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Das Erfolgsmodell Google

Eine kritische Betrachtung

Seminararbeit 2013 27 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis Quellen

I. Einleitung

II. Das Unternehmen Google
1. Unternehmensgeschichte und Wachstum.
2. Erfolgsmodell Google
2.1 Erfolgsfaktoren
2.1.1 Kerngeschäft Werbung
2.1.2 Akquisitionen von Startups
2.1.3 Technologische Überlegenheit
2.1.4 Innovationskraft
2.1.5 Entscheidende Funktionsmechanismen des Geschäftsmodells
2.2 Unternehmenskultur
2.2.1 Kreative Arbeitsumgebung und Vergünstigungen
2.2.2 20%-der-Zeit-Regel
2.2.3 Objectives and Key Results
2.2.4 70-20-10-Regel
2.2.5 Strenges Einstellungsverfahren
2.2.6 Ungewöhnliche Unternehmensstruktur
3. Schattenseiten des Erfolgs
3.1 Datenschutz
3.1.1 Ansammlung von Daten über Nutzerverhalten
3.1.2 Datenschutzrisiken
3.1.3 Datenaustausch mit Regierungen
3.2 Lenkung der Politik durch Lobbyarbeit

III. Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens Google

Literaturverzeichnis

Persönliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Google Umsatz- und Gewinnentwicklung in den Jahren 2001 bis 2010

Abbildung 2: Börsenentwicklung von Google

Abbildung 3: Marktanteile der Smartphone-Betriebssysteme

Abbildung 4: Umsatz und Gewinn von Google und der Konkurrenz im Jahr 2011

Abbildung 5: Lobby-Ausgaben ausgewählter Tech-Unternehmen in den USA

Abbildung 6: Anzahl der jährlich verkauften Exemplare von Google Glass

Abbildungsverzeichnis Quellen

Abbildung 1: http://www.cpc-consulting.net/wp-content/uploads/2013/06/GoogleUmsatz-2010.jpg (zugegriffen am 16.07.2013)

Abbildung 2: http://www.wallstreet-online.de/aktien/google-aktie#t:max||s:lines||a:abs||v:week (zugegriffen 14.09.2013)

Abbildung 3: http://mobilemetrics.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/statista_infografik_902_Weltweiter_Marktanteil_der_Smartphone_Betriebssystemen.jpg (zugegriffen am 11.09.2013)

Abbildung 4: Abbildung nach http://www.lfm-nrw.de/fileadmin/lfm-nrw/nrw_digital/DK_Apple_Google_Facebook_Amazon.pdf (zugegriffen am 18.06.2013)

Abbildung 5: https://d28wbuch0jlv7v.cloudfront.net/images/infografik/normal/infografik_674_Lobby_Ausgaben_von_Tech_Unternehmen_n.jpg (zugegriffen am 16.09.2013)

Abbildung 6: http://static4.businessinsider.com/image/519b8c4469bedd8e7e00001d-1200/annualsales-1.jpg (zugegriffen am 22.09.2013)

I. Einleitung

Jeder Siebte nutzt heutzutage die Suchmaschine Google. Was zunächst als Forschungsprojekt unter den Namen BackRub an der Stanford University durch die beiden Gründer Larry Page und Sergey Brin begann, ist mittlerweile ein weltweit tätiges Unternehmen. Doch wodurch wurde Google so erfolgreich und was machte das Unternehmen besser als die damalige Konkurrenz?

Zum einen war der damalige Suchmaschinenmarkt recht gesättigt und wenig innovativ. Dies wollten Page und Brin ändern und entwickelten eine Suchmaschine, die einfacher, schneller und besser als die damaligen Konkurrenten Altavista und Yahoo war. Die Hauptwebseite von Google war daher recht einfach aufgebaut und ohne jegliche Werbung. Dadurch konnte ein schnellerer Zugriff als bei der Konkurrenz erreicht werden, deren Webseiten sehr aufwendig aufgebaut waren und teilweise sogar Bannerwerbung enthielt, das viele Nutzer verärgerte.

