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Ideologie und Propaganda in zwei Bänden: Adolf Hitlers „Mein Kampf“

Fachbuch 2013 103 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg

Leseprobe

Inhalt

Hitlers „Mein Kampf“ Weltanschauung - ein Kampf um die Wirklichkeit
Entfaltung, Kommentar und Kritik zu den Thesen
Textanalyse
Hitlers Parlamentarismuskritik
Das Führerprinzip in der NSDAP und im Staate
Literaturverzeichnis

Hitlers ideologische Ansätze in "Mein Kampf" und seinem "Zweiten Buch"
Einleitung:
Die Entstehungsgeschichte von „Mein Kampf“ und Hitlers zweitem Buch
Hitlers Weltanschauung und Ideologie
Hitlers Ideologie
Schluss
Literaturverzeichnis

Rhetorik und Feindbildkonstituierung in Hitlers "Mein Kampf"
Einleitung
Sprache in „Mein Kampf“
Die Bedeutung der Rhetorik für Adolf Hitler
Fazit
Literaturverzeichnis

Aspekte der Hitler-Figur in George Taboris 'Mein Kampf'
Die Besonderheiten und Schwierigkeiten der Darstellung Hitlers in Literatur und Film
Aspekte der Hitler-Figur in George Taboris „Mein Kampf“
Zwischen Einheit und Vielheit: Versuch über Intentionen von Taboris verzerrter Komik der Montage von Zitaten, Bezügen und Verweisen
Literatur

Hitlers „Mein Kampf“ Weltanschauung-ein Kampf um die Wirklichkeit Von Eike-Christian Kersten, 2007

Entfaltung, Kommentar und Kritik zu den Thesen

Der Begriff der Weltanschauung

Auf jeden Menschen strömen täglich immer neue Erlebnisse und Erfahrungen ein, er interagiert mit der Welt, in der er sich befindet, er ist Teil einer Stadt, eines Landes, er steht im Austausch mit den Menschen, denen er begegnet. Er steht in einem Zusammenhang, der ihn selbst, alle anderen Menschen und alles, was ihn umgibt, umfasst. Für sich selbst muss er immer wieder neu seine Position bestimmen, das Verhältnis seiner Person als physikalisches Wesen wie auch als denkendes Individuum zu allem und allen anderen. Hierbei kann er versuchen, allgemeingültige Aussagen zu treffen, er kann sich bemühen, Objektivität walten zu lassen, dennoch wird es ihm nicht gelingen, aus der ihm eigenen Subjektivität auszubrechen. Diese angestrebte Allgemeingültigkeit ist es, die ihm allein Sicherheit geben kann, ihm helfen kann, ein Bewusstsein für sich selbst, für das ihm eigene, ein Selbst-Bewusstsein zu entwickeln.

Jede Weltanschauung behauptet eine Wahrheit, die diese Sicherheit zu bieten vermag, indem sie den einzelnen und seine Erlebnisse, seine Erfahrungen, sein Streben, Hoffen und Leiden in einen allgemeinen Regelzusammenhang einordnet. In einer großen Gedankenleistung wird die Welt geordnet, wird Sinn gestiftet. Sinn auf solche Weise, dass die Vielzahl des Vorfindlichen in eine eindeutige gedankliche Ordnung gebracht wird. Diese behauptete Wahrheit enthebt die Weltanschauung jeder Nachfrage und kann alles Subjektive in ihr vereinen.

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland bestimmt in Artikel 4,I: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“[1] Somit ist jeder frei, sich selbst der Wahrheit, der Weltanschauung hinzugeben, von der er sich die größte Sicherheit erhofft, die ihm das größte Ausmaß an Sinnstiftung zu bieten scheint. Aber auch die Weltanschauung – jede Weltanschauung – ihrerseits kann sich auf Art. 4,I GG berufen, denn hier zeigt das Grundgesetz auf, was das Eigentliche der menschlichen Selbstentfaltung sei. Das subjektive Streben nach Selbsterkenntnis, der Wunsch nach Aufgehobensein in einer alles umfassenden gedanklichen Ordnung, darf keinem Menschen verwehrt werden. Und so ist es auch für jeden jungen Menschen von Bedeutung, für sich selbst eine Weltanschauung zu finden (und sei es auch, dass diese darin bestehe, dass er glaubt, keine zu benötigen), wie auch Adolf Hitler sich in seiner Zeit in Wien „ein Weltbild und eine Weltanschauung [bildete], die zum granitenen Fundament“[2] seines Handelns wurden.

Der Nationalsozialismus als Weltanschauung

„Als Religion bezeichnet man eine Vielzahl ganz unterschiedlicher kultureller Phänomene, die menschliches Verhalten, Denkweisen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen. Religiöse Sinngebungssysteme gehen über naturalistische Welterklärungen hinaus, indem sie sinnlichen Erfahrungen transzendente oder aber auch immanente Ursachen zuschreiben.“[3]

In der Vergangenheit und bis heute griffen und greifen die Menschen auf die Religion zurück. Sie schreiben sinnliche Erfahrungen, also das, was an Eindrücken auf sie ein strömt, dass sie subjektiv erleben, erleiden und wahrnehmen, transzendentale Ursachen zu. Die früher in vielen und heute in wenigen Fällen maßgebliche Ursache ist, dass kein anderes befriedigendes Erklärungsmuster zur Verfügung steht; dies galt früher bereits für Wetterphänomene wie Gewitter, heute gilt es immer noch für Fragen nach dem Sinn des Lebens oder nach dem Leben nach dem Tod. Religion bietet jedoch auch sittliche Normen und Werte an, denen der Einzelne sich aus Gründen der intellektuellen Zustimmung, wegen eines (latent ausgeübten) Gruppendrucks oder auch einfach aus Gewohnheit fügen kann. Religionen setzen dem Menschen Ziele und geben Wege vor, wie diese zu erreichen sind, und benennen andere Wege, die nicht zu beschreiten sind. So bietet Religion allumfassende Führung und Halt für den Menschen, der sich ihr anvertraut, sei es aus freiem Entschluss, Gewöhnung oder anderen Gründen.

