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Kroatien als Unternehmensstandort: Ein Investitionsleitfaden

Bachelorarbeit 2013 77 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Gang der Untersuchung

2. Standort Kroatien: Ein Länderüberblick
2.1 Allgemeine Informationen
2.1.1 Demographische Daten
2.1.2 Währung, Landessprache und Religion
2.1.3 Infrastruktur
2.2 Die politische Situation Kroatiens
2.2.1 Innenpolitik
2.2.2 Außenpolitik
2.3 EU Erweiterung: Kroatien
2.3.1 Historie der Beziehung zwischen Kroatien und der EU
2.3.2 Verlauf und Herausforderungen der Beitrittsverhandlungen
2.3.3 Unterstützungen der EU
2.3.4 Bedeutung für Unternehmen
2.4 Das Bildungssystem in Kroatien

3. Die Wirtschaft Kroatiens
3.1 Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
3.2 Sektorale Wirtschaftsstruktur
3.3 Regionale Wirtschaftsstruktur
3.4 Außenhandel
3.5 Ausländische Direktinvestitionen
3.6 Arbeitsmarkt

4. Marktbedingungen in Kroatien
4.1 SWOT-Analyse des kroatischen Marktes
4.2 Ausgewählte Branchen im Überblick
4.2.1 Maschinen- und Anlagenbau
4.2.2 Automobilindustrie
4.2.3 Chemische Industrie
4.2.4 Medizintechnik
4.2.5 Tourismus
4.3 Kreditvergabe
4.4 Zahlungsmoral
4.5 Bonitätsprüfung
4.6 Investitionsklima und Markteintrittsbarrieren

5. Unternehmensgründung in Kroatien
5.1 Grundlagen des Gesellschaftsrechts
5.2 Grundlagen der Handelsgesellschaften
5.3 Rechtsformen
5.3.1 Kapitalgesellschaften
5.3.2 Personengesellschaften
5.3.3 Wirtschaftliche Interessenvereinigung (GIU)
5.3.4 Gründung einer Zweigniederlassung
5.4 Vor- und Nachteile der Rechtsformen
5.5 Hinweise für die Aufnahme der Geschäftstätigkeit in Kroatien
5.6 Fördermöglichkeiten für Auslandsinvestitionen
5.6.1 Grundlagen des Investitionsrechts
5.6.2 Steuervergünstigungen
5.6.3 Subventionen
5.7 Finanzierung von Auslandsinvestitionen
5.8 Freie Wirtschaftszonen

6. Rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen
6.1 Arbeitsrecht
6.1.1 Arbeitsvertrag
6.1.2 Arbeitszeit und Urlaubsanspruch
6.1.3 Vergütung
6.1.4 Probezeit und Befristung
6.1.5 Vertragsbeendigung
6.1.6 Pflichtversicherung
6.1.7 Dienstverhinderung und Krankengeld
6.2 Steuerrecht
6.2.1 Einkommenssteuer
6.2.2 Körperschaftssteuer
6.2.3 Umsatzsteuer
6.3 UN-Kaufrecht
6.4 Gewährleistung
6.5 Sicherungsmittel
6.6 Produzentenhaftung
6.7 Immobilienrecht
6.8 Vertriebsrecht

7. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Religiöse Struktur in Kroatien

Abb. 2: Die Verkehrsinfrastruktur im Vergleich

Abb. 3: Die Zusammensetzung des BIP im Vergleich

Abb. 4: Steuervergünstigung nach dem InvFG

Abb. 5: Subventionen nach dem InvFG

1. Einleitung

1.1 Einführung in das Thema

Die Republik Kroatien hat sich seit seiner Unabhängigkeit in den Jahren 1991 bis 2011 besser entwickelt als die übrigen Länder in Mittel- und Osteuropa und konnte von einem nachhaltigen und nicht-inflationären Wirtschaftswachstum profitieren.[1] Trotz des, durch die Wirtschaftskrise, ausgebliebenen Wirtschaftswachstums in den Jahren 2008 bis 2011 und einer beginnenden Rezession in 2012 sind die Aussichten auf ein wiederkehrendes Wachstum ab dem Jahr 2013 positiv. Der Grund für die positiven Aussichten ist der zum 1. Juli 2013 anstehende EU-Beitritt, durch den ein Wirtschaftswachstum von einem bis 1,5 Prozent in den darauffolgenden Jahren prognostiziert wird.[2] Im Rahmen der Beitrittsvorbereitungen für den anstehenden EU-Beitritt, welcher ursprünglich auf das Jahr 2009 datiert war, konnten in Kroatien durch zahlreiche Reformen, unter anderem in den Bereichen Justiz, Verwaltung, Umweltschutz und Infrastruktur, Rahmenbedingungen nach europäischem Standard geschaffen und bereits viele Investoren gewonnen werden.[3] Nach erfolgtem EU-Beitritt ist die Umsetzung noch ausgebliebener Investitionen für Projekte in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Umweltschutz geplant, welche die Rahmenbedingungen für ausländische Investoren nachhaltig stärken.[4] Zusätzlich werden ausländische Investoren durch das in 2007 in Kraft getretene Investitionsförderungsgesetz in Form von Steuervergünstigungen bis hin zur kompletten Steuerbefreiung und Subventionen unter bestimmten Voraussetzungen gefördert.[5] Kroatien bietet für ausländische Investoren und Unternehmensgründer vor allem Stärken im Bereich der Arbeitskräfte, Infrastruktur und einem bedeutenden Tourismussektor, in dem auch zukünftig ein großes Potential liegt.[6] Chancen ergeben sich durch den anstehenden EU-Beitritt dadurch, dass Kroatien als 28. Mitgliedsstaat Teil des gemeinsamen EU-Binnenmarktes wird und somit alle Rechte der EU genießt, die sogenannten vier Freiheiten. Dadurch wird es Unternehinleitung men ermöglicht, Waren und Dienstleistungen im gesamten EU-Binnenmarkt uneingeschränkt zu handeln und Kapital sowie Personal EU weit einzusetzen.[7]

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Ziel dieser Bachelor Thesis ist es, die Republik Kroatien im Hinblick auf eine Investition oder Unternehmensgründung von deutschen natürlichen oder juristischen Personen zu analysieren und dabei transparent darzustellen. Wesentliche Bestandteile sind dabei allgemeine sowie politische und wirtschaftliche Fakten, Marktbedingungen, Unternehmensgründung und die für Unternehmen geltenden rechtlichen Normen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf den im Juli 2013 anstehenden EU-Beitritt gelegt. Ziel dieser Arbeit ist es nicht, ein individuelles Investitionsverfahren eines Unternehmens darzustellen, sondern eine allgemeine Wissensgrundlage für potentielle Investoren zu schaffen

1.3 Gang der Untersuchung

Die vorliegende Bachelorarbeit gliedert sich in sieben Kapitel. Nach einer kurzen Einführung in das Thema wird zunächst einmal im zweiten Kapitel dieser Arbeit der Fokus auf allgemeine Informationen der Republik Kroatien gelegt. Dazu gehören neben demographischen Eckdaten, der Währung und der Landessprache auch eine Analyse der infrastrukturellen Bedingungen. Die gegenwärtige politische Ausgangssituation mit speziellem Fokus auf den EU-Beitritt und die historische Entwicklung zwischen Kroatien und der EU werden im Anschluss daran untersucht. Das herrschende Bildungssystem wird zum Abschluss des zweiten Kapitels dargestellt.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der gegenwärtigen Situation der kroatischen Wirtschaft. Neben einem Überblick über die Entwicklung des BIP, wird die wirtschaftliche Struktur des Landes unter sektoralen und regionalen Gesichtspunkten analysiert. Eine Betrachtung des Außenhandels und des derzeitigen Standes ausländischer Direktinvestitionen erfolgt im Anschluss. Abschließend wird in diesem Kapitel der Arbeitsmarkt ausführlich untersucht, da dieser einen bedeutenden Standortvorteil des Landes darstellt.

