung wird die Therapie mit einem Mikrowellengerät zur Behandlung von axillarer Hyperhidrose evaluiert. Die Probanden mussten verschiedene Kriterien erfüllen, unter anderem, dass sie mindestens 50mg Schweiß pro Achsel in fünf Minuten schwitzen. Schlereth et al. beschreiben ebenfalls die Gravimetrie in deren Arbeit, dabei sprechen sie von Hyperhidrose ab einer Menge von über 50mg pro Minute, wenn die Achseln betroffen sind. Bei der Hyperhidrosis palmaris gilt diese ab 20mg pro Minute als krankhaft (vgl. Schlereth et al., 2009, 34f.). Altmeyer et al. stimmen mit den Angaben von Schlereth et al. über ein (vgl. Altmeyer et al., 2010). Insgesamt kann man sagen, dass die genannten Mengenangaben und das lebenslange Vorhandensein Merkmale für die pathologische Hyperhidrose sind.

5 Auswirkungen der Hyperhidrose

Hyperhidrose geht nicht selten einher mit unangenehmen Geruch oder Schweißflecken. Der Geruch entsteht durch Duftdrüsen, welche ein visköses Sekret absondern. Diese Duftdrüsen sind erst ab der Pubertät aktiv (vgl. Schlereth et al., 2009, 32). Durch diese Beimengung der Duftdrüsen entsteht der meist unangenehme Geruch, der reine Schweiß ist normalerweise geruchslos. Der Geruch ist wichtig für das menschliche Miteinander: „Ich kann dich nicht riechen“ (vgl. Apostolidis, 2007, 339). Durch die Hyperhidrose sind die Betroffen häufig dazu gezwungen, ihre Wäsche häufiger zu wechseln und mehrmals am Tag Körperpflege zu betreiben. Bestimmte Kleidung und Bettwäsche aus Naturstoffen sind vorteilhaft, wodurch der Schweiß besser aufgesaugt werden kann. Das Tragen von mehreren Kleidungsschichten wird ebenfalls empfohlen, dies ermöglicht einen schnellen Teilwäschewechsel. Durch die ständig feuchte Haut besteht die Gefahr von Hautproblemen, wie z.B. Intertrigo oder Pilz. Die Verwendung von speziellen Pflegeprodukten ist bei Menschen mit Hyperhidrose anzuraten (vgl. Herzog et al., 2012, 408). Diese Interventionen bedeuten für den Betroffen einen höheren Zeit- und Geldaufwand, meint Eckert. Hyperhidrose bedeutet nicht nur Schwitzen im Übermaß, sondern wird häufig von Hautmazerationen oder sekundären mikrobiologischen Infektionen begleitet (vgl. Naumann et al., 2001, 1). Des Weiteren besteht stets die Gefahr einer Erkältung durch die andauernd feuchte Haut. Menschen mit Ephidrose verlieren an Flüssigkeit und Elektrolyten (vgl. Herzog et al., 2012, 408). Dem müssen sie entgegenwirken, um weitere Komplikationen zu vermeiden, findet Eckert. Neben den aufgezählten Problematiken, wird in der Studie von Kern et al. beschrieben, dass Patienten mit Amputationen und Hyperhidrose durch das Schwitzen am Stumpf vermehrt Probleme haben ihre Prothesen korrekt anzubringen. Das vermehrte Schwitzen an der amputierten Stelle vermindert die Reibung zwischen Haut und Prothese, dadurch kann eine Gangunsicherheit entstehen. Neben der Gangunsicherheit können die Betroffen auch unter starken Hautproblemen bzw. Hautirritationen am Stumpf leiden. Interessanterweise stellten Kern et al. fest, dass meist nicht nur der Stumpf von Sudorrhoe betroffen ist, sondern allgemein die betroffenen Patienten darunter leiden (vgl. Kern et al., 2012, 177).