Doch der wichtigste Faktor von Google war die Qualität der Suchergebnisse. Das Sucherlebnis war fortan ein völlig neues. Den Nutzern wurden zu ihren Suchwörtern die relevantesten Webseiten angezeigt, die nach der Wichtigkeit sortiert waren. Bei Yahoo und Altavista dagegen, war die Rangfolge der Webseiten nach der Anzahl der darin enthaltenen Suchwörter geordnet. Die Gründer hatten bis dahin noch keinen richtigen Businessplan, der feste Einnahmen sicherte, doch das Konzept der Suchmaschine schien vielen Investoren im Silicon Valley zu gefallen, sodass einige das benötigte Kapital mobilisierten. Durch Eigenkapital, Geld der Investoren und der Familie gründeten Larry Page und Sergey Brin das Unternehmen Google Inc. am 7. September 1998 mit einem Startkapital von etwa einer Millionen Dollar (vgl. Vise, 2006, S.69).

II. Das Unternehmen Google

Im Folgenden gehe ich näher auf das Unternehmen Google ein, indem ich auf wichtige Ereignisse der Unternehmensgeschichte eingehe und das Wachstum von Google näher erläutere. Daraufhin belege ich im Schwerpunkt des Kapitels das Erfolgsmodell Google, indem ich näher auf einzelne Erfolgsfaktoren und der Unternehmenskultur eingehe. Im dritten Teil des Kapitels zeige ich die Schattenseiten des Erfolges auf und gehe hier besonders auf den Datenschutz ein, der im Zusammenhang mit Internetunternehmen wie Google eine besondere Rolle einnimmt.

1. Unternehmensgeschichte und Wachstum

Nach der Gründung fand man schnell viele Investoren. Doch Google hatte noch keine richtige Einnahmequelle. Im Gegensatz zu vielen sogenannten Dotcom-Unternehmen [1] zur damaligen Zeit, die ohne richtige Einnahmequelle Verluste verzeichneten, aber dennoch einen Börsengang vollzogen, schlug Google eine konsequent andere Richtung ein. Die Entscheidung war die Richtige, da die Börsenwerte dieser Firmen während des Dotcombooms in die Decke gingen und anschließend durch die Dotcomblase [2] in Pennystocks [3] endeten. Selbst die damalige Konkurrenz Yahoo und Altavista traf dies schwer, sodass Google zu diesem Zeitpunkt gewissermaßen konkurrenzlos war. Dennoch entschloss man sich auf Drängen der Investoren zu einem Geschäftsmodell, welches auf einem Werbeanzeigensystem basierte, das fortan die wichtigste Einnahmequelle von Google war. Mit den Einnahmen aus dem Anzeigensystem AdWords, welches im Jahr 2000 startete, wuchs das Unternehmen für ein Startup rasant. Im Laufe des Jahres hatte man bereits über eine Milliarden Webseiten im Index der Google Suchmaschine. 2001 kam Eric Schmidt zu Google, der künftig als CEO [4] das Startup zu einem richtigen Unternehmen machen sollte. Mit ihm kamen unternehmerische Strukturen, die aber immer durch die Vorgaben von Page und Brin gesteuert wurden.

2003 startete Google ein weiteres Werbeprogramm mit dem Namen AdSense, welches den Umsatz erstmals auf über eine Milliarde brachte. Mitte 2004 brachte man den Maildienst Gmail auf den Markt, welches als Konkurrenzprodukt zu den bereits bestehenden Maildiensten Yahoo Mail und Hotmail von Yahoo und Microsoft laufen sollte. Der Betriebsgewinn lag Ende 2003 bereits bei 342 Millionen und war damit höher als der direkte Konkurrent Yahoo, der einen Betriebsgewinn von 296 Millionen vorweisen konnte (vgl. Brandt, 2010, S.105).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Google Umsatz- und Gewinnentwicklung in den Jahren 2001 bis 2010

Ein Börsengang war mittlerweile unausweichlich, also beschloss man 2004 an die Börse zu gehen. Der Börsengang von Google am 18. August 2004 war mit einem Ausgabekurs von 85 US-Dollar der bis dahin größte IPO[5] für ein technologisches Unternehmen in der Geschichte. Die Einnahmen aus dem Börsengang beliefen sich auf etwa 1,7 Milliarden Dollar (vgl. Wilkens, 2004, Google an NASDAQ-Börse über 100 US-Dollar). Google began durch die finanziellen neuen Möglichkeiten, die der Börsengang einbrachte, neue Produkte zu entwickeln. Man begann folglich mit dem Ausbau der heutigen kostenlosen Google Toolbar und startete 2005 Google Maps und Google Earth. Seit dem Börsengang 2004 hatte sich Umsatz und Gewinn im Folgejahr bereits verdoppelt und im Jahr 2006 sogar mehr als verdreifacht. Mit Innovationen und der Expansion in neue Geschäftsfelder machte Google von Jahr zu Jahr stattliche Umsatz- und Gewinnsprünge. Die folgende Abbildung 1 verdeutlicht nochmals diese Entwicklung.

2006 realisierte das Unternehmen mit der Videoplattform YouTube für 1,65 Milliarden US-Dollar seine bisher größte Akquisition. Googles Marktwert lag 2007 mittlerweile bei über 200 Milliarden US-Dollar und war damit schon höher als namenhafte Unternehmen, wie Toyota oder Procter & Gamble.

Die Aktie des Unternehmens erreichte Ende 2007 ein Allzeithoch von über 714 US-Dollar. In Folge der weltweiten Finanzkrise brach die Aktie ein und erreichte Ende 2008 einen Tiefststand von etwa 262 US-Dollar. Jedoch erlebte die Aktie bereits im Folgejahr einen massiven Anstieg auf über 619 US-Dollar. Dies hat Google vor allem seiner breiten Aufstellung in den verschiedenen Geschäftsfeldern und dem Werbeanzeigensystem zu verdanken, das im Gegensatz zu den klassischen Werbeträgern nahezu krisenresistent ist. In den Folgejahren blieb die Aktie bis auf kleinere Korrekturen nahezu solide. Seit Anfang 2012 steigt die Aktie fast ununterbrochen, wodurch sie einen aktuellen Stand von etwa 890 US-Dollar im September 2013 erreicht hat. Die Abbildung 2 verdeutlicht nochmals die Börsenentwicklung von Google.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Börsenentwicklung von Google

Anfang 2008 stieg das Unternehmen mit Google Chrome ins Browsergeschäft ein, welches bis dahin allein von Mozilla Firefox und dem Internet Explorer von Microsoft kontrolliert wurde. Ende 2008 startete Google das mobile Betriebssystem Android, welches mittlerweile den Markt der Smartphone-Betriebssysteme vor Apple dominiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Marktanteile der Smartphone-Betriebssysteme

Android unterscheidet sich im Vergleich zum Rest der mobilen Betriebssysteme in dem entscheidenden Punkt, dass es ein mobiles Open-Source-Betriebssystem ist und somit von allen Smartphoneherstellern verwendet werden kann. Dadurch stieg der Marktanteil von Android von 2011 bis 2012 um fast 20 Prozent an, wohingegen Konkurrenzprodukte wie iOS oder BlackBerry Marktanteile abgeben mussten. Dies ist dadurch zu erklären, dass Google seine Smartphone- und Tabletproduktgruppe Nexus im Jahr 2012 auf den Markt gebracht hat und überaus erfolgreich war. Zudem waren die Galaxy-Modelle von Samsung - welche Android nutzen - im Jahr 2012 die meist verkauften Smartphones. Im Folgenden zeigt die Abbildung 3 die weltweiten Marktanteile der Smartphone-Betriebssysteme in den Jahren 2011 und 2012.

[...]


[1] Unternehmen, die im Internet Dienstleistungen anbieten und die Webseitendomain „.com“ haben

[2] Spekulationsblase im Jahr 2000, die größtenteils die Dotcom-Unternehmen betraf

[3] Aktien, die mit weniger als 5 US-Dollar pro Stück gehandelt werden

[4] Chief Executive Officer, der Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens

[5] Unter Initial Public Offering versteht man den Börsengang eines Unternehmens

Details

Seiten
27
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656551126
ISBN (Buch)
9783656551294
Dateigröße
840 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v265468
Note
1,13
Schlagworte
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