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Marina Fischer-Kowalski und ihr Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung

Hausarbeit 2013 13 Seiten

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 sozialökologische Forschung

3 gesellschaftlicher Stoffwechsel

4 nachhaltige Entwicklung in der Sozialökologie

5 vergleichende Analyse

6 Zusammenfassung

Literatur

1 Einleitung

Die heutige Lebensweise unserer Gesellschaft hat die Lebensbedingungen auf der Erde vor allem in den letzten 100 Jahren massiv verändert. Der Klimawandel, die Umweltverschmutzung, das Artensterben und das Versiegen von Ressourcenquellen, wie zum Beispiel im Falle des Rohöls, sind nur einige Probleme, welche der Mensch verursacht hat. Dazu kommt das stetige Ansteigen der Bevölkerungszahlen in bestimmten Ländern, wie zum Beispiel in China und Indien, welche einen immer größer werdenden Ressourcenhunger aufweisen. Die Wissenschaften sind sich dabei bewusst geworden, dass unser Umgang mit der Umwelt sich verändern muss, um den zukünftigen Generationen ein Leben auf der Erde mit einem bestimmten Maß an Wohlstand zu ermöglichen. Dabei wurde eine Vielzahl an Lösungsstrategien erarbeitet, welche alle das Ziel der Ressourcen- und Umweltschonung verfolgen.

Das Thema dieses Essays beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit den Sozialwissenschaften und deren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Hierbei wird Marina Fischer-Kowalski in den Blickpunkt der Betrachtung gestellt, welche als Vertreter der Wiener Sozialökologie verschiedenste Arbeiten im Bezug der nachhaltigen Entwicklung publiziert hat. Diese beschäftigen sich mit der Interaktion von Gesellschaft und Natur im Kontext der Globalisierung, dem globalen Wandel und der nachhaltigen Entwicklung[1]. Die Forschungsstelle von Marina Fischer-Kowalski, das Institut für soziale Ökologie, ist an der Alpen-Adria Universität in Klagenfurt, Wien und Graz angesiedelt. Hierbei kooperieren Wissenschaftler aus dem Bereich der Natur- und Gesellschaftwissenschaften, um die transdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Was erwartet den Leser in diesem Text? Zuerst erfolgen eine Darstellung der sozialökologischen Forschung und deren Ansichten zu einer nachhaltigen Entwicklung. Im Anschluss an dessen werden das Interaktionsmodell des Menschen mit seiner Natur und der gesellschaftliche Stoffwechsel analysiert. Daraus folgend kann eine kritische Auseinandersetzung mit der Forschungsarbeit von Marina Fischer-Kowalski vollzogen werden, welche von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. In der Zusammenfassung werden zum Abschluss die erarbeiteten Ergebnisse kurz und prägnant noch einmal präsentiert. Hierbei soll dem Leser eine Antwort gegeben werden, welche Verdienste die Wiener Sozialökologie unter Betrachtung der Arbeit von Marian Fischer-Kowalski im Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung geleistet hat.

2 sozialökologische Forschung

Viele verschiedene Fachbereiche der modernen Forschung haben sich mit der Thematik der nachhaltigen Entwicklung beschäftigt. Doch was genau umfasst diesen Begriff? Im Zuge des Brundtland-Berichtes, welche einer der ersten öffentlichen Diskurse zum Thema der Nachhaltigkeit darstellte, wurde sie folgend definiert: „Sustainable development meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“[2] Unter Zuhilfenahme dieses Zitates spielen die Grundbedürfnisse aller Menschen auf der Welt die zentrale Rolle, wobei die Ziele wirtschaftlicher, politischer und sozialer Entwicklung auf die Dauerhaftigkeit ausgelegt werden. Das Wohl der folgenden Generationen darf dabei durch unsere heutige Lebensweise nicht beeinträchtigt werden. Der Nachhaltigkeitsbegriff wurde unter den Gedanken entwickelt, dass die Zielkonflikte zwischen Umweltschutz und Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen sind.[3]

