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Medieneinsatz im Schulunterricht aus allgemein-pädagogischer Sicht - Verwendung, Funktionen und pädagogische Konsequenzen des Einsatzes von Medien im Schulunterricht

Seminararbeit 2001 11 Seiten

Pädagogik - Medienpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretische Vorüberlegungen zum Medieneinsatz im Unterricht
II.1. Begriffsbestimmung
II.2. Funktionen des Medieneinsatzes
II.3. Klassifikation der Unterrichtsmedien
II.4. Kriterien des Medieneinsatzes

III. Schluß

IV. Literatur

I. Einleitung

Diese Arbeit wird sich mit einem Teilbereich der Unterrichtsverfahren, genauer gesagt dem Medieneinsatz im Schulunterricht, beschäftigen. Dabei wird der Schwerpunkt auf der Verwendung, den Funktionen und den Konsequenzen des Einsatzes von Medien im Unterricht liegen. Für die Bearbeitung hielt ich folgendes Procedere für geeignet:

Der erste Teil der Arbeit wird sich mit theoretischen Vorüberlegungen zum Gegenstand Medium im Schulunterricht befassen. In der pädagogischen und didaktischen Literatur ist kein einheitlicher Gebrauch des Begriffs „Medium“ zu bemerken Durch das Nebeneinander von älterem und neuerem Begriffsgebrauch, sowie zahlreichen Komposita und Anglizismen im Zusammenhang mit diesem Begriff, wird die Begriffsschärfe keinesfalls klarer. Daher scheint es erforderlich mit einer Begriffsbestimmung für ein klares und eindeutiges Verständnis der Begrifflichkeit, zumindest für den Rahmen dieser Arbeit zu sorgen, um so die Möglichkeit zur Abgrenzung des Wortsinns zu anderen Wortfeldern dieses Terminus herzustellen. Sodann soll die Frage nach den Funktionen der Ergebnissicherung beantwortet werden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen sollen Kriterien gefunden werden, die eine Unterscheidung von pädagogisch gelungenen und weniger gelungenen Medieneinsätzen ermöglichen sollen. Im letzten Teil werden die Methoden der Ergebnissicherung aufgezählt und auf ihre Möglichkeiten und Anwendungsschwierigkeiten hin befragt.

II. Theoretische Vorüberlegungen zum Medieneinsatz im Unterricht

II.1. Begriffsbestimmung

Dem etymologischen Ansatz nach leitet sich der Begriff des Mediums vom lateinischen medium mit der Bedeutung das „Mittlere“, bzw. „Mittel“, im übertragenden Sinne dann auch „Öffentlichkeit“, ab.[1] Im heutigen Sprachgebrauch findet sich dieser Begriff wie bereits erwähnt, in zahlreichen Komposita, Anglizismen und Bereichen der wissenschaftlichen Fachsprachen wieder.[2] Diese bestehenden Begriffsverwendungen auch nur annähernd zu erfassen würde freilich den Rahmen und die Zielsetzung dieser Arbeit sprengen, so daß wir das Wortfeld auf seinen pädagogischen Begriffsgebrauch beschränken müssen.[3] Dabei bietet sich das Verständnis des Mediums als „Mittel“, bzw. „Mittler“ an. Die „klassische“ Informations- und Kommunikations-theorie bzw. Kybernetik geht von vier Elementen der Kommunikation aus: Sender, Kanal, Empfänger und Code. Will ein Sender (S) eine bestimmte Information (I) an einen Empfänger (E) weiterleiten, so geschieht dieses via eines Mediums, in diesem Falle bezeichnet durch die zwei Elemente Kanal (K) und Code (C). Kanal ist sehr allgemein als Medium der Übertragung zu verstehen. Im Sinne einer gelungenen Informationsübertragung muß überprüft werden, ob die Informationen über einen bestimmten Kanal störungsfrei gelangen, ob eventuelle Störungen beseitigt werden können, oder ob im Zweifelsfall besser der Kanal gewechselt werden sollte. Hinzu kommt, daß die Informationen „kanalgerecht“ codiert werden müssen, d.h. der Code für ein bestimmtes Medium muß schon zuvor entwickelt/vereinbart worden sein, um eine Kommunikation zu erlauben. Was zuerst als bloßer Übertragungsweg erscheint, der im Idealfall keinen Einfluß auf die Nachrichten-übertragung haben soll, erweist sich aufgrund dieser Überlegungen als ein bestimmendes Element der Nachrichtenübertragung. Zum ersten in Bezug auf die mögliche Verhinderung oder Beeinträchtigung der Nachrichtenübertragung überhaupt, zum zweiten in der Bestimmung der Art und Weise der Kommunikation, in Form und Inhalt. Hieraus läßt sich die zentrale Funktion des „Mediums der Übertragung“ ableiten, die sich ausgehend von den Begriffen „Störung“ und „kanal- gerechte Codierung“, auf die Analyse von Kommunikation überhaupt übertragen läßt.[4] Zur Verdeutlichung ein Beispiel:

[...]


[1] Kienle, Richard von: Fremdwörterlexikon. Hamburg 1982. 266. Pertsch, Erich: Großes Schulwörterbuch, Lateinisch-Deutsch. Berlin, München, Wien, Zürich, New York 1983. 733.

[2] Der Begriff des Mediums ist originär kein pädagogischer. Lange bevor er in diesem Wissenschaftsbereich seinen heutigen Stellenwert besaß, war er in anderen Gebieten z.B. der Grammatik, einzelner Naturwissenschaften - Physik, Chemie - aber auch Publizistik und sogar in der Parapsychologie längst eingeführt und definiert.

[3] Dichanz, Horst und Kolb, Günther: Mediendidaktik - Entwicklung und Tendenzen, in: Baacke, Dieter (Hrsg.): Medien im Unterrichtsprozeß - Grundlagen, Probleme, Perspektiven. München 1979. 16.

[4] Schanze, Helmut: Zum Begriff des Mediums, in: Hüther, Jürgen und Knoll, Joachim H. (Hrsg.): Medienpädagogik. München 1976. 25-28.

Details

Seiten
11
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638277877
ISBN (Buch)
9783638801959
Dateigröße
453 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v25053
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,0
Schlagworte
Medieneinsatz Schulunterricht Sicht Verwendung Funktionen Konsequenzen Einsatzes Medien Grundstufenseminar

Autor

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Titel: Medieneinsatz im Schulunterricht aus allgemein-pädagogischer Sicht - Verwendung, Funktionen und pädagogische Konsequenzen des Einsatzes von Medien im Schulunterricht