Im vierten Kapitel erfolgt der Einstieg mit einer SWOT-Analyse des kroatischen Marktes, in der auf Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für potentielle Investoren eingegangen wird. Danach werden ausgewählte Branchen, in denen ein Eintritt in den kroatischen Markt gegenwärtig und zukünftig lukrativ ist, analysiert. Im Abschluss des vierten Kapitels wird auf die Besonderheiten des Geschäftsalltags in Kroatien eingegangen. Zu denen zählen insbesondere die restriktive Kreditvergabe der Banken, unüblich lange Zahlungsziele und die Erfordernis einer Bonitätsprüfung der Geschäftspartner, um Zahlungsausfälle zu vermeiden. Zudem wird ein Ausblick auf das Investitionsklima und bestehende Markteintrittsbarrieren gegeben.

Das fünfte Kapitel behandelt die Unternehmensgründung in Kroatien unter gesellschaftsrechtlichen Gesichtspunkten. In diesem Zusammenhang werden die möglichen Rechtsformen und ihre Besonderheiten ausgeführt und deren Vor- und Nachteile im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit in Kroatien dargestellt. Neben Hinweisen, die vor Beginn der Geschäftstätigkeit beachtet werden sollten, wird implizit auf Fördermöglichkeiten von Auslandsinvestitionen seitens der Republik Kroatien eingegangen. Daneben erfolgt eine Übersicht der bestehenden Fremdfinanzierungsmöglichkeiten und Freihandelszonen.

Das sechste Kapitel stellt die rechtlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen in Kroatien mit besonderem Fokus auf das Arbeitsrecht dar. Daneben werden das Steuerrecht und die geltenden Steuerarten sowie weitere wesentliche rechtliche Aspekte erläutert, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit für Unternehmen relevant sind.

Abschließend erfolgen im siebten Kapitel das Fazit dieser Arbeit und ein Ausblick auf weitere Forschungsfelder im Zusammenhang mit der Republik Kroatien als Unternehmensstandort.

2. Standort Kroatien: Ein Länderüberblick

2.1 Allgemeine Informationen

2.1.1 Demographische Daten

Im Jahr 2011 leben in Kroatien laut Census 2011 4,29 Millionen Einwohner, davon 51,8 Prozent Frauen und 48,2 Prozent Männer.[8] In Deutschland sind es im gleichen Zeitraum ca. 82 Millionen Einwohner, von denen 50,9 Prozent Frauen und 49,1 Prozent Männer sind.[9] Das Verhältnis von Männern und Frauen unterscheidet sich somit nur minimal. Von der Gesamtanzahl der kroatischen Bevölkerung sind 90 Prozent Kroaten, 4,5 Prozent Serben und 5,5 Prozent Zuwanderer anderer Nationalitäten, welche teilweise aus angrenzenden Ländern stammen.[10] Viele kroatische Staatsangehörige leben im Ausland. In Deutschland waren im Jahre 2011 223.000 kroatische Staatsbürger gemeldet.[11] Das Durchschnittsalter beträgt im Jahr 2011 bei Frauen 43,4 Jahre und bei Männern 39,9 Jahre und die Lebenserwartung bei Geburt beläuft sich in 2011 bei Frauen auf 79,9 Jahre und bei Männern auf 73,8 Jahre.[12] In Deutschland liegt das Durchschnittsalter bei 43,7 Jahren, jedoch ist nicht zwischen Frauen und Männern differenziert worden.[13] Das durchschnittliche Alter der Mutter bei Geburt des ersten Kindes liegt 2011 bei 27,9 Jahren und die Geburtenrate beträgt ca. 1,3 Kindern pro Frau.[14] Diese Daten sind in Deutschland in ähnlicher Ausprägung wiederzufinden. Das durchschnittliche Alter der Mutter bei Geburt des ersten Kindes liegt bei 29 Jahren und die Geburtenrate liegt bei 1,4 Kindern pro Frau.[15]

2.1.2 Währung, Landessprache und Religion

Die Währung der kroatischen Republik ist Kuna (HRK) und hat zum Zeitpunkt des 20. Mai 2013 einen Wechselkurs von 7,57 (EUR - HRK).[16] Devisen können in Banken, Wechselstuben, Postämtern und zum größten Teil auch in Reisebüros und Hotels gewechselt werden.[17] Der EU-Beitritt im Juli 2013 erfolgt mit dem Ziel, den Euro einzuführen, jedoch wird dies frühestens umgesetzt, wenn Kroatien zwei Jahre Mitglied im Euro-Wechselkursmechanismus war und die Kriterien von Maastricht erfüllt. Diese bestehen aus Preisstabilität, tragfähige öffentliche Finanzlage, Wechselkursstabilität und Konvergenz der Zinssätze.[18] Die Landessprache ist kroatisch. In Gebieten mit einheimischen ethnischen Minderheiten sind parallel dazu serbisch, italienisch und ungarisch im amtlichen Gebrauch.[19]

Die religiöse Anschauung in Kroatien ist zum größten Teil römisch-katholisch, jedoch sind auch andere religiöse Gruppen vertreten.[20] Nachfolgende Grafik veranschaulicht die Religiöse Struktur Kroatiens:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Religiöse Struktur in Kroatien

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Croatian bureau of statistics (2012), S. 7.

Die Abbildung zeigt, dass neben der römisch-katholischen Glaubensrichtung, welche mit 88 Prozent zum Großteil vertreten ist, ein geringer Anteil von 4,4 Prozent an Orthodoxen, meist serbisch-orthodox, und 2,2% Prozent an Atheisten vertreten ist. Muslime sind hingegen mit 1,3 Prozent kaum in Kroatien vertreten.[21]

2.1.3 Infrastruktur

Die Verkehrsinfrastruktur Kroatiens besteht im Jahr 2011 aus insgesamt 29.410 Kilometern Straßennetz, davon entfallen 1.264 Kilometer (vier Prozent) auf Autobahnen, 6.843 Kilometer (24 Prozent) auf Landes- bzw. Staatsstraßen, 10.967 Kilometer (37 Prozent) auf Bundestraßen und 10.346 Kilometer (35 Prozent) auf Kreisstraßen.[22] In Deutschland sind es insgesamt 230.782 Kilometer Straßennetz, wovon 12.819 Kilometer (sechs Prozent) auf Autobahnen, 39.710 Kilometer (18 Prozent) auf Bundesstraßen, 86.598 Kilometer (37 Prozent) auf Landes- und Staatsstraßen und 91.655 Kilometer (39 Prozent) auf Kreisstraßen entfallen.[23] Durch nachfolgende Grafik wird der Vergleich der Verkehrsinfrastruktur zwischen Kroatien und Deutschland veranschaulicht:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Die Verkehrsinfrastruktur im Vergleich

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Croatian bureau of statistics (2012b), S. 20 f; Statistisches Bundesamt (2012a), S.16.

Die Grafik zeigt, dass sich die Verkehrsinfrastruktur Kroatiens im Verhältnis der einzelnen Bestandteile zur Gesamtlänge nicht wesentlich von der in Deutschland unterscheidet.