Welche Forschungsaufgabe nimmt nun die sozialökologische Forschung in diesem Bereich ein? Laut Fischer Kowalski et al. versucht sie zwischen kulturalen und naturalen Geschehen vermittelnde Elemente und Prozesse in einer Weise zu spezifizieren, sodass ein klares und empirisch realisierbares Forschungsprogramm entsteht, welches zu den Problemlösungen beitragen kann. Das Kernstück sind dabei biophysische Strukturen, d. h. die Interaktion mit der natürlichen Umwelt.[4] In diesen Fall rückt die Umweltzerstörung als Anwendungsfall sozialwissenschaftlicher Gesellschaftskritik in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Unter diesem Blickpunkt sind zwei Forschungsschwerpunkte genauer zu betrachten. Dies ist zum einem die Kulturlandschaftsforschung, welche verschiedene Ziele hat, wie zum Beispiel die Reduzierung anthropogener Stoffflüsse oder die Optimierung des Zustandes zwischen Biodiversität und Lebensqualität. Diese Forschung soll zu einem nachhaltigen Umgang mit öffentlichen Gütern beitragen. Deren ökologische Problemstellungen wurden in diesem Kontext interdisziplinär mit gesellschaftlichen und ökonomischen Aspekten vernetzt. Zum anderen spielt die Nachhaltigkeitsforschung eine wichtige Rolle. Diese benötigt neue Wege des Denkens und Arbeitens, welche durch die komplexen Fragestellungen aufgeworfen wurden. Hierbei entwickelten sich die Lösungsansätze von einer „einzelproblemorientierter Vorgangsweise zu einer gesamthaften Betrachtung der Gesellschaft-Natur Interaktionen“[5]. Es kommt dabei zu einer Erweiterung der Transdisziplinarität, wobei wissenschaftliches und lebensweltliches Wissen zusammengeführt wird.[6]

3 gesellschaftlicher Stoffwechsel

Marina Fischer-Kowalski und die sozialökologische Forschung stellen die Interaktion zwischen dem Menschen und der Umwelt in das Zentrum ihrer Forschung, wie dies bereits im vorherigen Kapitel kurz angerissen wurde. Dabei spielt der gesellschaftliche Stoffwechsel eine signifikante Rolle, welche den Prozess des energetischen und materiellen Austauschs von sozialen Systemen mit ihrer Umwelt beschreibt. Um den notwendigen materiellen und energetischen Stoffwechsel zwischen Natur und Gesellschaft aufrecht zu erhalten, greifen Gesellschaften gezielt in das Natursystem ein. Sie verändern dieses, um es für sie nützlicher zu machen. Beispiele sind unter diesem Gesichtspunkt der Ackerbau, die Viehzucht und die Gentechnik. Diese Nutzbarmachung wird als Kolonialisierung der Natur bezeichnet. Die Verbindung zwischen der Gesellschaft und der materiellen Welt wird über den Stoffwechsel hergestellt, welche über die menschliche Arbeitskraft bewerkstelligt wird. Der Stoffwechsel benötigt dabei Energie. Wurde früher diese Energie durch die menschliche Arbeitskraft bewerkstelligt, wird diese heute mithilfe von Kraftwerken (z. B. Kohlekraftwerke oder Atomkraftwerke) erzeugt, welche somit in das Natursystem eingreifen. Jene Wechselwirkungen zwischen der Arbeitskraft und -zeit sowie der gesellschaftlichen Umweltauswirkungen werden in das Zentrum von der umweltsoziologischen Forschung gelegt.[7]

[...]


[1] Nähere Informationen werden auf folgender Seite zur Verfügung gestellt: http://www.uni-klu.ac.at/socec/inhalt/487.htm

[2] United Nations (1987:24)

[3] ebd. (1987:32 ff.)

[4] vgl. Fischer-Kowalski et al. (2011:100 f.)

[5] Fischer-Kowalski & Weisz (2011:16)

[6] vgl. Fischer-Kowalski & Weisz (2011:13 ff.)

[7] vgl. Fischer-Kowalski et al. (2011:99 ff.)

Details

Seiten
13
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656543763
ISBN (Buch)
9783656545149
Dateigröße
466 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v265018
Institution / Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
3,0
Schlagworte
marina fischer-kowalski beitrag entwicklung

Autor

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Titel: Marina Fischer-Kowalski und ihr Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung