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Printasty GmbH: Businessplan für einen 3D-Food-Drucker

Projektarbeit 2013 41 Seiten

BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsidee
Worin besteht die Geschäftsidee?
Welchen Nutzen hat das Angebot?
Wie bekannt ist das Produkt?
Welcher Service wird geboten?
Wie sieht das Alleinstellungsmerkmal aus?

2. Gründerprofil
Welche schulische und berufliche Ausbildung haben die Unternehmer?
Verfügen die Unternehmer über die notwendigen unternehmerischen Voraussetzungen?

3. Markteinschätzung
Welche Kunden werden angesprochen?
Wie groß ist das Marktvolumen dieser Zielgruppe?
Wie (mit welchen Maßnahmen) wird diese Zielgruppe erreicht?
Gibt es bereits Kundenkontakte?

4. Wettbewerbssituation
Treten die Unternehmer als einziger Anbieter in einem neuen oder als zusätzlicher Anbieter in einem bereits bestehenden Markt auf?
Wer sind die Konkurrenten?
Welcher Service wird zu welchen Preisen geboten?
Wo ist die Konkurrenz besser/schlechter?

5. Produktions-/Dienstleistungsfaktoren
Wie werden die Betriebsprozesse strukturiert?
Welche Materialien, Maschinen, Einrichtungen werden gebraucht?
Was wird zum Vertrieb des Produktes/der Dienstleistung benötigt?
Welche MitarbeiterInnen mit welchen Qualifikationen werden für welche Zeiträume benötigt?

6. Standortwahl
Welche Bedingungen muss der Standort erfüllen?
Wo sehen die Unternehmer einen geeigneten Standort?
Gibt es genügend Kunden im Einzugsgebiet des Standortes?

7. Zukunftsaussichten
Welche Ziele haben sich die Unternehmer für die Firma gesetzt?
Mit welchen Maßnahmen sollen diese Ziele erreicht werden?
Wie könnte die Entwicklung in der Branche aussehen?
Wie wird sich die Nachfrage nach dem Angebot entwickeln?

8. Weitere wichtige Aspekte
Rechtsform
Flächen/Räume
Versicherungen

9. Anhang
Drei-Jahres-Plan mit monatlicher GUV
Drei-Jahres-Plan mit monatlichem Liquiditätsplan/Finanzierungsplan
Investitionsplan
Unternehmenssteckbrief

10. Verzeichnisse
Abbildungsverzeichnis
Quellenverzeichnis

1. Geschäftsidee

Worin besteht die Geschäftsidee?

Die Geschäftsidee beruht grundlegend auf der Entwicklung des modernen Lebensstils. Unsere heutige Gesellschaft wird immer stärker herausgefordert. Lange Arbeitszeiten und eine stetige Bereitschaft, auch über die klassischen Geschäftszeiten hinaus, sind keine Seltenheit mehr. Immer mehr Leute versuchen ihre großen Träume zu realisieren, längst entscheidet sich auch die moderne Frau für einen auf Karriere ausgerichteten Lebensstil. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft lag die Quote erwerbstätiger Frauen zwischen 15 und 64 Jahren 2011 in Deutschland bei 72 Prozent. Die Quote in den EU-Ländern betrug 64,9 Prozent.1 Verglichen mit dem Jahr 2009 ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. In Deutschland arbeiteten demnach nur 63 Prozent der Frauen, der EU- Durchschnitt lag bei 60,1 Prozent.2 Die traditionelle Hausfrau gibt es immer seltener. Es fehlt oftmals die Zeit und Lust, sich nach einem langen Arbeitstag zu Hause an den Herd zu stellen und zu kochen. Fertigessen und Lieferservices werden immer häufiger in Anspruch genommen.3

Besonders die jüngere Generation besitzt immer seltener die Fähigkeit einfache Gerichte aus frischen Zutaten zu kochen. Ausbildungszeiten werden immer länger und anspruchsvoller. Alte Traditionen finden immer seltener Zuspruch und ein gemeinsames Kochen und Essen mit der Familie findet immer seltener statt. Zudem gibt es in Deutschland eine hohe Anzahl an alleinlebenden Personen, wie im späteren Verlauf des Businessplans aufgezeigt wird. Eine Nestlé Studie aus dem Jahr 2011 belegt, dass alleinstehende Personen weniger motiviert sind, sich intensiv mit komplizierten Rezepten auseinanderzusetzen, da das Kochen in Gemeinschaft mehr Spaß bereitet. Nur ein Fünftel der männlichen Singles zwischen 20 und 59 Jahren gaben an, sich intensiver mit der eigenen Ernährung zu beschäftigen.4 Weiterhin sind Portionsangaben in Kochbüchern und Verpackungsgrößen im Supermarkt nur selten auf Single-Haushalte ausgelegt. Zwar hat der Einzelhandel hierauf bereits reagiert, aber wie sich in einer Untersuchung des WDR herausstellte, sind die kleineren Verpackungen oftmals wesentlich teurer als das gleiche Produkt in größeren Verpackungen.5

Ebenfalls ist der kulturelle Wandel der heutigen Gesellschaft zu berücksichtigen. Die Bevölkerung legt immer weniger Wert auf eine ausgedehnte Mahlzeit.6 Alles muss schnell gehen. Dabei fällt auf, dass auch immer mehr Supermärkte Fertiggerichte in ihrem Produktsortiment anbieten, diese sind jedoch im Vergleich zu frischen Lebensmitteln hochpreisig. Laut einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg, sind Fertiggerichte im Schnitt 184 Prozent teurer als selbstgekochtes Essen.7

Auch die Niederlande, als direkter Nachbar von Deutschland, sind von einer hohen Anzahl alleinstehender Haushalte geprägt. In 2012 waren hier ca. 36,8 Prozent der Haushalte Single-Haushalte. Diese Gruppe bildete damit die Mehrheit vor den Zwei- Personen-Haushalten.8 Hier gibt es bereits Supermärkte, die ausschließlich Fertiggerichte zum Einkauf anbieten.9

Die Printasty GmbH bietet für diese Lebenssituation die passende Lösung. Mit Hilfe eines 3D-Food-Druckers wird das lange „Herumstehen“ am Herd umgangen. Ebenfalls kann der 3D-Drucker vielfältige, ausgefallene und kulinarische Gerichte „kochen.“ Das Einzige, was der Verbraucher tun muss, ist die Mahlzeit auszuwählen und den Druckvorgang zu starten. Minuten später wird das Essen verzehrfertig aus dem Drucker kommen.

Der 3D-Food-Drucker ersetzt das lästige Anstehen in der Supermarktschlange, den Kauf diverser Kochbücher die im Regal verstauben und den Kochprozess. Angebranntes Fleisch und halbrohes Gemüse gehören mit dem 3D-Food-Drucker der Vergangenheit an.

Welchen Nutzen hat das Angebot?

Das besondere Angebotsnutzen liegt primär in der Individualisierung und der schnellen Zubereitung der Mahlzeit. Diese Art der „Essenszubereitung“ kann aber auch für Veganer interessant sein, da sie ihr Essen aus veganer Tinte herstellen können. Auch Menschen mit geringen Kochkünsten können von der Vielfältigkeit des Druckers profitieren. Für sie besteht die Möglichkeit ohne kulinarische Fähigkeiten leckere Lebensmittel nach Rezepten von ausgewählten Meisterköchen zu drucken.

Weiterhin wird die Umwelt mit Hilfe des 3D-Food-Druckers entlastet: „Man beabsichtigt mit dem 3D-Food-Drucker Nahrungsmittel herstellen zu können, ohne dass Landwirtschaft, Transportwesen oder sonstige Gewerbe benötigt werden, die bisher in die Produktion von Nahrungsmitteln eingebunden sind. Bisher war der sogenannte Ess- Lack schon eine Möglichkeit das Essen optisch aufzuwerten. Doch der Lebensmittel Drucker könnte noch um einiges besser werden.“10 Mit Hilfe des Ess-Lacks ist es möglich sein Essen optisch aufzuwerten, es also beispielsweise bunt einzufärben. Er bietet dabei aber bei weitem nicht die Möglichkeiten, die ein 3D-Drucker realisieren kann.

Wie bekannt ist das Produkt?

Gegenwärtig ist der 3D-Druck ein viel diskutiertes Thema, da er revolutionäre Möglichkeiten bietet. Der 3D-Druck wird beispielsweise bereits in der Automobilindustrie zur Anfertigung von Prototypen verwendet. Ebenfalls findet dieser in der Modebranche und Metallbranche einen großen Nutzen. Gegenwärtig wird ein Drucker konstruiert, welcher es ermöglicht menschliche Organe zu drucken. Erste Mini-Nieren wurden bereits erfolgreich gedruckt.11

Im Bereich der Lebensmittelindustrie ist die Forschung noch recht jung. Mit dem 3D- Drucker können Lebensmittel aus Rohkost-Tinte gedruckt werden. Erstmals entwickelt wurde das Gerät von Wissenschaftlern der Cornell University’s, Ithaca, New York. Die Idee besteht darin, den 3D-Drucker mit einem Rezept zu „füttern“ und daraus die gewünschten Speisen zu drucken. Zudem lassen sich die Gerichte individuell an den Geschmack des Verbrauchers anpassen. Ihm wird die Möglichkeit geboten Farbe, Form, Konsistenz und Geschmack des Essens nach Lust und Laune zu gestalten.

In den USA ist der Lebensmitteldruck bereits ein großes Thema. Der Manufacturing Laboratory der Universität Washington gelang beispielsweise ein Lebensmitteldruck von Keksen. Auf ihrer Online Plattform stellen sie das benötigte Rezept für den Druck vor. Weitere geglückte Drucke wurden mit Salz und Eistee erzielt.12 Der 3D-Drucker ersetzt sämtliche Küchengeräte im Haushalt und ist somit platzsparend.

Abbildung 1 Beispiel für einen 3D-Drucker

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Georg Wieselsberger (2012), abgerufen am: 15.05.2013

Der 3D-Drucker der Printasty GmbH ist für Privathaushalte ausgelegt. Von den Maßen entspricht der Drucker in etwa der durchschnittlichen Größe eines Kühlschranks (B/H/T ca. 49,4/87,7/49,4 cm). Es sollen sich alle vorstellbaren Gerichte beliebig drucken lassen können. Um zwischen kalten und warmen Essen zu unterscheiden, arbeitet der Drucker mit zwei verschiedenen Lasern. Rote Laserstahlen werden zum Kochen von warmen Gerichten verwendet (Hot-Printing), blaue Laser entsprechend für kalte Mahlzeiten (Cold- Printing).

Welcher Service wird geboten?

3D-Drucker und Druckverfahren:

Der 3D-Drucker funktioniert ähnlich wie ein herkömmlicher Tintenstrahldrucker. Der Drucker benötigt eine digitale Datei mit den erforderlichen Informationen für das Druckobjekt. Das Dateiformat des 3D-Druckers enthält Daten über die dreidimensionale Ausrichtung der Mahlzeit. Diese Datei nennt sich CAD-Datei, dabei steht CAD für „computer-aided design“, also rechnerunterstützendes Konstruieren. Damit das Essen aus einem 3D-Modell aufgebaut, bzw. „gekocht“ werden kann, wird dieses zunächst digital in einzelne zweidimensionale Scheiben, sogenannte „Layer“, geschnitten. Der Vorgang der Zerlegung nennt sich Slicing. Das digital zerlegte Format wird in einer *.stl Datei gespeichert. Diese stellt eine Standardschnittstelle von CAD-Systemen dar. *stl steht hierbei für „Surface Resselation Language“, zu Deutsch: Sprache zur Beschreibung der Oberfläche durch Dreiecke. Die *.stl Datei schafft die Basis für den Druckaufbau der Mahlzeit. Aus der Summe der einzelnen 3D-Scheiben wird dann das Essen erstellt. Das Druckprinzip ist vergleichbar mit einer bestimmte Anzahl von Bierdeckeln (Layer), welche miteinander verklebt werden um das 3D-Objekt zu erstellen.

Die angewandte Methode für den Druck ist das Drucken mittels geschmolzener Materialien. Sie ist eine der populärsten Methoden und zählt zurzeit zu den günstigsten Möglichkeiten des dreiräumigen Druckens. Der Drucker funktioniert wie eine bewegliche Heißkleberpistole. Die Erstellung der Mahlzeit erfolgt auf einer beweglichen, beheizten Plattform. „Gekocht“ wird das Essen durch einen beheizten Druckknopf. Je nach MenüGericht bewegt sich entweder die Plattform oder die Düse.

Mittlerweile gibt es eine große Liste von 3D-Druckern, die auf dem Markt erworben werden können. Die Mehrheit der erhältlichen Drucker wird zur Fertigung von Plastik, Metall oder Holzmodellen verkauft. Preislich befinden sich die Geräte zwischen 1.000 - 3.000 Euro. Für den Lebensmittel 3D-Drucker kalkuliert die Printasty GmbH einen Preis von 2000 Euro (siehe hierzu Kalkulationstabellen). Der 3D-Drucker wird aus den Niederlanden von der Firma De Grood Innovations bezogen. Geographisch befindet sich das Unternehmen in Nijmegen, 160 Kilometer von Köln entfernt. Die Printasty GmbH wird sich zukünftig die 3D-Drucker per LKW aus dem holländischen Ort liefern lassen. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Standort in Köln beträgt die durchschnittliche Lieferfahrtzeit lediglich zwei Stunden.

Patronen und Füllung:

Die Patronen für den 3D-Drucker können mit unterschiedlichen flüssigen und pulvrigen Substanzen gefüllt werden. Für den Druck werden vier verschiedene Patronen angewendet. Diese beinhalten Mittel für Farbe, Geruch, Konsistenz und Geschmack. Eine Patrone der entsprechenden Kategorie besitzt verschiedene Kammern. Die Geschmackspatrone beispielsweise, hat vier verschiedene und voneinander abgetrennte Innenräume für die Geschmäcker salzig, süß, herzhaft und bitter. Die Füllmittel für die Patronen werden ebenso von der De Grood Innovations bezogen. Im Standort in Köln bietet die Printasty GmbH für Ihre Kunden einen Patronenauflade-Service an. Hierbei wird es ein Terminal im Verkaufsraum geben, an dem Patronen im Self-Service ganz einfach wieder aufgefüllt werden können. Natürlich ist es auch möglich die aufgefüllten Patronen auf postalischem Wege bei der Printasty GmbH zu ordern.

Smartphone App zum Drucker:

Die Bedienung des 3D-Druckers zum Erstellen einer Mahlzeit erfolgt über eine eigens von der Printasty GmbH entwickelten Applikation (App) für Smartphones und Tablets, welche die Kernkompetenz der Printasty GmbH darstellt. Durch eine Vertragsvereinbarung mit der niederländischen Partnerfirma entwickelt die Printasty GmbH exklusiv eine App für den 3D-Drucker der Firma De Grood Innovations. Die App ist für alle gängigen iOS,Android,- und Windows Mobile-Systeme verfügbar und lässt sich über den jeweiligen AppStore herunterladen. Den Zugangscode für die Basis-App erhält der Kunde beim Kauf eines 3D-Druckers, hierbei fallen zunächst keine weiteren Kosten an. Die App kann später durch kostenpflichtige Premiuminhalte individuell erweitert werden.

Es folgt zunächst eine detaillierte Beschreibung der Basis Printasty-App

Wie bereits eingangs erwähnt, erhält jeder Kunde beim Kauf des 3D-Food-Druckers die Basis App kostenlos. Dabei vereint die App mehrere abrufbare Funktionen:

Bedienung des Druckers durch Button (Drucker muss zur Steuerung über eine Internetverbindung verfügen)

Rezeptbuch mit 15 Basis-Rezepten

Detaillierte Ansicht der einzelnen Rezepte mit Bildern Bewertungssystem

Smart-Funktion: Patronen-Füllmenge

Das Rezeptbuch setzt sich aus einem Kategorienbaum zusammen, der sich wie folgt gliedert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Übersicht Kategorienbaum App Quelle: Eigene Darstellung

Der Nutzer kann sich somit sehr detailliert durch den Kategorienbaum klicken, um ein passendes Rezept zu finden. Weiterhin ist es jedoch auch möglich durch die Eingabe im Suchfeld gezielt nach einem Rezept zu suchen. Dabei steht es dem Nutzer frei direkt nach einem Rezept zu suchen (z.B. Spaghetti Bolognese) oder durch die Nennung von bis zu drei verschiedenen Zutaten (z.B. Hackfleisch, Nudeln, Tomatensauce) zum Gewünschten Rezept zu gelangen. Die kostenlose Basis-App beinhaltet jeweils fünf klassische Rezepte aus den Kategorien „nicht vegetarisch“, „vegetarisch“ und „vegan“. Einmal heruntergeladene Rezepte lassen sich später immer wieder benutzen und sind auch offline verfügbar. Die App kann aktuell in vier verschiedenen Sprachen verwendet werden: Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch. Die niederländische und französische Sprachbedienung ist wichtig, weil dadurch der niederländische Kooperationspartner der Printasty GmbH, sowie der niederländische Markt als solches, profitieren.

Ein Druckauftrag lässt sich wahlweise sofort (just-in-time) oder per Timer starten. Weiterhin ist es auch möglich den Druckauftrag von unterwegs zu starten, hierbei wird lediglich eine Internetverbindung benötigt. Ferner besitzt die App eine Smart-Funktion, durch die es möglich ist jederzeit den Füllstand der Patronen abzurufen. Sobald eine Patrone nur noch zu 1/3 gefüllt ist, erhält der Nutzer eine Push-Notification und die direkte Option der Neubestellung, falls der Kunde die neuen Patronen auf postalischem Weg ordern möchte. Auch die Bewertung der Rezepte durch die Nutzer, (Skala 1 (schlecht) - 5 (sehr gut)) ist in der App integriert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Screenshot Printasty App Quelle: Eigene Darstellung

Kostenpflichtige Optionen

Durch optional hinzu buchbare Premiuminhalte, lässt sich die App stetig individuell erweitern. Folgend die Funktionsübersicht der Premiuminhalte:

- Bestimmung von Farbe, Form und Geruch des gewählten Gerichts
- 15 neue Rezepte im Monat
- Saisonspezifische Rezepte

Dem Nutzer steht es frei sein Gericht in einer bestimmten Farbe, Form oder mit einem bestimmten Geruch auszudrucken. Hierbei ist es beispielsweise möglich eine Portion Spaghetti Bolognese in Herzform auszudrucken, die nach Trüffeln duftet. Die individuelle Anpassung für ein Gericht kostet pro Kategorie 0,89 Euro. Sollen beispielsweise Form und Geruch für ein bestimmtes Rezept angepasst werden, werden 1,78 Euro fällig. Die Bezahlung erfolgt über Paypal per In-App-kauf.

Desweiteren kann der Nutzer im Monat pro Hauptkategorie („nicht vegetarisch“, „vegetarisch“ und „vegan“) fünf neue Rezepte auf sein Gerät herunterladen. Dabei liegt der Stückpreis pro Rezept bei 0,89 Euro. Dem Nutzer ist es hierbei freigestellt einzelne Rezepte zum Stückpreis zu beziehen oder das ganze Paket mit 15 Rezepten für 9,98 Euro herunterzuladen. Die neu erworbenen Rezepte werden von der App automatisch in den Kategorienbaum eingeordnet und sind fortan jederzeit verfügbar. Weiterhin werden saisonspezifische Rezepte angeboten (beispielsweise Spekulatius zu Weihnachten oder Kürbiskuchen im Herbst), welche optional bezogen werden können. Über neue Rezepte wird der Nutzer auch hier per Push-Notification benachrichtigt, welche jedoch auch auf Wunsch abgestellt werden kann. In diesem Fall muss der Nutzer die neuen Rezepte manuell in der App abrufen.

Support-Service:

Weiterhin bietet die Printasty GmbH ihren Kunden einen Support-Service. Dabei wird prinzipiell zwischen zwei verschiedenen Varianten unterschieden:

Basispaket:

Das Basispaket beinhaltet die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Garantieansprüche über zwei Jahre. Der Kunde kann ein defektes Gerät in das Geschäft nach Köln bringen, wo dieses repariert wird. Für die Zeit der Reparatur besteht kein Anspruch auf ein Austauschgerät.

Premiumpaket:

Das kostenpflichtige Premiumpaket beinhaltet einen 24h-Support über ein Jahr und kann nachfolgend verlängert werden. Der Kunde kann über eine 24h-Hotline jederzeit einen Servicemitarbeiter erreichen. Das Gerät wird folglich beim Kunden zu Hause repariert und gegebenenfalls ausgetauscht. Wenn der Mitarbeiter den Drucker zur Reparatur mitnehmen muss, wird dem Kunden ein kostenloses Leihgerät zur Verfügung gestellt. Die Kosten für diesen Premium-Service belaufen sich auf 120 Euro im Jahr.

Wie sieht das Alleinstellungsmerkmal aus?

Das beschriebene Serviceangebot ist in dieser Form in Deutschland einmalig. Gegenwärtig ist kein weiteres Unternehmen bekannt, welches 3D-Drucker in diesem Rahmen und mit diesen Serviceleistungen vertreibt. Durch die eigens für den Drucker entwickelte App durch die Printasty GmbH, wird der Food-Druck für den Kunden sehr einfach und individuell gestaltet. Weiterhin konnte ein Vertrag mit der De Grood Innovations geschlossen werden, in dem festgehalten ist, dass die Printasty GmbH exklusiv eine App für den 3D-Drucker dieser Firma entwickeln darf. Damit sind mögliche Drittinteressenten an Gebühren, für Lizenzen und Nutzung, an die Printasty GmbH gebunden.

2. Gründerprofil

Welche schulische und berufliche Ausbildung haben die Unternehmer?

Die Printasty GmbH besteht aus zwei Unternehmerinnen, die Studenten der Rheinischen Fachhochschule (RFH) Köln sind.

Die Geschäftsführerin XX studiert gegenwärtig Business Administration zur Erreichung des Grades Master of Arts an der RFH in Köln (2. Semester). Zuvor hat sie bereits einen BWL Bachelor an der Hochschule Fresenius in Köln abgelegt.

XXX, ebenso Geschäftsführerin, studiert gegenwärtig ebenfalls im Master Business Administration an der RFH Köln (2. Semester). Vor ihrem Masterstudium absolvierte sie den Bachelor in BWL mit den Schwerpunkten Logistik und eBusiness am RheinAhrCampus in Remagen.

Beide Geschäftsführerinnen haben vor ihrem Studienbeginn die schulische Laufbahn erfolgreich mit dem Abitur beendet.

Verfügen die Unternehmer über die notwendigen unternehmerischen Voraussetzungen?

Frau XXX zeichnet sich durch großes Interesse in der Versorgungs- und Lebensmittelbranche aus. Sie informierte sie sich in der Vergangenheit ausgiebig über die Marktsituation von Food-Lieferservices und Kochgeräten im deutschen Markt. Dabei wurde sie darauf aufmerksam, dass in den USA bereits erste Ideen im Bereich Food-Print erfolgreich entwickelt werden. Weiterhin absolvierte sie Kurse für eine erfolgreiche Unternehmensleitung. Sie zeichnet sich besonders im Bereich Unternehmensführung und im Marketing aus.

Frau XXXd besitzt auf Grund ihrer betriebswirtschaftlichen Ausbildung und verschiedener Praktika in diesem Bereich, gute Kenntnisse in der Buchführung, Kosten und Leistungsrechnung, sowie im strategischen Einkauf. Durch ihre Vorbildung im BachelorStudium ist sie mit den logistischen Prozessen innerhalb und außerhalb des Unternehmens bestens vertraut und wird außerdem die Zuständigkeit für die Internetpräsenz, inklusive des Social-Media Auftrittes, übernehmen.

Das Team arbeitet eng zusammen. Es bespricht gemeinsam die einzelnen Ideen. Die Unternehmer haben immer ein offenes Ohr, wenn eine/r der Mitarbeiter/innen einen Verbesserungsvorschlag hat und ergänzen sich somit gegenseitig. Die Gründerinnen der Printasty GmbH sind überzeugt, dass eine erfolgreiche Unternehmensführung auf detaillierter Planung und intensiver Zusammenarbeit beruht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 Kompetenzen Gründerteam Quelle: Eigene Darstellung

3. Markteinschätzung

Welche Kunden werden angesprochen?

Das Leistungsangebot richtet sich vorerst an private Haushalte im Raum Köln.

Angesprochen werden moderne Kunden, die offen sind für Neues im Bereich der Lebensmittelbranche. Junge Erwachsene haben aufgrund steigender beruflicher Anforderungen wenig Zeit für hauswirtschaftliche Aktivitäten. Wie bereits eingangs erwähnt, werden aufgrund des schnelllebigen Alltags, vollwertige Mahlzeiten immer öfter gegen schnelle Snacks getauscht.

Weiterhin üben auch immer mehr junge Frauen Vollzeitjobs aus und treten als klassische Hausfrau in den Hintergrund. Ein Großteil der jüngeren Bevölkerung Deutschlands kann selbst einfache Gerichte nicht mehr selber zubereiten. Dementsprechend ist das Angebot eines Food-Druckers innerhalb dieser Kundenstruktur sehr vielversprechend.

Die Bevölkerungszunahme in Deutschland wird nach wirtschaftlichen Beobachtungen immer kleiner. Es gibt zunehmend kinderlose Wohngemeinschaften und Single-Haushalte (siehe hierzu Abbildung 5). Dabei lohnt es sich als Single oft nicht ein großes, ausgewogenes Menü zu kochen.

Weiterhin sind auch Kunden angesprochen, die schlichtweg keine Lust und keinen Spaß am Kochen haben.

[...]


1 Vgl. o.V. DPA Presseagentur (2013), abgerufen am: 02.06.2013.

2 Ebenda.

3 Vgl. Nestlé Studie 2011: So is(s)t Deutschland. Ein Spiegel der Gesellschaft. Frankfurt/Main 2011, S. 32.

4 Vgl. Ebenda.

5 Vgl. Andreas Braun (2012), abgerufen am: 02.06.2013.

6 Vgl. Nestlé Studie 2011: So is(s)t Deutschland. Ein Spiegel der Gesellschaft. Frankfurt/Main 2011, S. 33.

7 Vgl. o.V. Stern online (2011), abgerufen am: 02.06.2013.

8 Vgl. Marte Diewitz, GTAI (2013), abgerufen am: 02.06.2013.

9 Vgl. o.V. Hollandeinkauf.de (20139;, abgerufen am 11.06.2013.

10 Vgl. o.V. BBC (2010), abgerufen am: 15.05.2013.

11 Vgl. Sascha Karberg, Spiegel online (2013), abgerufen am: 02.06.2013.

12 Vgl. o.V. 3Druck.com (2012), abgerufen am: 15.05.2013.

Details

Seiten
41
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656508564
ISBN (Buch)
9783656509714
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v233654
Institution / Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln
Note
1,0
Schlagworte
3D-Druck Food-Druck Businessplan Food-Printer Essen drucken

Autoren

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Titel: Printasty GmbH: Businessplan für einen 3D-Food-Drucker