Das Schienennetz umfasst insgesamt 2.722 Kilometer, davon sind 984 Kilometer (36 Prozent) für elektrische Züge ausgebaut. Ein Ausbau für die Generation der Hochgeschwindigkeitszüge existiert nicht. Das Schienennetz in Deutschland umfasst 40.952 Kilometer, von denen 2.428 Kilometer (sechs Prozent) für die Generation der Hochgeschwindigkeitszüge ausgebaut sind.[24] Der Vergleich zeigt, dass in Kroatien noch Ausbaubedarf im Bereich der Bahninfrastruktur besteht. Vor allem im Bereich des Schienennetzes für Hochgeschwindigkeitszüge.[25]

In Kroatien existieren 16 Flughäfen. Mit 29.868 Flügen werden jährlich ca. 2,08 Millionen Passagiere und 3.000 Tonnen Güter transportiert.[26] Deutschland zählt 27 Flughäfen, mit denen pro Jahr 176,3 Millionen Passagiere und 4,5 Millionen Tonnen Güter transportiert werden.[27]

In der See-Schifffahrt werden jährlich etwa 12,9 Millionen Passagiere und 30,3 Millionen Tonnen Gütern transportiert. In der Binnen-Schifffahrt sind es jährlich 5,2 Millionen Tonnen Güter. Der Personenverkehr ist in der Binnen-Schifffahrt nicht von Bedeutung.[28] In Deutschland werden in der See-Schifffahrt jährlich 29 Millionen Passagiere und 296 Millionen Tonnen Güter transportiert. In der Binnen-Schifffahrt werden jährlich 221 Millionen Tonnen Güter transportiert.[29] Das erheblich größere Volumen Deutschlands in der Schifffahrt lässt sich mit der starken Wirtschaftskraft von Deutschland und den angrenzenden EU-Staaten erklären. Diese Gegebenheiten sind in Kroatien bisher nicht in diesem Ausmaß vorhanden.

Im Bereich der Energieversorgung existieren im Jahr 2011 610 Kilometer Ölpipeline, mit denen jährlich 5.319.000 Tonnen Öl transportiert werden. Für den Gas-Transport existieren 2.410 Kilometer Gaspipeline, mit denen jährlich 2.453.0 Tonnen Gas befördert wird. Der Transport durch Pipelines erfolg sowohl national, als auch international.[30] Für Deutschland sind vergleichbare Daten nicht auffindbar, so dass ein Vergleich an dieser Stelle nicht stattfinden kann.

Das verfügbare Elektrizitätsvolumen Kroatiens beträgt 18.121 Gigawattstunden im Jahr 2011. Diesem Angebot steht im Jahre 2010 ein Konsum von 16.248 Gigawattstunden gegenüber. Für das Jahr 2011 sind noch keine Nachfragedaten verfügbar. [31] In Deutschland wurden im Jahr 2011 462.102 Gigawattstunden bereitgestellt.[32]

Im Bereich der Kommunikationsinfrastruktur sind im Jahr 2011 1.848.000 Telefonanschlüsse registriert, was 43 Prozent der Bevölkerung Kroatiens entspricht, von denen ca. 60 Prozent einen Zugang zu Breitbandinternet haben. Das mobile Internet ist bereits mit 5.115.000 Vertragsabschlüssen registriert und ist somit populärer als das klassische Breitbandinternet. Da die Anzahl der registrierten Anschlüsse die kroatische Bevölkerungsanzahl übersteigt, ist davon auszugehen, dass vereinzelt mehrere Verträge pro Kopf abgeschlossen wurden oder Verträge von Ausländern abgeschlossen wurden. In Deutschland haben 83 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Breitbandinternet.[33] Der Vergleich lässt vermuten, dass die Infrastruktur im Bereich der Telekommunikation in Kroatien nicht ausgeprägt ist, weshalb viele Menschen im mobilen Internet eine Alternative sehen.

Für den Versand und Empfang von Briefen und Paketen sind in Kroatien 1.255 Postämter zuständig.[34] Ein Vergleich ist hier ebenfalls nicht möglich, da entsprechendes Datenmaterial über Deutschland nicht aufzufinden ist.

2.2 Die politische Situation Kroatiens

2.2.1 Innenpolitik

Seit der Verfassungsreform 2000/2001 ist Kroatien eine stabile parlamentarische Demokratie. Das Land ist unterteilt in 20 Bezirke, die als „Provinz“, „Gespanschaft“ oder „Komitat“ bezeichnet werden. Eine besondere Verwaltungseinheit stellt die Hauptstadt Zagreb dar.[35] Die höchsten Werte der kroatischen Republik, die zugleich Basis der kroatischen Verfassung sind, lauten Freiheit, Gleichberechtigung von Nationalitäten und Geschlechtern, Frieden, soziale Gerechtigkeit, Wahrung von Menschenrechten, Unantastbarkeit von Eigentum und der Erhalt und die Förderung der natürlichen und menschlichen Umwelt.[36] Die kroatische Verfassung folgt dem Prinzip der Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative und enthält einen Katalog an Grundrechten und Grundfreiheiten.[37]

Die Legislative wird durch das Parlament wahrgenommen, welches vom kroatischen Volk für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt wird. Neuwahlen finden spätestens 60 Tage nach Ablauf der bestehenden Mandate statt. Es besteht aus mindestens 100 und maximal 160 Abgeordneten, die durch geheime Wahl bestimmt werden und hat einen Präsidenten und evtl. mehrere VizePräsidenten. Aktuell besteht es aus 151 Abgeordneten. Die Aufgaben des Parlaments bestehen unter anderem in der Gesetzgebung, der Verwaltung des Staatsbudgets, die Entscheidung über Krieg und Frieden, Entscheidungen über die nationale Sicherheit, die Verteidigungsstrategie und über den Einsatz der militärischen Einheiten.[38]

Die Exekutive wird durch den Präsidenten und die Regierung der kroatischen Republik wahrgenommen. Der Präsident Kroatiens, aktuell Ivo Josipovic, repräsentiert den Staat im In- und Ausland. Er ist verantwortlich für die Stabilität der Staatsgewalten und die Wahrung der Unabhängigkeit und wird für eine Amtszeit von fünf Jahren durch geheime Wahl vom Volk gewählt. Die Regierung übt die exekutive Macht im Einklang mit der Verfassung und dem Gesetz aus. Sie verabschiedet Gesetze, setzt das Staatsbudget fest, verwaltet den Staat und trägt zur wirtschaftlichen und politischen Entwicklung des Staates bei. Der Regierungschef ist der Premierminister, aktuell Zoran Milanovic. Dieser unterliegt dem Parlament.[39]

Die Judikative wird von den Gerichten wahrgenommen. Diese sind unabhängig und unterliegen in ihren Entscheidungen der Verfassung und den geltenden Gesetzen. Der oberste Gerichtshof ist das höchste Gericht der Republik Kroatien. Sein Oberhaupt wird vom Präsidenten vorgeschlagen und vom Parlament gewählt. Das Verfassungsgericht fällt Urteile im Bereich des kroatischen Verfassungsrechts. Es besteht aus elf Mitgliedern. Diese sind Richter, Anwälte oder Professoren auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften.[40]