Das meiste des Gesagten lässt sich problemlos auf Weltanschauungen übertragen, einzig ist deren Orientierung weniger auf das transzendente und mehr auf das irdische und weltliche gerichtet.

Hitler wendet sich heftig gegen die Ausnutzung der Religion für politische Zwecke, allerdings wohl hauptsächlich zum Zwecke der Agitation gegen die „sogenannte christliche Partei“.[4] In der Folge dieses Ausnutzens der Religion für politische Zwecke, nämlich dem Schaden für die Kirche, der Lockerung des religiösen Lebens und der Erosion der „überlieferten Grundlagen von Sitte und Moral“,[5] sieht er eine Gefahr für den Volkskörper in der Stunde der besonderen Belastung.

Der praktische Bestand eines religiösen Glaubens sei auf dieser Welt von Menschen nicht denkbar ohne die dogmatischen Grundlagen, „gerade aber für die Masse ist der Glaube häufig die einzige Grundlage einer sittlichen Weltanschauung überhaupt.“[6]

Religiöse Dogmen, oder im Staat die Staatsgrundgesetze, geben der schwankenden und unendlich auslegbaren, rein geistigen Idee erst eine Form. In der Parallelisierung zeigt Hitler, wie stark Religion wie auch Staat in ihrem Bestand von ihren unverrückbaren Grundsätzen abhängig sind. Will man nicht die Gefahr der Anarchie oder des wertlosen religiösen Nihilismus wagen, so muss man etwas Gleichwertiges als Ersatz bieten, eine neue Weltanschauung: Den Nationalsozialismus. Er kann den der Religion entfremdeten Menschen neuen Halt bieten und (dadurch) gleichzeitig dem Staat im Sinne des Nationalsozialismus dienlich sein.

Dass sich der Nationalsozialismus als eigene Weltanschauung begreift und auch so begriffen wurde, und in seinen theoretischen Ansätzen und Überzeugungen, in seiner Behauptung von Wahrheiten den Kriterien von Weltanschauung genügt, kann nicht zu seiner Entschuldigung dienen. Keine Weltanschauung darf sich anmaßen, menschenverachtende Maßnahmen, Massenmord und Kriegsentfesselung legitimieren zu können mit einem höheren Wohl oder Zweck. Auch von einer Kompromittierung des Prinzips Religion kann nicht gesprochen werden. Religionen oder Weltanschauungen sollen dem einzelnen Stütze und Halt geben, sollen von ihm ganz und rückhaltlos bejaht werden können, eben gerade weil „die breite Masse eines Volkes [...] nicht aus Philosophen“[7] besteht. Wenn nun eine Weltanschauung planmäßig geschaffen wird mit manipulativer Absicht, wenn sie deshalb moralischen und sittlichen Grundsätzen nicht genügen kann, die sie enthielte, hätte sie sich wie die alten Religionen im Jahrtausende währenden gesellschaftlich-sozialen Miteinander entwickelt, so kann aus einem isolierten Einzelfall kein Vorwurf an alle anderen Weltanschauungen und Religionen abgeleitet werden.

Kampf, Rasse und Natur

In der Logik des Nationalsozialismus konnte sich die arische Rasse nur in einem ständigen Kampf zu ihrer Höhe aufschwingen. Als ehernes Grundgesetz zeigt sich hier der Lebenswille der Natur, der sich darin äußert, dass sich jedes Tier nur mit einem Genossen der gleichen Art paart, es sei denn außergewöhnliche Umstände ändern dies. Dies führt allerdings zu „Protest“ der Natur wie Einschränkung der weiteren Fruchtbarkeit und abnehmender „Widerstandsfähigkeit gegen Krankheit oder feindliche Angriffe“. Das arithmetische Mittel der Erbanlagen der Eltern zeigt sich in der Nachkommenschaft, und das Junge wird daher drastisch niedriger stehen als der rassisch höhere Teil der Eltern. Dem Willen der Natur zur Höherzüchtung des Lebens überhaupt entspricht der restlose Sieg des rassisch Höherwertigen.[8] „Der Stärkere hat zu herrschen und sich nicht mit dem Schwächeren zu verschmelzen, um so die eigene Größe zu opfern.“[9] Stärke gibt Recht, und nur der Schwache kann sich dagegen auflehnen. Das der Natur angemessenes Verhalten ist der ständige Kampf um die Artreinhaltung. Die Beziehungen unter den Menschen werden durch Stärke gestaltet, nur derjenige, der sich durchsetzen weiß, kann recht haben und hat recht. Die Frage der Gerechtigkeit stellt sich nicht. Dies entspricht der Logik des Kampfes, in dem nur einer siegen kann und dem entsprechend das Recht zufällt. Der Sieg der arischen Rasse gab ihr zugleich den Auftrag, sich selbst reinzuhalten, um weitere menschliche Aufwärtsentwicklung möglich zu machen, und umgekehrt jegliche Vermischung der Rassen zu verhindern, um nicht den eigenen Abstieg zu befördern. Der Logik des Kampfes entspricht es auch, dass ein Ende nie erreicht ist, das gesamte Dasein jedes Angehörigen der hoch stehenden Rasse ist ein ständiger Kampf gegen die Unterlegenen und gegen den eigenen Abstieg.

Ständiger Kampf

Die eben bereits angedeutete Notwendigkeit eines ständigen Kampfes versetzt den Menschen in einen Zustand permanenter Anspannung, er muss fanatisch, rücksichtslos und unerbittlich sein, da jeder Moment der Schwäche dem Feinde zu neuer Stärke verhelfen könnte. Im Begriff des Fanatismus zeigt sich der allumfassende Anspruch des Kampfes, das fanum, das Heilige wird ausgedehnt auf alle Lebensbereiche, jeder Unterschied eingeebnet. Erst diese fanatische Weltanschauung sichert Stabilität.

