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Führungskräfte der sozialen Arbeit

Wie kann Leitung im Konfliktfeld zwischen Leitungsrolle und Teammitgliedschaft gelingen?

Hausarbeit 2012 17 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Führungskräfte der sozialen Arbeit-

Wie kann Leitung im Konfliktfeld zwischen

Leitungsrolle und Teammitgliedschaft

gelingen?

1. Einleitung

2. Was ist ein Team
2.1 Entwicklung des Teambegriffes
2.2 Definition eines Teams

3. Rollenverteilung

4. Faktoren für Teamarbeit

5. Führen und Leiten, welche Kompetenzen sollte ein erfolgreicher Leiter besitzen?
5.1 Definition Sozialkompetenz
5.2 Fachkompetenz
5.3 Methodenkompetenz
5.4 Soziale Kompetenz als Voraussetzung für erfolgreiches Führen

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Führungskräfte der sozialen Arbeit-

Wie kann Leitung im Konfliktfeld zwischen

Leitungsrolle und Teammitgliedschaft

gelingen?

1. Einleitung

Wer kennt diese Situation nicht? Ein Teammitglied wird zur Teamleitung oder Einrichtungsleitung befördert. Einerseits empfindet man Freude für den vielleicht netten Kollegen, andererseits stellt man sich die Fragen: Warum er oder sie? Was qualifiziert ihn, was mich selbst nicht für diese Position qualifiziert? In der sozialen Arbeit ist enge und gute Teamarbeit die Voraussetzung für eine effektive Arbeit. Allerdings liegt in der Teamarbeit ein hohes Konfliktpotenzial, das oftmals durch die Leitung zur Entfaltung kommen kann. Die Leitung spielt in diesem Kontext der Konfliktbewältigung eine entscheidende Rolle, da sie durch ihr Verhalten entscheidenden Einfluss darauf hat, wie Konflikte innerhalb eines Teams ausgetragen werden. Gelungene Teamarbeit inklusive einer konstruktiven Konfliktbewältigung steht und fällt mit der Leitung eines Teams. Teamleitung hat einen sehr großen Einfluss auf die Qualität und Arbeit in einem Team, besonders, wenn sie auch die Rolle eines Teammitglieds besitzt, die sogenannte teamintegrierte Leitung. Wie schon erwähnt ist eine gute Teamarbeit in der sozialen Arbeit in hohem Maße von Bedeutung. Gute Teamarbeit kommt sowohl dem Klienten als auch der Sozialen Organisation zu gute. Nicht nur, aber besonders in der sozialen Arbeit haben Teamleiter, eine Position dazwischen, sie befinden sich sozusagen zwischen zwei Parteien. Einerseits sind diese Teammitglied und wollen die Interessen ihres Teams vertreten, andererseits sind diese die Teamleitung, die von den oberen Vorgesetzten bestimmte Interessen vertreten müssen. Die Leitung besitzt aufgrund ihrer Position Konfliktpotenzial, dies kann zu Konflikten führen. In der Rolle als teamintegrierte Leitung werden Vorgesetzte mit unterschiedlichen, oft widersprüchlichen Erwartungen der oberen und unteren Hierarchieebene konfrontiert. Hierdurch können Leiter in innere Konflikte geraten. Mit dieser Hausarbeit möchte ich die allgemeinen Anforderungen an eine Leitungskraft und was diese besonders für eine teamintegrierte Leitung bedeuten, untersuchen. Die Frage „Wie kann Leitung im Konfliktfeld zwischen Leitungsrolle und Teammitgliedschaft

gelingen?“ soll erforscht werden. Um diese Frage klären zu können wird zunächst einmal der Begriff des Teams näher beleuchtet. Wie entwickelte sich dieser Begriff? Was ist ein Team? Und welche Bedeutung liegt in der Rollenverteilung? Diese Fragen sollen in den ersten drei Punkten erläutert werden. Im folgenden Punkt werden Faktoren, die zu einer gelingenden Teamarbeit führen, aufgezeigt. Anschließend wird geklärt welche Kompetenzen ein erfolgreicher Leiter, besitzen sollte. Besonderes Augenmerk möchte ich auf die Soziale Kompetenz legen, die eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Führen darstellt. Abschließend erfolgt im Fazit eine Ergebniszusammenfassung, wie eine gute Leitung im Konfliktfeld der unterschiedlichen Positionen von Teammitglied und Leitung gut gelingen kann.

2. Was ist ein Team?

2.1 Entwicklung des Teambegriffes

Während der 70 er Jahre war der Begriff eines Teams nicht klar definiert und strukturiert. In Unternehmen entstand Teambildung plötzlich da, wo Mitarbeiter irgendwie zusammenarbeiteten. Hintergrund dessen war der Versuch, das Thema Hierarchie und Leitung umgehen zu können. Jedes Teammitglied wurde als gleich angesehen, sowohl in der Rollenposition, als auch in der Verantwortungsposition. Dies traf und trifft auch heute nur in den seltensten Fällen der Praxis zu. Differenzierung zwischen Teammitgliedern und deren Kompetenzen, sinnvolle Rollenverteilungen, sowie Zielsetzungen und Aufgaben der Teamleitung existierten nicht. Diese unpräzisen Beschreibungen und die damit verbundenen falschen Erwartungen führten zu Enttäuschungen dieser Teams. Teams konnten die von ihnen erwarteten Leistungen nicht erbringen. Teams waren im ursprünglichen Sinne als hierarchiefreie Räume gedacht, in denen ein Ziel in gemeinsamer Verantwortung verfolgt wurde. Aus den jeweiligen Situationen heraus wurden verantwortlich Entscheidungen getroffen. Ein Beispiel hierfür wäre ein Sportteam. Der Kapitän der Mannschaft gehört zum Team, er übernimmt allerdings lediglich die koordinierende Rolle. Der Trainer besitzt die hierarchische Leitung, die er außerhalb des Spielfeldes durch Anweisungen und Entscheidungen, wahrnimmt. Eine ähnliche Leitungssituation von Teams findet man häufig im Projektmanagement von größeren Organisationen. So ist es oftmals naheliegend diese Leitung in ein Team zu integrieren. Hierbei besteht allerdings das Risiko, dass das Gefühl für die Gesamtverantwortung jedes Einzelnen geschwächt wird. In der Praxis, auch besonders in der Praxis der sozialen Arbeit, bestehen häufig diese Teamformen, in denen es eine festgelegte Leitung gibt, die meist die Fach- und teilweise auch die Dienstaufsicht übernimmt. Ungeklärte Rollen, insbesondere die der Teamleitung, verursachen Konflikte, die Teams zur Arbeitsunfähigkeit führen können. Daher ist ein klar definiertes Team, mit deutlich erkennbaren Rollenverteilungen, die Voraussetzung für erfolgreiche Teamarbeit. (vgl. Gellert, et.al, 2010 [2002], S.23-24)

2.2 Definition eines Teams

Den in Punkt 2.1 beschriebenen Ausführungen zu Folge ist ein Team an den Orten zu finden, an denen mehrere Personen ihre Kompetenzen einsetzen und verbinden um eine Aufgabe bewältigen zu können. Ein Team ist ein formeller, kontinuierlicher Gruppenzusammenschluss, das eine nach außen gerichtete Aufgabe löst. Beispielsweise bilden eine Lehrerin, ein Sozialpädagoge und eine Therapeutin, das Team einer Förderschule. (vgl. Gellert, et.al, 2010 [2002], S.23-24) „ Teamarbeit ist die kooperative, zielorientierte Arbeit von 2- 8 Fachleuten, die gemeinsam an einer definierten komplexen Aufgabe, in einem Projekt oder an einem Problem arbeiten, bei Integration unterschiedlichen Fachwissens und nach bestimmten, gemeinsam festgelegten Regeln.“ (Gellert, et.al, 2012[2002],S.22) Der Arbeitsprozess in einem Team ist so aufgeteilt, dass Fachleute mit verschiedenen Kompetenzen, ihre jeweiligen spezialisierten Aufgaben haben und untereinander nicht austauschbar sind, desweiteren sind die Schnittstellen zwischen einzelnen Aufgaben deutlich definiert, so können die Betreffenden fließend und effektiv zusammenwirken. Ein gemeinsames Ziel, sowie zentralisierte Hilfsprozesse sind hierfür die Voraussetzung. Sind diese Voraussetzungen, also ein formeller Zusammenschluss von mehreren Fachleuten mit unterschiedlichen Kompetenzen und klarer Rollenverteilung mit einem gemeinsames Ziel, geschaffen, kann Teamarbeit viele Vorteile für alle Beteiligten mit sich bringen. So wird es möglich bessere Lösungen für komplexe Aufgaben zu finden, aufgrund dessen, dass mehrere Fachleute sich an Lösungsvorschlägen beteiligen, den Einzelnen würde dies überfordern. Ein größeres Maß an kreativem Denken wird durch die Mitverantwortung jedes Einzelnen und durch gegenseitige Anregungen ermöglicht. Entscheidungen können gemeinsam getroffen werden und somit besser akzeptiert und umgesetzt werden. Die Ausführenden können durch die Zusammenarbeit mit anderen, sowie durch die selbständige Verantwortung eines Teilbereiches ihre Kompetenzen erweitern. Ein Teammitglied hat die Möglichkeit innerhalb seiner Teilaufgaben ein gewisses Ausmaß an Individualität auszuleben. Das Zusammenarbeiten von mehreren Teammitgliedern ermöglicht Motivation und Inspiration. (vgl. (Gellert, et.al, 2010[2002],S.25-27) Um die Vorteile einer gelungenen Teamarbeit nutzen zu können, bedarf es einer deutlich erkennbaren Rollenverteilung, einiger guter Teamfaktoren, sowie den Kompetenzen, die ein guter Teamleiter besitzen sollte. Zunächst wird der Aspekt der Rollenverteilung näher beleuchtet.

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Details

Seiten
17
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656513551
ISBN (Buch)
9783656512899
Dateigröße
501 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v262545
Institution / Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Note
1,3
Schlagworte
führungskräfte arbeit leitung konfliktfeld leitungsrolle teammitgliedschaft

Autor

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