6 Bedeutung der Hyperhidrose

Den Auswirkungen der Hyperhidrose kommen bestimmte Bedeutungen zu. Generell sind die Betroffenen stark psychisch und physisch belastet. Die körperliche Belastung entsteht auf Grund der häufigen Wäschewechsel oder Pflegetätigkeiten (vgl. Herzog et al., 2012, 408). Menschen, die unter Ephidrose leiden, empfinden die Schweißflecke als störend und die feuchte Haut unangenehm. Sie vermeiden z.B. das Schütteln von Händen. Dies kann zu erheblichen Einschränkungen im sozialen und beruflichen Umfeld führen (vgl. Schlereth et al., 2009, 34). Naumann et al. stellen ebenfalls fest, dass diese Menschen schwerwiegende Probleme im privaten als auch beruflichen Leben haben (vgl. Naumann et al., 2001, 1). Altmeyer et al. beschreiben, dass die Personen unter einem unangenehmen Körpergefühl leiden, Patienten mit der Erkrankung an den Händen leiden unter Angst und einem Schamgefühl Anderen die Hand zu geben. Sie sprechen von einer resultierenden Vereinsamung durch die Erkrankung (vgl. Altmeyer et al., 2010). Wenn jemand übermäßig schwitzt, kann dies auch auf Krankheiten oder einen bestimmten Zustand hinweisen. Bei Neugeborenen, welche stark am Hinterkopf schwitzen, kann dies ein Anzeichen für Rachitis sein (vgl. Akintürk et al., 2010, 106). Hyperhidrose ruft häufig Scham und Angst hervor, es kann aber auch anders herum sein, dass das übermäßige Schwitzen ein Anzeichen für Angst, Scham oder Ekel ist (vgl. Apostolids, 2007, 341). Beispielsweise kann das bei Phobien auftreten.

