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Vergleich zwischen der Welt von Tolkien und der realen Welt seiner Zeit

Ein sehr detaillierter Blick auf Mittelerde und die Intention des Autors

Facharbeit (Schule) 2013 12 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Inhalt

1. Vorwort

2. Biografie von Tolkien

3. Die Frage nach der Allegorie
3.1. Tolkiens Meinung zur Allegorie
3.2. Die Berechtigung eines Vergleiches

4. Vergleich beider Welten
4.1. Ein Vergleich mit Bezug zu J.R.R. Tolkiens religiöse Ansichten
4.2. Gemeinsamkeiten in Ideologie und Weltanschauung
4.2.1. Herrschaftsform von Mordor und das reale Gegenstück
4.2.2. Die Gesellschaft der Hobbits und das reale Gegenstück
4.3. Industrialisierung in beiden Welten

5. Schlusswort

6. Literaturverzeichnis

7. Materialanhang

Material 1:

Material 2:

1. Vorwort

Die Popularität der „Herr der Ringe“ Trilogie und der kommenden „Der Hobbit“-Trilogie, hatte mich vor einiger Zeit dazu bewegt mich näher mit den literarischen Werken von J.R.R. Tolkien zu beschäftigen. Die umfangreichen Geschichten von Tolkien faszinierten mich und zogen mich in ihren Bann. Da ich meine Facharbeit im Fach Deutsch schreiben wollte, erleichterte mir meine Begeisterung und mein Interesse an den Werken von Tolkien die Auswahl des Themas. Meine erste Wahl war schon von Anfang an, die Welt von Tolkien zu thematisieren und nach einer Überlegungszeit entschied ich mich auch für eine passende Fragestellung zu diesem Thema. In dieser Facharbeit werde ich die Welt von J.R.R. Tolkien mit der realen Welt seiner Zeit vergleichen. Hierbei wird der Fokus auf die Gemeinsamkeiten zwischen den Welten gesetzt, die durch die Erfahrungen, Ansichten und Religion Tolkiens, entstanden sind.

2. Biografie von Tolkien

Damit man die Welt von J.R.R. Tolkien mit der realen Welt seiner Zeit vergleichen kann, muss man erstmal definieren, was unter „seiner Zeit“ verstanden werden soll. Dazu ist seine Biografie nötig und die Zeitspanne, in dem er die Werke geschrieben hat.

John Ronald Reuel Tolkien, geboren am 3. Januar 1892 in Südafrika, war ein Poet, Schriftsteller und Professor.

Seine ersten Jahre verbrachte J.R.R. Tolkien in Südafrika, wo sein Vater als Bankmanager tätig war. Im Alter von 3 Jahren verbrachten er, sein Bruder und seine Mutter einen Familienbesuch in England, jedoch kehrten sie nie wieder nach Südafrika zurück, da der Vater von J.R.R. Tolkien an Fieber starb. Da die Familie ohne Einkommen war, musste die Familie zu den Eltern der Mutter, nach Birmingham ziehen, wo Tolkien seine Kindheit verbrachte. [1] Er besuchte die King Edward's School in Birmingham und studierte englische Sprache und Literatur in Oxford, wo er sein Studium mit Auszeichnung absolvierte. Schon während seines Studiums begann der erste Weltkrieg und nach seinem Studium wurde er als Offizier für Fernmeldewesen in das 11. Bataillon berufen, doch musste er lange Zeit keinen aktiven Frontdienst leisten .[2] Er musste erst ab Sommer 1916 an die Front, wodurch er an der Schlacht an der Somme, der blutigsten Schlacht des Ersten Weltkrieges, teilnahm. Noch im selben Jahr wurde er durch das Fleckfieber nach England zurück geschickt. Der Krieg hinterließ in ihm für lange Zeit anhaltende seelische Erschütterungen. [3] Er hatte im Krieg fast alle seine Freunde verloren1 und eines seiner besten Freunde. G.B. Smith, schrieb in seinem letzten Brief von der Front: „Möge Gott Dich segnen, mein lieber John Ronald, und mögest Du die Dinge sagen, die ich zu sagen versucht habe, lange nachdem ich selbst nicht mehr da sein werde, um sie zu sagen, sollte dies mein Schicksal sein“[4]. Dies war der Zeitpunkt an dem er seine Karriere als Schriftsteller begann. Jedoch war er hauptsächlich an mehreren Universitäten beschäftigt. Diese verhalfen ihm an der Entwicklung mehrerer Sprachen, da er oft Lehrkraft für ältere Sprachen bzw. Dialekte war. In der Zwischenzeit wurde Tolkien vierfacher Vater und er schrieb mehrere Kindergeschichten, die Bekannteste dieser Geschichten wurde 1937 beim Verlag George Allen & Unwin veröffentlicht und ist uns heute als „Der Hobbit“ bekannt. [5] Auf Wunsch des Verlages begann Tolkien an dem Nachfolger zu schreiben, welches anfangs auch als Kinderbuch ausgelegt war. Aufgrund des Zweiten Weltkrieges verzögerte sich die Veröffentlichung von „der Herr der Ringe“, der erst im Jahre 1954 erschien. In seinen letzten Jahren arbeitete er an dem „Silmarillion“, welches posthum von seinem Sohn fertiggestellt wurde. John Ronald Reuel Tolkien starb am 2. September 1973 und gilt als Begründer der modernen Fantasy-Literatur. [6]

3. Die Frage nach der Allegorie

3.1. Tolkiens Meinung zur Allegorie

„[…]Was die tiefe Bedeutung oder „Botschaft“ des Buches angeht, so hat es nach Absicht des Autors keine. Es ist weder allegorisch, noch hat es irgendeinen aktuellen Bezug.[…]“[7]

Mit diesem Satz versichert Tolkien uns schon zu Beginn von „Der Herr der Ringe“, dass er keinen Bezug auf Ereignisse nimmt und antwortet somit auf die zahlreichen Leser, die ihm nach der Botschaft befragten. [8] Laut seiner eigenen Aussage hat er keine tiefere Aussage bzw. Allegorie. Außerdem stand die Geschichte von Anfang an fest und die Kriege und zentralen Kapitel wurden schon vor 1939 geschrieben.[9] Auch in „Der Hobbit“ verzichtet J.R.R. Tolkien auf jegliche Allegorie und laut eigener Aussage bezieht er sich auch nicht auf Ereignisse. Jeglicher Vergleich zwischen beiden Welten und den Ereignissen wäre eine Deutung, die dem Leser selbst überlassen ist

[...]


[1] Vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/J._R._R._Tolkien#Childhood

[2] http://www.tolkienlibrary.com/abouttolkien.htm

[3] Vgl. Tolkien, 2012, S.15, Die Gefährten

[4] G.B. Smiths Abschiedsbrief an Tolkien, Übersetzung von Wikipedia, Material 1

[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Hobbit

[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Fantasy#Entstehung_im_20._Jahrhundert

[7] Tolkien, 2012, S.13, Die Gefährten

[8] http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herr_der_Ringe#Der_Herr_der_Ringe_als_Allegorie

[9] Tolkien, 2012, S.13, Die Gefährten

Details

Seiten
12
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656539537
ISBN (Buch)
9783656539841
Dateigröße
443 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v264640
Note
Sehr Gut (minus)
Schlagworte
Tolkien Mittelerde Vergleich Facharbeit Der Herr der Ringe Der Hobbit Das Silmarillion

Autor

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Titel: Vergleich zwischen der Welt von Tolkien und der realen Welt seiner Zeit