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Das Leitprinzip der Verkehrung in Christian Krachts dystopischem Roman "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten"

Schöne verkehrte Welt

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 35 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

1. Einleitung

1.1 Schöne verkehrte Alpenwelt

„Es war September“, raunt ein Sprecher aus dem Off, während die Schemen eines afrikanischen Eingeborenen durch den Nebel gleiten, „ein Falter hat sich auf mein Augenlid gesetzt. Er hatte sich in die Bewegung meiner Wimper verliebt. Zeitgleich mit dem Öffnen und Schließen des Auges schlug er seine Flügel“. Man sieht das Negativbild einer afrikanischen Steppe, Seen und Flüsse, die der gelbe Falter passiert. Der schwarze Umriss Afrikas taucht auf. Trommeln setzen eine weiße Antilopenherde in Bewegung. „Berge und Wolken. Vögel sind dort. Ich komme nur ganz kurz hierher“, flüstert es im Hintergrund. Der Falter gleitet auf eine rosarote Blüte. „Ich bin an diesem Ort…“, ein Soldatenstiefel marschiert an und tritt auf die Blume, „…verloren“.[1]

Der Sprecher dieser atmosphärischen Sätze ist Christian Kracht selbst, der mit einem anderthalbminütigen Animationsfilm in Kinos für seinen neuesten Roman Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten wirbt. Der Trailer zeichnet eine Fantasiewelt, in der helle Objekte dunkel, weiße Zeichen als schwarze und semantische Gegensätze konträr wiedergegeben sind. Diese Farbkontraste und Farbumkehrungen stehen symptomatisch für Krachts alternative Romanwelt, in der sich Stereotypen, Werte sowie die Geschichte verkehren und sich aus dieser Umwälzung heraus die künstlerische Evaluierung einer neuen Gesellschaft konstituiert.

Ein Kulturredakteur der WELT beschrieb Christian Krachts jüngstes Werk als ein komplexes „Rätselbuch, an dem man sich das Hirn wund denkt“[2]. Auf der Handlungsstruktur von Joseph Conrads Heart of Darkness erzählt Kracht eine Geschichte, die es so nicht gegeben hat, er verwendet die Motive unzähliger literarischer Vorbilder, verkehrt den Wertekatalog des westlichen Moralverständnisses, wobei er all diese Elemente in Gestalt einer Was-wäre-wenn-Welt wieder neu zusammensetzt. Dem Schweizer Schriftsteller geht es dabei um Denkgebäude im Umbruch[3].

Auf dem Reißbrett entwirft Christian Kracht eine Moderne, die so nie existiert hat, aber geben hätte können: Eine alternative Weltordnung, die beherrscht wird von den „Hindustanis im Osten“ (IW 13), „Korea, (…) dem Großaustralischen Reich“ (IW 27), von einer Allianz „deutsche[r] und britische[r] Faschisten“ (IW 27). In der als außenpolitisch neutral geltenden Schweiz siedelt Kracht die Handlung seines Romans an. Der kapitalistisch geprägte Staat, wie wir ihn kennen, hat indes eine grundlegende Verkehrung erfahren: Nachdem Lenin statt in Russland im Schweizer Exil seine politischen Ideen in die Tat umgesetzt hat, gründet der Sowjet die kommunistische Schweizer Sowjetrepublik (SSR), die auf einen vormodernen, machiavellistisch geprägten, pragmatischen und erfolgsorientierten Politikstil im Sinne einer klugen Staatslehre fußt, bei der Erfolg und das Erreichen des Ziels die Mittel rechtfertigt. Die SSR formt sich zu einer offensiven Militärmacht, die auf afrikanische Legionäre setzt, um den „gerechten Krieg (…) endlich zu gewinnen“ (IW 40). Doch kollabiert am Ende eben jene stalinistische Ideologie, die „ein neues Menschengeschlecht“ (IW 78) auf humanistischer Grundlage[4], den Weltfrieden und eine gerechte Gesellschaft mit Waffengewalt errichten wollte[5]. Weshalb Autor Kracht ausgerechnet seine Heimat als Schauplatz wählte, verrät er im Interview mit der NEON:

„Immer wenn ich auf die Toilette gehe oder etwas esse, denke ich an den Krieg. Visionen brechen dann über mich herein, derer ich mich fast nicht mehr erwehren kann. Ich habe schon in frühester Kindheit diese monströsen Tagträume ertragen müssen, eigentlich immer nur Landschaften gesehen, über die der Krieg hinweggefahren ist. Vielleicht habe ich ja deshalb meinen neuen Roman in die Schweiz angesiedelt, ein Territorium, das von jenen Schrecken weitgehend verschont blieb.“[6]

1.2 Ein dystopischer Roman?

Claude D. Conter erkennt in Krachts Kriegsgesellschaft einen „weitere[n] politisch-ideologische[n] messianischen Entwurf, der mit den Mitteln der Gewalt den neuen Menschen“ schaffen will[7]. Der Roman erzählt eine Alternativgeschichte und scheint damit in Tradition berühmter Werke zu stehen. Zu nennen wären etwa Thomas Morus‘ Utopia (1516), Aldous Huxleys‘ Brave new world (1932), Charles Bernard Renouviers Skizze der Entwicklung der europäischen Zivilisation, so wie sie nicht gewesen ist so wie sie hätte sein können (1876) oder George Orwells 1984 (1949). Wie Krachts Erzählung, zeichnet insbesondere Orwells 1984 eine pessimistische Skizze zur Gegenwart.

Die Wissenschaft hat sich hinsichtlich der literarischen Umkehrung eines gesellschaftlichen Idealkonstrukts auf keinen einheitlichen Namen geeinigt. Das Verfahren firmiert unter verschiedenen Namen, man spricht etwa von der konjekturalen (auf Vermutungen basierenden), und kontrafaktischen (die Überlieferung ignorierenden) Geschichtsschreibung[8]. Daneben wird das Gegenmodell zur Utopie[9] auch Uchronie[10], Dystopie oder Anti-Utopie[11] genannt, „der es nicht um traumhaft-ideale Zukunftsvisionen geht, sondern die aus den Erfahrungen der Vergangenheit und Gegenwart ein höhnisches Zerrbild für die Zukunft der Menschheit entwirft, die nicht rosig, sondern schwarz malt“[12], wobei der Übergang zur Science Fiction fließend ist[13]. In diesem Kontext ist auch die Dystopie Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten zu lesen.

1.3 Intertextuelle Verweise

Christian Krachts Texte erzählen „Geschichten aus aller Welt und über die Weltgeschichte“[14], sie sind „reiche, vielschichtige Parabeln auf die Vergangenheit und die Zukunft der Menschheit“[15]. Nach Faserland und 1979 schließt der Dichter mit Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten an die Reihe seiner Reiseromane an. Obwohl Kracht mit der Fertigstellung der drei Romane ein ästhetisches Triptychon verwirklicht sieht[16], bedeutet das 2008 veröffentlichte Buch einen Bruch mit dem Gesamtwerk. Spielt 1979 noch mit der Fremdheit von Ländern wie Afghanistan, China oder Persien, verwirft Kracht in „Ich werde hier sein…“ die durchgängige Struktur des Exotismus seiner Vorgängertexte und wählt als Schauplatz die phantastische Imagination der Schweizer Alpenlandschaft, wo das „vermeintlich Vertraute und Nahe bis zur Unkenntlichkeit verfremdet“ [17] wird.

Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten spielt in einer verkehrten Welt. Statt in einer fremdländischen Umgebung operiert der Roman in Zentraleuropa, der Heimat des Schriftstellers, wo zufälligerweise vor Jahrmillionen eine Plattenkollision Afrikas und Europas die geologische Struktur der Schweiz ausgebildet hat[18]. Metaphorisch lässt sich konstatieren, dass die Handlung im „Herzen Europas“ agiert, womit bereits auf terminologischer Ebene eine Analogie zum Titel Heart of Darkness von Joseph Conrad gezogen werden kann, an die sich weitere intertextuelle Bezüge anschließen. Kaum eine Rezension zu Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten befasst sich nicht mit den zahlreichen Verweisen, die von Kracht zu Conrad führt. Birgfeld/Conter stellen fest, dass „ Ich werde hier sein…“ mit Heart of Darkness viele strukturelle Merkmale teilt: vom Auftrag zur Verhaftung eines System-Rebellen, über die lange Anreise, bis zur Entdeckung, dass das vorgebliche Zentrum politischer Macht keine rationale Organisation aufweist[19]. Auch in dem - vermutlich vom Autor selbst verfassten Wikipedia-Eintrag[20] - wird neben etlichen anderen Quellen auf den englischen Autor verwiesen:

Sources from which Kracht quotes or to which he directly alludes include the works of: Ernst Junger, Stanisław Lem, Laurie Anderson, Hugo Pratt, Louis Aragon, Robert Musil, Dante Alighieri, Ray Bradbury, Thomas Pynchon, Friedrich Durrenmatt, William S. Burroughs, Ernst Ludwig Kirchner, Joris-Karl Huysmans, Philip K. Dick,Joseph Conrad, Herge, Herman Melville, Frantz Fanon, Georges Perec, Jack London, Ludwig Wittgenstein, Friedrich Glauser, Edward Bulwer-Lytton, George Orwell, Karl May, David Lynch, Louis Geoffroy, Jules Verne, Bram Stoker and the computer game Iron Storm.[21]

Einen besonderen Fokus legt die vorliegende Ausarbeitung daher auf Christian Krachts Umarbeitungsstrategie von Heart of Darkness. Ein Ziel dieser Analyse ist es, gemeinsame Strukturen und Motive zwischen beiden Romanen zu erörtern. Daneben soll aber auch herausgestellt werden, wie Krachts „Spiegelungstechnik“ Conrads Vorlage verfremdet und auf dessen Grundlage einen künstlerischen Eigenwert erschafft. Die Methodik dieses Verfahrens soll im folgenden Abschnitt näher erläutert werden.

1.4 Das Verfahren der ‚Verkehrung‘

Ein Rezensent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erkennt in Christian Krachts Werken eine Art „kulturell[e] Emanzipation“, die mit „Irritation, Innovation, Subversion, Auflösung von vorgegebenen Strukturen, die Verabschiedung von tradierten Werten, Brechung und Umcodierung bestehender Bedeutungszusammenhänge durch Ironisierung“ umgesetzt wird[22]. Die Innovation von Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten besteht zwar aus der Wiederaufnahme von Vorlagenstoffen, welche sich in expliziten oder impliziten Verweisen äußern, jedoch sollte Krachts literarisches Verfahren nicht auf eine simple patchwork- Strategie reduziert werden.

Die für diese Arbeit zu überprüfende These geht davon aus, dass „ Ich werde hier sein…“ grundlegend einem speziellen Verfahren unterliegt, das ich fortan ‚Leitprinzip der Verkehrung‘ nennen werde. Verkehrung kennzeichnet sich dadurch, dass sie auf wiederkehrende Motive, Schauplätze, moralische Werte, sowie ähnelnde „seelische[n] Prädispositionen“ der Protagonisten[23] eines bestehenden kulturellen Bestands zurückgreift, dessen Elemente umkehrt, um daraus ein eigenes literarisches Novum zu schaffen. Es ist anzumerken, dass es sich bei Verkehrung um einen ungenügenden Hilfsbegriff handelt, der irrtümlich als eine Veränderung ins Gegenteil gedeutet werden kann. Mangels einer terminologischen Trennschärfe orientiert sich der hier benutzte Ausdruck deshalb am Prinzip der ‚Verfremdung‘[24] „jede[r] bewußte[n] künstler.-poet. fiktiven Welt und deren Sprache (…), spezieller [der] Veränderung des Gewöhnlichen ins Ungewöhnliche, des Vertrauten ins Unvertraute (…) als charakteristische Methode der Kunst.“[25]

