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Aussagen über die karolingische Pfalz Karls des Großen in Aachen im 'Karolus Magnus et Leo papa' und ihr Aussagenwert für die Geschichtswissenschaft

Hausarbeit (Hauptseminar) 2013 22 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufbau und Inhalt

3 Quellenkritische Überlegungen zum Umgang mit dem Karlsepos
3.1 Die Überlieferungsgeschichte und der -zustand
3.2 Der Verfasser, die Entstehungszeit und der -ort

4 Informationen zum Stadtbild Aachens in karolingischer Zeit aus dem Karlsepos

5 Fazit und Ausblick

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Fragt man Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen nach der Geschichte ihres Wohnortes, so wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die erste Antwort auf Karl den Großen verweisen, der die Stadt zu seiner Residenz erkor und sie zur Kaiserpfalz ausbaute. Die ehemalige Pfalzka- pelle, die heute dem Aachener Dom entspricht, und der seit 1950 jährlich verliehene Interna- tionale Karlspreis zu Aachen sind lediglich einzelne Beispiele, die die Einwohner Aachens täglich an die Stellung der Stadt unter Karl erinnern lassen. Doch so sicher das Wissen um die Rolle der Stadt Aachen für Karl ist, so wenig fundierte Kenntnisse liegen über das Stadtbild selbst in jener Zeit vor. Sowohl aus archäologischer Perspektive als auch im Umgang mit überlieferten Textquellen bestehen enorme Probleme zur Rekonstruktion der ehemaligen Kai- serpfalz.

Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit werden am Beispiel eines Auszugs aus einer einzel- nen, exemplarisch ausgewählten Textquelle unter Berücksichtigung sämtlicher quellenkriti- scher Problemfelder Informationen zur Kaiserpfalz ermittelt. Den zentralen Gegenstand bildet ein Textausschnitt des sogenannten Karlsepos,1 das die Vorgeschichte und das Treffen zwi- schen Karl dem Großen und Papst Leo III. in Paderborn im Jahr 799 schildert. Während das Schriftstück in der Literaturwissenschaft als gelungene Poesie betrachtet wird, so ist sein Aus- sagenwert für die Geschichtswissenschaft stark umstritten.2 Der gewählte Textauszug be- schreibt den Bau der Pfalz unter der Anleitung und der tatkräftigen Hilfe durch Karl selbst. Leitend ist die Fragestellung, welche Informationen das Karlsepos über das Stadtbild Aachens in der karolingischen Zeit liefert und wie der Quellenwert der Aussagen einzuschätzen ist.

Das Karlsepos ist in der geschichtswissenschaftlichen Forschung äußerst kontrovers diskutiert worden. Dafür lassen sich verschiedene Gründe finden. Die spärliche Überlieferungssituation der Fragmente verursacht einen hohen Spekulationsgehalt bei der historischen Quellenarbeit. Auch eine Kategorisierung des Werks als Epos, einen literarischer Text, kann zu dem Ent- schluss führen, dass kaum historische Erkenntnisse gewonnen werden können. Unter der in dieser Hausarbeit zu untersuchenden Fragestellung ist das Karlsepos bisher nur wenig be- leuchtet worden. Das Stadtbild Aachens in der karolingischen Zeit ist von stark regionalem Interesse und wird folglich in Arbeiten zur überregionalen Geschichte vernachlässigt. So wurde das Karlsepos bisher primär unter dem Augenmerk auf der Beschreibung des Treffens von Karl dem Großen und Papst Leo sowie der lobpreisenden Darstellung des Königs untersucht. Informationen über die Stadt Aachen wiederum wurden zumeist nur beiläufig betrachtet. Das liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass der Teil des Textes, der nicht das Treffen thematisiert, mitunter als irrelevant abgetan wird mit der These, er fungiere lediglich dazu, Äden Herrscher günstig zu stimmen.“3

Ein sehr frühes Werk zum Karlsepos ist der von Bernhard Simson verfasste Aufsatz ÄÜber das Gedicht von der Zusammenkunft Karls des Großen und Papst Leos III. in Paderborn“4, der im zwölften Band der Reihe ÄForschungen zur deutschen Geschichte“ im Jahr 1872 veröf- fentlicht wurde. Acht Jahre später publizierte Ernst Dümmler eine Edition des Textes in der literarischen Abteilung ÄPoetae“ der ÄMonumenta Germania Historica“5. Zentral für die Ge- schichtswissenschaft ist das von Carl Erdmann verfasste und im Jahr 1951 von Friedrich Baethgen publizierte Werk ÄForschungen zur politischen Ideenwelt des Frühmittelalters“6. Erst seit Erdmanns Erkenntnissen zur Datierung des Werks wird das Karlsepos als historische Quelle in der Forschung als fruchtbare Geschichtsquelle diskutiert.7 Im Jahr 1966 wurde ein zentrales Werk von Klemens Honselmann unter dem Titel ÄKarolus Magnus et Leo papa. Ein Paderborner Epos vom Jahre 799“8 herausgegeben. Darin enthalten sind sowohl eine neue Edition der Quelle mit Vorwort und deutscher Übersetzung von Franz Brunhölzl als auch Fo- tografien von ausgewählten Seiten der überlieferten Handschrift. Darüber hinaus enthält das Buch Helmut Beumanns Aufsatz ÄDas Paderborner Epos und die Kaiseridee Karls des Gro- ßen“. Des Weiteren hat sich Christine Ratkowitsch vermehrt mit dem Karlsepos beschäftigt und die Monografie ÄKarolus Magnus - alter Aeneas, alter Martinus, alter Iustinus. Zur Inten- tion und Datierung des ‚Aachener Karlsepos‘“9 geschrieben, in dem die Autorin insbesondere die Verarbeitung literarischer Vorlagen im Karlsepos untersucht. 1978 veröffentlichte Alfred Ebenbauer seine zweibändige Monografie ÄCarmen Historicum. Untersuchungen zur histori- schen Dichtung im karolingischen Europa“,10 in deren ersten Band eine umfangreiche Ausei- nandersetzung des Autors mit dem Karlsepos zu finden ist. Aufgrund der knappen Quellenla- ge existieren weitere Werke über das Karlsepos nahezu ausschließlich in Form von Aufsätzen. Erwähnenswert sind zwei Aufsätze von Beumann: 1958 erschien in der 185. Ausgabe der ÄHistorischen Zeitschrift“ der Artikel ÄNomen imperatoris. Studien zur Kaiseridee Karls des Großen“11 und vier Jahre später der Text ÄDie Kaiserfrage bei den Paderborner Verhandlun- gen von 799“12 in einem von V. Elbern herausgegebenen Sammelband. In weiteren Sammel- bändern veröffentlicht folgte 1970 Karl Haucks umfangreicher Aufsatz ÄDie fränkisch- deutsche Monarchie und der Weserraum“,13 in dem der Autor mehrfach Bezug zum Karlsepos nimmt, 1976 Dieter Schallers ÄDas Aachener Epos für Karl den Kaiser“14 und im Jahr 2000 der von Karl Hengst geschriebene Artikel ÄKarl der Große und Papst Leo III. 799 in Pader- born. Dichtung und Wahrheit“,15 in dem Hengst sich intensiv mit verschiedenen Quellen über die Zeit Karls des Großen und ihrer Glaubwürdigkeit beschäftigt.

Die vorliegende Hausarbeit ist in zwei Kapitel gegliedert. Das erste und kürzere umfasst Vor- überlegungen zum Umgang mit dem Karlsepos als historische Quelle. Nach einer Einteilung in Sinnabschnitte und einer Inhaltsangabe des gesamten überlieferten Textes werden die Prob- leme bei der Bestimmung des Verfassers, der Entstehungszeit und des -ortes sowie kontrover- se Thesen und Meinungen zur Überlieferungsgeschichte diskutiert. Dabei wird verdeutlicht, inwiefern das Epos als historische Quelle dient, welchen Wert die Informationen haben und inwiefern Vorsicht geboten ist bei der Analyse des Textes. Schließlich folgt das zweite Kapi- tel, das den Kern der Hausarbeit bildet. Vom gesamten Werk etwas abrückend, wird ein klei- ner Ausschnitt detailliert betrachtet. Es wird kleinschrittig der genaue Wortlaut untersucht und herausgestellt, welche Informationen das Karlsepos über das Stadtbild Aachens in karolingi- scher Zeit gibt. Stets auf der Grundlage der quellenkritischen Vorüberlegungen und den geo- grafischen Begebenheiten wird der Versuch unternommen, möglichst viele Details über das karolingische Aachen herauszuarbeiten und auf ihre Authentizität zu untersuchen. Auch wird ein Bezug zu Vergils antikem Werk ÄAeneis“ gemacht, einem Epos, aus dem der Dichter des Karlsepos verschiedene Textstellen übernommen hat, um Gemeinsamkeiten der beiden Texte herauszuarbeiten und Erklärungsversuche dafür anzugeben. Abschließend steht ein Fazit, das resümierend einen Überblick verschafft, wie Aachen um das Jahr 800 ausgesehen haben könnte.

2 Aufbau und Inhalt

Das Karlsepos lässt sich in ein Vorwort und vier Sinnabschnitte unterteilen. Das einleitende Proömium umfasst die Verse 1 bis 13 und beschreibt auf See befindliche Männer, die nach zwei überstandenen Stürmen in ihnen unbekannte Länder fahren. Eine Beschreibung von Karl dem Großen ist der Kern des ersten Sinnabschnitts, der aus den Versen 14 bis 93 besteht. Da- bei wird der König mithilfe eines Vergleichs mit der Sonne, bei dem Karl die besseren Züge zugesprochen bekommt, illustriert. Darüber hinaus werden ihm eine Vielzahl von Attributen zugeschrieben, die ihn als vorbildlichen, friedvollen und gerechten Herrscher charakterisieren. Auch wird seine christliche und tugendvolle Lebensweise hervorgehoben sowie seine Fähig- keit ausgeführt, andersgläubige Völker zu unterwerfen und zu bekehren. Schließlich werden sein literarisches Potential in direktem Vergleich mit Cato, Cicero und Homer als alle drei Schriftsteller übertreffend eingestuft. Der die Verse 94 bis 136 umfassende zweite Abschnitt ist der kürzeste und beinhaltet den Aufbau der Stadt Aachen unter der aktiven Anleitung Karls. Dabei wird der Fleiß der Einwohner betont und es werden verschiedene Bauten explizit genannt.

Während die beiden ersten und deutlich kürzeren Abschnitte überwiegend aus Beschreibun- gen bestehen, beinhalten die letzten beiden Teile einen expliziten Handlungsverlauf. Der drit- te Sinnabschnitt umfasst die Verse 137 bis 323. Karl der Große befindet sich mit einem gro- ßen Gefolge, dem seine Gattin Luitgard, sein Sohn Pippin und viele seiner Töchter angehören, in Aachen und bereitet sich auf eine Jagd vor. Schließlich reitet er mit einem Jagdtrupp in einen nahegelegenen Wald. Dort wird ein brauner Eber aufgespürt, den Karl, der aus der Menge herausreitet, erlegt. Anschließend reiten die Jäger zum Zeltlager, um dort den Tag mit einem reichlichen Festmahl zu beenden. Der letzte Teil des Karlsepos knüpft unmittelbar an die Geschehnisse des dritten an: In der Nacht träumt Karl vom schwer verstümmelten Papst Leo III. Er entsendet sofort drei Boten nach Rom und bricht selbst mit einem mehrere tausend Mann starken Heer in Richtung Sachsen auf. Karls Gesandte erfahren, sobald sie sich Rom nähern, von Gerüchten über den Tod des Papstes. Diese erweisen sich als falsch, da der Papst in der Öffentlichkeit gesehen wird. Dort wird er angegriffen und erleidet schwere Wunden, die durch wundersame Heilung rasch genesen. Es gelingt ihm, zu fliehen und mit einem klei- nen Gefolge nach Spoleto zu Herzog Wingis zu fliehen. Sobald der Papst vom Aufenthaltsort Karls erfährt, bricht er auf, um den Frankenkönig zu treffen. Ein Gesandter des Papstes be- richtet Karl von der nahenden Ankunft des Papstes. Der König schickt seinen Sohn Pippin los, um Leo zu empfangen. Pippin kehrt mit dem Papst und seinem Gefolge zurück nach Pa- derborn, wo er bereits von seinem Vater und dessen Gefolge erwartet wird. Nach einer freundschaftlichen Begrüßung durch Karl hält Leo einen Gottesdienst ab, auf den ein großes Festmahl folgt.

3 Quellenkritische Überlegungen zum Umgang mit dem Karlsepos

Um mit Auszügen des Karlsepos als historische Quelle arbeiten zu können, sind Vorüberle- gungen unumgänglich, die zentrale quellenkritische Probleme der gesamten Schriftquelle zum Gegenstand haben. Im Folgenden werden deshalb Aufbau und Inhalt des vollständigen Frag- mentes beschrieben und kurz diskutiert, wann und wo die Quelle möglicherweise verfasst wurde, wer ihr Autor sein könnte und in welche Textquellengattung sie einzuordnen ist. Die in der Forschung dazu angebrachten Meinungen werden exemplarisch und kontrastierend vorgestellt.

3.1 Die Überlieferungsgeschichte und der -zustand

Das überlieferte Karlsepos ist mit nur 536 Versen eine vergleichsweise kurze Textquelle. Es ist vermutlich lediglich das Fragment einer einzigen, wahrscheinlich im späten 9. Jahrhundert verfassten Handschrift aus St. Gallen vorhanden.16 Weitere Abschriften sowie das Original- dokument sind nicht erhalten. Dadurch lassen sich Fehler beim Abschreiben sowie mutmaßli- che Änderungen oder Anpassungen - wenn überhaupt - nur noch spekulativ ermitteln. Auch eine Rekonstruktion des gesamten Inhalts ist aufgrund der mutmaßlich fragmentarischen Überlieferungen von insgesamt lediglich 536 Versen mit vielen Hürden verbunden. Adolf Ebert vertritt die Überzeugung, dass die überlieferte Passage das dritte Buch eines größeren Werkes bilde.17 Schaller begründet die These damit, dass die Schifffahrtmetaphorik für einen Textanfang unüblich sei, für die Wiederaufnahme eines Textes jedoch durchaus passend.18

Des Weiteren verweist er auf die für ein Epos ungewöhnliche Schlussformulierung, die ein weiteres Kapitel nahe legt. Daraus folgert Schaller, dass das Original vier Kapitel umfassen müsse.19 Den Gedanken weiterführend stellt Ratkowitsch in dem Zusammenhang die These auf, dass in den verlorengegangenen Passagen Karls Kampf gegen die heidnischen Sachsen glorifizierend dargestellt werde und das Bild Karls als christlicher Führer und einzig legitimier Herrscher weiter ausgebaut werde.20 Max Manitius vermutet darüber hinaus, dass von der überlieferten Handschrift nach den Versen 206, 313 und 323 jeweils kurze Passagen fehlen, die die Fassung inhaltlich unvollständig erscheinen lassen.21

Zu der von Schaller und Ratkowitsch aufgestellten These besteht in der Forschung jedoch kein Konsens. Es wird auch die Meinung vertreten, dass die überlieferte Handschrift das voll- ständige Werk umfasse und als einziges literarisches Werk aus der Zeit der Kaiserkrönung Karls die Vorgeschichte dazu festhalte.22 Dem Aufbau des Karlsepos zufolge lassen sich bei- de Thesen stützen. Das Proömium kann sowohl ein Werk selbst als auch den dritten Teil eines aus vier Teilen bestehenden Textes einleiten. Indem der Verfasser in der Mitte des Textes einen inhaltlichen und formalen Schnitt setzt, hält er sich an die Struktur der antiken Vorla- gen.23 Werden darüber hinaus die inhaltlichen Unklarheiten - wie die symbolische Funktion des erlegten Ebers - betrachtet, die sich dadurch erklären ließen, dass die überlieferte Hand- schrift lediglich ein unvollständiges Fragment sei, so erscheint die These von Schaller und Ratkowitsch insgesamt einleuchtender als die Annahme, dass das Epos ein Gesamtwerk von lediglich 536 Versen sei.

[...]


1 Das Karolus Magnus et Leo papa, dessen ursprünglicher Titel heute nicht mehr bekannt ist, trägt verschiedene Namen. So ist es unter anderem als Paderborner Epos, Karlsepos sowie Aachener Karlsepos bekannt. Damit sind implizit Aussagen über Entstehungsort und Gattungsart verbunden, die den Text als literarisches Werk aus Paderborn beziehungsweise Aachen beschreiben. Um einen leichten Lesefluss zu ermöglichen, wird das Karolus Magnus et Leo papa im Folgenden stets kurz mit dem von Schaller eingeführten Begriff Karlsepos bezeichnet. Schwierigkeiten zum Entstehungsort und zur Gattungsfrage des Textes werden insbesondere in den Kapiteln 2.3 dieser Hausarbeit beschrieben.

2 Vgl. Schaller: Aachener Epos, S. 135.

3 Beumann: Die Kaiserfrage, S. 299.

4 Simson, B.: Über das Gedicht von der Zusammenkunft Karls des Großen und Papst Leos 6. in Paderborn. In: Forschungen zur deutschen Geschichte 12. Göttingen 1872, S. 567-590.

5 MGH Poetae I, Berlin 1880, S. 366-379.

6 Erdmann, C.: Forschungen zur politischen Ideenwelt des Frühmittelalters. Aus dem Nachlass des Verfassers herausgegeben von Friedrich Baethgen, Berlin 1951.

7 Vgl. Beumann: Paderborner Epos, S. 7.

8 Honselmann, K. (Hrsg.): Karolus Magnus et Leo papa. Ein Paderborner Epos vom Jahre 799. Paderborn 1966 (Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte 8).

9 Ratkowitsch, C.: Karolus Magnus - Alter Aeneas, Alter Martinus, Alter Iustinus. Zu Intention und Datierung des ÄAachener Karlsepos“. Wien 1997 (Arbeiten zur Mittel- und Neulateinischen Philologie 4).

10 Ebenbauer, A.: Carmen Historicum. Untersuchungen zur historischen Dichtung im karolingischen Europa I. Wien 1978.

11 Beumann, H.: Nomen imperatoris. Studien zur Kaiseridee Karls des Großen. In: Historische Zeitschrift 185 (1958), S. 515-549.

12 Beumann, H.: Die Kaiserfrage bei den Paderborner Verhandlungen von 799. In: Elbern, V. (Hrsg.): Das erste Jahrtausend. Kultur und Kunst im werdenden Abendland an Rhein und Ruhr. Düsseldorf 1962, S. 296-317.

13 Hauck, K.: Die fränkisch-deutsche Monarchie und der Weserraum. In: Lammer, W. (Hrsg.): Geschichtsdenken und Geschichtsbild im Mittelalter. Darmstadt 1970 (Wege der Forschung 21), S. 416-450.

14 Schaller, D.: Das Aachener Epos für Karl den Kaiser. In: Hauck, K. (Hrsg.): Frühmittelalterliche Studien 10. Jahrbuch des Instituts für Frühmittelalterforschung der Universität Münster. Berlin 1976, S. 134-168.

15 Hengst, K.: Karl der Große und Papst Leo III. 799 in Paderborn. Dichtung und Wahrheit. In: Meyer zu Schlochtern, J./Hattrup, D. (Hrsg.): Geistliche und weltliche Macht. Das Paderborner Treffen 799 und das Ringen um den Sinn von Geschichte. Paderborn 2000, S. 20-38.

16 Vgl. Brunhölzl: Vorwort, S. 57.

17 Vgl. Ebert: Allgemeine Geschichte, S. 58.

18 Vgl. Schaller: Aachener Epos, S. 141.

19 Vgl. ebd., S. 148.

20 Vgl. Ratkowitsch: Karolus Magnus, S. 14-15.

21 Vgl. Manitius: Lateinische Literatur, S. 547.

22 Vgl. ebd., S. 10.

23 So bildet auch Vergils aus zwölf Gesängen bestehende ÄAeneis“ durch die im sechsten Buch beschriebene Unterweltsfahrt des Aeneas eine Mittelzäsur des Gesamtwerks und teilt den Text inhaltlich und formal in bis zu einem gewissen Maß voneinander unabhängige Hälften. Eine solche Form der Zweiteilung von epischen Texten lässt sich bis zu Homer zurückverfolgen, dessen 24 Gesänge umfassende ÄOdyssee“ eine ähnliche Struktur auf- weist und durch das Treffen von Odysseus und seinem Sohn Telemachos, das im 13. Gesang thematisiert wird, ebenfalls eine Mittelzäsur aufweist.

Details

Seiten
22
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656540687
ISBN (Buch)
9783656541837
Dateigröße
593 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v264840
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Historisches Institut
Note
2,7
Schlagworte
Aachen Karolus Magnus Leo papa Karlsepos Aachener Epos Karl Große Pfalz Kaiser Papst 806

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