7 Erfassung, Messung der Hyperhidrose

In der Medizin sind Messverfahren zur Erfassung von Hyperhidrose weit verbreitet. Schlereth etr al. von der Universitätsklinik Mainz für Neurologie und Kollegen stellen in ihrem Beitrag des Deutschen Ärzteblatts verschiedene Diagnostiken vor. Der Jod- Stäke- Test nach Minor wird vor allem bei fokalen Leiden heran gezogen. Dabei wird eine Jodlösung auf die Haut aufgetragen und Stärkepulver darüber gestreut. Bei Verbindung mit Schweiß färbt sich die Haut violett. Durch das Muster, welches entsteht, werden Rückschlüsse auf die Ursachen geschlossen. Durch die Sudometrie kann die Schweißmenge bestimmt werden. Durch eine Plexiglaskapsel und einem stetigen Luftstrom wird die Schweißmenge gemessen, entweder spontan oder durch Stimulation. Die Hyperhidrose axillaris und palmaris kann durch Gravimetrie gemessen werden. Dabei wird ein Filterpapier für eine bestimmte Zeit unter die Achsel gelegt und danach gewogen. Ab 50mg/min Schweiß in den Achseln und ab 20mg/min Schweiß in den Handflächen spricht man von Hyperhidrose (vgl. Schlereth et al., 2009, 34f.). In Studien, welche sich mit dem Thema Hyperhidrose auseinandersetzten, wird häufig die Gravimetrie zur Rekrutierung der Probanden verwendet. Dies ist auch in der Studie von Naumann et al. durchgeführt worden. Sie beschäftigen sich mit der Behandlung von axillärer Hyperhidrose durch Botulinumtoxin Typ A. Dabei sollen die Probanden unter den Achseln mindestens 50mg Schweiß in fünf Minuten absondern (vgl. Naumann et al., 2001, 1). Die Methode des Filterpapiers ist in der Studie von Hong et al. ebenfalls verwendet worden. Sie wählen auch nur Menschen aus, die unter primärer axillärer Hyperhidrose leiden und mindestens 50mg in fünf Minuten pro Achsel schwitzen (vgl. Hong et al., 2012, 729). In einer Studie von Naehrlich, die sich mit der Handhabung des Schweißtests bei Cystischer Fibrose auseinandersetzt, werden die NCCLS- Leitlinien und UK-Leitlinien genannt. Ein Schweißtest, welcher auf den Leitlinien basiert, ist zur Diagnostik von Mukoviszidose die erste Wahl. In einer Grafik zeigt Naehrlich ihre Ergebnisse auf. Daraus erkennt man, welche Verfahren durchgeführt werden, um den Schweiß zu testen. Sie beschreibt, dass eine Stimulation des Schwitzens durch Iontophorese durchgeführt wird. Dieser Schweiß wird gesammelt, z.B. über Filterpapier über eine bestimmte festgelegte Zeit (vgl. Naehrlich, 2007, 71). Unabhängig von der Hyperhidrose, wird auch in dieser Studie, die Gravimetrie zur Erfassung der Schweißmenge genutzt. Kern et al. haben die Wirkung von Botulinumtoxin Typ B bei Stumpfschwitzen und –schmerzen erörtert. Sie haben zur Feststellung, ob der Proband am Stumpf schwitzt den Jod-Stärke-Test nach Minor, genutzt (vgl. Kern et al., 2012, 176). Dies stellen überwiegend Erfassungsmethoden aus dem medizinischen Bereich dar. In der Pflege, als auch in der Medizin kann der DLQI als Instrument zur Erfassung der Stärke der Beeinträchtigung durch dermatologische Probleme eingesetzt werden (siehe Anlage 2). Die Hyperhidrose wird häufig symptomatisch behandelt, verschiedenste Möglichkeiten stehen hier zur Verfügung, z.B. Antihidrotika oder eine Schweißdrüsenkurettage (vgl. Altmeyer et al., 2010). Bei allen Behandlungsmethoden kann man den DLQI zur Evaluation heranziehen, meint Eckert. Dies begründet sie mit Schlereth, da sich bei der Sudorrhoe für jeden Betroffenen ein individueller Krankheitswert ergeben kann (vgl. Schlereth et al., 2009, 32). In der Pflege spielt bei vielen Phänomenen die Beobachtung eine große Rolle. Beobachtung ist die Grundlage professionellen Handelns, wobei man den Zustand eines Menschen sowie evtl. auftretende Komplikationen, als auch den Beleg für die Wirksamkeit durchgeführter Maßnahmen dadurch erfassen kann (vgl. Bernig, 2007, 313). Durch gezielte und geschulte Beobachtungen ist es möglich eine Hyperhidrose zu erkennen. Die Pflegekräfte kennen die Eigenschaften von gesundem Schweiß. Der Schweiß oder das Schwitzen wird anhand folgender Merkmale beobachtet: Aussehen, Menge, Geruch, Konsistenz, zeitliches Auftreten und Lokalisation (vgl. Herzog et al., 2012, 408). Diese Beobachtungskriterien sind in verschiedenen Pflegefachbüchern nachzulesen (vgl. Apostolidis, 2007, 341). Da Ephidrose häufig auf andere Krankheiten schließen lässt bzw. dies ein Begleitsymptom ist, gibt es viele Assesmentinstrumente die übermäßiges Schwitzen als Indikator für bestimmte Zustände verwenden oder auf bestimmte Verläufe hinweisen. Beispielsweise bei der Alkohol- Entzugssyndrom- Skala wird Schwitzen, je nach Stärke eingeteilt und mit Punkten versehen (siehe Anlage 3).

8 NANDA Pflegediagnosen

Pflegediagnosen sollen zur einheitlichen Sprache in der Pflege beitragen. Sie beschreiben bzw. verallgemeinern Pflegeprobleme und sollen zur Allgemeingültigkeit beitragen. Diese werden in 13 Domänen unterteilt. Das Phänomen Hyperhidrose findet sich in den Domänen wieder. Im Folgenden soll dies auszugsweise belegt werden, allerdings wird in Nanda häufig von Schwitzen gesprochen. Auch diese Diagnosen wurden bei der Auswahl berücksichtigt, da Schwitzen bzw. das übermäßige Schwitzen je nach Mensch unterschiedlich sein kann. Außerdem geht Eckert davon aus, dass Nanda International bei einem bestimmenden Merkmal oder beeinflussenden Faktor nicht immer das stetige normale Schwitzen gemeint ist, sondern Akutzustände, in denen das Schwitzen besonders auffällt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Nanda Pflegediagnosen

9 Interventionen zur Hyperhidrose

Evidenzbasierte Interventionen, die nur der Berufsgruppe Pflege zugesprochen werden können, waren nicht zu finden. Hier wird Bezug auf medizinische Maßnahmen genommen, die vom Pflegepersonal in der Praxis angewandt werden bzw. werden von pflegerischer Seite Maßnahmen ergriffen, die sich auf Erfahrung stützen oder in Lehrbüchern verbreitet sind. Im medizinischen Bereich wird die Hyperhidrose sowohl konservativ als auch operativ behandelt. Dabei werden konservative Heilmethoden vorgezogen. Altmeyer et al. sprechen von einem Stufenplan, der aufeinander aufbaut. Das tägliche Reinigen mit desodorierenden Syndets oder Seifen, sowie das Rasieren der Regionen, um Bakterienbefall zu vermeiden stehen an erster Stelle. Die Verwendung von Deodorants zur Geruchsbekämpfung oder Puder können mehrmals täglich aufgetragen werden. Weitgeschnittene, atmungsaktive Kleidung wird empfohlen. Als nächster Schritt wird das Verwenden von Antihidrotika genannt, darauf folgt die Anwendung der Iontophorese. Dieses Verfahren ist nicht bei allen Patienten einsetzbar auf Grund von Nebenwirkungen. Als nächster Schritt wird die Behandlung mit Botulinum Typ A angeraten. Diese Art der Behandlung ist durch die Injektion immer mit Schmerzen verbunden. Als Systemtherapie beschreiben Altmeyer et al. Substanzen wie Salbeiprodukte, Anticholinergika oder Bornaprin. Als letzter Schritt steht die operative Behandlung. Die Betroffenen können sich, wenn andere Methoden versagen, einer Schweißdrüsenkurettage, einer Schweißsaugdrüsenkurettage oder einer Exzision der Schweißdrüsenareale unterziehen. Dies trifft aber nur für die Hyperhidrosis axillaris zu. Bei der Hyperhidrosis pedum et manuum oder generalisierter Hyperhidrose kann die Option der Sympathektomie in Betracht gezogen werden. Sie ist äußerst effektiv und von Dauer, durch Endoskopie ist sie minimal invasiv. Allerdings bringt diese Operation auch Risiken mit sich. Es kann zu einem Pneumothorax kommen, da dieser Eingriff transthorakal durchgeführt wird. Des Weiteren kann passageres kompensatorisches Schwitzen auftreten (vgl. Altmeyer et al., 2010). Die Verwendung von Botulinum scheint häufiger Anwendung zu finden. Studien überprüfen diese Wirksamkeit. In der Studie von Kern et al. wurde Botulinum Typ B bei Stumpfschwitzen eingesetzt. Alle Probanden (n=9) hatten vor Behandlung einen Median von durchschnittlich sieben auf einer elf Punkte NRS angegeben. Nach vier Wochen reduzierte sich der Wert auf drei und hielt sich konstant bis nach drei Monaten der Therapie. Auch die Nutzungsdauer der Prothesen erhöhte sich (NRS vor Behandlung von acht, nach vier Wochen von zwei, nach drei Monaten von drei) (vgl. Kern et al., 2012, 178). In einer Studie, in der ebenfalls Botulinum getestet wurde, allerdings Typ A, bei axillärer Hyperhidrose, beschreiben die Forscher: „The results for all other mesasures of efficacy were significantly better in the botulinum toxin group than in the placebo group. Significantly higher patient satisfaction was reported in the botulinum toxin type A group than the placebo group.” (Naumaunn et al., 2001, 1). Als weitere Intervention zur Behandlung von übermäßigen Schwitzen in den Achseln gibt es das fast nicht-invasive Verfahren der Mikrowellen, bei dieser Therapie muss allerdings vorher ein Betäubungsmittel injiziert werden. Hierzu wurde ein Gerät entwickelt, welches auf Mikrowellen basierend den Bereich zwischen Epidermis und Unterhautfettgewebe, wo die Schweißdrüsen sitzen, selektiv erhitzt. Bei dieser Anwendung ist die Menge des Schweißes um 50% vom Anfangswert ausgehend reduziert worden (vgl. Hong et al., 2012, 728). In der Pflege werden ähnliche Interventionen wie die von Altmeyer et al. beschrieben. Pflegende haben bei Patienten mit Hyperhidrose auf stets trockene und intakte Haut zu achten, um das Risiko einer Intertrigo so gering wie möglich zu halten. Häufige Körperpflege, wie Wäschewechsel werden von Herzog et al. empfohlen. Die Verwendung von Naturstoffen, sowie das Tragen von mehreren Schichten wirken den Auswirkungen der Hyperhidrose entgegen. Die Körperpflege, also das Waschen, kann mit Zusätzen wie Salbei, Thymian, Pfefferminz und Zitrone vollzogen werden. Diese wirken schweißregulierend und erfrischend. Insgesamt beschreiben Herzog et al., dass das Beobachten und Wahrnehmen des Wärmeempfindens, Messen und Beurteilen der Körpertemperaturregulierung, die Beratung und Anleitung zu wärmenden/kühlenden Maßnahmen, die Organisation von Unterstützung, Teilübernahme und die Gesamtübernahme zu den Aufgaben und Interventionen von Pflegenden gehören (vgl. Herzog et al., 2012, 408 ff.). Eckert meint, dass neben der pflegerischen Behandlung der Hyperhidrose, der Fokus der Pflege auf der Beobachtung bzw. dem Wahrnehmen des Problems des Patienten, sowie der Beratung des Patienten liegt. Das Beobachten ist die Grundlage professionellen Handelns und wurde bereits erwähnt. Hinsichtlich der Beratung, ist die Patientenedukation in Deutschland jedoch noch nicht sehr weit verbreitet und passiert meist „nebenher“. Dennoch ist eine Beratung für den Patienten von großer Bedeutung und braucht ihren festen Rahmen um langfristig das Problem zu behandeln (vgl. Zegelin-Abt, 2007, 201). Prophylaktisch können Menschen, die unter Sudorrhoe leiden grundsätzlich auslösende Faktoren meiden. Es ist wichtig ein normales Körpergewicht anzustreben, dazu kann eine gesunde ausgewogene Ernährung beitragen. Das Vermeiden von schweißtreibenden Nahrungsmitteln, wie bestimmte Gewürze, Alkohol, heißer Kaffee oder Tee sollte dazu beitragen, dass Hyperhidrose nicht zu stark und rasch entsteht. Der Verzicht auf Nikotin kann eine Hyperhidrose mildern. Auch Stresssituationen sollten vermieden werden. Ein gutes Zeitmanagement, sowie ein Gleichgewicht im Bereich Sport zwischen Entspannung und Ausdauerübungen helfen die Hyperhidrose gar nicht erst entstehen zu lassen (vgl. Altmeyer, 2010, Online-Exemplar). In dieses Aufgabengebiet fallen neben der Beratung und der Beobachtung unter anderem auch Hilfsmaßnahmen. Damit meint Eckert, z.B. die Stabilisation im Umgang mit Unterarmgehstützen durch das Umwickeln der Greifflächen mittels einer Mullbinde, damit der Patient falls er an den Händen schwitzt nicht stürzt oder ausrutscht. Ein anderes Beispiel hierfür ist das Achtgeben, das der Patient, wenn er unter sogenannten Schweißfüßen leidet nicht barfuß auf dem PVC-Boden in der Klinik läuft. Nicht nur aus hygienischen Gründen, sondern auch wegen der Möglichkeit zu stürzen. Diese kleinen hilfreichen Ideen fallen häufig gar nicht in der Pflege auf, sprechen dennoch für die Fürsorglichkeit.

