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Kneipe als Kommunikationsfeld der Alltagskultur und was die Sozialarbeit daraus lernen kann

Diplomarbeit 2003 73 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Statt eines Vorworts

Einleitung

1 Kneipe als Alltagskultur

2 Kneipe als Kommunikationsfeld

3 Kneipenkommunikation als soziale Unterstützung
3.1 Soziale Unterstützung in Netzwerken
3.2 Soziale Netzwerke
3.3 Einige Anmerkungen zum Thema Alkohol

4 Kneipe und Sozialarbeit

Schlußbetrachtung

Literaturverzeichnis

Statt eines Vorworts

Die kleine Kneipe

Der Abend senkt sich auf die Dächer der Vorstadt,

die Kinder am Hof müssen heim.

Die Krämersfrau fegt das Trottoir vor dem Laden,

ihr Mann trägt die Obstkisten rein.

Der Tag ist vorüber, die Menschen sind müde,

doch viele gehen nicht gleich nach Haus,

denn drüben klingt aus einer offenen Türe

Musik auf den Gehsteig hinaus.

Die kleine Kneipe in unserer Straße,

da wo das Leben noch lebenswert ist.

Dort in der Kneipe in unserer Straße,

da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.

Die Postkarten dort an der Wand in der Ecke,

das Foto vom Fußballverein,

das Stimmgewirr, die Musik aus der Jukebox,

All das ist ein Stückchen daheim.

Du wirfst eine Mark in den Münzautomat,

schaust andern beim Kartenspiel zu.

Und stehst mit dem Pils in der Hand an der Theke

und bist gleich mit jedem per Du.

Die kleine Kneipe in unserer Straße,

da wo das Leben noch lebenswert ist.

Dort in der Kneipe in unserer Straße,

da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.

Man redet sich heiß und spricht sich von der Seele,

was einem die Laune vergällt.

Bei Korn und bei Bier findet mancher die Lösung

für alle Probleme der Welt.

Wer Hunger hat, der bestellt Würstchen mit Kraut,

weil es andere Speisen nicht gibt.

Die Rechnung, die steht auf dem Bierdeckel drauf,

doch beim Wirt hier hat jeder Kredit.

Die kleine Kneipe in unserer Straße,

da wo das Leben noch lebenswert ist.

Dort in der Kneipe in unserer Straße,

da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.[1]

Einleitung

Als ich anfing, mir darüber Gedanken zu machen, womit sich meine Diplomarbeit beschäftigen sollte, faßte ich den Entschluß, ein lebensweltorientiertes Thema auszuwählen.

Ich hatte zu dieser Zeit ein Seminar, in dem das Konzept soziale Unterstützung diskutiert wurde. Als ich an diesem Abend in meine Stammkneipe ging, fiel mir auf, daß ich am Stammtisch genau das vor mir sah, was ich tagsüber in der Theorie kennengelernt hatte.

Ich erkannte, daß Kneipe ein Ort sozialer Unterstützung und Kommunikation ist und entschied mich, dies in meiner Diplomarbeit zu untersuchen, auch um Anregungen für die Sozialarbeit zu finden.

Um mich an das Thema heranzuarbeiten, betrachte ich im ersten Kapitel Kneipe als Alltagskultur. Auch die Kneipe ist ein Teil Alltagskultur für ihre Gäste und bietet ihnen damit Sicherheit, Überschaubarkeit und Planbarkeit im Alltag. Warum das so ist, stelle ich anhand der Geschichte der Kneipe dar. Ich werde herausarbeiten, daß die Bedeutung der Kneipe für ihre Gäste in der sozialen Funktion liegt.

Im zweiten Kapitel untersuche ich Kneipe als Kommunikationsfeld. Ich stelle Unterschiede und Besonderheiten im Vergleich zu anderen Kommunikationsfeldern dar.

Im dritten Kapitel werde ich den kommunikativen Austausch in der Kneipe näher als soziale Unterstützung beschreiben. Soziale Unterstützung sehe ich hier im Kontext sozialer Netzwerke. Deshalb wird an dieser Stelle eine Darstellung der Netzwerktheorie folgen.

Um auch auf das Thema Alkohol, das zweifelsohne auch eine Rolle in der Kneipe spielt, einzugehen, werde ich hier einige Gedanken dazu darlegen.

Im vierten Kapitel werde ich den Blick der Sozialarbeit auf die Funktion alltäglicher Bezugspunkte für den Menschen richten. Die sozialräumliche Netzwerkperspektive kann als indirekte Förderung sozialer Netzwerke, wie sie zum Beispiel die Kneipe darstellt, gesehen werden. Ich werde abschließend einige Gedanken der Sozialplanung darlegen und erklären, daß die Sozialarbeit hier einen politischen Auftrag hat, wenn sie ihre Lebensweltorientierung nicht nur theoretisch bearbeiten, sondern auch praktisch umsetzen will.

Nun noch einige formale Anmerkungen. Ich schreibe der Einfachheit halber in der männlichen Form, meine damit aber beide Geschlechter. In direkten Zitaten sind Auslassungen durch (...) gekennzeichnet, eckige Klammern [ ] stellen von mir dazugefügte Textpassagen zum sinnvollen Verständnis direkter Zitate dar. Ich benutzte die alten deutschen Rechtschreibregeln.

1 Kneipe als Alltagskultur

In diesem Kapitel werde ich die Fragen, was Kultur, insbesondere Alltagskultur ist, wie sie sich im Kneipenkontext, besonders in Quartierskneipen, in ihrer sozialen Bedingtheit darstellt, beantworten.

Das Wort Kultur stammt aus dem Lateinischen (cultura) und wird in verschiedenen Zusammenhängen benutzt. Hier interessiert der Begriff Kultur hinsichtlich seiner Beschreibung als Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Lebensäußerungen einer Gemeinschaft oder eines Volkes.[2]

In anderen Quellen wird Kultur als Begriff bezeichnet, der sich vom Begriff der Natur, die ohne das Zutun des Menschen existiert, unterscheidet und sich auf alles, „was der Mensch als gesellschaftliches Wesen bzw. die Menschen aller Völker zu den verschiedensten Zeiten und in unterschiedlichster Weise produktiv bearbeitet oder gestalterisch hervorgebracht haben“[3], bezieht. In diesem Sinn ist Kultur Bedingung und Ergebnis des denkenden und handelnden Menschen auf der Suche nach den jeweils adäquaten Lösungen seines gesellschaftlichen Seins. „Im Hinblick auf die Kommunikation bezeichnet Kultur die Fähigkeit, sich mit anderen in einer Weise auseinandersetzen zu können, die zu produktiven Ergebnissen führt, u.a. Gesprächs-, Konflikt-, Streitkultur.“[4]

Zusammenfassend ist also Kultur das Resultat der in der Praxis erreichten Umgestaltung und Vervollkommnung der natürlichen und gesellschaftlichen Umwelt und drückt den historischen Stand der menschlichen Freiheit aus.[5] Kultur kann auch verstanden werden als „Gesamtheit aller Lebensformen, die der ‚homo sapiens’ als Gattung in seiner Geschichte entwickelt hat, sowie zeitgeschichtliche Formen des Welt- erlebens und Weltgestaltens von Einzelpersonen, sozialen Gruppen und Gesellschaften.“[6] Wenn es mir hier um Kneipe, besonders um Quartierskneipe, geht, bezieht sich Kultur auf die Gruppe der Kneipengänger.

Bei der Begriffsbestimmung von Alltag wird es schon schwieriger. In keinem Lexikon ist beschrieben, was Alltag bezeichnet. Ich versuche es mit Synonymen. Alltäglich kann beschrieben werden mit täglich, üblich, oder Alltäglichkeit mit Trivialität, Üblichkeit, alltags ist wochentags und Alltag ist ein Wochentag.[7] Alltag grenzt sich somit vom Nicht-Alltäglichen ab. Nicht-Alltäglich ist demnach, wenn man z.B. in unregelmäßigen Abständen ins Kino geht, ab und zu mal ein Museum besucht oder in den Urlaub fährt etc.

Wenn man die Begriffe Kultur und Alltag zusammenbringt, bedeutet es, daß Kultur nicht nur an Feiertagen stattfindet, „sondern [sich] auch in den wiederkehrenden routinierten Handlungsvollzügen, die die enge Welt des profanen, instrumentellen Handelns bilden“[8], wiederspiegelt. Beispiele für Alltagskultur sind frühstücken und zur Arbeit fahren, am Arbeitsplatz Kaffee trinken und mit Kolleginnen und Kollegen die privaten Geschehnisse des Vortages zu bereden, Kantinen benutzen, Güter produzieren oder Dienstleistungen verrichten, Kinder zum Kindergarten bringen, Tiefkühlkost auftauen, die Waschmaschinen bedienen, den Staubsauger betätigen, fernsehen, das Auto reparieren, zum Friseur gehen, den Zahnarzt besuchen, mit Partnern kommunizieren, telefonieren und verschiedene Räume vom Supermarkt bis zur Kneipe aufsuchen.

Das Konzept „Alltag und Kultur“ geht zurück auf den Philosophen Edmund Hussel aus den 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Er war Begründer der Phänomenologie als philosophische Methode und verband die Bereiche Alltag und Kultur systematisch. Die Lebenswelt der Menschen, meinte er, ist ihre Alltagswelt. „Es ist ihre wahrnehmbare, beschränkte und vorgegebene Erfahrungsumwelt. Aber die Lebenswelt wird nicht naturgebunden vorgefunden. Sie ist eine ‚Kulturwelt’, die historisch immer wieder neu angeeignet und so (...) auch stets verändert wird.“[9]

Heute versteht man im wissenssoziologischen Sinn unter Alltagskultur ein Konzept, nachdem sich „nur in der alltäglichen Lebensumwelt (...) eine gemeinsame kommunikative Umwelt konstituieren (...) [kann]. Die Lebenswelt des Alltags ist folglich die vornehmliche und ausgezeichnete Wirklichkeit des Menschen (...). Alltagskultur (...) [ist] die spezifische Gedächtnisleistung, mit deren Hilfe sich das Subsystem des lebensweltlichen kommunikativen Alltagshandelns selbst produziert und erhält, indem es die Grenze zwischen sich und seiner Umwelt aufrechterhält.“[10]

Man kann Alltagskultur aber auch schlicht und einfach als die Besetzung profaner Arbeits- und Kommunikationsvorgänge mit Sinn und Bedeutung, mit Formen und Stilen, auch mit Genuß und Lust, bezeichnen.

Alltagskultur stellt die Rahmenbedingungen gesellschaftlichen Daseins zur Verfügung, die im menschlichen Leben unverzichtbar sind, und zwar Entlastung, Sicherheit und stabile Kommunikationsstrukturen.[11]

Wenn Kneipe als ein Teilaspekt zur Alltagskultur gehörte und gehört, dann heißt das somit, daß Kneipe Bedingungen bereit hält, die Entlastung und Sicherheit im menschlichen Dasein bieten.[12]

Besonderes Hauptaugenmerk ist dabei auf die Kneipenbesucher zu richten, für die das Merkmal Kneipe als Alltagskultur gelten kann. In dieser Arbeit werde ich mich deshalb nur mit den Stammgästen beschäftigen, denn nur für diese ist der Kneipenbesuch ein, wie oben beschrieben, wiederkehrender routinierter Handlungsvollzug.

Alltagskultur im Kneipenkontext:

Zunächst eine sprachwissenschaftliche Begriffsbestimmung. Das Wort ‚Kneipe’ soll aus der Sprache der Vogelfänger stammen und bedeutete ursprünglich eine Spalte in einem Stück Holz, welches man zum Fallen

stellen benutzte und in dem sich der zu fangende Vogel wie in einer Kneip- (d.h. Kneif-) Zange selbst fing. Danach ging dieser Begriff auf Gastwirtschaften niederer Kategorien über, in denen Vogelfänger, Fuhrleute und anderes ‚fahrendes Volk’ verkehrten, weil sie dort oft genug wie von einer Kneipzange festgehalten wurden und auch manch lockender Vogel in solchen ‚Kneipen’ gefangen werden konnte. Wie und wann sich dieser Begriff verbreitete und in der Umgangsprache heimisch wurde, ist schwer zu sagen.[13]

Der Gast (vom mittelhochdeutschen gast, geste) ist der Fremde, der Krieger und der Wirt, (von wirt) ist ein Gatte, Hausherr, Landsherr. Das Wort könnte vom germanischen werdu stammen, was soviel wie Mahl oder Gastfreundschaft heißt.[14]

Kneipen kannte man schon in der Antike als Beherbergungs- und Verpflegungsbetriebe - der im Römischen Reich ausgedehnte Handels- und Verwaltungsverkehr erforderte die Einrichtung von Raststationen für Unterkunft und Pferdewechsel an den Landstraßen -, die sich zu den heutigen Hotels weiterentwickelten. Es gab aber auch öffentliche Wirtshäuser, die vorwiegend von den untersten sozialen Schichten aufgesucht wurden.[15]

Auch später, im hohen und ausgehenden Mittelalter waren Schänken (Kneipen) Orte für das gemeine Volk. Schon damals stand nicht der Alkohol im Vordergrund des Schänkenbesuches.[16] Sie waren Treffpunkt für Unterhaltung, Information - hier wurden öffentliche Aushänge plaziert - und Orte, die durch Raub und Betrügereien Gewinn bringen konnten.

Die nächste Entwicklungsstufe der Kneipe, die in ihrer Entstehung nicht mit den Schänken des Mittelalters zu vergleichen ist, findet im 19. Jahr-

hundert statt. Als mit der Industrialisierung und dem damit verbundenen „Prozeß der Klassenbildung“, weiterhin durch „industriell bedingte Urbanisierung, d.h. das rapide Wachstum vieler Städte und ehemaliger Dörfer (...) mit der Zusammenballung von Lohnarbeitern in neuentstandenen Arbeiterquartieren“[17] und letztendlich durch eine von ökonomischen und produktionstechnisch bestimmten Lebens- und Arbeitsprozessen neue Zeitstrukturen entstehen, bilde sich die neuen Arbeiterkneipen heraus. Erst in dieser Epoche entwickelt sich die Freizeit, die ab hier abgetrennt ist von Zeit, in der die Arbeit und häusliche Reproduktionstätigkeit stattfinden.

Nun muß beachtet werden, daß die Proletarier in den industriellen Ballungsgebieten in sehr kleinen Wohnungen leben mußten. Sie hatten nicht, wie das Bürgertum, in ihren Wohnungen Platz, um Freunde und Bekannte zu treffen oder einzuladen. Die Wohnungen bestanden meistens nur aus Küche und Schlafraum. Wollten sie sich treffen, blieb ihnen nur der Gang ins Wirtshaus.[18] „Durch die Kneipen wurde der häuslich-familiäre Bereich erweitert. (...) In den Kneipen konnten Arbeiter und Handwerker sowie andere Teile der städtischen Unterschichten ein Geflecht aus Beziehungen zwischen Gleichrangigen entwickeln.“[19]

Außerdem diente die Kneipe als Ort der politischen und sozialen Organisationsleistung der Arbeiterklasse. Durch die Enteignung und Vernichtung der Arbeiterbewegung im Nationalsozialismus ist von dieser Funktion aber nicht mehr viel übrig geblieben. Es überlebt lediglich die soziale Dimension der Kneipe.

Aus der Arbeiterkneipe ist im allgemeinen, außer in Wohngebieten mit überwiegender Arbeiterbevölkerung, die Quartierskneipe geworden, welche nicht mehr der Klassenseinteilung folgt. Sie ist klassenstrukturell inhomogen, dagegen nach den Kriterien des Status und der Berufs-

zugehörigkeit relativ homogen. Stammkneipen sind räumlich im Quartier eingebunden. In älteren Untersuchungen liegt die Entfernung von Wohnung zur Stammkneipe bei zwei Häuserblocks oder zwei bis drei Minuten Fußweg.[20] Eine aktuelle Studie stellt einen Einzugsbereich von durchschnittlich vier Kilometern fest.[21] Aber es wird nicht zwangsläufig die Kneipe, die am nächsten zur eigenen Wohnung liegt, zur Stammkneipe. Denn zu der Bedingung, daß Stammkneipen in räumlicher Nähe von „zu Hause“ liegen müssen, kommt ein personelles Faktum: Freunde oder Bekannte, die schon dort verkehren, neue Bekannte, die man hier kennengelernt hat oder die allgemeine Atmosphäre, die durch den Wirt, das übrige Publikum und das Ambiente ausgestrahlt wird, sind entscheidend für die Auswahl. Der eine mag es lieber rustikal-bürgerlich, der andere lieber improvisiert-alternativ.[22]

Zu den Quartierskneipen zählen meiner Ansicht nach auch die Kneipen, die sich aus den Kneipen der Studentenbewegung der sogenannten 68er entwickelt haben. Der Grund ist einfach:

Sie haben zwar andere historische Vorläufer als die oben genannten Quartierskneipen, haben sich aber in ihrer Funktion diesen angeglichen. Studentenkneipen gab es schon sehr lange, sie waren immer in der Nähe der alten Universitäten zu finden. Die Studenten der 68er Bewegung lehnten sich gegen Mißstände an den Universitäten auf und demonstrierten gegen eine konservative Politik ihrer Elterngeneration mit teils nationalsozialistischer Vergangenheit sowie den Vietnamkrieg. Sie schufen sich ihre eigenen Kneipen, denn die biederen Studentenpinten konnten „mit dem sich ändernden Habitus der 68er, mit ihren ausschwärmenden kommunikativen und emotionalen Bedürfnissen, mit ihrer Ironisierung bürgerlicher Institutionen eben überhaupt nicht umgehen. (...) Und keine hat so viele Tabus aufgebrochen und zu selbstverständlichen Bestandteilen des Alltagslebens transformiert“[23] wie die 68er Bewegung.

Heute gibt es diese Bewegung nicht mehr, ihre Kneipen existieren aber noch. Der äußerliche Unterschied zu den Eckkneipen besteht hauptsächlich in der dämmrigen Beleuchtung der Kneipen, meistens durch Kerzen auf den Tischen, und in der lauteren Musik als man sie aus Eckkneipen kennt. Auch in der Beziehung zum Wirt, die hier nicht so stark ausgeprägt ist, unterscheidet sie sich von den Eckkneipen. Auch im Hinblick auf Frauen in der Kneipe gibt es Unterschiede. Hier (in den Kneipen der ehemaligen 68er Bewegung) sind Frauen als Gäste selbstverständlich. Aber in ihrer Funktion als sozialer Treffpunkt im Quartier gibt es keinen Unterschied zu den Eckkneipen. Auch hier liegt der Einzugsbereich relativ gering bei ca. sechs Kilometern[24], verglichen mit der Größe einer Stadt wie Berlin eine doch recht geringe Distanz. Deshalb betrachte ich im folgenden Kneipe als Ort kommunikativen Austausches gleichermaßen als historisch gewachsene Quartierskneipen wie auch als Quartierskneipen, die aus den Studentenkneipen entstanden sind.

Ein in der Literatur nicht erwähnter, mir aber bekannter Kneipentyp, den ich aus meinen eigenen Erfahrungen zu den Quartierskneipen zähle, sind die Kneipen, die aus der Hausbesetzerszene, die ihren Ursprung in Wohnraumspekulationen und dem daraus entstandenen Wohnraummangel in den Großstädten der 70er Jahre hatte, entstanden sind. Hochkonjunktur hatte diese Bewegung in Westberlin und in neuerer Zeit in den Innenstadtbezirken von Ostberlin nach 1989. Jedes besetzte Haus hatte seine eigene Kneipe. Es ging um das Treffen von Gleichgesinnten und gegenseitige Unterstützung. Heute sehen diese Kneipen unterschiedlich aus. Je nachdem, wie sich die Häuser entwickelt haben, haben sich auch die Kneipen entwickelt. Manche Bewohner sind gemäßigter geworden, andere haben immer noch einen hohen politischen Anspruch. Und so sind auch die Gäste in ihren Kneipen. In manche kann man ganz gut auch als „normaler“ Mensch reingehen, in anderen wird man deswegen schon sehr mißtrauisch betrachtet. Das hat aber sicherlich auch mit der Angst vor staatlichen Repressalien zu tun, denn der Verfassungsschutz wähnt manche dieser Kneipen und das, was darin besprochen wird, am Rande der Legalität.

Für ihre Gäste stellt dieser Typ auf jeden Fall auch eine Quartierskneipe dar, und auch hier steht das Sich-Treffen und der soziale Austausch im Vordergrund. Diese Kneipen sind natürlich nur in Quartieren vorhanden, in denen die (ehemalige) Hausbesetzerszene zu finden ist.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß Kneipen, in denen hauptsächlich die unteren Schichten der Bevölkerung verkehren, schon immer sozialer Treffpunkt und Austausch-Ort waren. Historisch hatte die Kneipe auch andere Funktionen, aber die gingen im Laufe der Zeit verloren oder sind für den Außenstehenden nicht mehr erkennbar.

Als nächstes möchte ich die Dorfkneipen ausgrenzen, es geht mir nur um Kneipen in der Stadt, da Dorfkneipen einen „grundlegend anderen Typus“[25] darstellen. Im Dorf gibt es vorgegebene und vorgeformte Handlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten, welche somit nicht erst erkämpft bzw. erarbeitet werden müssen. Es besteht eine stärkere soziale Kontrolle, welche einerseits Sicherheit in den Handlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten gibt und vor Anonymität schützt. Andererseits kann diese gegenseitige Kontrolle als beengend empfunden werden, da es kaum Möglichkeiten zum Ausprobieren neuer Handlungsmöglichkeiten gibt.[26]

„Die schwache soziale Kontrolle des Individuums in der Stadt legt diesem zwar weniger Zwänge auf, bietet ihm aber auch weniger vorgeformte Handlungs- und Kommunikationsmöglichkeiten. Die Bildung von in der Kultur geltenden Normen wird nicht mehr primär durch den direkten Kontakt mit der Kultur und ihren Vertretern bewirkt (durch Sanktionen etc.) (...) Für den Stadtbewohner bedeutet dieser Aspekt der Individualisierung und der schwächeren sozialen Kontrolle eine Erschwerung des kommunikativen Zugangs zu Fremden.“[27] Man darf aber nicht vergessen, daß die Stadt ihren Bewohnern auch mehr Freiheit als im Dorf verschafft, da man hier, wenn man will, sich weitgehend einer Kontrolle durch andere entziehen kann.

Stadtbewohner sind stärker in Freundes- und Kollegenkreisen, Kleinstadt- und Landbewohner mehr in Nachbarschaftskreisen involviert. Relativ gleich bleibt dagegen die Bedeutung von Partnern und Familien.[28] Hier spielt die Kneipe eine entscheidende Rolle, denn sie ermöglicht den Stadtbewohnern, die oben beschriebene Anonymität aufzuheben und ihnen Sicherheit im Alltag zu geben.

„Die Eckkneipe[n] (...) sind Bestandteile unseres Alltags, vom Menschen geschaffene Manifestationen unserer Kultur. Daß Menschen sich ihre Umwelt schaffen und diese in ihrer räumlich-materiellen Struktur auf den Menschen zurückwirkt, soll hier am Beispiel des Lokals untersucht werden.“[29]

Wenn man durch die Straßen einer Großstadt geht, sieht man natürlich nicht nur Quartierskneipen. Es gibt auch Restaurants, Pizzerien, Kneipenstraßen und so weiter. Diese Kneipen nenne ich Verkehrskneipen. Diese Lokalitäten sind deutlich von den Quartierskneipen zu unterscheiden, denn hier geht es hauptsächlich um den Verkauf von Speisen und Getränken und vor allem um den Verkauf von Erlebnissen (Erlebnisgastronomie).[30]

Diese Kneipen haben ihre historischen Vorläufer in den Amüsiervierteln der großen Hafenstädte. Es sind Kneipen, die in einer gewissen Häufung an einem Ort vorkommen. Solche Kneipen findet man in Berlin z.B. in Prenzlauer Berg am Kollwitzplatz oder in Friedrichshain rund um die Simon-Dach-Straße. Hier steht der Versorgungsaspekt der Gäste durch das Bedienpersonal und das Repräsentationsbedürfnis der Gäste sowie die Erlebnisqualität der Gaststätte im Vordergrund.[31] Des weiteren werden diese Kneipen durch ihre Anhäufung an einem Ort zu einer touristischen Attraktion, was „aber dem Verhalten der Publikumsschicht entspricht, hier mal reinzuschauen und dort noch einen Grappa zu nehmen. (...) Eine solche Kneipe ist (...) kein intern konsenshaft strukturierter Kulturzusammenhang, sondern das kommerzielle Angebot einer Modebühne. Mit gestiegener Kapitalinvestition ihrer Ausstattung tritt auch ihre ökonomische Funktion stärker in den Vordergrund.“[32]

„Das Publikum (...) [in] Verkehrskneipen [besteht] aus ‚einzelnen’ Personen oder Gruppen, die gegeneinander abgeschottet ihren Geschäften nachgehen oder sie gerade durch Pausen unterbrechen. (...) Der Wegfall des das Trinken verlangsamende Kneipengesprächs ermöglicht hohe Umsätze“[33] für die Brauereien und diese Kneipenbetreiber.

Hier stehen nicht die unterhaltsamen Aspekte des Gasthauslebens im Vordergrund, sondern die unterhalterische Funktion, denn „diese neuen Angebotsformen zeichnen sich vor allem aus durch flexible Inneneinrichtung, die modischen Schwankungen angepaßt werden kann (...), sie verkaufen an eine als Marktsegment definierte Kundschaft begrenzten Alters Unterhaltungserlebnisse (...). Sie können diese Kundschaft nicht als ‚Stamm’ binden, das widerspräche gerade ihrer eigenen Erfolgsgrundlage. Alle paar Jahre wird die Kundschaft ‚umgeschlagen’, d.h., Neuinvestitionen sind erforderlich für die neue Generationsmode.“[34] Verkehrskneipen arbeiten profitorientiert, ohne in Quartiere oder ähnliche Nahbereiche eingebunden zu sein.

Im Gegensatz zur Verkehrskneipe kann die Quartierskneipe als vermittelndes Kulturforum beschrieben werden.[35] Hier steht „der Aspekt des sozialen Austausches im Vordergrund.“[36] Diese Kneipen sind Teil des Alltags.

„Hier verkehren sowohl ‚Fremde’ als auch vor allem viele Stammgäste; man hält sich kurz oder auch für längere Zeit, meist abends und am Wochenende darin auf und hat die Möglichkeit zum Kontakt mit dem Gastwirt“[37] und anderen Gästen.

Eine Untersuchung von Barkeepern und Wirten in Wisconsin (USA) ergab, daß die Kneipe ein sozialer Treffpunkt ist, in dem soziale Bezüge und Bekanntschaften gepflegt werden. „Die Befragten betonten durchgängig die wichtige soziale Rolle, die die Kneipe in ihrem und im Leben ihrer Kneipenbekanntschaften einnimmt. (...) Die (...) befragten Wirte erachteten als am wichtigsten für ihre Gäste: 1. die Stunden mit den Freunden, 2. das Trinken, 3. das Besprechen von Problemen und 4. die Erholung beim Spiel.“[38]

Außerdem sind diese Kneipen in Quartiere oder ähnliche Nahbereiche eingebunden.[39] Die Quartierskneipen werden im wesentlichen von unteren und mittleren Schichten aus der Nachbarschaft besucht, wobei sich die Kneipen in ihrer sozialen Zusammensetzung durchaus voneinander unterscheiden und jeweils unterschiedliche Nahbereiche ausbilden.[40]

(Somit bestätigt sich meine Vermutung, daß auch die aus der Hausbesetzerszene entstandenen Kneipen zu den Quartierskneipen zählen.) Der durchschnittliche Einzugsbereich der Gäste von Eckkneipen liegt bei 4,1 Kilometern, wobei fast die Hälfte (48 %) der Besucher in einem Umkreis von ein bis zwei Kilometern von der Gaststätte entfernt wohnen.[41]

Das Konzept der Quartierskneipe wird maßgeblich über die Person des oder der Betreiber geprägt. Durch die Persönlichkeit des Wirtes wird die innere Struktur und die Atmosphäre der Kneipe geprägt. Durch sie bekommen die Gäste die erwünschte Anerkennung (Zuhören, Beraten, Trösten) und die nötige Distanz (Unverbindlichkeit). „Das Personal sorgt für die individuelle Anerkennung der Stammgäste, die einem den Rücken stärkt, Sicherheit gibt.“[42]

Für die Stammgäste sind die anderen Gäste der Grund für einen

Kneipenbesuch. Dadurch verwandelt sich für sie der physikalische Raum

Kneipe in einen sozialen Raum. Dieser soziale Raum ist von Normen strukturiert, welche sich an und durch die Aktivitäten der Kneipengäste entfalten. Die Gäste orientieren sich aneinander und beziehen sich aufeinander. Die mit Gästen gefüllte Kneipe mit ihrem schwirrenden Geräuschpegel ist ein kommunizierender Kulturzusammenhang, ein sozialer Treff- und Austauschort.

In der Kneipe wird die oben beschriebene Anonymität der Stadt durch Diskussion, Aushandeln und Abstimmen wieder aufgehoben.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß Kneipe dann interessant wird, wenn ihr Hauptmerkmal darin besteht, daß in ihr Gäste verkehren, die nicht nur sich selbst wichtig sind, sondern in Beziehung mit anderen Gästen stehen. Es handelt sich hierbei um Stammgäste. Da die Stammgäste in Quartierskneipen keine vereinzelten Individuen sind – in solchen Kneipen sieht man selten vereinzelte Personen aneinander

vorbei leben – sondern in größeren Gruppen agieren, geht es also um Stammgäste, die Angehörige von Stammgastrunden sind. Deshalb gehe ich im weiteren Verlauf nur auf Mitglieder von Stammgastrunden in Quartierskneipen ein.

Die Rahmenbedingungen, die Alltagskultur bereithält und damit Sicherheit vermittelt, finden sich in der Quartierskneipe wieder. Man erkennt sie daran, daß die Stammgäste sich auf ihren Bezug zueinander verlassen können.

2 Kneipe als Kommunikationsfeld

In diesem Kapitel werden die Fragen, was ist ein Kommunikationsfeld, was ist das Besondere am Kommunikationsfeld Kneipe hinsichtlich der Begriffe Kommunikation, Feizeit und Öffentlichkeit, beantwortet.

Kommunikation, soziale Kommunikation[43], findet in Kommunikationsfeldern statt.[44] Diese reichen von den verschiedenen Räumen der Privatwohnung mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften bis hin zu öffentlichen, jedermann zugänglichen Plätzen. Dazwischen liegen Plätze wie Treppenhäuser, Restaurants usw. Die verschiedenen Schauplätze bieten unterschiedliche Bedingungen für die Kommunikation. Ein Aspekt ist die Zugänglichkeit. Während der Kommunikationsraum Privatwohnung nur für deren Mieter und Gäste zugänglich ist, sind Schauplätze, wie z.B. Supermärkte, für alle zugänglich. Mit der Zugänglichkeit ergibt sich aber auch ein Unterschied in der Qualität der Kommunikation. Vor allem in öffentlichen Bereichen mit Dienstleistungscharakter (z.B. der Supermarkt) sind Verkäufer, Servierpersonal und ähnliche Personen nur funktional zugänglich, nicht als Person, sondern als Teil der jeweiligen Institution. Auch die Kunden, Gäste und Klienten sind nur bedingt zugänglich, nämlich unter dem Aspekt des Kliententums. Zum Beispiel werden sich Verkäufer und Kunde nicht über Beziehungsprobleme unterhalten. Es findet nur eine reduzierte Kommunikation statt.

An verschiedenen Orten im Quartier wird diese Asymmetrie teilweise aufgehoben, z.B. in Tante-Emma-Läden, Friseursalons oder Quartierskneipen. Denn die genannten Orte achten darauf, daß Raum für Kommunikation, welche weniger dem ökonomischen Prinzip entspricht, gegeben ist.[45] Also sind Quartierskneipen Kommunikationsfelder, in denen

der soziale Austausch, die soziale Kommunikation im Vordergrund steht.

Erstens kann festgestellt werden, daß Kneipenbesuche heute nur noch in der Freizeit stattfinden. Ihre Bedeutung ergibt sich einerseits aus ihrer gleichmäßigen Verteilung über die ‚zivilisierte’ Welt – keine andere Freizeiteinrichtung weist eine solche Verbreitung auf -, andererseits aus ihrer enormen und trotz Fernsehen mindestens unter den Männern ungebrochenen Attraktivität. Keine andere Freizeitgestaltung erfährt Tag für Tag soviel Interesse von Menschen wie das Trinken und Reden in verräucherten Kneipen.

Warum geht man in die Kneipe?

Befragt nach den Gründen, tendiert die Mehrheit der Gäste zu Formen gemütlicher Geselligkeit. Die Kneipe ist als bevorzugtes Freizeit-Kommunikationsforum zu begreifen. Nahezu alle Befragten (99 %) gehen in die Kneipe, um sich mit anderen Bekannten zu treffen und zu quatschen. Erst als zweiter Aspekt wird hier Trinken und Feiern mit 81 % als Grund für einen Kneipenbesuch genannt.[46]

Kneipenbesuche sind also eine Form der Freizeitgestaltung. Diese Freizeitgestaltung unterscheidet sich von den meisten anderen alltäglichen Freizeitaktivitäten dadurch, daß sie auf aktive Teilnahme in Gruppen und auf die persönliche Auseinandersetzung in diesen ausgerichtet ist. Die meisten anderen Freizeitaktivitäten sind auf Vereinzelung oder passives Konsumieren ausgerichtet.[47] Insofern wirkt die Kneipe bei der Auswahl ihrer Gäste selektiv. Es ziehen also nur bestimmte Leute diese Freizeitaktivität anderen Beschäftigungen vor. Das ist natürlich bei allen Angeboten außerhalb von Beruf und Haushalt so: man muß Interesse haben. „Die Selektionskriterien der Kneipe, sozusagen die Eintrittskarte der Stammgäste, sind in erster Linie soziale Bedürfnisse nach Kontakt, zwischenmenschlicher Beziehung, Austausch, sind soziale Kompetenzen wie Reden, Regelbeherrschung, Normtoleranzen, Verfügen über milieutypischen Witz, sind schließlich die diesen Kriterien vorausgesetzten Fähigkeiten zu einer flexiblen, überzeugten und überzeugenden Ich‑Repräsentation in der Öffentlichkeit.“[48] Stammgäste haben also eine gewisse Affinität zur Freizeiteinrichtung Kneipe.

Zweitens bewegt sich Kneipe als Feld zwischen den Dimensionen öffentlich und privat.[49] Einerseits ist Kneipe ein öffentlicher, jedem zugänglicher Raum. Aber „ein Blick auf alte Fotos, in denen sich die ‚Gäste’ zu Gruppenbildern postiert haben, bringt unumgänglich jenes klamme Gefühl mit sich, das einen auch befällt, wenn man als Fremder in eine Eckkneipe kommt. Es wird für einen Moment still. Man wird gemustert. Es dauert ein wenig, bis der vorherige Geräuschpegel wieder erreicht ist. Und man fühlt sich immer ein wenig beobachtet.“[50] Vielleicht sind solche Lokale nur attraktiv, weil man hier ein Gefühl entwickeln kann, daß es weder so anonym ist wie in der Öffentlichkeit, noch so intim wie in der Familie.

Wenn man sich alte Bilder von Kneipen ansieht, beschleicht einen ein unheimliches Gefühl. „Eigentlich ist jeder Blick in eine Kneipe für den Außenstehenden gleichzeitig indiskret und aufregend. Indiskret, weil man nicht in ein fremdes Wohnzimmer schaut, ohne eingeladen zu sein. Aufregend, weil man ein Spiel verfolgen kann, dessen Regel sich dem Betrachter erst langsam erschließen.“[51]

[...]


[1] ©Alexander, Peter (2003)

[2] Der Begriff Kultur wird auch verwendet zur Beschreibung für: 1. die Zucht von Bakterien und anderen Lebewesen auf Nährboden ; 2. die Nutzung, Pflege und Bebauung von Ackerboden; 3. den Bestand von Forstpflanzen. vgl. wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (1990), S. 440

[3] Meyers Lexikonredaktion (1992), S. 291

[4] ebd., S. 291

[5] vgl. Sczilinski (1992), S. 64

[6] Schwendtke (1995), S. 273

[7] vgl. wissenschaftlicher Rat der Dudenradaktion (1997), S. 36

[8] Schweppenhäuser (2003)

[9] ebd.

[10] ebd.

[11] vgl. ebd.

[12] zum Weiterlesen: Lefebvre, Henri (1968): Das Alltagsleben in der modernen Welt. Theorie. Herausgegeben von Jürgen Habermas, Dieter Henrich und Jakob Taubes. deutsche Übersetzung und Herausgabe 1972: Frankfurt/Main: Shurkamp Verlag

[13] vgl. Thiel (1987), S. 16

[14] vgl. Eck-Koening (1994), S.52; vgl. auch Langer (1996), S. 11

[15] vgl. Langer (1996), S. 11

[16] Denn Alkohol war nicht nur Genußmittel, sondern auch Alltagsgetränk und Volksnahrung. Bier oder Wein war bereits für Kleinkinder Frühstücksgetränk und Biersuppe in vielen Regionen die Standardnahrung. Auch heute ist es in einigen Regionen Europas noch üblich, Kindern zum Einschlafen etwas Rotwein (Frankreich) oder Bier (Bayern) zu reichen. vgl. Dröge (1987), S. 120

[17] ebd., S. 124

[18] Das kann man in Berlin heute noch in nicht sanierten Wohnhäusern aus der Jahrhundertwende beobachten. Im Vorderhaus befinden sich 2 bis 3-Zimmerwohnungen für die Reicheren, in den Hinterhöfen befinden sich die 1-Zimmerwohnungen, oft noch mit Außenklo, für die Armen.

[19] Dröge (1987), S. 257, vgl. auch Payer (2001a)

[20] vgl. Dröge (1987), S. 133-134

[21] vgl. Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. (2001), S. 27

[22] vgl. Dröge (1987), S. 134-135

[23] ebd., S. 136

[24] vgl. Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. (2001), S. 33

[25] Dröge (1987), S. 9

[26] vgl. Payer (2001c)

[27] ebd.

[28] vgl. Nestmann (1988), S. 73-74

[29] Miller (1985), S. 317

[30] vgl. Dröge (1987), S. 319

[31] vgl. Beneder (1997), S. 104

[32] Dröge (1987), S. 313

[33] ebd., S. 117

[34] ebd., S. 317

[35] vgl. Dröge (1987), S. 319; vgl. auch Nestmann (1985), S. 335

[36] Beneder, S. 104-106

[37] Nestmann (1985), S. 335

[38] ebd., S. 153-154

[39] vgl. Dröge (1987), S. 314

[40] vgl. ebd., S. 133

[41] vgl. Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. (2001), S. 27

[42] Beneder (1997), S. 106

[43] im Unterschied zu Kommunikation in technischen oder biologischen Systemen; vgl. Schwendtke (1995), S.259

[44] vgl. ebd., S. 259

[45] vgl. Payer (2001b)

[46] vgl. Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. (2001), S. 16

[47] Eine der gängigsten alltäglichen Freizeitbeschäftigungen ist wohl das Fernsehen, aber auch der Computer und damit das Internet nehmen immer mehr an Beliebtheit zu.

[48] Dröge (1987), S. 68

[49] vgl. Beneder (1995), S. 9

[50] Constantin (1989), S. 36

[51] ebd.

Details

Seiten
73
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638266123
Dateigröße
656 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v23499
Institution / Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin – Sozialarbeit / Sozialpädagogik
Note
1,7
Schlagworte
Kneipe Kommunikationsfeld Alltagskultur Sozialarbeit

Autor

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Titel: Kneipe als Kommunikationsfeld der Alltagskultur und was die Sozialarbeit daraus lernen kann