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Glasnost für das Ausland

Die Wandlung des Feindbildkonstrukts in der Sputnik-Zeitschrift

Hausarbeit (Hauptseminar) 2013 27 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Neuere Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangspunkt der Reformpolitik: Perestroika und Glasnost

3. Die Etappen der Glasnost und deren Einfluss auf die Presse
3.1 Die erste Phase der Glasnost
3.2 Die zweite Phase der Glasnost
3.3 Die dritte Phase der Glasnost
3.4 Glasnost in der sowjetischen Außenpolitik

4. Feindbilder der Sowjetunion
4.1 Elemente der Feindbildkonstruktion: Klassenfeind und Volksfeind

5. Glasnost für das Ausland am Beispiel der Sputnik-Zeitschrift
5.1 Charakter der Sputnik-Zeitschrift
5.2 Glasnost in der Sputnik-Zeitschrift
5.3 Feindbilder in der Sputnik und deren Auflösung
5.4 Die Auswirkungen des Sputnik-Verbots in der DDR

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

Eigenständigkeitserklärung

1. Einleitung

„Bei einem Telefongespräch fragt ein Moskauer seinen Bekannten: „Konntest du noch ein Exemplar der neuesten Ausgabe von ‚Moskovskie Novostie’ ergattern?“ Der Bekannte bejaht stolz. „Und was steht drin?“, will der Anrufer weiter wissen. Nach kurzem Zögern kommt im Flüsterton die Antwort: „Am Telefon kann ich dir das nicht sagen“. (Russischer Witz aus dem Jahr 1988)“[1]

Medien „stellen öffentliche Foren dar, in denen Diskurse auf die kollektive Realitätskonstruktion einer Gesellschaft einwirken.“[2] In der Sowjetunion besaß die politische Führungselite der KPdSU die mediale Kontrolle und nutzte diese um öffentliche Diskurse gezielt - im Sinne der ideologischen Grundierung - zu steuern. Eine unabhängige Berichterstattung hätte der Verbreitung und Vermittlung der Staatsdoktrin des Marxismus-Leninismus, auf deren Basis die KPdSU ihre Macht legitimierte, widersprochen.[3] Gesellschaftspolitische Diskurse wurden stets gelenkt und zielten darauf ab, die Überlegenheit des Sowjet-Sozialismus hervorzuheben und die herausragende Leistung der KPdSU zu glorifizieren, ergo: die Macht der Einheitspartei zu sichern. Dem stellte man den Kapitalismus und dessen Hauptvertreter, USA als Klassenfeind des Sozialismus, gegenüber. Im Zuge der von Michail Gorbatschow eingeleiteten Reformpolitik, wandelte sich die Rolle der Medien maßgeblich.

Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich die einsetzende Auflösung dieses Feindbildes, innerhalb der sowjetischen Presselandschaft, am Beispiel der monatlich in der DDR erscheinenden Version der Sputnik-Zeitschrift, näher beleuchten. Dabei soll folgende Frage im Zentrum der Analyse stehen: Welche Elemente führten - im Rahmen der Glasnost - in der Sputnik-Zeitschrift zu einer Auflösung der Feindbildkonstruktion zwischen Ost und West?

Um diese Frage zu beantworten, erläutere ich zunächst die unterschiedlichen Phasen der Glasnost, sowie deren Einfluss auf die mediale Berichterstattung um anschließend die Bedeutung des Feindbildes für die Sowjetunion näher erläutern zu können. Dabei sollen insbesondere die Begriffe Klassenfeind und Volksfeind näher betrachtet werden. Im Anschluss soll nun die Wandlung dieser suggerierten Feindschaft in der Sputnik-Zeitschrift exemplarisch nachgezeichnet werden. Aufgrund des Umstandes, dass die Sputnik-Zeitschrift ab Oktober 1988 in der DDR verboten wurde, kann der Wandlung des Feindbild-Konstrukts nicht bis zur Auflösung der DDR gefolgt werden. Daher nimmt die Analyse der Sputnik-Zeitschrift mit der letzten veröffentlichten Ausgabe, dem Novemberheft des Jahres 1988, ein vorschnelles Ende. Doch allein das Verbot des Magazins, kann als Durchbruch und Überwindung des Feindbildes innerhalb der sowjetischen Berichterstattung gelten, wie anhand der Reaktionen innerhalb der DDR-Bevölkerung deutlich werden sollte.

2. Ausgangspunkt der Reformpolitik: Perestroika und Glasnost

Im März 1985 wurde Michail Gorbatschow Generalsekretär der KPdSU. Die Sowjetunion war zu jenem Zeitpunkt mit gravierenden wirtschaftlichen Problemen konfrontiert. Der hohe Finanzbedarf für die äußere Sicherheit der Sowjetunion ging mit dem Rückgang der zentral gelenkten Wirtschaftsleistung einher.[4] Verstärkt wurde die missliche wirtschaftliche Lage, derer sich weite Teile der Gesellschaft zunehmend bewusst wurden, durch gesellschaftliche Missstände. Korruption, Armut, Schattenwirtschaft gingen einher mit einem eklatanten Abbau der Sozialleistungen.[5]

Zunächst strebte Gorbatschow mit seinem Reformkonzept ‚Perestroika’ eine Reformierung der sowjetischen Wirtschaft an, um der ökonomischen Krise entgegenzuwirken. Perestroika zielte zunächst darauf ab eine wirtschaftliche Umstrukturierung zu erreichen. Diese sollte eine vorsichtige Öffnung gegenüber marktwirtschaftlichen Strukturen, unter Einbeziehung nichtstaatlicher Eigentumsformen, zur Folge haben.[6] Allerdings dehnten sich die Bereiche, die unter der Perestroika umstrukturiert werden sollten, mit der Zeit immer weiter aus. Bereits während des Januarplenums des Zentralkomitees der KPdSU von 1987 umfasste das Konzept der Perestroika, neben der wirtschaftlichen Sphäre, auch politische Bereiche. Der Begriff stand nun für eine Reform des gesamten sowjetischen Systems. Der Erfolg der Perestroika wurde nun mit einer Demokratisierung der sowjetischen Gesellschaft und einer Liberalisierung der innerparteilichen Machtstrukturen verbunden. Ab 1987 wurde der Begriff auf alle Gebiete ausgedehnt und betraf Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Verwaltung, sowie das geistige Leben. Demgemäß setzte sich die Perestroika zum Ziel, alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zu demokratisieren und radikal zu reformieren.[7]

Die Überzeugung, dass ökonomische Neuerungen ohne politische Reformen keinen Erfolg mit sich bringen können, vertrat Gorbatschow aus dem Grunde, da Wirtschaft und Politik in der Sowjetunion eng miteinander verflochten waren.[8] Um politische Reformen einleiten zu können, etablierte Gorbatschow als weiteres Instrument seiner Reformpolitik das Konzept der Glasnost (Transparenz, Durchsichtigkeit, Öffentlichkeit), von welcher er sich eine kritische öffentliche Diskussion über die institutionellen Missstände der sowjetischen Wirtschaft versprach. Dabei sollten weite Teile der Gesellschaft zur Reformierung mit einbezogen werden. Im Bezug darauf, erhoffte er sich einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung für seine angestrebte Reformpolitik. Um dieses Vorhaben zu ermöglichen gewährte Gorbatschow, mit einer nie dagewesenen Lockerung an individuellen Freiheiten, eine politische Pluralisierung.[9]

3. Die Etappen der Glasnost und deren Einfluss auf die Presse

Die offizielle sowjetische Presse war von Gorbatschows Glasnost-Konzept unmittelbar betroffen. Trotz der Gewährung neuer Freiheiten, sollte die Lenkung der sowjetischen Medienlandschaft, insbesondere der Presse, durch die Parteiführung aufrecht erhalten werden. Die Medien dienten dabei als öffentlichkeitswirksame Plattform, um die angestrebten Reformen effektiv umsetzen zu können. Wurde die Presse zuvor als Instrument der Partei verwendet, sollte sie nun zum Instrument der Perestroika werden.[10]

Aus dem - nun einsetzenden - Umgestaltungsprozess und der durch Glasnost gegebenen Freiheiten, schwanden auch die diskurshinderlichen Zensurbestimmungen, denen sowjetische Medien ausgesetzt waren.[11] Gorbatschow selber beschrieb rückblickend die Bedeutung von Glasnost im Jahre 1987, wie folgt:

„[...] Glasnost ist heute ein lebendiges Beispiel für eine gesunde, positive geistige und moralische Atmosphäre in der Gesellschaft, die es dem Volk leichter macht, zu verstehen, was bei uns geschieht, was vor sich geht, was wir anstreben und planen, und, auf der Grundlage dieses Verstehens, bewußt an der Umgestaltung mitzuwirken.“[12]

Um den Weg der Reformen gehen zu können, plädierte Gorbatschow bereits bei einer Rede zum 27. Parteitag der Kommunistischen Partei für eine Liberalisierung der gesellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten. Dadurch solle vornehmlich die verbreitete politische Lethargie der Bevölkerung bekämpft werden, um deren Motivation und Mitarbeit für eine Reform des Wirtschaftswesens zu erlangen.[13] So argumentierte er:

„Der Ausbau der Rechte der Betriebe, die Durchsetzung der wirtschaftlichen Rechnungsführung und die Verstärkung des sozialistischen Unternehmungsgeistes erlangen nur in dem Fall einen realen Inhalt, wenn die Aktivität des arbeitenden Menschen selbst zunimmt.“[14]

In diesem Zusammenhang entstünde insbesondere für die Presse eine neue Aufgabe:

„Die Erweiterung der Publizität ist für uns eine Grundsatzfrage. Das ist eine politische Angelegenheit. Ohne Publizität gibt es keinen Demokratismus, kein politisches Schöpfertum der Massen und keine Beteiligung der Massen an der Leistungstätigkeit, [...] dem Ausgangspunkt für die psychologische Umstellung unserer Kader.“[15]

Gorbatschow machte somit deutlich, dass er bei der Umsetzung seiner wirtschaftlichen und politischen Reformbestrebungen auf die Presse, als Vermittlungsforum, angewiesen sei. Transparente Reporte und wahrheitsgetreue Darstellungen sollten Grundlage der Berichterstattung werden. Freies, unzensiertes Denken sollte neue Energien für Neugestaltungen der Reformen freisetzen. Diese innenpolitische Kehrtwende resultierte auch aus der Annahme, dass die Ziele der Perestroika allein mit größerer Disziplin der Arbeiterschaft nicht zu erreichen seien.[16]

3.1 Die erste Phase der Glasnost

In der ersten Phase dieser vorsichtigen Öffnung, erschienen zunächst vorsichtige Andeutungen und Beispiele für ineffektiv wirtschaftende Betriebe, in der sowjetischen Presse. Im Mittelpunkt (von 1985 bis Anfang 1987) standen behutsame Enthüllungen einzelner Negativbeispiele. Höhere Entscheidungsinstanzen blieben von medialen Angriffen ebenso verschont, wie die Reformpolitik oder der Sozialismus an sich.[17]

Trotzdem stellte diese erste Öffnung für Journalisten ein Novum dar. Ihr politischer und kritischer Spielraum begann sich Schritt für Schritt auszuweiten. In anderen gesellschaftlichen Bereichen war in dieser Zeit kaum eine Veränderung wahrnehmbar. Die Presse blieb zwar von den höheren Entscheidungsgremien der KPdSU geleitet, ihr wurde aber ein größerer Handlungsspielraum zugestanden. Aus diesem Grund wird diese erste Phase der Glasnost auch als ‚Revolution von oben’ beschrieben.[18]

Mit der Gewährung größerer Freiheiten, gab Gorbatschow auch den Unfehlbarkeitsanspruch der KPdSU auf. Nun war es möglich die Medien zu instrumentalisieren und gezielt gegen Gegner der Reformen innerhalb der KPdSU einzusetzen. Das hatte zur Folge, dass Widersacher der Umgestaltung aus ihren Ämtern innerhalb der KPdSU entfernt werden konnten und durch loyalere Anhänger ersetzt wurden.[19]

3.2 Die zweite Phase der Glasnost

Nach dieser ersten Phase der Glasnost, die Gorbatschow nutzte um seine politische Macht zu konsolidieren, wuchs die Tragweite des Glasnost-Konzeptes. Im Januarplenum des Zentralkomitees der KPdSU von 1987, stellte Gorbatschow eine neue Phase des Reformprojektes vor. Der Umbau (Perestroika) sollte nun, neben der wirtschaftlichen Umstrukturierung, auch eine politische mit sich bringen.[20] Gorbatschow sah die Ursache, des wirtschaftlichen Niederganges der Sowjetunion in dem bisherigen Unvermögen früherer Staatsführer, Problemlösungen vorzustellen und durchzusetzen. Für diesen Missstand müssten daher die führenden Organe der KPdSU die Verantwortung übernehmen, so Gorbatschow.[21] Zugleich forderte er „[...] sich erneut der Analyse jener Probleme zuzuwenden, mit denen die Partei und die sowjetische Gesellschaft in den letzten [...] Jahren konfrontiert waren.“[22] Die neue Qualität der Kritik bestand darin, dass nicht mehr negative Einzelbeispiele in Partei und Staat für Probleme verantwortlich gemacht wurden, sondern negative Erscheinungen verallgemeinert, Fehler in der Vergangenheit eingeräumt wurden und die Krisenbekämpfung breiter angelegt wurde.[23]

Damit erwirkte Gorbatschow einen offenen Diskurs und eine öffentliche Problemanalyse in der immer weniger Themenbereiche unberührt bleiben sollten. Diese neue Qualität der Offenheit wirkte sich gleichsam auf die mediale Berichterstattung aus. Von nun an rückten Themen, die zuvor tabuisiert wurden, in den Fokus der Öffentlichkeit. Das Spektrum der Kritik expandierte und umfasste nicht mehr nur wirtschaftliche Aspekte, sondern mit wachsender Stärke auch gesellschaftliche und politische Probleme wie beispielsweise Kriminalität, Armut, Korruption und, nicht zuletzt, eine kritische Aufarbeitung der sowjetischen Geschichte. Das Reformkonzept wurde in dieser zweiten Phase der Glasnost auch mit einer ethischen Maxime verbunden, da Gorbatschow Glasnost synonym zu Wahrheit und Ehrlichkeit verwendete. Die KPdSU büßte dadurch ihren Unfehlbarkeitsanspruch ein und verlor stark an ihrer bisherigen Glaubwürdigkeit. Die Entscheidungen der Partei wurden von nun an nicht mehr als unbestreitbar und fehlerfrei zur Kenntnis genommen, sondern konnten kontrovers und vor allem öffentlichkeitswirksam diskutiert werden.[24] Hinzu kamen weitere Liberalisierungstendenzen im Zuge der Glasnost-Kampagne, wie beispielsweise die Rehabilitierung Oppositioneller Vereinigungen, öffentlichkeitswirksame Auftritte von zuvor geächteten Persönlichkeiten, die Einführung von Begrenzungen der Amtszeiten für Staats- und Parteifunktionäre, Wahlen mit mehreren Kandidaten, sowie eine weitere Lockerung der Zensurbestimmungen, insbesondere im kulturellen Bereich.[25]

3.3 Die dritte Phase der Glasnost

Die letzte und wohl schwerwiegendste Phase der Umstrukturierung im Namen der Glasnost setzte Mitte 1988 ein. Von nun an bedeutete Glasnost nichts anderes mehr als eine umfassende Demokratisierung der Sowjetunion, welche als Neuaufbau des politischen und wirtschaftlichen Systems zu verstehen war.[26] Diese Neuordnungen beinhalteten politische Partizipationsmöglichkeiten der Bürger in einem nie gekannten Ausmaß. Mit dem Volksdeputiertenkongress wurde 1989 zum ersten Mal ein neues Verfassungsorgan gewählt, für das sich unterschiedliche und untereinander konkurrierende Kandidaten aufstellen lassen konnten.[27] Der von Gorbatschow angestoßene Prozess, Denkverbote aufzubrechen und Reformkonzepte zur Krisenbewältigung hervorzubringen verselbstständigte sich und führte zu einer Ausweitung der Meinungsvielfalt. Diese führte zur Kritik der sowjetischen Herrschaftsstrukturen und deren ideologischer Grundierung. Diese rüttelten maßgeblich an den Säulen der staatlichen Strukturen. Die von der Staatsführung Schritt für Schritt gewährten Freiheiten entwickelten über die Jahre eine unumkehrbare Eigendynamik, die seitens der Staatsführung nicht mehr zu lenken war.[28]

„Gorbatschows institutionelle Änderungen und seine ideologischen Innovationsleistungen hatten den sowjetischen Behörden nämlich die Möglichkeit entzogen, ihre vormalige Kontrolle über das aufrecht zu erhalten, was öffentlich gesagt oder veröffentlicht werden konnte.“[29]

Dieser Prozess brachte mit sich, dass verschiedenste Gruppen mehr und mehr, ihre Überzeugungen mehr und mehr öffentlich äußerten, ohne dabei Rücksicht auf etwaige Diskrepanzen zur offiziellen Leitlinie zu nehmen. Er führte zu einer Rückkehr der öffentlichen Meinung.[30]

3.4 Glasnost in der sowjetischen Außenpolitik

Die sowjetische Außenpolitik war stets davon geprägt das militärische Gleichgewicht gegenüber den Staaten der NATO mithilfe der Staaten des Warschauer Paktes im Gleichgewicht zu halten. Dieser Zustand führte zu einem Wettrüsten und ließ die Aufwendungen für militärische Ausgaben einen beträchtlichen Anteil der Wirtschaftsleistung der Sowjetunion einnehmen.[31] Im Zuge der Perestroika war es, verbunden mit dem Willen die wirtschaftliche Ineffektivität zu überwinden, für den Führungsstab um Gorbatschow naheliegend die Ausgaben für Rüstungsgüter einzudämmen. Die Reformpolitik Gorbatschows machte somit auch nicht vor den internationalen Beziehungen halt. Das oberste Prinzip der sowjetischen Sicherheitspolitik war seit 1986 eng mit dem Begriff der ‚Angemessenheit’ verbunden. Dieser führte zu einer Kehrtwende der Sicherheitspolitik, da von nun an die militärische Stärke des Landes allein darauf abzielen sollte, sich selbst verteidigen zu können und nicht mehr in allen Bereichen militärisch gleichwertig mit den westlichen Staaten zu sein.[32] Der neue Kurs durchbrach das bisher verfolgte außenpolitische Konzept, welches beinhaltete, dass die „elementarste Dynamik der internationalen Politik in der Spannung zwischen zwei historischen Gesellschaftsordnungen liegt – zwischen Sozialismus und Kapitalismus“[33].

[...]


[1] von Steindorff, Silvia, Rußland auf dem Weg zur Meinungsfreiheit. Die Pluralisierung der russischen Presse zwischen 1985 und 1993, in: Mommsen, Margareta (Hrsg.), Osteuropa – Studien (Bd. 1), Münster und Hamburg 1994, S.1.

[2] Zabka, Eva, Eine neue „Zeit der Wirren“?. Der spät- und postsowjetische Systemwandel 1985-2000 im Spiegel russischer gesellschaftspolitischer Diskurse, in: Umland, Adreas (Hrsg.), Soviet And Post-Soviet Politics And Society (Bd. 102), Stuttgart 2011, S. 39.

[3] Vgl. Zabka, Eine neue „Zeit der Wirren“?, S.40.

[4] Vgl. Huber, Mária, Moskau, 11. März 1985. Die Auflösung des sowjetischen Imperiums, in: Frei, Norbert/ Henke, Klaus-Dietmar/ Woller, Hans (Hrsg.), 20 Tage im 20. Jahrhundert, München 2002, S. 64.

[5] Vgl. Mandel, Ernest, Das Gorbatschow Experiment. Ziele + Wiedersprüche, Frankfurt (Main) 1989, S. 36 f.

[6] Vgl. Brown, Archie, Der Gorbatschow-Faktor. Wandel einer Weltmacht, Frankfurt (Main) und Leipzig 2000, S.248 f.

[7] Vgl. Brown, Der Gorbatschow-Faktor. S.207 – 219, hier S.209 f.

[8] Vgl. Laqueur, Walter, Der lange Weg zur Freiheit. Rußland unter Gorbatschow, Frankfurt (Main) und Berlin 1989, S.63 f.

[9] Vgl. Zabka, Eine neue „Zeit der Wirren“?, S.50.

[10] Vgl. von Steindorff, Rußland auf dem Weg zur Meinungsfreiheit, S.83 f.

[11] Vgl. von Steindorff, Rußland auf dem Weg zur Meinungsfreiheit, S.1.

[12] Gorbatschow, Michail, Perestroika. Die zweite russische Revolution. Eine neue Politik für Europa und die Welt, München 1989, S.92 f.

[13] Vgl. Heinemann, Monika, Glasnost´ in der sowjetischen Presse. Eine Analyse von Leserbriefen in der Komsomol´skaja pravda (2008), url: <http://epub.ub.uni-muenchen.de/2822/1/Heinemann.pdf> , S.12, am, 7.5.2013.

[14] Gorbatschow, Michail, Politischer Bericht des Zentralkomitees der KPdSU an den XXVII. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Bericht des Generalsekretärs des ZK der KPdSU vom 25. Februar 1986, in: Buch, Dietrich (Hrsg.), Gorbatschow. Die wichtigsten Reden, Köln 1987, S.108.

[15] Gorbatschow, Bericht des Generalsekretärs des ZK der KPdSU vom 25. Februar 1986, S.109.

[16] Vgl. Huber, Moskau, 11. März 1985, S.98.

[17] Vgl. Heinemann, Glasnost´ in der sowjetischen Presse, S.12.

[18] Vgl. von Steindorff, Rußland auf dem Weg zur Meinungsfreiheit, S.86 f.

[19] Vgl. Heinemann, ‚Glasnost’ in der sowjetischen Presse, S.13.

[20] Vgl. Heinemann, ‚Glasnost’ in der sowjetischen Presse, S.13.

[21] Vgl. Gorbatschow, Michail, Über die Umgestaltung und die Kaderpolitik der Partei. Bericht auf dem Plenum des Zentralkomitees der KPdSU am 27. Januar 1987, in: Busch, Dieter (Hrsg.), Gorbatschow. Die wichtigsten Reden, Köln 1987, S. 243 f.

[22] Ebd. S.242.

[23] Vgl. Mommsen, Margareta, Von ≫Kritik und Selbstkritik≪ zu ≫Glasnost≪. Tendenzen zur Pluralisierung der öffentlichen Meinung in der Sowjetunion, in: Mommsen, Margareta/ Schröder, Hans-Henning (Hrsg.), Gorbatschow Revolution von oben. Dynamik und Widerstände im Reformprozeß der UdSSR, Frankfurt (Main) 1987, S.17.

[24] Vgl. Heinemann, ‚Glasnost’ in der sowjetischen Presse, S. 13.

[25] Vgl. Zabka, Eine neue „Zeit der Wirren“?, S. 51.

[26] Vgl. Brown, Der Gorbatschow-Faktor, S.211.

[27] Vgl. Heinemann, ‚Glasnost’ in der sowjetischen Presse, S.14.

[28] Vgl. Brown, Der Gorbatschow-Faktor, S.216.

[29] Brown, Der Gorbatschow-Faktor, S.217.

[30] Vgl. von Steindorff, Rußland auf dem Weg zur Meinungsfreiheit, S.44.

[31] Vgl. Laqueur, Walter, Der Lange Weg Zur Freiheit. Rußland unter Gorbatschow, Frankfurt (Main) 1989, S.253 -282, hier S.256.

[32] Vgl. Brown, Der Gorbatschow-Faktor, S. 349 – 362.

[33] Ebd. S.57.

Details

Seiten
27
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656506577
ISBN (Buch)
9783656507888
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v233660
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,3
Schlagworte
Glasnost Sputnik Sputnikverbot Perestroika Sowjetunion Gorbatschow

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Titel: Glasnost für das Ausland