Das oberste Ziel der kroatischen Innenpolitik seit 2000 ist es, die innere Modernisierung im Zuge der Integrierung in euro-atlantische Strukturen voranzutreiben. Dazu gehörte die Umstrukturierung des Steuersystems, die Reduzierung des Personals in den Bereichen der öffentlichen Verwaltung, der Streitkräfte und des Nachrichtendienstes, die Umwandlung des Staatsrundfunks in öffentlich-rechtliche Anstalten und die Reform der Rentenversicherung und des Kindergeldes. Ein weiteres Thema ist die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Schaffung von Investitionsanreizen. Im sozialen Bereich ist der Ausbau der staatlichen Gesundheitsfürsorge von großer Bedeutung, jedoch sind diese Reformen noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen wurden Programme gegen die bestehende Korruption initiiert und die gesamte Justiz reformiert. Diese Maßnahmen werden auch über den EU-Beitritt hinaus fortgeführt.[41]

2.2.2 Außenpolitik

Die Außenpolitik Kroatiens steht für die Erhaltung und Festigung des Friedens und die Förderung der Verständigung zwischen Staaten und Völkern. Ferner steht sie für das Bestreben der Klärung noch offener Fragen, die aus dem Zerfall des ehemaligen Jugoslawiens resultieren und versucht eine nachhaltige Beziehung zu den Nachbarländern zu pflegen und auszubauen. Außenministerin Kroatiens ist aktuell Vesna Pusic.[42]

Kroatien verfolgt als oberstes außenpolitisches Ziel die Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union. Darüber herrscht Übereinstimmung im Parlament und der Bevölkerung, welche im Jahr 2003 mit einer Mehrheit von 73,6 Prozent dafür stimmte.[43] Dieses Ziel ist nahezu erreicht, denn der offizielle Beitritt Kroatiens in die EU steht zum 1. Juli 2013 an. Zur Erreichung dieses Ziels trat am 1. Februar 2005, nachdem der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (IStGHJ) eine uneingeschränkte Zusammenarbeit bestätigt hat, ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU in Kraft, welches den künftigen Eintritt in die EU einleitete.[44]

Die Mitgliedschaft der NATO, welche am 1. April 2009 begründet wurde, war ebenfalls ein Ziel der Außenpolitik. Kroatien ist an Friedens- und politischen Missionen im Rahmen der NATO, der EU und der Vereinigten Nationen beteiligt.[45]

Ein weiteres Ziel stellt die Förderung der Beziehungen und die Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten dar. Durch politische Kontakte und bilaterale Verträge bestehen intensive Kooperationen mit den Nachbarstaaten. Das gestörte Verhältnis zu Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro hat sich harmonisiert, jedoch ist Kroatien bemüht, die Beziehungen zu allen Nachbarstaaten auszubauen und zu verbessern. Mit Slowenien bestehen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene enge Beziehungen. Kroatien wirkt an zahlreichen Projekten und Kooperationen mit, wie den Quadrilateralen (Ungarn, Slowenien, Italien), der Adriatisch-Ionischen Initiative und der Zentraleuropäischen Initiative. Ferner ist Kroatien Gastgeberland der Sicherheitskooperation RACVIAC und Mitglied des regionalen Kooperationsrates.[46] Durch geeignete Maßnahmen werden die Förderung des Exports kroatischer Produkte und Dienstleistungen und die Imagepflege des Landes verfolgt.[47]

2.3 EU Erweiterung: Kroatien

2.3.1 Historie der Beziehung zwischen Kroatien und der EU

Nachdem Kroatien im Jahr 1991 seine Unabhängigkeit erklärt hat, wurde es zum 15. Januar 1992 von den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft anerkannt. Im Juni 2000 wurde allen Staaten des ehemaligen Jugoslawiens vom Europäischen Rat von Feira der Status des „potentiellen Kandidaten für eine Mitgliedschaft in der EU“ verliehen. Ab November 2000 nahm Kroatien als eines der ersten Länder des westlichen Balkans am Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess teil. 2001 wurde zwischen Kroatien und der EU ein Stabilisie- rungs- und Assoziierungsabkommen geschlossen, welches Voraussetzung für eine EU-Vollmitgliedschaft ist. Nachdem im Juni 2004 Kroatien der Status des „offiziellen Beitrittskandidaten“ vom Europäischen Rat verliehen wurde, konnten im Herbst 2005 Beitrittsverhandlungen geführt werden, welche am 30. Juni 2011 abgeschlossen waren. Der Beitrittsvertrag wurde mit Zustimmung des Europäischen Parlaments am 9. Dezember 2011 unterzeichnet. Der Beitrittstermin Kroatiens wurde auf den 1. Juli 2013 festgelegt, sofern alle 27 Mitgliedsstaaten den Beitrittsvertrag ratifizieren. Der Deutsche Bundestag hat den Beitrittsvertrag im Rahmen eines Gesetzesentwurfs der Bundesregierung am 16. Mai 2013 verabschiedet. Die Ratifizierung ist im Frühsommer 2013 abgeschlossen, sodass Kroatien ab dem 1. Juli 2013 der 28. Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist.[48]

2.3.2 Verlauf und Herausforderungen der Beitrittsverhandlungen

Die Beitrittsverhandlungen zur Aufnahme Kroatiens in die EU wurden am 3. Oktober 2005 aufgenommen, nachdem die vollständige Kooperation zwischen Kroatien und dem IStGHJ bestätigt wurde. Die Verhandlungen wurden nach einem Benchmark-System geführt, welches für jedes der 35 Verhandlungskapitel klare Kriterien vorschreibt, um die Verhandlungen voranzutreiben. Diese Vorgaben wurden mit zahlreichen Reformen umgesetzt, jedoch geriet der Verhandlungsprozess in den Jahren 2008 und 2009 durch Grenzstreitigkeiten mit dem EU-Mitgliedsstaat Slowenien ins Stocken. Erst nachdem ein Schiedsgericht zur Beseitigung des Disputs einberufen wurde, konnte der Verhandlungsprozess fortgesetzt werden. Am 12. Oktober 2011 erfolgte eine Stellungnahme zum Beitrittsantrag Kroatiens seitens der Europäischen Kommission, in der ein hoher Vorbereitungsstand erklärt wurde. Weitere Reformen in den Bereichen Justiz und Grundrechte, Grenzverwaltung, Kooperation zwischen Polizei und Justiz im Kampf gegen organisierte Kriminalität wurden gefordert und werden von der Europäischen Kommission überwacht. Eine weitere Stellungnahme erfolgte am 10. Oktober 2012, in der die Erfüllung aller politischen Voraussetzungen erklärt, jedoch auch weiteres Reformpotential aufgezeigt wurde. Der letzte Monitoring-Bericht der Europäischen Kommission wurde am 26. März 2013 vorgelegt, in dem die Erfüllung aller Voraussetzungen attestiert wurde.[49]

2.3.3 Unterstützungen der EU

Seit Unterzeichnung des Beitrittsvertrages im Jahre 2011 wurde Kroatien bis zum EU-Beitritt im Jahr 2013 durch das Instrument der Heranführungshilfe (IPA) unterstützt. Dadurch profitierte Kroatien von Zahlungsmitteln in Höhe von 480 Millionen Euro für Unterstützungsmaßnahmen und Reformen in den Bereichen Justiz, Verwaltung, Umweltschutz, Infrastruktur und landwirtschaftliche bzw. ländliche Entwicklung.[50]

Ebenfalls profitierte Kroatien durch die Teilnahme an dem EU-geführten Twin- ning-Vorhaben. Ziel dieses Programmes ist die Stärkung der Verwaltungskapazitäten der Mitgliedsstaaten durch den Einsatz von Langzeitexperten aus anderen EU-Staaten.[51]

