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Die Hugenotten in Brandenburg und die historische Dimension von Säkularität bei Philip S. Gorskis „Historicizing the Secularization Debate“

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 18 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zusammengefasste Wiedergabe von Gorskis „Historisierung“
2.1 Zusammenfassung und Fragestellung

3. Problematiken des Textes

4. Die religiöse Dimension
4.1 Die rechtlichen Grundlagen für die Ansiedlung
4.2 Weltliche Gewaltausübung
4.3 Geistliche Gewaltausübung
4.4 Zusammenfassung der Gerichtsbarkeit

5. Die soziale Dimension
5.1 Armenfürsorgen und allgemeine soziale Institutionen

6. Die politische Dimension
6.1 Religiöse Autoritäten

7. Schluss

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Arbeit hat das Ziel Philip S. Gorskis Artikel „Historicizing the Secularization Debate: Church, State, and Society in Late Medieval and Early Modern Europe, ca. 1300 to 1700“ zusammenzufassen und die von Gorski dargestellte Historisierung und Analyse der Veränderung von Religion und Religiosität im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit wissenschaftlich zu überprüfen. Da der Autor dieser wissenschaftlichen Hausarbeit aufgrund des Umfangs des Artikels Gorskis nicht sämtlichen Fragen, Thesen, Punkten und Überlegungen nachgehen kann, wird aufgrund dessen eine Auswahl vorgenommen und die ausgewähltenthematischen Punkte anhand einer von Gorski behandelten Religionsgruppe überprüft. Somit lassen sichmöglicherweise teilweise nur Indizien herausarbeiten, die aber dennoch zu einer grundsätzlichen Überprüfung Gorskis Thesen führen können.

Da für die Arbeit ein tieferes Verständnis Gorskis Untersuchung notwendig ist, wird der Autor daher im Folgenden als Grundlage der Historisierung zuerst Gorskis Analyse kurz zusammenfassen und die Aussagen und Thesen Gorskis vorstellen. Danach soll anhand des Beispiels der Hugenotten überprüft werden, inwieweit die Aussagen Gorskis zu einem anderen oder vielleicht sogar zum gleichen Ergebnis führen. (S. 149-163).

Gorski geht in seinem Artikel von der Grundthese aus, dass der Effekt der Reformation weder die zumeist angenommene Säkularisierung als Folge von Individualisierung der Gesellschaft war, noch zur Christianisierung Europas führte, wie es besonders die Vertreter des Neuen Paradigmas repräsentieren. Vielmehr, so kann kurz gesagt werden, versteht Gorski die Reformation als Ausgangspunkt einer Rationalisierung von Religion, die sich bei Protestanten, Kalvinisten und Katholikennachweisen lässt und sich lediglich in verschiedener Form, Art und Weise äußert. Dies bedeutet aber nicht, dass Säkularisation und Individualisierung und die Gegenbegriffe Christianisierung und De-Differenzierung falsch wären. Viel mehr ist Gorski der Ansicht, dass Religion falsch „gemessen“ wird, was sich durch den verwendeten Begriff des „Levels“ ausdrückt. Viel eher, so Gorski, sollte aber der Charakter und dessen Änderung nach der Reformation erforscht werden. Die von ihm ausgemachte Änderung im Unterschied zwischen mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Religion ist dabei die Rationalisierung, welche zu einer De-Differenzierung (gemeint ist damit eine Entdifferenzierung = Enge/Zusammengehen) führt. Um diese Rationalisierung nachzuweisen, historisiert und rekonstruiert Gorski die Debatte um die Säkularisation. Hier wird der Autor ansetzen und diese Historisierung beziehungsweise die Rationalisierung hinterfragen.