Gleichwohl muss Verkehrung in zwei Funktionen aufgeteilt werden. Im ersten Sinn die ‚intertextuelle Verkehrung‘ - die strukturelle Umkehrung von Textvorlagen. Mit dem Adjektiv ‚intertextuell‘ wird in dieser Untersuchung speziell den vielzähligen Rekursen auf Conrads Vorlage Heart of Darkness Rechnung getragen. Zweitens die ‚kulturelle Verkehrung‘, welche die Subversion von tradierten kulturellen Leitbildern innerhalb oder außerhalb eines übergeordneten intertextuellen Verkehrungsvorgangs bezeichnet. Hinsichtlich der ,kulturellen Verkehrung‘ besteht die Annahme, dass dieses Verfahren tendenziell die gesellschaftskritische Forderung nach einer Abkehr von der „Ästhetik der Moderne“ proklamiert, welche sich in der Umkehrung von literarischen und kulturellen Motiven sowie bestehenden Leitbildern oder Wertemustern ‚unserer Wirklichkeit‘ äußert.

Zunächst will die Arbeit in Gegenüberstellungen die strukturelle und motivische Affinität zu Joseph Conrads Heart of Darkness herausstellen, wobei dabei näher auf Christian Krachts literarische Verkehrungsstrategie einzugehen ist. Dabei soll anhand von Beispielen gezeigt werden, wie Krachts intertextuelle und kulturelle Verkehrungen mit Conrads Vorlage verfahren. Eine Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und deutet auf den Bestand von intertextuellen Verwirrungen, die bei der Rezeption durch Krachts Verweissystem womöglich entstehen können.

2. Intertextuelle Verkehrungen - ‚Afrika‘ bei Kracht und Conrad

2.1. Das Afrika-Bild bei Conrad

Um Schnittpunkte in diesem Kapitel zwischen „Ich werde hier sein …“ und Heart of Darkness herauszustellen, widmet sich die Ausarbeitung zuerst den Beobachtungen zu Conrads Novelle. Dem Schauplatz von Heart of Darkness wird durch die Erzählung Marlows keine neutrale Bedeutung zugeschrieben. Joseph Conrads Novelle skizziert das pejorative Bild einer bedrohlichen Exotik, welche sich aus dem Motiv des undurchdringbaren Dschungels und den undefinierbaren Konturen des Dunstes und des Nebels zusammensetzt. Afrika wird als Schauplatz vorgestellt, der die menschlichen Züge des Kontinents in den Hintergrund drängt[26] und ein metaphysisches Schlachtfeld „devoid of all recognizable humanity“[27] hinterlässt. Unter der Oberfläche einer Naturbeschreibung stilisiert Conrad eine mysteriöse Gefährlichkeit, die von der Wildnis des Dschungels ausgeht. Dabei ist zu beobachten, dass Marlows wahrgenommene Bedrohung umso intensiver wird, je mehr er sich dem Hauptquartier von Mr. Kurtz im ‚Herzen des Urwalds‘ nähert. Folgende Passage verdeutlicht das latente Gefahrenpotenzial, welches Marlow hinter den Schemen der Wildnis zu erkennen glaubt[28]:

There it is before you— smiling, frowning, inviting, grand, mean, insipid, or savage, and always mute with an air of whispering, ‘Come and find out.’ This one was almost featureless, as if still in the making, with an aspect of monotonous grimness. The edge of a colossal jungle, so dark-green as to be almost black, fringed with white surf, ran straight, like a ruled line, far, far away along a blue sea whose glitter was blurred by a creeping mist.[29]