10 NOC Pflegeergebnisse

Die Nursing Outcome Classification (NOC) beschäftigt sich mit Pflegeergebnissen, besser gesagt mit Patientenergebnissen. Dabei ist nicht immer eine Intervention der Grund für das Hereintreten eines erwünschten Ergebnisses. In den einzelnen Bereichen kann man Hyperhidrose oder Schwitzen wiederfinden, sowohl in den Ursachen, als auch in den Konsequenzen. Dies soll anhand einiger ausgewählter Outcomes belegt werden (vgl. Johnsonn et al.).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: NOC Pflegeergebnisse

11 Resumee

Mit Hyperhidrose meint man, dass im Verhältnis übermäßigen Schwitzen, welches sowohl idiopathisch als auch symptomatisch auftreten kann. Die Hyperhidrose kann lokal und generalisiert vorkommen. Die idiopathische Hyperhidrose begleitet den Betroffen meist sein Leben lang, die Symptomatische, nur wenn die Krankheit chronisch verläuft. Die Hyperhidrose ist häufig als Begleiterscheinung vieler Krankheiten oder Syndrome bekannt. Das physiologische Schwitzen wird durch Umweltfaktoren, Krankheiten, Hormone, Therapien, Emotionen, Medikamente, sowie der körperlichen Konstitution und der sportlichen Aktivität beeinflusst. Eckert ist der Ansicht, dass auf Grund von anatomischen Gegebenheiten vor allem bei der idiopathischen Hyperhidrose, die Einflussfaktoren auf die pathologische Hyperhidrose übertragbar sind. Die krankhafte Hyperhidrose beginnt ab einer bestimmten Präsenzzeit und ab einer gewissen Menge. Allerdings ist dies nicht immer messbar und je nach persönlicher Betroffenheit und einhergehenden Einschränkungen entsteht der individuelle Krankheitswert für die Person. Menschen die unter Hyperhidrose leiden, sind in fast allen Lebensaktivitäten eingeschränkt. Die Pflege stützt sich auf die oben genannten Beobachtungsmerkmale der Hyperhidrose, um sie zu erkennen und zu erfassen. Durch die Vielseitigkeit des Phänomens sind dementsprechend viele Pflegediagnosen und –ergebnisse zu finden. Trotz mangelnder Evidenz werden erfolgreiche Interventionen in den Pflegefachbüchern beschrieben und in der Pflege eingesetzt. Durch die Auseinandersetzung mit dem Phänomen geht Eckert mit dem Phänomen anders im Alltag auf der Station um. Sie ist sich der Bedeutung für den Patienten bewusster und hat festgestellt, dass das Ernstnehmen und die Beratung bei diesem Phänomen einen hohen Stellenwert haben. Schlussfolgernd ist der Autorin dieser Arbeit wichtig, dass Pflegende für den Patienten mit dieser Problematik ein offenes Ohr haben und die Hyperhidrose nicht nur „runter waschen“, sondern dieser mit Beratung und Problemlösungen entgegen kommen. Dies ist in der Praxis allerdings zeitlich nicht immer zu verwirklichen dennoch kann die „Beratung neben bei“ an Qualität gewinnen, wenn die Pflegenden das Problem ernst nehmen. Eckert ist sich der Situation auf Station bewusst, dennoch sollte die Pflege bewusster mit ihren Interventionen umgehen, um später nicht selbst in den „Schwitzkasten“ zu geraten

Details

Seiten
89
Jahr
2013
ISBN (Buch)
9783656555759
Dateigröße
21.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v265856
Institution / Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Note
1,0
Schlagworte
pflegephänomen hyperhidrose handlungskonzepte

Autor

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Titel: Pflegephänomen Hyperhidrose