2. Zusammengefasste Wiedergabe der „Historisierung“

Gorski beginnt mit der Vorstellung der „alten“ Positionen der Säkularisationstheoretiker und der Vertreter des neuen Paradigmas. Im Gegensatz zu den Vertretern des neuen Paradigmas, die der Religiosität einen Wandel unterstellen und dies anhand der Zunahme (also keine durch Säkularisation begründete Abnahme) religiöser Mitwirkung in den USA belegen,1 gehen die Säkularisationstheoretiker davon aus, dass Säkularisation durch die abnehmenden Raten der religiösen Mitwirkung in europäischen Ländern belegt wird.2 Säkularisation ist für die Vertreter des Alten Paradigmas religiöser Wandel und wird mit einem „descending image“, einem abnehmenden Bild, kombiniert.3 So entsteht die These, dass sich durch die Reformation die christlich-universale Kirche fragmentiert hat und durch die Fragmentierung zur Differenzierung von Religion und Kirche geführt hat.4 Diese Differenzierungsthese im Bereich religiöser Werte und Institutionen, hervorgerufen durch die Reformation, ist der Kern der Säkularisationstheorie und begründet sich aus vier Faktoren: Transformation, Privatisierung, Abwesenheit und Abnahme von Religion. Gorski empfiehlt daher von Säkularisierungsparadigmen zu sprechen, also von einer singulären Theorie!5

Vertreter des neuen Paradigmas hingegen unterstellen der mittelalterlichen Kirche einen universellen populären Aberglauben, der durch die Reformation verdrängt wurde und in der Christianisierung Europas in der Frühen Neuzeit endete. Damit einhergehend sprechen diese Vertreter von einer nachgewiesenen Zunahme der religiösen Vitalität. Diese Sichtweise entspricht dem „ascending image“, dem Bild des religiösen Anstiegs.6 Kern des neuen Paradigmas ist, der Anstieg der religiösen Mitwirkung an Kirche und religiösen Feiern. Theoretiker haben angemerkt, dass der Anstieg der individuellen Religiosität insbesonderedann messbar ist, wenn freie Religionsmärkte für den Gläubigen vorherrschen.7 Die Individualisierung und die freien Religionsmärkte sind im „Neuen Paradigma“ dabei Folge der Reformation. Dementsprechend wäre, ausgehend von einem universellen Christentum, für das Mittelalter weniger religiöse Individualität nachweisbar; ein Anstieg zur Zeit der Reformation messbar und der höchste Wert wäre heutzutage zu messen, da ein Religions- und Konfessionswechsel aktuell am leichtesten durchzuführen ist. Die Differenzierungsthese der Vertreter des Alten Paradigmas wird damit nicht hinterfragt, womit beide Theorien sich eigentlich, so Gorski, nicht wiedersprechen.8

Nach dieser Zusammenfassung bezeichnet Gorski diese beiden Grundthesen als fehlerhaft und oberflächlich analysiert und benennt stattdessen als tragende Vorgänge der Reformation die Rationalisierung von Religion und die De-Differenzierung der weltlichen Sphäre. Dies bedeutet, dass sich weltliche und religiösen Sphäre in der Frühen Neuzeit mit einander verbunden haben und nicht mehr, wie im Mittelalter, getrennt waren.9 Die Religion hat den sie im Mittelalter umgebenden Aberglauben durch die Reformation und ihre Ausprägungen abgestreift und steigt an.10 Das wird auch als das „ascending image“ bezeichnet. Vertreter des „Neuen Paradigmas“ gehen also von einer ansteigenden religiösen Entwicklung durch die Reformation aus, welche die heutige Gesellschaft christlicher erscheinen lässt, als die Vorreformatorische und Mittelalterliche.

Gorski allerdings erarbeitet das umgekehrt mögliche Szenario, in der die Reformation einen Prozess der religiösen und kulturellen Rationalisierung ausgelöst hat.11 Die Rationalisierung wird, zusammen mit der der Säkularisation entgegen gestellten De-Differenzierung, zum Kern von Religiosität in der Frühen Neuzeit. Es kommt damit zu einer Rationalisierung von Religion durch das Aufheben der religiösen Sphäre. Die wahrgenommene Christianisierung ist stattdessen die De-Differenzierung der religiösen und weltlichen Sphäre zu einer neuen, eigenen Sphäre. Gorski benennt dies als Rationalisierung von Religion.12 Zuletztanalysiert Gorski das Problem der Christianisierungsthese in der Nicht-Erfassung des Charakters religiösen Wandels, im Gegensatz zur vorherigen Wahrnehmung eines veränderten Levels von Religiosität.13

In der nun folgenden Theoretischen Rekonstruktion definiert Gorski die Reformation als Prozess der Rationalisierung, welcher den Wechsel spezieller religiöser Formen beschreibt; von einer magisch, rituell, kommunalen Form zu einer ethisch, intellektuell und individualistischen Religion.14

Gorski hebt besonders die Unterschiede zwischen Massenritualen und moralischem Verhalten hervor, die die Personalisierung der Religion fördern. So geht er nicht von zwei unterschiedlichen Leveln von Religiosität aus, bei der eine weniger christlich ist, als die anderen, sondern von zwei verschiedenen Artenvon Religiosität, bei der die eine weniger rationalistisch ist, als die andere!15 Diese Unterschiede sind nicht immer aufgrund der gewählten Zeitpunkte gleich.16

Dem entgegen hält Gorski das „descending image“ von Religiosität. Nach den Säkularisationsparadigmen gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Reformation zu sozialer Differenzierung führt, die entscheidend für die Entstehung des heutigen Pluralismus und damit die Säkularisation war. Im Aufbrechen der Einheit der christlichen Universalkirche liegt daher die Ursache für Säkularisierung.17

Um dies zu untersuchen geht Gorski dabei den Gemeinsamkeiten der entstehenden Konfessionen nach, wobei Kontrolle und Disziplinierung als Untersuchungsmerkmale herausgearbeitet wurden.18 Die Allianzen, die sich zwischen religiösen und politischen Eliten entwickelten bezeichnet er dabei als Konfessionalisierung.19 Dabei kommt er zu dem Schluss, dass die Reformation auch zurDe-Differenzierungvon Religion geführt haben muss. Das sogenannte Konfessionelle Zeitalter (die Frühe Neuzeit) war also nicht säkular; eine Abnahme von Religiosität ist nicht nachweisbar.20

Konfessionalisierung war dabei nicht nur ein religiöser, sondern auch ein politischer, und sozialer Prozess. Der religiöse Prozess beinhaltete verschiedene und oppositionelle Doktrinen und Rituale, der politische Prozess vertiefte die Allianz zwischen Territorialstaat und Konfessionskirche, der kulturelle Prozess unterdrückte den Aberglauben und führte einen christlichen Ethos ein und der soziale Prozess beinhaltete die Christianisierung des Alltags, wobei das individuelle Handeln nun auf die kirchlichen Ansichten ausgerichtet wurde.

Gorski sieht hier die Möglichkeit durch die Untersuchung der individuelle Konfessionen und der variierenden Dimensionen des Konfessionalisierungsprozesses kreuznationale und kreuzdimensionale Vergleiche durchzuführen.21

Gorski untersucht Religion in drei Bereichen: der religiösen, sozialen und politischen Dimension. In der Religiösen erforscht Gorski die Gemeinsamkeiten der Konfessionen im Bereich Disziplin und Kirchenzucht und kommt zu dem Schluss, dass die weltlichen und geistlichen Gerichte im Calvinismus eng zusammen arbeiteten und auch eine hohe Überschneidung im personellen Bereich hatten.22 Im Bereich der sozialen Dimension vergleicht er den Umgang der Konfessionen mit dem Armenwesen und geht für die Calvinisten von der These aus, dass die Rationalisierung des Armenwesens bei ihnen am höchsten verbreitet gewesen ist.23

Die politische Dimensiondes Konfessionalisierungsparadigmas sieht Gorski in dem Aufbrechen der Zwei-Schwerter-Lehre. Diese besagte, dass es eine weltliche und eine geistliche Macht gab und analysiert die Veränderung dieser Sphären.24 Für die Calvinisten macht Gorski dabei eine hohe institutionelle Autonomie und überterritoriale Organisation aus, auch wenn der Einfluss der Landesherrscher nicht zu unterschätzen sei.25