In seinem Aufsatz An Image of Africa greift Chinua Achebe die Ableitung von Conrads „wilderness“ auf die afrikanische Ethnie auf. Dabei argumentiert Achebe, Joseph Conrad bilde Afrika als Anti-These zu Europa ab, in der die gepriesene, westliche Kultiviertheit von der triumphierenden „bestiality“ Afrikas verspottet würde[30]. Achebe schlussfolgert daraus, dass Joseph Conrad ein „thoroughgoing racist“[31] gewesen sein musste, der zweifellos ein Problem mit „niggers“[32] hatte, was in der Afrika-Phobie von Heart of Darkness mündet. Durchaus steht Conrads „wilderness“ für ein abgeschlossenes, eigenständig-funktionierendes Subsystem innerhalb Afrikas, in dessen Sinngrenzen das Gegensatzpaar von negativ aufgeladener afrikanischer Wildnis und positiv konnotiertem europäischen Kolonialisten registriert werden kann:

And outside, the silent wilderness surrounding this cleared speck on the earth struck me as something great and invincible, like evil or truth, (…).[33]

In Sätzen wie „(…) wilderness that stirs in the forest, in the jungles, in the hearts of wild men“[34] wird Afrika in den Augen Marlows mit einem Organismus gleichgesetzt, der als Personifikation mit den Figuren interagiert. Als lauernde, allgegenwärtige und personifizierte Präsenz scheint die Wildnis das Schicksal der Protagonisten zu determinieren:

But the wilderness had found him out early, and had taken on him a terrible vengeance for the fantastic invasion. I think it had whispered to him things about himself which he did not know, things of which he had no conception till he took counsel with this great solitude—and the whisper had proved irresistibly fascinating.[35]

[...]


[1] „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“. Trailer for Christian Kracht 2008 Novel.

[2] Krekeler, Elmar: Christian Kracht bringt Krieg in die Schweiz. In: www.welt.de.

[3] Dietrich, Fabian: Endloser Krieg. Ersch. am 03.10.2008.

[4] Vgl. Conter, Claude D.: Christian Krachts posthistorische Ästhetik. In: Christian Kracht. Zu Leben und Werk. Herausgegeben von Johannes Birgfeld und Claude D. Conter. Köln 2009. S. 37.

[5] Vgl. Conter, Claude D.: Christian Krachts posthistorische Ästhetik. In: Christian Kracht. Zu Leben und Werk. S. 42.

[6] Mocek, Ingo: „Ich denke immer an den Krieg“. Interview mit Christian Kracht. In: Neon.de.

[7] Conter, Claude D.: Christian Krachts posthistorische Ästhetik. In: Christian Kracht. Zu Leben und Werk. S. 40.

[8] Vgl. Birgfeld, Johannes und Conter, Claude D.: Morgenröte des Post-Humanismus. Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten und der Abschied vom Begehren. In: Christian Kracht. Zu Leben und Werk. Herausgegeben von Johannes Birgfeld und Claude D. Conter. Köln 2009. S. 257-258.

[9] Friedrich, Hans-Edwin: „Utopie“. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte, hrsg. von Jan-Dirk Müller, Bd. 3., P-Z, 3. neubearb. Aufl., Berlin, New York 2003. Hier: S. 739-743. Utopie wird festgelegt als die „[n]arrative Entfaltung eines idealen funktionierenden Gesellschaftsmodells; im weiteren Sinn auf Wirklichkeitsveränderung zum Idealzustand zielendes Denken.“

[10] Friedrich, Hans-Edwin: „Utopie“. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Hier: S. 739-743.

[11] „Anti-Utopie“. In: Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. 7., verbesserte und erweiterte Auflage, Stuttgart 1989. Hier: S. 40.

[12] „Anti-Utopie“. Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. Hier: S. 40.

[13] Vgl. Birgfeld, Johannes und Conter, Claude D.: Morgenröte des Post-Humanismus. S. 258.

[14] Conter, Claude D. und Birgfeld, Johannes: Vorwort. In: Christian Kracht. Zu Leben und Werk. Herausgegeben von Johannes Birgfeld und Claude D. Conter. Köln 2009. S. 9.

[15] Conter, Claude D. und Birgfeld, Johannes: Vorwort. In: Christian Kracht. Zu Leben und Werk. S. 9.

[16] Vgl. Mocek, Ingo: „Ich denke immer an den Krieg“. Interview mit Christian Kracht. In: Neon.de.