Kroatien nahm an regionalen und horizontalen Programmen teil, durch welche die Beziehungen zwischen den Ländern des westlichen Balkans gefördert und wirtschaftliche sowie regionalpolitische Kooperationen aufgebaut wurden. Diese Programme wurden ebenfalls über IPA finanziert. Dafür stellte die EU im Zeitraum von 2011 bis 2013 insgesamt 215 Millionen Euro zur Verfügung.[52]

Des Weiteren profitierte Kroatien im Jahr 2011 von Fördermitteln in Höhe von 2,86 Millionen Euro durch die Teilnahme an EU-Förderprogrammen in den Bereichen Forschung und Innovation, Aus- und Weiterbildung, Umwelt-, Energieund Informationstechnologien.[53]

2.3.4 Bedeutung für Unternehmen

Mit dem EU-Beitritt zum 1. Juli 2013 wird Kroatien als 28. Staat Teil des EU- Binnenmarktes, in dem die sogenannten vier Freiheiten gemäß dem EWG- Vertrag von 1957 verwirklicht werden. Diese bestehen aus der Warenverkehrsfreiheit, Personenverkehrsfreiheit, Dienstleistungsfreiheit und der Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit.[54] Nachfolgend werden die vier Bestandteile in ihrer Bedeutung für Unternehmen erläutert.

Unter der Warenverkehrsfreiheit ist der freie Warentausch innerhalb der Staaten der EU zu verstehen. Dadurch wird ermöglicht, dass Produkte, die in einem Mitgliedsstaat der EU auf den Markt gebracht wurden, auch uneingeschränkt in allen anderen Mitgliedsstaaten gehandelt werden dürfen.[55]

Die Personenverkehrsfreiheit, welche auch als Arbeitnehmerfreizügigkeit bezeichnet wird, erlaubt kroatischen Staatsbürgern die Beschäftigung in Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten der EU durch eine Arbeitsgenehmigung-EU, welche die bis dato erforderliche Aufenthaltserlaubnis ablöst. Ebenso wird ausländischen Staatsbürgern aus EU-Staaten die Beschäftigung in Kroatien ermöglicht. Akademiker, Auszubildende und Saisonarbeiter benötigen keine Arbeitser- laubnis-EU. Beschränkungen existieren lediglich für nicht- bzw. geringfügig qualifizierte Arbeitnehmer. In den ersten Jahren nach EU-Beitritt werden in diesem Bereich jedoch Übergangsregelungen getroffen, um übermäßige Arbeitnehmerwanderung in die EU-Mitgliedsstaaten zu vermeiden.[56]

Durch die Dienstleistungsfreiheit wird die Erbringung von Dienstleistungen wie Versicherungen, Beratungen und der gleichen analog zur Warenverkehrsfreiheit liberalisiert. Im Rahmen einer Übergangsfrist wird die Arbeitnehmerentsendung in den Bereichen Bau, Gebäudereinigung und Innendekoration beschränkt.[57]

Im Bereich der Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit werden Restriktionen, in denen der Kapital- und Zahlungsverkehr zwischen Kroatien und Drittstaaten geregelt ist, zunächst bestehen bleiben, um massive Käufe von Landflächen und Immobilien durch Bürger aus EU-Mitgliedsstaaten zu unterbinden.[58]

2.4 Das Bildungssystem in Kroatien

In Kroatien beträgt die Schulpflicht, welche sich lediglich auf die Grundschule bezieht, acht Jahre. Nach Vollendung der Schulpflicht kann für die Jahrgangsstufen neun bis zwölf eine Mittelschule oder eine Fachschule besucht werden. Die Mittelschule ist vergleichbar mit dem deutschen Gymnasium. Seit dem Schuljahr 2009/2010 existiert in Kroatien das Zentralabitur. Das deutsche Sprachdiplom II kann aktuell an 30 Mittelschulen in Kroatien erlangt werden. Das Goethe-Institut Kroatien kooperiert mit acht Mittelschulen im Rahmen des Projektes „Schulen: Partner der Zukunft“. 46 Schulen pflegen eine Partnerschaft zu deutschen Schulen.[59]

Universitäten gibt es in den größeren Städten Kroatiens wie Zagreb, Rijeka, Osijek, Zadar und Split.[60] Im Jahr 2011 sind rund 154.000 Studenten an Universitäten eingeschrieben. Hier ist ein positiver Trend erkennbar, denn im Jahr 2009 waren es noch ca. 139.000 Studenten.[61] In vielen universitären Disziplinen gibt es internationale wissenschaftliche Kontakte, jedoch sind die Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten in Kroatien für Akademiker im Vergleich zu anderen Ländern der EU noch nicht wettbewerbsfähig.[62]

3. Die Wirtschaft Kroatiens

3.1 Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts

Das BIP Kroatiens beträgt nominal im Jahr 2011 45,9 Milliarden Euro bzw. 63,8 Milliarden US-Dollar. Pro Kopf entspricht dies 10.427 Euro bzw. 14.457 US-Dollar.[63] Deutschland hat im Vergleich dazu im Jahr 2011 ein nominales BIP von 2.593 Milliarden Euro bzw. 3.577 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Pro Kopf entspricht das einem BIP von 31.703 Euro bzw. 43.742 US-Dollar.[64]. Eine Statistik des World Economic Forum zeigt, dass sich das kroatische BIP pro Kopf in der Zeit von 1990 bis 2011 im Benchmark besser entwickelt hat, als das von Mittel- und Osteuropa.[65] Im Jahr 2012 verzeichnet die kroatische Wirtschaft das vierte Jahr in Folge kein Wachstum.[66] Nachdem die Wirtschaft bis Ende des Jahres 2011 stagnierte, fiel sie zum Jahreswechsel 2011/12 in eine Rezession.[67] Gegenüber dem Jahr 2011 ist das BIP im Jahr 2012 real um 1,2 Prozent und nominal um 1,9 Prozent gesunken.[68] Die Rezession konnte auch durch Einnahmen aus dem Tourismussektor der Saison 2012 nicht abgefangen werden, jedoch bereitet der anstehende EU-Beitritt positive Aussichten für 2013. Das dadurch prognostizierte BIP-Wachstum wird zunächst auf 1,0 bis 1,5 Prozent geschätzt.[69]

Gründe für das gesunkene BIP in 2012 sind ausgebliebene Anreize für Investitionen durch Energie- und Infrastrukturprojekte, welche ein Absinken der Bruttoanlageninvestitionen zur Folge hatten. Auch geringer Konsum, der durch Schuldentilgung der in Devisen verschuldeten Haushalte ausgelöst wurde sowie steigende Arbeitslosigkeit und die Erhöhung der Verbrauchssteuer von 23 auf 25 Prozent waren Auslöser dafür. Die Euro-Krise beeinträchtigte den Export Kroatiens, vor allem auf dem Hauptmarkt Italien und dem slowenischen Markt.[70]

Ministerpräsident Zoran Milanovic versucht neben der Haushaltssanierung auch die Stärkung der Wirtschafts- und Wettbewerbskraft der kroatischen Wirtschaft parallel zu erreichen. Dazu sind für 2013 ausgebliebenen Energie- und Infrastrukturprojekte geplant, durch die Investoren nach Kroatien geholt werden. Ferner sind Projekte für Kohle- und Wasserkraftwerke und Abfallzentren geplant, sowie umfassende Einsparungen im öffentlichen Dienst und die Einführung einer Immobiliensteuer. Jedoch steht letzteren Maßnahmen Widerstand aus der Politik und dem Umweltschutz entgegen. Zusätzlich werden höhere Staatseinnahmen durch die Bekämpfung der Schattenwirtschaft mittels einer Echtzeitübertragung von Barumsätzen an das Steueramt generiert. Der Tourismussektor wird seit Beginn des Jahres 2013 durch eine Mehrwertsteuersenkung im Gastgewerbe auf zehn Prozent angekurbelt. Investitionen durch inländische Unternehmen sollen durch eine steuerliche Entlastung der Unternehmensgewinne, sofern diese im Inland reinvestiert werden, gesteigert werden.[71]

Das Länder-Risiko Kroatiens wird von den führenden Rating-Agenturen per 24. Juni 2013 wie folgt eingestuft: Fitch - BBB-; Standard&Poors: BB+; Moody’s: Ba1.[72]

3.2 Sektorale Wirtschaftsstruktur

Der Dienstleistungssektor Kroatiens hat im Jahr 2011 mit ca. 70 Prozent den größten Anteil am BIP erwirtschaftet.[73] In Deutschland waren es im Jahre 2011 als Vergleich dazu ca. 69 Prozent.[74] Stark vertreten ist im kroatischen Dienstleistungsbereich der Tourismus. Rund 20 Prozent des BIP entfallen auf Einnahmen aus dem Tourismus-Satellitenkonto (TSA), ca. 14 Prozent auf Einnahmen aus dem Reiseverkehr und ca. vier Prozent hat das Hotel- und Gaststättengewerbe dazu beigetragen. Des Weiteren steuerte das Handels- und Reparaturgewerbe ca. neun Prozent dazu, welches ebenfalls vom Tourismus profitiert. Rund 24 Prozent entfallen auf Finanz- und Immobiliendienstleistungen.[75]

Das produzierende Gewerbe in Kroatien inklusive dem Baugewerbe hat 2011 einen Anteil von ca. 25 Prozent am BIP.[76] Der Anteil des genannten Sektors in Deutschland ist in 2011 höher und beträgt ca. 30 Prozent.[77] Der stärkste Zweig des produzierenden Gewerbes in Kroatien ist die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, welche einen Anteil von ca. sieben Prozent des BIP ausmacht. Jedoch fokussiert diese Industriesparte den Markt von Bosnien und Herzegowina und den Nachfolgestaaten Jugoslawiens, welche sich in der CEFTA- Freihandelszone befinden. Der EU-Beitritt Kroatiens hat das Ausscheiden aus der CEFTA-Freihandelszone zur Folge, was zu einer Schwächung dieses Zweiges führen wird.[78] An zweiter Stelle folgt die Chemie- und Gummiindustrie, welche einen Anteil von ca. vier Prozent des BIP erwirtschaftet. Darunter ist die Pharmaindustrie von großer Bedeutung, die ca. zwei Prozent des BIP ausmacht. Die Arzneimittelhersteller Pliva/Teva bereiten sich aktuell durch Investitionen auf den EU-Binnenmarkt vor. Von großer Bedeutung ist auch die erdölverarbeitende Industrie, jedoch liegen dafür keine statistischen Daten vor. Die Bauindustrie ist mit einem Anteil von ca. fünf Prozent am BIP vertreten und befindet sich in einem Negativtrend.[79]

Durch den Sektor der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei wurden im Jahr 2011 noch ca. fünf Prozent des BIP erwirtschaftet.[80] Im Vergleich zu Deutschland, in dem der primäre Sektor nur ca. ein Prozent des BIP in 2011 ausmacht, ist dieser Bereich in Kroatien vergleichsweise stark ausgeprägt.[81]

Nachfolgende Abbildung stellt die Zusammensetzung des BIP Kroatiens im Vergleich mit Deutschland graphisch dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Die Zusammensetzung des BIP im Vergleich

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an: Auswärtiges Amt, (2013f), o.S; Statistisches Bundesamt (2012b), S. 10.

3.3 Regionale Wirtschaftsstruktur

In Kroatien ist der Nordwesten des Landes wirtschaftlich am besten entwickelt. In dieser Region liegt die Landeshauptstadt Zagreb, welche mit 793.000 Einwohnern das wirtschaftliche, kulturelle und akademische Zentrum, sowie auch den Verkehrsknotenpunkt des Landes bildet. Ferner ist Zagreb das Finanz-, Geschäfts- und Industriezentrum und wird als logistisches Drehkreuz ausgebaut.[82] Im Nordwesten des Landes wohnen ca. 38 Prozent der Bevölkerung und es werden knapp 50 Prozent des BIP erwirtschaftet. Ca. 50 Prozent aller Arbeitsplätze des Industriesektors sind dort angesiedelt. Großunternehmen wie Pliva (Pharma), Koncar (Elektrotechnik) und Atlantic Grupa (Nahrungsmittel) haben sich in dieser Region niedergelassen. Um am wirtschaftlichen Vorteil dieser Region anzuknüpfen, betreibt die Gespanschaft Varazdin, welche ebenfalls in dieser Region liegt, eine unternehmerfreundliche Ansiedlungspolitik.[83]

Die Küstenregion Kroatiens wird vom Tourismus dominiert. Am meisten ausgeprägt ist das Angebot in Istrien, wo ein überdurchschnittliches BIP pro Kopf erwirtschaftet wird. Danach folgt die Nordadriatische Region Primorje-Gorski Kotar. Der Süden des Landes erreicht nur knapp das durchschnittliche BIP pro Kopf. Dalmatien liegt trotz der küstennahen Großstädte Zadar, Sibenik und Split ca. zehn - 20 Prozent unter dem durchschnittlichen BIP pro Kopf. Die Häfen Kroatiens können aktuell aufgrund der fehlenden leistungsfähigen Bahnanbindung nicht mit denen in Triest (Italien) oder Koper (Slowenien) konkurrieren. In den Regionen um Rijeka und Ploce sind Bahnausbauprojekte bereits gestartet. Mit dem EU-Beitritt und den dadurch verfügbaren Fördermitteln wird die Entwicklung der Bahnanbindungen der Häfen kurzfristig erfolgen.[84]

Mittel- und Ostkroatien bilden den landwirtschaftlichen Kern und sind die am wenigsten entwickelten Regionen mit der höchsten Arbeitslosigkeit. In dieser Region, die sich über das Pannonische Tiefland erstreckt, leben ca. 30 Prozent der Bevölkerung, die lediglich ca. 20 Prozent des BIP erwirtschaften. Der landwirtschaftliche Sektor ist in dieser Region sehr ausgeprägt und macht einen Anteil von 58 Prozent aus.[85] Die Wirtschaft Kroatiens

3.4 Außenhandel

Der Außenhandel Kroatiens hat verglichen mit anderen MOE-Staaten keinen bedeutenden Stellenwert. Während der Export von Kroatien im Jahr 2011 einen Anteil von ca. 21 Prozent am BIP ausmachte,[86] ist der Anteil in anderen MOE- Staaten höher. In Ungarn sind es im gleichen Zeitraum ca. 81 Prozent, in Tschechien ca. 75 Prozent und in Slowenien ca. 69 Prozent.[87] Deutschland hat in 2011 als Vergleich dazu einen Exportanteil von ca. 50 Prozent am BIP.[88] Bei den Importen Kroatiens verhält der Abstand zu den verglichenen MOE-Ländern ähnlich.[89] Diese betragen im Jahr 2011 ca. 35 Prozent des BIP, was eine negative Handelsbilanz zur Folge hat. Der Handelsbilanzsaldo beläuft sich für 2011 auf -6.69 Milliarden Euro, was etwa einem Minus von 15 Prozent des BIP entspricht.[90] Deutschland erwirtschaftete in 2011 einen positiven Handelsbilanzsaldo von 133,5 Milliarden Euro, was einem Anteil von ca. 5,2 Prozent des BIP entspricht.[91]

Die wichtigsten Handelspartner Kroatiens sind Italien, Deutschland, Russland und die VR China. Mit Italien ist im Jahr 2011 ca. 16 Prozent des gesamten Außenhandels getätigt worden. Lohnveredlungsarbeiten in der Textilindustrie stellen dabei den größten Anteil dar. An zweiter Stelle kommt Deutschland mit ca. 12 Prozent des Außenhandels. Hier wird der Großteil des Handels im Bereich der Auto- und Maschinenindustrie getätigt. An dritter Stelle kommt Russland mit ca. 7,3 Prozent des Außenhandels, welcher im Rahmen von Erdgasgeschäften getätigt wurde. Auf Platz vier folgt die VR China mit ca. 7,1 Prozent. Über den Handelsgegenstand mit der VR China liegen keine Informationen vor.[92] Insgesamt kann festgehalten werden, dass Kroatien bereits ca. 65 Prozent des Außenhandels mit Ländern aus dem EU-Raum tätigt. Eine wichtige Rolle dabei nehmen die CEFTA-Staaten ein. Dazu zählt Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Mazedonien, Republik Moldau und Serbien. Durch den EU-Beitritt verliert Kroatien voraussichtlich wichtige Zollvorteile auf den CEFTA-Märkten, was einen Rückgang des Außenhandels auf diesen Märkten zur Folge haben wird, vor allem im wichtigen Nahrungsmittelsektor.[93]

3.5 Ausländische Direktinvestitionen

Insgesamt sind in Kroatien im Zeitraum 1993 bis 2011 ausländische Direktinvestitionen (FDI) in einer Höhe von ca. 25,7 Milliarden Euro getätigt worden.[94] Im Durchschnitt waren es von 2008 bis 2011 rund zwei Milliarden Euro pro Jahr. Seit der Wirtschaftskrise 2009 sank die Höhe auf durchschnittlich ca. 1,3 Milliarden Euro pro Jahr. Im Jahr 2012 war die Höhe der Direktinvestitionen erneut rückläufig, so dass nach den ersten drei Quartalen lediglich ein Anteil von ca. 40 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht wurde.[95] Der größte Teil der FDI floss in Immobilien und die Immobilienbranche, gefolgt von der Tourismus- und Freizeitbranche, dem Großhandel und den Banken. Im verarbeitenden Gewerbe ist, bis auf die Nahrungsmittelindustrie, der FDI-Zufluss schwach. Gemessen am Bestand der FDI, ist Österreich mit ca. 6,5. Milliarden Euro und einem Anteil von ca. 25 Prozent am stärksten vertreten. An zweiter Stelle kommen die Niederlande mit ca. vier Milliarden Euro (ca. 16 Prozent) und auf dem dritten Rang folgt Deutschland mit 3,1 Milliarden Euro (ca. 12 Prozent) vor Ungarn mit 2,4 Milliarden Euro (ca. neun Prozent).[96] Gemessen am Neuzugang in 2012 sind Österreich und die Niederlande am stärksten vertreten, gefolgt von der Türkei und Italien. Türkische Investitionen flossen in die Petrochemiebranche, Banken und in die Tourismusbranche. Interessiert zeigen sich auch die VR China und Russland, die Kroatien als Gateway zur EU sehen.[97]

Im Zuge von Privatisierungen verstaatlichter Unternehmen, entstehen in 2013 Akquisitionsmöglichkeiten für ausländische Investoren in verschieden Branchen. Zu den Unternehmen, die von diesen Maßnahmen betroffen sind, gehören Versicherungen, Banken, Chemieunternehmen, Nachrichtendienste und Unternehmen aus dem Tourismussektor. Ferner werden ausländische Investoren für Großprojekte im Bereich der Infrastruktur, Kraftwerke, erneuerbare Energien, Windenergie und dem Ausbau eines Glasfaserbreitbandnetzes gesucht.[98]

3.6 Arbeitsmarkt

Der kroatische Arbeitsmarkt ist durch eine niedrige Beschäftigungsquote gekennzeichnet, welche seit der Wirtschaftskrise in 2008 weiter zurückgegangen ist. In 2008 gingen 57,8 Prozent der erwerbsfähigen Personen zwischen 15 und 64 Jahren im Durchschnitt einer Beschäftigung nach. Im Jahr 2011 sind es noch 52,4 Prozent.[99] In Deutschland gehen im Jahr 2011 ca. 92 Prozent der erwerbsfähigen Personen zwischen 15 und 65 Jahren einer Beschäftigung nach.[100] Der EU-Durchschnitt liegt bei einer Beschäftigungsquote von 64,3 Prozent und einem Rückgang der Beschäftigung von 2008 bis 2011 um 1,5 Prozent.[101] Es kann festgehalten werden, dass der ohnehin schwache Arbeitsmarkt Kroatiens von der Wirtschaftskrise 2008 stärker getroffen wurde, als andere EU-Mitgliedsstaaten.

Im Jahr 2011haben durchschnittlich ca. 12,7 Prozent aller Arbeitnehmer einen befristeten Arbeitsvertrag und ca. zehn Prozent sind teilzeitbeschäftigt. Verglichen mit dem EU-27-Durchschnitt, in dem ca. 14,1 Prozent einen befristeten Arbeitsvertrag haben und 19,5 Prozent teilzeitbeschäftigt sind, stellen diese Tatsachen solide Werte des kroatischen Arbeitsmarktes dar.[102]

Aufgrund der saisonalen Beschäftigung im Tourismussektor kommt es im Jahresverlauf zu Schwankungen der Arbeitslosenquote. Analysten der Raiffeisenbank Austria in Zagreb gehen in einer Prognose aus Juli 2012 davon aus, dass die Arbeitslosenquote nach Kriterien der International Labour Organization (ILO) in 2012 mit ca. 13,9 Prozent den Höchststand erreicht hat und in 2013 stagnieren wird. Stark ausgeprägt ist in Kroatien die Zahl der Langzeitarbeitslosen, denn rund 42 Prozent der Arbeitslosen waren länger als zwei Jahre, und 21 Prozent zwischen 12 - 23 Monaten arbeitslos.[103]

[...]


[1] Vgl. Simon, C., Tiede, W. (2010), S. 12; WEF (2012), S. 146.

[2] Vgl. Anders-Clever, E. (2012a), S. 4; Anders-Clever, E. (2012d), S. 4.

[3] Vgl. Auswärtiges Amt (2013d), o.S.

[4] Vgl. Anders-Clever, E. (2012d), S. 4 f; Anders-Clever, E., Buhin-Peharec, S. (2013), S. 9 f.

[5] Vgl. Angelova, W. et al. (2012), S. 10; Gotwald, A., Jungreithmeir, T., Skok, B. (2008), S. 99; Kroatische Wirtschaftskammer (2011), S. 2.

[6] Vgl. Anders-Clever, E., Buhin-Peharec, S. (2013), S. 9.

[7] Vgl. GTAI (2013b), S. 5.

[8] Vgl. Auswärtiges Amt (2013a), o.S; Croatian bureau of statistics (2013), S. 7 f.

[9] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012a), S.23 ff.

[10] Vgl. Auswärtiges Amt (2013a), o.S; Croatian bureau of statistics (2012b), S. 7.

[11] Vgl. Auswärtiges Amt (2013a), o.S

[12] Vgl. Croatian bureau of statistics (2013), S. 11.

[13] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012), S.23 ff.

[14] Vgl. Croatian bureau of statistics (2013), S. 15

[15] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012a), S.23 ff.

[16] Vgl. Finanzen.net (2013), o.S.

[17] Vgl. DKIHK (2013a), o.S.

[18] Vgl. GTAI (2013b), S. 10.

[19] Vgl. Auswärtiges Amt (2013a), o.S.

[20] Vgl. Auswärtiges Amt (2013a), o.S.

[21] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012a), S. 7.

[22] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012b), S. 20 f.

[23] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012a), S.16.

[24] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012a), S.16.

[25] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 3 f.

[26] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012b), S. 20 f.

[27] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012a), S.16.

[28] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012b), S. 20 f.

[29] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012a), S.586 ff.

[30] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012b), S. 18 ff.

[31] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012b), S. 18 ff.

[32] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012a), S.552.

[33] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012b), S. 22; Statistisches Bundesamt (2012a), S.642.

[34] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012b), S. 22.

[35] Vgl. Auswärtiges Amt (2013a), o.S; Auswärtiges Amt (2013b), o.S; Botschaft der Republik Kroatien (2006a), o.S.

[36] Vgl. Botschaft der Republik Kroatien (2006a), o.S.

[37] Vgl. Auswärtiges Amt (2013b), o.S; Botschaft der Republik Kroatien (2006a), o.S.

[38] Vgl. Botschaft der Republik Kroatien (2006a), o.S.

[39] Vgl. Auswärtiges Amt (2013a), o.S; Botschaft der Republik Kroatien (2006a), o.S.

[40] Vgl. Botschaft der Republik Kroatien (2006a), o.S.

[41] Vgl. Auswärtiges Amt (2013b), o.S.

[42] Vgl. Auswärtiges Amt (2013b), o.S.

[43] Vgl. Auswärtiges Amt (2013c), o.S; Auswärtiges Amt (2013d), o.S; Botschaft der Republik Kroatien (2006b), o.S.

[44] Vgl. Auswärtiges Amt (2013c), o.S; Auswärtiges Amt (2013d), o.S.

[45] Vgl. Auswärtiges Amt (2013c), o.S; Botschaft der Republik Kroatien (2006b), o.S.

[46] Vgl. Auswärtiges Amt (2013c), o.S; Auswärtiges Amt (2013d), o.S.

[47] Vgl. Botschaft der Republik Kroatien (2006b), o.S.

[48] Vgl. Auswärtiges Amt (2013d), o.S.

[49] Vgl. Auswärtiges Amt (2013d), o.S.

[50] Vgl. Auswärtiges Amt (2013d), o.S.

[51] Vgl. Auswärtiges Amt (2013d), o.S.

[52] Vgl. Auswärtiges Amt (2013d), o.S

[53] Vgl. Auswärtiges Amt (2013d), o.S

[54] Vgl. GTAI (2013b), S. 3.

[55] Vgl. GTAI (2013b), S. 4.

[56] Vgl. Angelova, W. et al. (2012), S. 7; GTAI (2013b), S. 4 f.

[57] Vgl. GTAI (2013b), S. 4.

[58] Vgl. GTAI (2013b), S. 5.

[59] Vgl. Auswärtiges Amt (2013e), o.S

[60] Vgl. Auswärtiges Amt (2013e), o.S.

[61] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012a), S. 32.

[62] Vgl. Auswärtiges Amt (2013e), o.S.

[63] Vgl. Anders-Clever, E. (2012d), S. 5; WEF (2012), S. 146.

[64] Vgl. Anders-Clever, E. (2012d), S. 5; WEF (2012), S. 176.

[65] Vgl. WEF (2012), S. 146.

[66] Vgl. Anders-Clever, E. (2012a), S. 4; DKIHK (2013b), o.S.

[67] Vgl. Anders-Clever, E. (2012d), S. 4.

[68] Vgl. Anders-Clever, E. (2012a), S. 4; Anders-Clever, E. (2012d), S. 4 f; DKIHK (2013b), o.S.

[69] Vgl. Anders-Clever, E. (2012a), S. 4; Anders-Clever, E. (2012d), S. 4.

[70] Vgl. Anders-Clever, E. (2012d), S. 4 f; Anders-Clever, E., Buhin-Peharec, S. (2013), S. 9 f; GTAI (2013c), o.S.

[71] Vgl. Anders-Clever, E. (2012d), S. 4 f; Anders-Clever, E., Buhin-Peharec, S. (2013), S. 9 f;

GTAI (2013c), o.S; GTAI (2012a), o.S.

[72] Vgl. Börsen-Zeitung (2013), o.S.

[73] Vgl. Auswärtiges Amt, (2013f), o.S.

[74] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012b), S. 10.

[75] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 1.

[76] Vgl. Auswärtiges Amt, (2013f), o.S.

[77] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012b), S. 10.

[78] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 2; Anders-Clever, E. (2013c), S. 22.

[79] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 2.; Auswärtiges Amt, (2013f), o.S; GTAI (2012b), S. 1 f.

[80] Vgl. Auswärtiges Amt, (2013f), o.S.

[81] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012b), S. 10.

[82] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 3; Auswärtiges Amt (2013a), o.S; DKIHK (2013a), o.S; Zagreb.hr (o.J.), o.S.

[83] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 3.

[84] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 3 f.

[85] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 4 f.

[85] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 5; Croatian bureau of statistics (2012a), S. 69.

[87] Vgl. GTAI (2013e), o.S; GTAI (2013f), o.S; GTAI (2013g), o.S.

[88] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012b), S. 12.

[89] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 5.

[90] Vgl. Croatian bureau of statistics (2012a), S. 69.

[91] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012b), S. 12.

[92] Vgl. Anders-Clever, E. (2012c), S. 7; Auswärtiges Amt, (2013f), o.S.

[93] Vgl. Anders-Clever, E. (2012a), S. 9; Anders-Clever, E. (2012d), S. 9; DKIHK (2013b), o.S.

[94] Vgl. Auswärtiges Amt (2013f), o.S; DKIHK (2013b), o.S.

[95] Vgl. Anders-Clever, E. (2013a), S. 3.

[96] Vgl. Anders-Clever, E. (2013a), S. 3; Auswärtiges Amt (2013f), o.S; DKIHK (2013b), o.S.

[97] Vgl. Anders-Clever, E. (2013a), S. 3.

[98] Vgl. Anders-Clever, E. (2013a), S. 5.

[99] Vgl. Anders-Clever, E. et al. (2012), S. 1; Croatian bureau of statistics (2012b), S. 11.

[100] Vgl. Statistisches Bundesamt (2012a), S. 354 ff.

[101] Vgl. Anders-Clever, E. et al. (2012), S. 1.

[102] Vgl. Anders-Clever, E. et al. (2012), S. 1.

[103] Vgl. Anders-Clever, E. et al. (2012), S. 1.

Details

Seiten
77
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656532767
ISBN (Buch)
9783656535126
Dateigröße
742 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v264075
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,3
Schlagworte
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Titel: Kroatien als Unternehmensstandort: Ein Investitionsleitfaden