Der Arier ist nicht nur berufen, andere Völker zu unterwerfen, sie auch durch Unterdrückung und Ausbeutung zu entwickeln, die in ihnen schlummernden Fähigkeiten zu wecken und sie so zur Blüte zu führen. Wie Prometheus der Menschheit das Feuer brachte, so bringt der Arier anderen Völkern die Kultur. Die zweite Herausforderung ist es, nicht den Verlockungen der Blutschande, der Vermischung der Rassen, zu folgen, da dies unweigerlich den Niedergang der Kultur nach sich ziehen würde und das eigene Dasein beendete.[10] Bei diesem ständigen Kampf, auch gegen eigene Anfechtungen, wird der Mensch unterstützt durch die Wahrheit, die die nationalsozialistische Weltanschauung ihm bietet. Sie stützt seine innere Einstellung, die notwendig ist zur Aufrechterhaltung des ständigen Kampfes und des Willens zu diesem. Die einzigen Kriterien des Handelns sind Sieg und Erfolg; Zähigkeit, Ausdauer und Härte sind die gewünschten Tugenden. Hier definiert sich der Mensch nicht als Ästhet, „weiche“ Tugenden zählen nichts. Mitgefühl oder Ethik können beim ständigen Kampf nur hinderlich sein, sie würden den Blick vom Wesentlichen, nämlich dem Siege, ablenken und die Kampfkraft schwächen. Menschliche Regungen wie Nachsicht würden zur Einbruchstelle des Gegners, deshalb ist die völlige Überzeugung ihres Kämpfers notwendig, es bedarf einer festen geistigen Grundlage und eines apodiktischen, also entschiedenen Glaubens.

Kampf ist Angriff, nicht Abwehr, im Vordergrund steht die eigene Aktivität, der Mensch hat ständig ein Ziel vor Augen. Am Ende des Handelns steht ein deutlicher Abschluss, nämlich der eigene Sieg.[11] Die Gewalt muss beharrlich ausgeübt werden, um wirksam zu sein; dabei wird die rohe Gewalt von der geistigen Idee im Hintergrund unterstützt.[12] Nur die arische Rasse kann das Überleben der Menschheit als Ganzes sichern, der Aufrechterhaltung ihrer rassischen Höherwertigkeit hat sich alles andere unterzuordnen, der Mensch darf sich nicht menschlich zeigen, um nicht Gefahr zu laufen, den Sieg zu verspielen. „Höchster Zweck des Daseins der Menschen ist [...] die Bewahrung ihrer Art.“[13]

Theorie der Politik

Der Mensch muss die Welt begreifen und in sie handelnd eingreifen. Dieses Handeln will die gemeinsame Welt sichern, „Mein Kampf“ zeigt das Problem, aber auch die Handlungsfelder gemeinsamen Lebens. Das vordringlichste Thema ist die Rasse und ihr Überleben.

Politik, wie Hitler sie versteht, ist Handeln, Handeln ist Versuch des Wirksamwerdens, das Einwirken auf die widerständige Wirklichkeit. Von zwei Arten des Handelns sieht Hitler sich dem ersten Typ entsprechen. Hier folgt dieses Widerständige eigenen Regeln und Gesetzen. Das Ziel ist, es zu überwinden, zu beherrschen und dem eigenen Wollen zu unterwerfen. Dazu bedarf es zunächst einer Erkenntnis der Regelzusammenhänge. Die Techniken der Beherrschung können verschiedene sein, ihre Verfügungsmittel sind Gewalt, Propaganda, aber auch verfeinerte Instrumente wie Parteiprogramme. In diesem Typ des Handelns sieht Hitler sich als Herr, als Werkmeister, als Demiurg (Weltenschöpfer), der gottähnlich wirkt ohne sich selbst zu verändern.

Der Glaube, die Welt, die Weltanschauung sind für Hitler nur ein beherrschbarer Stoff, da er die Regeln und Gesetzmäßigkeiten kennt. Er kann den Regeln zusammenhängend zu ihrer Wirksamkeit verhelfen und vollzieht nur das, was in den Gesetzen der Welt bereits angelegt ist. In diesem Verständnis ist sein eigenes Wirken nur demutvoller Dienstakt in Unterordnung unter die Wahrheit. Der Werkmeister ist der Diener der Wahrheit.

Eine wie auch immer geartete Ethik ist kein Hinderungsgrund in seinem Handeln, das einzige Kriterium ist der Erfolg. Das Gleiche gilt für Rücksichtnahme auf andere. Allerdings besitzt Hitler die an der Wirklichkeit geschärfte Erkenntnis, dass kein Gedanke sich vollständig in die Praxis umsetzen lassen kann, da die Wirklichkeit nicht so ist. Denn es bleibt, mit Bismarck gesprochen, „die Politik eine Kunst des Möglichen.“[14] Dies versteht Hitler allerdings so, dass „zur Erreichung eines bestimmten politischen Zieles alle Möglichkeiten zu verwenden bzw. nach allen Möglichkeiten zu verfahren“[15] sei.

Als Theoretiker der Politik gibt Hitler Auskunft über politicy, politics und polity. Ersteres, Handlungsfeld und Inhalt der Politik, beinhaltet für ihn neben der Rassenpolitik die Zerstörung des vorhandenen Systems und den Aufbau eines neuen. Politics, das Verfahrensweisen und Prozesse abdeckt, versteht er als gegenständliches Handeln, es umfasst für ihn den Kampf vermittels der Rede, der Propaganda, der Gewalt. Die Argumentation ist kein probates Mittel. Jeder entgegenstehende Wille muss gebrochen werden, und die Organisation geschaffen. Der letzte Punkt, der Ordnungsrahmen mit Institutionen und Normen sowie die Legitimation beider, wird durch den Staat mit seinem Führer ausgefüllt. Der Staat ist allerdings kein Selbstzweck, er spielt eine Rolle in der Rassentheorie: Der Staat ist das Gefäß, und die Rasse ist der Inhalt. „Dieses Gefäß hat nur dann einen Sinn, wenn es den Inhalt zu erhalten und zu schützen vermag; im anderen Falle ist es wertlos.“[16] Innerhalb dieses Ordnungsrahmens realisiert sich die Volksgemeinschaft gemäß dem aristokratischen Prinzip der Natur, als Gemeinschaft von Führer und Gefolgschaft. Ein Parlament, das dem System der Mehrheiten gehorcht, kann diesem „aristokratischen Grundgedanken der Natur“ nur entgegengesetzt sein, da es sich zwischen Führer und Gefolgschaft drängt und den Führergedanken zerstört.[17]

Ins Politische hinein wird die völkische Weltanschauung entfaltet, dies ist legitimiert durch das Naturgesetz: Der Mensch muss sich höher entwickeln, die arische Rasse ist dominierend.

Nach außen hin, in einer Welt feindlicher Staaten, muss dieser Staat sich durch eine kluge Bündnispolitik Freiheit schaffen. Diese Bündnispolitik muss sich gegen die Alliierten des Ersten Weltkrieges richten, vor allem gegen Frankreich. Gegen diese muss die Freiheit des deutschen Volkes und die Souveränität des Reiches erkämpft werden. Zweck der Außenpolitik muss außerdem sein, das Volkstum zu fördern und Deutschland zu stärken. Sie ist einzig auf Nutzenmaximierung auszurichten und hat einen straffen Staatsegoismus an den Tag zu legen. Die Souveränität des Reiches beinhaltet auch die Freiheit des Schließens und Aufhebens von Bündnissen, unabhängig von Gefühlen wie Treue und Verpflichtung, nur am jeweiligen eigenen Wohl orientiert.[18] Die Bündnispolitik kann nur ein Helfer für Deutschland sein, es darf nicht zu gegenseitiger Verantwortlichkeit kommen, das mahnend-abschreckende Beispiel ist die „Nibelungentreue“ zu Österreich im Ersten Weltkrieg. Bereits in den Bereich konkreter Politik geht die Vorstellung, dass die Wiederherstellung des alten Staatsgebietes zweitrangig sei.[19]

Widerständige Wirklichkeit

Die widerständige Wirklichkeit ist zu formen, entgegenstehender Wille zu brechen. Von zwei Typen des Handelns und daher auch des Handelnden sieht Hitler sich dem ersten Typ entsprechen, wie er im vorangegangenen Kapitel geschildert wurde. Der zweite Typ gesteht dem Widerständigen wieder eigene Regeln und Gesetze zu, darüber hinausgehend jedoch auch ein eigenes, nicht verfügbares Willenszentrum, das der externen Verfügung entzogen ist. Der Wille gewinnt seine Wirklichkeit im Eingehen und Sich-einstellen auf die Umwelt, auf das ihm begegnende. Es handelt sich um einen Prozess auf Gegenseitigkeit, der nie an ein Ende gelangt. Handeln ist ein gegenseitiges Aufeinandereinwirken. In diesem Prozess der Interaktion ist der Handelnde der sich selbst Verändernde.

Diese Art des Handelnden widerspricht natürlich vollständig Hitlers Weltsicht. Sich selbst zu ändern, an sich selbst zu arbeiten, erscheint vollkommen widersinnig. Wer einmal im Besitz der Wahrheit ist, bedarf keiner Bearbeitung mehr, sondern kann ganz im Gegenteil Handeln als einseitige Verfügungsaktivität verstehen, die jene wieder brechen kann, darf und muss, weil es ihr an eigener Substanz mangelt.

Gewissheit

Die Gewissheit, gegen diese widerständige Wirklichkeit entsprechend vorgehen zu können, ergibt sich einfach aus der klaren Benennung eines Feindes und der Notwendigkeit, diesen zu bekämpfen. Dieser Kampf muss ein ständiger sein, auch aus ihm erfolgt die stetige und immer wieder erneute Selbstbestätigung. Ein Sich-Selbst-Hinterfragen, wie es wissenschaftlicher Usus ist, kann hier nur störend sein. Die Wissensbestände der Zeit sind nur die Steine für den Dom des Weltbildes Hitlers, der sich einzig die ihm passenden Argumente heraussucht. Eine Selbstprüfung ist nicht vorgesehen. Die Wissenschaft ist charakterisiert durch eine Ansammlung offener Fragen, was zu großer Verunsicherung führen muss. Fragen zu stellen ist jedoch destruktiv und kulturzerstörend.[20] Die Erkenntnis ist nicht das Ergebnis des Hinterfragens, sondern des Instinktes. Dieser ist in der Rasse angelegt, das Richtige wird erahnt. Individuelle Vernunft und intellektuelle Autonomie sind nicht gefragt, sondern werden im Gegenteil abgelehnt. Denken ist nun Ausdrucksform blutmäßiger Artgleichheit, Artgleichheit zwischen Führer und Gefolgschaft. Durch diese erst kommt die gegenseitige Treue zustande, auf ihr beruht der untrügliche Kontakt zwischen Führer und Gefolgschaft. Aus dieser Prämisse der Artgleichheit entspringt neben dem Misstrauen gegen Nicht-Artgleiche auch das Misstrauen gegen jedes vernünftige Urteil. Die Kriterien der Vernunft sind verschoben ins Fühlen und Ahnen, die Wissenschaft mit Kritik, Denken, Vernunft hat ausgedient und ist verraten. Der Wissenschaft wurde vorgeworfen, sie könne nicht Normen und Legitimation begründen, deshalb ein Abgleiten ins Glaubensmäßige. Carl Schmitt versuchte dieses Vakuum zu füllen, die neue Deutsche Wissenschaft zeichnete sich aus durch einen Verzicht auf Denken und autonome Vernunft.

Dass die Weltanschauung Nationalsozialismus letztlich gescheitert ist, mag in einer grundlegenden Fehlkonzeption bedingt sein. Vielleicht liegt es aber auch, ähnlich wie beim Sozialismus 45 Jahre später, daran, dass zu schnell zu viel gewollt wurde, dass im allgemeinen Größenwahn die Kräfte des einzelnen und der Masse überschätzt wurden, und dass in der Umsetzung, die durch Menschen geschehen muss, diese sich nicht nur von den (hehren?) Zielen der Weltanschauung, sondern auch von ihren nur allzu menschlichen Egoismen, Schwächen und Fehlern leiten ließen.

Antizipierter Kampf

Die Weltanschauung des Nationalsozialismus ist in „Mein Kampf“ breit dargelegt, in der Umsetzung hieß dies Gleichschaltung, Rassenpolitik, Ostfeldzug. Jeder, der das Buch gelesen und verstanden hatte, konnte und musste sich dieser Ziele bewusst sein.

Das muss allerdings nicht notwendig zur Kompromittierung all jener führen, die Lebensbewältigung und Weltanschauung unlösbar aneinander binden. Man kann ihnen jedoch vorwerfen, sich im Falle des Nationalsozialismus an die falsche Weltanschauung gebunden zu haben. Sei es, weil sie seine Ziele nicht verstanden hatten, und also von falschen Voraussetzungen ausgingen, oder weil sie einfach den Massen blind gefolgt waren, die sich in ihrer Begeisterung für das Ungewöhnliche und Neue dem Nationalsozialismus anschlossen wie die Kinder dem Rattenfänger mit der Flöte.

Entlastung kann der Nationalsozialismus dadurch nicht finden; eine Idee ist nicht deswegen gut oder schlecht, weil sie vor ihre Umsetzung verstanden wurde oder nicht. Und was heißt denn Entlastung? Hat man den Nationalsozialismus verstanden und akzeptiert, so kann man sich gut in seinem Wertesystem einrichten, darf dann allerdings nicht die falsche Erwartung haben, die Werte anderer Systeme wie beispielsweise christliche Nächstenliebe oder Souveränität und Unantastbarkeit auch militärisch unterlegener Staaten weiterhin in Geltung zu finden. Einer Entlastung bedarf der Nationalsozialismus nur, wenn er mit den Maßstäben anderer Wertesysteme beurteilt werden soll, und diese Beurteilung kann dann unabhängig davon stattfinden, ob seine Anhänger ihn verstanden hatten oder nicht. Soll die Bewertung hingegen von Erfolg oder Misserfolg abhängig gemacht werden, so ist der Misserfolg nicht zu übersehen und daher nur unter Leugnung der Tatsachen abzustreiten. Mögliche Ursachen dieses Misserfolges wurden am Ende des vorigen Kapitels kurz in Betracht gezogen.

Einige Ziele, die in „Mein Kampf“ benannt wurden, fanden ihre Umsetzung während des Dritten Reiches und sind bis heute in Geltung, so die Verantwortlichkeit der Länder für kulturpolitische Belange[21] oder der Führergedanke insofern, als nicht mehr wie zu Weimarer Zeiten jeder einzelne Minister vom Wohlwollen des Parlamentes abhängig ist und seine Politik nach ihm ausrichten muss, sondern die Volksvertretung, will sie Einfluss auf die Zusammensetzung der Regierung nehmen, dieser als gesamter mit Ablösung drohen muss.[22]

Textanalyse

Erster Teil

Im ersten zu untersuchenden Abschnitt[23] legt Hitler dar, dass der Mensch nicht mit Ideen die Natur überwinden könne. Ein Handeln des Menschen gegen die Natur müsse zu seinem eigenen Untergang führen. Dabei bezieht er sich hauptsächlich auf die Idee des Pazifismus, die ihm grundsätzlich naturwidrig zu sein scheint. Der Mensch habe noch nie die Natur überwunden, sondern könne allenfalls ihm bisher unbekanntes entdecken. Dass der Mensch anderen Lebewesen überlegen ist, liege daran, dass er Wissen von Naturgesetzen erworben habe, das den anderen Lebewesen eben fehle.[24] Nur der „Erkenntnis und rücksichtslosen Anwendung eherner Naturgesetze“[25] verdanken die Menschen ihr höheres Dasein auf Erden. Diese seien vor allem das „Gesetz der Notwendigkeit und des Rechtes des Sieges des Besten und Stärkeren.“[26]

Die Vorstellung, mittels einer Idee „die Voraussetzungen zum Werden und Sein der Menschheit [zu] überwinden“,[27] müsse schon deswegen unsinnig sein, weil ohne diese Voraussetzungen keine Idee gedacht werden könne. Diese Aussage mag auf den ersten Blick als Zirkelschluss erscheinen, durch den Verweis auf das Sein wird dieser mögliche Vorwurf jedoch abgewehrt.

Am Beispiel der (naturwidrigen) Idee des Pazifismus-Humanismus zeigt er, dass ihre Anwendung entweder, im Falle einer niedrigstehenden Rasse, zu Barbarei und Chaos führen müsse; oder, im Falle der höchststehenden Rasse, diese zuvor die Welt in großem Umfang unterworfen und sich zum Herrn derselben gemacht haben müsste. Nun hätte diese Rasse zwar die Möglichkeit, die Ideen ohne schädliche Auswirkungen umzusetzen, allerdings werde ihre praktische Anwendung selten oder unmöglich. Ein weiterer, von Hitler nicht erwähnter Punkt ist, dass durch die vorangehende Unterwerfung der Welt die Einführung eines Pazifismus-Humanismus zumindest unglaubwürdig wäre.[28]

Wer sich anmaße, zu glauben, die Natur überwinden zu können, müsse untergehen. Vor allem wenn er die Rassengesetze missachte, verhindere er den Siegeszug der besten Rasse und müsse herabsinken auf das Niveau des Tieres.

Die Hauptpunkte, wie der Mensch gegen die Natur handeln könnte, sind also Ablehnung des Rechtes des Stärkeren, Missachtung der Rassengesetze und Bejahung des Pazifismus-Humanismus.

Zweiter Teil

Im zweiten zu untersuchenden Abschnitt[29] betont Hitler die einzigartige Fähigkeit des Menschen, vor allem der hochstehenden arischen Rasse, gegenüber allen anderen Lebewesen, sich selbst aufzuopfern zum Wohle der Gemeinschaft, also wahren Idealismus zu zeigen. Während bei Tieren und bei rassisch niedrigstehenden Menschen diese Fähigkeit überhaupt nicht ausgeprägt sei oder sich allenfalls auf ein Paar und seine Jungen oder die Familie beschränke, so sei beim Arier dieser Aufopferungswille nicht nur zum Einsatz der persönlichen Arbeit, sondern auch des eigenen Lebens für andere am stärksten ausgebildet.[30] Den Lohn dafür erhalte er über den Umweg des Anteils am Wohlergehen der Allgemeinheit. „Das Interesse des eigenen Ichs zugunsten der Erhaltung der Gemeinschaft zurücktreten [... zu lassen, sei] die erste Voraussetzung für jede wahrhaft menschliche Kultur.“[31] Dies habe so weit zu gehen, dass es auch zu akzeptieren sei, wenn der Lohn erst zukünftigen Generationen zufallen, und der tiefere Sinn seines Handelns dem Menschen immer verborgen bleiben sollte. Hier befindet sich Hitler in auffallender Parallelität zur christlichen Lehre, die für ein duldsames Ertragen irdischen Elends himmlische Glückseligkeit nach dem Tode in Aussicht stellt.

Der Intellekt allein, die blendendsten Fähigkeiten des Geistes, seien ohne die ideale Gesinnung nur „äußerer Schein ohne inneren Wert, jedoch niemals schöpferische Kraft.“[32] Organisatorische Formen können nicht aus reinem Intellekt gebildet werden, sondern nur durch die idealistische Unterordnung des einzelnen unter die Gesamtheit, Unterordnung der Interessen und des Lebens bis zur Selbstaufopferung. Diese Bildung organisatorischer Formen entspreche dem Wollen der Natur. Wahrer Idealismus führe „die Menschen zur freiwilligen Anerkennung des Vorrechtes der Kraft und der Stärke“.[33]

Auf den Pazifismus zurückkommend wird dieser als instinktiv abzulehnend und feige egoistisch charakterisiert, der Egoismus sei der Feind des Aufstieges des Menschen.

Der rassisch hochstehende Mensch habe also als einziges Lebewesen die Fähigkeit zu idealem, aufopferungsvollem Handeln zugunsten der Gemeinschaft, und erst diese Fähigkeit sei die Voraussetzung zur Bildung organisatorischer Formen, wie es dem Wollen der Natur entspreche. Pazifismus und Egoismus laufen dem Aufstieg des Menschen und somit der Bildung und Erhaltung der höherstehenden Rasse zuwider.

Prüfung

Auf den ersten Blick scheinen die beiden hier kurz vorgestellten Teile wenig miteinander zu tun zu haben. Die natürlichen Rassengesetze kommen nur im ersten Teil zur Sprache, ebenso der Humanismus, und einzig im zweiten Teil finden sich Ausführungen zum Egoismus und zur Gemeinschaft. Doch bereits im Egoismus findet sich eine Gemeinsamkeit der beiden Teile; denn dadurch, dass dem abzulehnenden Pazifismus Egoismus unterstellt wird, ist eine Verbindung gegeben. Was aber ist der im zweiten Teil abgelehnte Egoismus anderes als das im ersten Teil beschworene Recht des Stärkeren? Eine Lösung dieses scheinbaren immanenten Widerspruchs ergibt sich, wenn man unterscheidet, gegen wen sich Egoismus und Recht des Stärkeren wenden sollen und dürfen: Nämlich nur gegen Lebewesen, deren Herr der Mensch ist, und gegen niedere Rassen. Gegen die rassisch gleichwertige, hochstehende arische Gemeinschaft hingegen ist, wie im zweiten Teil betont, ideal und aufopferungsvoll zu handeln, um so dem Willen und Wollen organisatorische Formen bilden zu können. Innerhalb der eigenen Gemeinschaft liefe der Egoismus den Zielen des menschlichen Daseins, nämlich der Bildung und Erhaltung der höherstehenden Rasse, zuwider.

So betrachtet, ist der Arier keineswegs derjenige, der danach trachtet, die Natur mit Ideen zu überwinden. Im Gegensatz erfüllt er sowohl im egoistischen, Stärke zeigenden Handeln gegen niedrigere Rassen und Arten als auch in der idealen Aufopferung für die eigene Gemeinschaft den Willen und das Wollen der Natur.

Hitlers Parlamentarismuskritik

Hitler widmet seiner Kritik des Parlamentarismus in „Mein Kampf“ einen nicht geringen Raum und hebt an mit dem freimütigen Bekenntnis, er habe „schon von jeher das Parlament gehaßt“.[34] Die zeitliche Bestimmung bezieht sich darauf, dass er seine ersten Erfahrungen mit dem Parlamentarismus bereits zu Habsburger Zeiten in Wien gemacht habe und nicht in Berlin. Die praktische Anschauung dort habe ihn trotz seiner Bewunderung, ausgelöst durch die vorteilhafte Schilderung der Parlamentsarbeit des englischen Unterhauses in der Wiener Presse, eines Besseren belehrt.[35] Doch nicht nur der dort beobachtete, teils turbulente, teils langweilige, in Wien sogar mehrsprachige praktische Parlamentsalltag, sondern auch theoretische Erwägungen lassen ihn den Parlamentarismus ablehnen.

Verantwortung

So ist es zunächst die Verantwortungslosigkeit, die dem Parlamentarismus zum Vorwurf gemacht wird, das Fehlen der Verantwortlichkeit einer einzelnen Person: Abgestimmt wird mit Mehrheit, in der der einzelne aufgeht. Mehrheiten können sich ändern, so dass hinter der jeweiligen Mehrheit gar nicht immer dieselben Personen stehen; Koalitionen können sich ändern, das Parlament sich auflösen.[36] Der Vorwurf, der hier dem einzelnen Parlamentarier gemacht wird, trifft auch die Regierungsverantwortlichen, da auch diese zur Durchsetzung ihrer Politik auf Mehrheiten angewiesen seien, die sie sich zunächst mit manchmal fragwürdig scheinenden Mitteln verschaffen müssen, hinter denen sie sich aber auch gegebenenfalls beim Scheitern der nun durchgesetzten Politik verstecken können. Dies macht Hitler ihnen als „Feigheit“ zum Vorwurf. Nur in Verbindung mit der geistigen Beschränktheit des einzelnen Abgeordneten könne „Parteipolitik im heutigen üblen Sinne gemacht werden“: Die Entscheidungen einzelner „eigentlicher Drahtzieher“ werden durch die ganze Fraktion mitgetragen, im Falle einer schlechten Entscheidung trage auch sie die gesamte Verantwortlichkeit, der Drahtzieher könne sich hinter ihr verstecken. Damit falle jede praktische Verantwortung weg, da diese nur in der Verpflichtung einer einzelnen Person liegen könne.[37] Dieser Gedanke wird später nochmals aufgegriffen: In allen Bereichen des Lebens herrsche die Idee der Persönlichkeit, mit Autorität nach unten und Verantwortlichkeit gegenüber der höheren Person nach oben. Nur im politischen Leben sei man von diesem natürlichen Prinzip abgekommen.[38]

Der Vorwurf der Verantwortungslosigkeit, den Hitler hier dem parlamentarischen System macht, ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Der einzelne Parlamentarier geht tatsächlich in seiner Fraktion auf, der Politiker in Regierungsverantwortung kann sich der Unterstützung der seine Regierung tragenden Fraktion oder Koalition sicher sein - im parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland mit der Notwendigkeit einer Kanzlermehrheit noch mehr als in jenem der Weimarer Republik. Damals wie heute hat der einzelne Parlamentarier für sein Abstimmungsverhalten, das sich üblicherweise an dem der Fraktion orientiert, keine persönlichen Konsequenzen zu befürchten, egal wie gut oder schlecht die Folgen für das Gemeinwesen sein mögen, abgesehen vom möglichen Scheitern bei der nächsten Wahl. Für den Politiker in Regierungsverantwortung gilt ähnliches. Was Hitler allerdings ausblendet, ist die Macht der öffentlichen Meinung, die in Form der veröffentlichten Meinung der Medien durchaus in der Lage ist, bei vermeintlich oder tatsächlich schlechter Amtsführung beispielsweise eines Ministers unabhängig von der Zustimmung der Parlamentsmehrheit zu seinem Handeln seinen Rücktritt wenn nicht zu erzwingen, so doch diesen zu befördern.[39]

Hitlers Kritik der „Parteipolitik im heutigen üblen Sinne“ ist anzuerkennen, sie kann sowohl für Weimarer als auch für bundesdeutsche Verhältnisse noch gelten. Im Gegensatz zur Verfassung des Deutschen Reiches von 1919, in der die Parteien nur erwähnt werden,[40] ist ihnen im parlamentarischen System der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich die Mitwirkung bei der politischen Willensbildung des Volkes aufgetragen.[41] Bei dieser Betonung der möglichen negativen Auswüchse des Parteiensystems werden durch den Autor natürlich die Vorzüge, die dieses System für die politische Willensbildung im freien Widerstreit der verschiedenen Meinungen, Interessen und Lösungsansätze, wie es sich trotz seinen Fehlern und Schwächen doch seit langem bewährt hat, völlig und systematisch unterschlagen.

Durchschnittlichkeit der Volksvertreter

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Durchschnittlichkeit der Volksvertreter, die plakativ als „Dummheit“ von „hundert Hohlköpfen“ gebrandmarkt wird. Ihnen wird nur geringes geistiges Potential zugebilligt. „Aus den Stimmzetteln einer alles eher als geistreichen Wählerschaft“ können nicht „die Staatsmänner gleich zu hunderten herauswachsen“.[42] Zu jeder zur Entscheidung anstehenden Frage von oftmals großer Bedeutung können immer nur die wenigsten Mitglieder des Parlaments Kenntnisse und Erfahrungen besitzen. Da also „Maßnahmen von der schwersten Bedeutung für die Zukunft eines ganzen Staates, ja einer Nation“ von Männern getroffen werden, „denen jegliche Voraussetzung hierzu vollkommen fehlt“, kann Hitler nicht umhin, ihnen persönlich „geringes Gefühl für Verantwortung“ anzulasten. Dies allerdings macht er nicht dem einzelnen zum Vorwurf, sondern dem System des Parlamentarismus, das den Charakter verderbe, da in ihm gelte: „Ehrlichkeit [hier: eigene Inkompetenz zuzugeben] ist immer gleichbedeutend mit Dummheit“.[43]

Die in Breite gegeißelte geistige Minderbemittlung der Volksvertreter im Parlament ist sicherlich empirisch nicht haltbar, stammen doch die Parlamentarier in ihrer Mehrzahl traditionell aus den mittleren und oberen Bevölkerungsschichten, was heutzutage mitunter sogar als mangelnde Breite der Bevölkerungsrepräsentation beklagt wird. Dass nicht ein jeder Abgeordnete ein großer Staatsmann sei, wird man wohl unwidersprochen hinnehmen müssen, doch scheint ein jeder über gewisse, nicht unbedingt intellektuelle Qualitäten im Vergleich zu seinen Wettbewerbern zu verfügen, die in dazu befähigten, einen Wahlkreis oder einen aussichtsreichen Listenplatz zu gewinnen. Die mangelnde Ausbildung der Parlamentarier auf den Feldern, auf denen man von ihnen kompetente Entscheidungen erwartet, ist sicherlich ein nicht wegzudiskutierender Kritikpunkt, kein Mensch kann derart universell gebildet sein. Diesem Mangel kann allerdings durch Weiterbildung und entsprechende fachliche Beratung[44] abgeholfen werden. Um den Vorwurf der Verantwortungslosigkeit der Parlamentarier zu entkräften, ist darauf zu verweisen, dass dem Parlament neben der Entscheidungs- auch eine Kontrollfunktion zukommt: Hitlers Ideal wäre eine Diktatur der Experten, die jedoch, einmal per Ernennung oder Wahl legitimiert, in ihren Entscheidungen nicht weiter kontrolliert würden. Diese Funktion hat jedoch das Parlament, dessen einzelner Abgeordneter, selbst wenn er eine bestimmte Entscheidung mangels fachlicher Kompetenz nicht treffen könnte, doch mit gesundem Menschenverstand über die vorgeschlagene Lösung urteilen kann. Schließlich ist der Kritikpunkt, Ehrlichkeit in Bezug auf mangelnde eigene Fähigkeiten sei gleichbedeutend mit Dummheit, wohl zutreffend, allerdings in den weitaus meisten Bereichen des Lebens und nicht ausschließlich in dem System des Parlamentarismus.