[17] Conter, Claude D.: Christian Krachts posthistorische Ästhetik. In: Christian Kracht. Zu Leben und Werk. S. 160.

[18] „Schweiz“. In: www.wikipedia.de

[19] Birgfeld, Johannes und Conter, Claude D.: Morgenröte des Post-Humanismus. In: Christian Kracht. Zu Leben und Werk. S. 266.

[20] Vgl. Birgfeld, Johannes und Conter, Claude D.: Morgenröte des Post-Humanismus. In: Christian Kracht. Zu Leben und Werk. S. 260.

[21] Zitiert nach Birgfeld/Conter: http://en.wikipedia.org/wiki/Ich_werde_hier_sein_im_Sonnenschein_und_im_Schatten. Aufgerufen am 13. 4. 2009.

[22] „Der Anti-Kracht“. Erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 14.09.2007, Nr. 214. Seite 37.

[23] Vgl. Pompe, Anja: Peter Handke. Pop als poetisches Prinzip. Hrsg. v. Klaus Amann, Hubert Lengauer und Karl Wagner. Köln, Weimar, Wien 2009 (Literaturgeschichte in Studien und Quellen. Bd. 15). S. 187.

[24] Pompes Auffassung von ‚Verkehrung“ bezogen auf die „Ausrichtung der Elemente“ (S. 184, 2009) ist in diesem Zusammenhang nur bedingt hilfreich: „[Die Verkehrung] lässt sowohl die Elemente als auch deren Relationen zueinander unangetastet, dreht oder spiegelt aber die intakte Struktur, so dass die Verdopplung dieses Vorgangs zum Ausgangszustand bzw. zur ursprünglichen Perspektive auf das Objekt zurückführt.“ (S. 65, 2009)

[25] „Verfremdung“. In: Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. Hier: S. 993.

[26] Vgl. Achebe, Chinua: An Image of Africa: Racism in Conrad’s Heart of Darkness. In: Conrad, Joseph: Heart of Darkness. A Norton Critical Edition. Edited by Paul B. Armstrong. Fourth Edition. New York, London 2006. S. 344-345.

[27] Achebe, Chinua: An Image of Africa: Racism in Conrad’s Heart of Darkness. In: Conrad, Joseph: Heart of Darkness. S. 344.

[28] Vgl. Watt, Ian: Impressionism and Symbolism in Heart of Darkness. In: Conrad, Joseph: Heart of Darkness. A Norton Critical Edition. Edited by Paul B. Armstrong. Fourth Edition. New York, London 2006. S. 350.

[29] Conrad, Joseph: Heart of Darkness. A Norton Critical Edition. Edited by Paul B. Armstrong. Fourth Edition. New York, London 2006. S. 13.

[30] Vgl. Achebe, Chinua: An Image of Africa: Racism in Conrad’s Heart of Darkness. In: Conrad, Joseph: Heart of Darkness. S. 338.

[31] Achebe, Chinua: An Image of Africa: Racism in Conrad’s Heart of Darkness. In: Conrad, Joseph: Heart of Darkness. S. 350. S. 343.

[32] Achebe, Chinua: An Image of Africa: Racism in Conrad’s Heart of Darkness. In: Conrad, Joseph: Heart of Darkness. S. 350. S. 345.

[33] Conrad, Joseph: Heart of Darkness. S. 23.

[34] Conrad, Joseph: Heart of Darkness. S. 6.

[35] Conrad, Joseph: Heart of Darkness. S. 57-58.

Details

Seiten
35
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656509912
ISBN (Buch)
9783656510000
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v233685
Institution / Hochschule
Universität Stuttgart – Institut für Literaturwissenschaft
Note
1,3
Schlagworte
Christian Kracht Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten Dystopie dystopisch Schweiz Afrika Heart of Darkness Herz der Finsternis Joseph Conrad

Autor

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Titel: Das Leitprinzip der Verkehrung in Christian Krachts dystopischem Roman "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten"