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Chancen und Risiken nachhaltiger Investments

Seminararbeit 2013 32 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungs- und TabellenverzeichnisV

1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit1
1.2 Gang der Arbeit

2. Grundlagen von nachhaltigen Investments
2.1 Begriff der Nachhaltigkeit
2.2 Abgrenzung nachhaltiger Investments

3. Strategische Ansätze nachhaltiger Investments
3.1 Negativkriterien
3.2 Positivkriterien
3.3 Best-in-Class Ansatz

4. Assetklassen nachhaltiger Investments
4.1 Aktien
4.2 Anleihen
4.3 Investmentfonds

5. Kritische Betrachtung von nachhaltigen Investments

6. Fazit und Ausblick

Student Consulting

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abb. 1: Drei Säulen Modell der Nachhaltigkeit

Abb. 2: Magisches Viereck der nachhaltigen Kapitalanlage

Abb. 3: Investitionswachstum nachhaltiger Investments in der EU nach Anlagestrategie

Abb. 4: Investitionswachstum nachhaltiger Investments in der EU nach Best-in-Class Ansatz

Abb. 5: Anteile der Investitionsvolumina in deutschen nachhaltigen geschlossenen Themenfonds in 201122

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit

Umweltskandale wie bspw. die Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon des BP Konzerns am 20. April 2010 im Golf von Mexiko oder die Nuklearkatastrophe durch die Kernschmelze im Atomkraftwerk von Fukushima am 11. März 2011 in Japan sind nur einzelne Beispiele von Negativschlagzeilen, die in jüngster Vergangenheit in der Öffentlichkeit thematisiert wurden. Diese Skandale hatten nicht nur schwerwiegende ökologische Auswirkungen in Form einer Ölpest im Golf von Mexiko oder durch konterminierten Boden im Umfeld des Kraftwerkes von Fukushima, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Schäden für die verantwortlichen Unternehmen zur Folge.[1]

Um solche Katastrophen nicht zu fördern sowie auch eine allgemeine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen, achten Investoren heutzutage verstärkt auch auf ethisch-moralische, ökologische und soziale Komponenten bei ihrer Kapitalanlage. Nicht nur Investoren haben dieses Problem erkannt, sondern auch die Führungsebenen selbst versuchen, verstärkt Nachhaltigkeitskonzepte innerhalb ihrer Unternehmen umzusetzen, um durch diese Maßnahmen den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern.

Im Zuge dieser Arbeit soll der Begriff der Nachhaltigkeit genau erläutert und die historische Entwicklung aufgezeigt werden. Weiterführend soll der Unterschied von nachhaltigen Investments gegenüber traditionellen Investments dargestellt, sowie die möglichen strategischen Ansätze und deren Sinnhaftigkeit thematisiert werden. Des Weiteren sollen die wichtigsten nachhaltigen Assetklassen vorgestellt und teils mit Praxisbeispielen unterlegt werden, um einen Unterschied zu traditionellen Assetklassen aufzuzeigen. Eine abschließende kritische Betrachtung soll verdeutlichen, dass nachhaltige Investments nicht nur positive sondern durchaus auch negative Eigenschaften besitzen.

1.2 Gang der Arbeit

Zuerst erfolgt innerhalb dieser Arbeit die Erarbeitung der Grundlagen mit den Definitionen und Abgrenzungen der themenrelevanten Begriffe Nachhaltigkeit und nachhaltigen Investments. Fortführend werden die strategischen Ansätze durch Negativkriterien, Positivkriterien und der Best-in-Class Ansatz dargestellt und näher erläutert. Anschließend werden die wichtigsten nachhaltigen Assetklassen Aktien, Anleihen und Investmentfonds vorgestellt und durch Praxisbeispiele der entsprechende Nachhaltigkeitsaspekt verdeutlicht. Eine abschließende kritische Betrachtung soll die Chancen und Risiken von nachhaltigen Investments verdeutlichen und durch einen kurzen Ausblick ihre zukünftige Entwicklung und ihre Herausforderungen aufzeigen.

2. Grundlagen von nachhaltigen Investments

2.1 Der Begriff der Nachhaltigkeit

Der Begriff der Nachhaltigkeit entwickelt sich immer mehr zu einem Ideal einer zukünftigen Entwicklung und gehört seit der ersten eindeutigen Nennung im sog. Brundtland-Bericht im Jahre 1987 zum allgemeinen Sprachgebrauch.[2] Der Bericht basiert auf einer Studie des Club of Rome, welche zum Beginn der 1970er Jahre mit dem Titel -Die Grenzen des Wachstums- veröffentlicht wurde. Diese Studie besitzt die zentrale Kernaussage, dass sollte der Wachstumsdrang der Industrieländer, das starke Bevölkerungswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern, die Ausbeutung von natürlichen Ressourcen, sowie die Nahrungsmittelproduktion auf eine wie bis zu diesem Zeitpunkt übliche Art und Weise fortgeführt werden, so wären die Wachstumsgrenzen der Erde im kommenden Jahrhundert erreicht und ausgeschöpft.[3]

Der Begriff einer nachhaltigen Entwicklung, welcher durch die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED) im Brundtland-Bericht beschrieben und geprägt wurde, setzt dabei auf eine Entwicklung, welche durch das folgende Zitat beschrieben werden kann:[4] „Development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“[5] Diese beschriebene nachhaltige Entwicklung, welche es auch kommenden Generationen ermöglicht, ihre eigene Bedürfnisse zu befriedigen, war das erklärte Ziel der im Jahre 1992 von den United Nations in Rio de Janeiro verfassten Declaration on Environment and Development. Auf dieser Grundlage wurden auf der genannten Konferenz in gewisse nachhaltige Handlungsempfehlungen unter dem Titel der Agenda 21 als Vorgaben formuliert und verabschiedet.[6]

Seitdem wird der Begriff der Nachhaltigkeit mit Hilfe des Drei-Säulen-Modells dargestellt. Die in diesem Modell betrachteten Faktoren Ökologie, Ökonomie und Soziales werden gleichrangig verstanden und interdependent betrachtet.[7] Häufig werden diese drei Faktoren in der Literatur auch als ESG-Kriterien bezeichnet, wobei die einzelnen Buchstaben für die Begriffe Ecology, Social und Governance stehen.[8]

Der Faktor der ökologischen Nachhaltigkeit, verfolgt die Absicht keinen Raubbau an der Natur zu betreiben und somit die Umwelt auch für alle nachfolgenden Generationen intakt zu erhalten.[9] Ein häufig in diesem Zusammenhang gewähltes Beispiel kommt aus der Forstwirtschaft und sagt aus, dass nur so viel Holz abgeholzt werden darf, wie auch wieder nachwachsen kann.[10] Mit Hilfe der ökonomischen Nachhaltigkeit soll langfristig eine Basis für Erwerb und Wohlstand ermöglicht werden. Abschließend strebt die soziale Nachhaltigkeit an, jegliche soziale Spannungen und Konflikte zu kontrollieren, um somit eine zukunftsfähige und lebenswerte Gesellschaft zu ermöglichen und zu bewahren.[11]

Diese drei Faktoren der Nachhaltigkeit spielen insbesondere für Unternehmen eine wichtige Rolle. Daraus folgend hat sich in Anlehnung an das Drei-Säulen-Modell für Unternehmen die Konzeption der sogenannten Triple-Bottom-Line entwickelt. Hier werden erneut die bereits angesprochenen drei Faktoren betrachtet, jedoch werden diese unter dem Titel des Triple P auf die Schwerpunkte Planet, People und Profit bezogen.[12] Eine Umsetzung der Nachhaltigkeit in einem Unternehmen erfolgt durch die Grundsätze der sogenannten Corporate Social Responsibility (CSR). Gemäß diesen Grundsätzen verstehen sich Unternehmen als ein direkter Teil der Gesellschaft (corporate citizens) und tragen somit auch eine direkte Verantwortung ihr gegenüber. Durch den Begriff der CSR wird eine Verantwortlichkeit über die bereits bestehenden Verpflichtungen des verantwortlichen Managements hinaus, in den Bereichen Umwelt und Soziales bezeichnet. Durch eine besondere Betrachtung der vorgenannten Bereiche, sowie einem speziellen Fokus auf interne und externe Stakeholder und die gesamte Wertschöpfungskette, soll ein ständiger Verbesserungsprozess initiiert und die nachhaltige Entwicklung gefördert werden.[13]

[...]


[1] Vgl. dpa (2012), o.S.

[2] Vgl. Böttcher, J. et al. (2009), S.12.

[3] Vgl. Meadows, D. et al. (1972), S.18.

[4] Vgl. Böttcher, J. et al. (2009), S.13-14.

[5] World of Commission on Environment and Development (1988), S.43.

[6] Vgl. Günther, E. (2008), S.43.

[7] Vgl. Böttcher, J. et al. (2009), S.14; Gabriel, K. (2008), S.27.

[8] Vgl. Böttcher, J. et al. (2009), S.44; Abb. 1 - Drei Säulen Modell der Nachhaltigkeit im Anhang.

[9] Vgl. Rasspe-Dahmann, W. (2011), S.230.

[10] Vgl. Boyd, B. (2007), S.27.

[11] Vgl. Rasspe-Dahmann, W. (2011), S.230.

[12] Vgl. Böttcher, J. et al. (2009), S.23.

[13] Vgl. Günther, E. (2008), S.52-53.

Details

Seiten
32
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656533245
ISBN (Buch)
9783656537410
Dateigröße
728 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v264061
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Note
1,3
Schlagworte
Finance Nachhaltigkeit Investments Corporate nachhaltige Investments

Autor

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Titel: Chancen und Risiken nachhaltiger Investments