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Lehrererzählung zum Regenwurm und Bärlauch

Projektarbeit 2003 14 Seiten

Biologie - Allgemeines, Grundlagen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Lehrererzählung: Der Bärlauch

Schülerarbeitsblatt zum Bärlauch

Lösungsblatt zum Bärlauch

Lehrerinformation: Der Bärlauch

Lehrererzählung: Der Regenwurm

Schülerarbeitsblatt zum Regenwurm

Lösungsblatt zum Regenwurm

Lehrerinformation: Der Regenwurm

Literatur

Lehrererzählung: Der Bärlauch

Im Frühjahr, so ab April bis in den Juni hinein, kann man in den Wäldern manchmal einen Geruch wahrnehmen, den ihr sicherlich auch kennt. Eigentlich ist es mehr ein Gestank! Er erinnert an ein Gewürz, dass eure Mütter bestimmt schon einmal zum Kochen verwendet haben: Knoblauch.

Wenn man also so durch den Laub- oder Mischwald, durch Parkanlagen oder am Bachufer spaziert, kann es einem schon mal passieren, dass man einen leichten knoblauchartigen Geruch wahrnimmt, den eine bestimmte Pflanze verbreitet: Sie heißt Bärlauch, kann bis zu einem halben Meter groß werden ( = 50cm) und hat schneeweiße Blüten. Wenn ihr die meist 2 Blätter der Pflanze mit dem blattlosen Stängel pflückt und zerreibt, könnt ihr den knoblauchartigen Geruch noch intensiver riechen. Durch das Zerreiben setzt die Pflanze ein Öl frei, das so riecht. Bärlauch ist sehr gesund! Mit den frischen Blättern oder der Zwiebel- die übrigens viel kleiner ist, als die vom Knoblauch- kann man verschiedene Gerichte würzen. Man verwendete die Pflanze früher und auch heute noch manchmal als altes Hausmittel wie den Knoblauch. Essen kannst du ihn zum Beispiel, wenn du dir eine Scheibe Brot abscheidest, sie mit etwas frischer Butter bestreichst und darauf ein bis zwei der großen Bärlauchblätter legst.

Die Bärlauchpflanze kommt in ganz Europa und in Nordasien vor und wird sehr gerne von den Menschen gesammelt. Allerdings muss man hierbei stark aufpassen, damit man die Pflanze nicht verwechselt. Sie sieht zum Beispiel dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen etwas ähnlich, wobei diese beiden Pflanzen nicht so einen knoblauchartigen Geruch versprühen wie der Bärlauch.

Schülerarbeitsblatt zum Bärlauch

Die Bärlauch- Pflanze kommt häufig in _____________- und________________________ vor.

Sie kann bis zu_____________cm groß werden.

Ihre Blütenfarbe ist________________________.

Die insgesamt ___________ Blätter sind geformt wie die Blätter des__________________________.

Wenn man die Blätter___________________, kann man einen Geruch wahrnehmen, der an _____________________erinnert.

Von ________bis__________kann man den Geruch von Bärlauch wahrnehmen.

Die Pflanze wird als altes________________________genutzt.

Die Bärlauchpflanze kann man durchaus_____________. Dazu werden die Blätter einfach auf ein Stück Brot gelegt.

Setze ein:

Knoblauch---schneeweiß---Laub---Hausmikttel---zerreibt---Mischwäldern---50---essen---2---Maiglöckchens---April---Juni

Lösungsblatt zum Bärlauch

Die Bärlauch- Pflanze kommt häufig in _____________- und________________________ vor.

Sie kann bis zu_____________cm groß werden.

Ihre Blütenfarbe ist________________________.

Die insgesamt ___________ Blätter sind geformt wie die Blätter des__________________________.

Wenn man die Blätter___________________, kann man einen Geruch wahrnehmen, der an _____________________erinnert.

Von ________bis__________kann man den Geruch von Bärlauch wahrnehmen.

Die Pflanze wird als altes________________________genutzt.

Die Bärlauchpflanze kann man durchaus_____________. Dazu werden die Blätter einfach auf ein Stück Brot gelegt

Lehrerinformation

Bärlauch, Allium ursinum

Familie der Lauchgewächse, Alliaceae

Man findet dieses Gewächs sowohl in Laub- und Mischwäldern, Auwäldern, als auch in Gebüschen, Parkanlagen und an Bachufern. Die Pflanze liebt basen- und stickstoffsalzreichen und mullreichen Boden.

Der Bärlauch besitzt schneeweiße Blüten- die einen Durchmesser von 1,2- 2 cm haben- und im Durchschnitt 2 Grundblätter, die mäiglöckchenförmig sind. Der Stängel ist blattlos.

Die Blütezeit ist von April bis Juni. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 15-50 cm.

Der Bärlauch oder auch Waldknoblauch genannt, kommt in ganz Europa und Nordasien vor. Die frische Pflanze und Zwiebel werden wie der Knoblauch als Gewürz verwendet.

Die verwendeten Pflanzenteile sind die jungen Blätter, am besten frisch. Die Zwiebel ist wesentlich kleiner als beim Knoblauch und wird nur selten verwendet.

Der Geruch und der Geschmack sind dem Knoblauch zwar sehr ähnlich, dennoch aber schwächer und erinnern an Schnittlauch.

Die beste Qualität der Blätter ist zum Zeitpunkt, bevor die Blüte beginnt. Die Blätter kann man als Wildgemüse und als Gewürz gleichermaßen verwenden. Durch die ätherischen Öle und die Wirkstoffe ist der Bärlauch sehr gesund.

Ähnlich wie beim Knoblauch findet man auch beim Bärlauch eine große Anzahl verschiedener Schwefelverbindungen im ätherischen Öl: Divinylsulfid, Dimethylthiosulfonat, Methylcycteinsulfoxid und dessen Abbauprodukte Methylallylthiosulfonat und Methanthiol.

Da sich die Bärlauchpflanze aber nicht kultivieren lässt, hat sie nur regionale Bedeutung. Wenn man die Blätter im Frühjahr sammelt, kann man sie roh für Käseaufstriche, Saucen und Suppen verwenden. Da die Blätter einen großen Teil ihres Aromas verlieren, wenn man sie trocknet, sollte man eine größere Menge verwenden. Allerdings lassen sich die Pflanzenteile gut einfrieren oder als Pesto konservieren.

Die Bekanntheit der Pflanze ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Viele Liebhaber versuchten daher, die Pflanze selbst im Wald zu sammeln und verwechselten sie nicht selten mitähnlich aussehenden Pflanzen wie dem Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen. Beiden fehlt aber u.a. der Knoblauchgeruch, rufen aber Vergiftungen hervor.

Lehrererzählung: Der Regenwurm

Die Regenwürmer sind richtige Grabmeister. Sie graben unterirdische Gänge in der Erde. Somit wird sie gut belüftet und gelockert. Die kleinen bräunlichen Würmer fressen gerne Laub und andere abgestorbene Pflanzenteile. Das, was der Regenwurm aufnimmt, scheidet er später als wieder aus. Sein Kot ist sehr nützlich, da er der Erde bestimmte Stoffe zuführt, die die Pflanzen später sehr gut verwenden können und auch brauchen.

Den ganzen Tag ist er damit beschäftigt, sich in der Erde von unten nach oben oder umgekehrt zu graben. Hat er zum Beispiel ein Blatt gefunden, das er gerne fressen möchte, so rollt er es zu einer Tüte zusammen, nimmt es mit unter die Erde und frisst es dort auf. Wenn er gefressen hat, gräbt er sich wieder nach oben, um für Nachschub zu sorgen. Dabei hinterlässt er den Wurmhumus- so nennt man seine Ausscheidungen auch.

Der Regenwurm wird aber auch selbst gefressen: Zum Beispiel von Vögeln und Maulwürfen, aber auch Insekten knabbern sehr gerne an ihm rum. Dabei musst du wissen, dass es ihm nichts ausmacht, wenn ihm nur das Hinterteil abgepickt wird. Das wächst ihm nämlich wieder nach! Toll, nicht?

Und da wir schon einmal bei seinen Körperteilen sind, kann ich euch auch noch erzählen, dass der Wurmkörper auf der Oberfläche aus bis zu 200 kleinen Abschnitten besteht, die wir als kleine Ringelung sehen. Die größten Arten der Regenwürmer können bis zu 30cm groß werden. Die Haut ist unterschiedlich gefärbt (von rotbraun über schwarz, grünlich bis zu weinrot) aber immer glatt. Sie besitzen aber alle eine Schleimschicht um ihren Körper herum, der sie davor schützt, auszutrocknen. Außerdem ist sie ein gutes Gleitmittel beim Kriechen.

Unter der Haut hat der Regenwurm viele Muskeln. Diese sind entweder wie ein Ring geformt oder verlaufen längs durch den Körper. Wenn er sie dann anspannt, kann er sich gut fortbewegen.

Als Wurm besitzt er außerdem keine Lungen oder Kiemen wie die Fische, sondern er kann über die Hautoberfläche atmen.

Sie haben auch keine Augen, Ohren oder eine Nase wie wir Menschen. Dafür können sie aber über ihre Haut Dinge wie zum Beispiel Pflanzenteile- also Nahrung usw.- sehr gut ertasten und spüren. Bodenerschütterungen, die durch einen nahenden Feind verursacht werden, können sie somit auch sehr gut wahrnehmen und dann rechtzeitig flüchten.

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Details

Seiten
14
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783656498278
ISBN (Buch)
9783656499497
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v233273
Institution / Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen – Institut der Biologie
Note
Schlagworte
lehrererzählung regenwurm bärlauch

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Titel: Lehrererzählung zum Regenwurm und Bärlauch