Im vorletzten Abschnitt untersucht Gorski, ob das „descending image“ überhaupt zutrifft. Dabei stellt er nochmalsdar, dass die Säkularisationsparadigmen fast durchgehend von der Abnahme von Religion ausgehen, wobei das Aufbrechen der universalen Kirche durch die Reformation zu einer Differenzierung und Unterminierung religiöser und politischer Werte und Institutionen geführt haben soll. Diese Bild, so Gorski, ist wie dargelegt,zu einfach, da die Intensität von Religion in der Frühen Neuzeit zunimmt und von einer De-Differenzierung von Staat und Institutionen sowie Klerus und Laien begleitet wird.26

Die Gesamtheit der Protestanten hatten nach Gorski wenig Unabhängigkeit und Autonomie von den Territorialfürsten, aber sehr gute Beziehungen zwischen Kirchenhierarchie und klerikalem Besitz und den Fürsten. Bei den Lutheranern charakterisiert Gorski, dass die Kirchenhierarchie Teil der fürstlichen Administration wurde und damit Teil der fürstlichen Kontrolle wurde.27

Die Calvinisten lebten in einer indirekten Machtstruktur, da das Konsistorium offiziell der Calvinistischen Kirche unterstand, lokale Eliten allerdings das Konsistorium besetzten, ein Durchmischung religiöser und weltlicher Eliten war die Folge.28 In Folge dieser Standpunkte bezeichnet Gorski das „descending image“ als zu primitive Beschreibung: wenn Säkularisierung durch die Reformation zur Differenzierung von Religion führt, so entsteht aber auch eine De-Differenzierung in politischen, sozialen, religiösen und kulturellen Bereichen der Gesellschaft! Die Frühe Neuzeit ist damit eine radikale De- Säkularisierungsphase.29

2.1 Zusammenfassung und Fragestellung

Zusammengefasst kann also festgehalten werden, dass die Frühe Neuzeit eine Zeit der Rationalisierung und De-Differenzierung (Zusammenrücken) von Religion war. Das bedeutet auch, dass es keine Abnahme oder explizite Zunahme von Religion nach klassischer Ansicht gegeben hat, wodurch sich das Level von Religiosität nicht verändert hat. Vielmehr hat sich der Charakter von Religion geändert. Diese Charakteränderung hat Gorski für die drei Konfessionen nachgezeichnet. Der Autor möchte dabei Gorskis Aussagen im Bereich der religiösen, sozialen und politischen Dimensionenanhand des Calvinismus überprüfen und damit Gorskis Historisierung hinterfragen und somit beantworten, ob die Frühe Neuzeit eine tatsächlich eine Phase der Säkularisierung gewesen ist und ob die von Gorski angenommene Charakteränderung und die De-Differenzierung der religiösen und weltlichen Sphäre nachweisbar ist. Dies möchte der Autor tun, in dem er die Rechtsverhältnisse, die Umstände und Rechte der weltlichen und geistlichen Gerichtsbarkeit, die Armenfürsorge und die Autoritätsbildung in Gorskis Historisierung mit den Zuständen im Kurfürstentum Brandenburg ab dem Jahr 1685 untersucht.

3. Problematiken des Textes

Die sich aus der Beschäftigung und Hinterfragung des Textes ergebende erste Problematik ist, dass der Autor nach der Überschrift den Text um ungefähr 1700 enden lässt. Die Einwanderung und Aufnahme der Hugenotten wiederum kann grundsätzlich erst ab 1685 konstatiert werden. Allerdings ergibt sich aus der ungefähren Zeiteinteilung auch die Möglichkeit die angegeben Grenze in Richtung der Moderne zu erweitern; Gorski ist schließlich klar, dass er kein exaktes Datum nennen kann, an dem seine Beobachtungen enden. Zudem ist die Epoche der Frühen Neuzeit nicht um 1700 beendet, so dass Gorski sich selbst mit dem willkürlichen Setzen eines Datums widerspricht.

Die zweite Problematik ergibt sich aus der Fragestellung. Gorski analysiert die generelle Situation der Frühen Neuzeit und handelt die Vertreibung von Andersgläubigen unter dem Punkt „politische Dimension“ ab, ohne sich der Konsequenz des „Stehens und Fallens“ seiner Theorie bewusst zu werden. Letztlich behandelt er die Situation ausgewiesener konfessioneller Hauptgruppen nicht und scheint davon auszugehen, dass die Ausgewiesenen immer in gleich-konfessionelle Gebiete zogen. Tatsächlich war dies im protestantischen Bereich fast nie so, Lutheraner siedelten sich bei Calvinisten an und umgekehrt.30 Dies ist umso verwunderlicher, da er den Punkt der religiösen Vertreibung explizit anspricht und die Frühe Neuzeit als die Periode religiöser Vertreibungen bezeichnet.31 Es ist daher im Bereich des Möglichen, dass die Theorie Gorskis formal nicht überprüfbar ist. Gerade deshalb hält der Autor dieser wissenschaftlichen Hausarbeit es gerade für sinnvoll zu untersuchen, ob Gorski Historisierung überhaupt eine Aussagekraft besitzt, wenn er den wichtigen Bereich der Vertreibung schlichtweg unterschlägt.

[...]


1 Gorski, Philip S.: Historicizing the Secularization Debate, in: American Sociological Review, Band 65 Nr. 1, Looking Forword, Looking Back. Continuity und Change at the Turn of the Millenium. 2000, S. 140. 2 Gorski: Historicizing, S. 138f.

3 Insbesondere zum „descending image“ vgl. Ebenda, S. 150.

4 Ebenda, S. 140.

5 Ebenda.

6 Ebenda, S. 139 und 142. Das „ascending image“ geht von einer ansteigenden religiösen Entwicklung durch die Reformation aus, welche die heutige Gesellschaft christlicher erscheinen lässt, als die Vorreformatorische oder Mittelalterliche.

7 Ebenda, S. 142.

8 Ebenda.

9 Gorski: Historicizing, S. 143 und 150.

10 Ebenda, S. 143.

11 Ebenda, S. 143f.

12 Ebenda, S. 148. 13 Ebenda, S. 143

14 Ebenda, S. 148f. Magisch bedeutet hierbei, dass vom Gläubigen versucht wird durch Formeln und Rituale göttliche Gunst oder Intervention herbei zu führen. Als ethische Religion versteht Gorski den Versuch des individuellen Gläubigen sich in göttliche Gunst oder durch Gebete eine göttliche Intervention herbei zu führen. Rituelle Religion ist die Wiedergabe und das Auftreten wichtiger Versöhnungs- und Erinnerungsereignisse und intellektuelle Religion ist die Bejahung und Ausrufung wichtiger religiöser Wahrheiten und Lehren. Kommunalistische Religion ist Religion, deren Rituale und Praktiken sich an der materiellen und spirituellen Wohlfahrt für die Gesellschaft der Toten und Lebenden orientiert, während individuelle Religion von Gorski als Rituale und Praktiken versteht, die sich an materieller und spiritueller Wohlfahrt für die Einzelnen oder die Gemeinschaft der Lebenden orientiert.

15 Ebenda, S. 149.

16 Ebenda, S. 150.

17 Gorski: Historicizing, S. 150.

18 Ebenda.

19 Ebenda, S. 151.

20 Ebenda, S. 150 21 Ebenda, S. 152ff.

22 Ebenda, S. 154f.

23 Ebenda, S. 165.

24 Ebenda, S. 157.

25 Gorski: Historicizing, S. 157.

26 Ebenda, S. 158f.

27 Ebenda, S. 153ff.

28 Ebenda, S. 158f.

29 Ebenda, S. 159.

30 Dölemeyer, Barbara: Die Hugenotten. Stuttgart 2006, S. 81.

31 Gorski: Historicizing, S. 157f. Auch aus diesem Punkt wird nochmal klar, dass der Artikel nicht um 1700 enden kann, denn die meisten Ausweisungen aus religiösen Gründen finden zumeist erst ab den 1680er Jahren statt.

Details

Seiten
18
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656515203
ISBN (Buch)
9783656515289
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v262965
Institution / Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,0
Schlagworte
Brandenburg Preussen Hugenotten Gerichtsbarkeit Armenfürsorge

Autor

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Titel: Die Hugenotten in Brandenburg und die historische Dimension von Säkularität bei Philip S. Gorskis „Historicizing the Secularization Debate“