Politisches Handeln

Postenschacher und der große Einfluss der Presse auf die öffentliche Meinung und damit indirekt auf die Zusammensetzung des Parlamentes sind weitere Kritikpunkte, ebenso wie die Verabredung von politischem Kuhhandel.[45] Gerade Letzteres, das Aushandeln von Kompromissen, das politische Handeln als Verhandeln, müssen jemandem abwegig vorkommen, der sich wie Hitler als Werkmeister, als Demiurg versteht, der danach trachtet, das Widerständige zu überwinden; dem die Erkenntnis der Regelzusammenhänge gegeben ist, der als Diener der Wahrheit nur das vollzieht, was bereits in den Gesetzen der Welt angelegt ist, wie sie sich in seiner Weltanschauung offenbaren. Das im parlamentarischen Wechselspiel unabdingbare Mitdenken des anderen, Sichhineindenken in den anderen liegt ihm vollkommen fern, als Demagoge versteht er den anderen nur als Dispositionsmasse des eigenen Willens. Andernfalls müsste er ihn ja als eigenen freien Willen anerkennen, der externen Verfügung entzogen, dem nur in einem nicht endenden Prozess des gegenseitigen Aufeinandereinwirkens begegnet werden könnte, wobei beide Seiten sich verändern. Hitler jedoch sieht sich als den Führer auch des fremden Willens, den er prägt, formt, allenfalls überlistet und in seiner Subjektivität nur als zu brechenden Widerstand gelten lässt.

In unserem Verständnis des Parlamentarismus fehlt allerdings die Vorstellung, dass ein Weltanschauungssystem die Lösung auf alle möglichen Fragen liefern könnte, im Gegenteil soll die beste Lösung für alle erst durch den Widerstreit verschiedener Interessen und das Aushandeln von Kompromissen gefunden werden. Hitlers Kritik am Postenschacher ist sicherlich berechtigt, allerdings liefert sein Ansatz keine Lösung, da weiterhin Posten zu besetzen wären, um die unter Einsatz der verschiedensten Mittel konkurriert würde. Auch dem Einfluss der Presse auf die öffentliche Meinung ist durch Abkehr vom Parlamentarismus nicht beizukommen, sondern allenfalls durch Gleichschaltung. Streng genommen führt sich Hitlers Argumentation, die sich hier ja nicht gegen die Presse sondern gegen den Parlamentarismus richtet, selbst ad absurdum, denn wegen des missliebigen Einflusses der Presse den Parlamentarismus abzuschaffen würde weitergedacht bedeuten, alles abzuschaffen, was unter missliebigem Einfluss steht.

Juden

In seiner Ablehnung des Parlamentarismus werden auch die Juden miteingeschlossen. Ihr Endziel sei bereits im Kaiserreich die „Herrschaft des Parlamentarismus“ gewesen, da diese am meisten ihren Bedürfnissen entspreche: Sie schalte die Persönlichkeit aus und setze an ihre Stelle die Majorität der „Dummheit, Unfähigkeit und [...] Feigheit“.[46]

Es mag sein, dass tatsächlich Vertreter der Juden sich bereits im Kaiserreich für den Parlamentarismus stark gemacht haben, wohl in der Hoffnung, als ungeliebte Minderheit in einer Demokratie mehr Sicherheit zu finden. Die von Hitler gelieferte Begründung ist sachlich nicht gerechtfertigt und mag dem Appell und der Verstärkung in der Bevölkerungsmehrheit vorhandener Ressentiments dienen.

Mehrheitsprinzip

Unterstellt man dem Autor, er habe sich selbst bereits während der Abfassung seines Werkes prospektiv an der Spitze einer deutschen Regierung gesehen, so wird seine Abscheu gegenüber dem Mehrheitsprinzip, einer der Grundlagen des Parlamentarismus, umso deutlicher. Sie bezieht sich nicht nur, wie oben erläutert, auf das Problem der unklaren Verantwortlichkeit. Das Kabinett schildert er als Gremium, das nicht einen Schritt tun kann, „ohne sich nicht [sic!] vorher erst die Genehmigung von der allgemeinen Versammlung geholt zu haben.“ Die Regierung sei daher nur „die Vollstreckerin des jeweiligen Mehrheitswillens“, und ihre Aufgabe scheint ihm darin zu bestehen, „sich entweder dem Willen der Mehrheit anzupassen oder die Mehrheit zu sich herüberzuziehen, [...] sich die Gunst der bestehenden Mehrheit zu sichern oder die Bildung einer besser geneigten neuen zu übernehmen.“[47] Wie könnte Hitler sich, da er sich doch entsprechend der von ihm propagierten Weltanschauung im Besitze der Wahrheit befindet, dieser Aufgabe unterziehen? Die Wahrheit ist nicht durch Mehrheitsentscheid überprüfbar, und der Demiurg wirbt nicht um Zustimmung und Gunst von Mehrheiten, sondern verhilft als richtig erkannten Regelzusammenhängen ohne Einschränkungen zu ihrer Wirksamkeit. Daher kann er sich gar nicht auf das im Parlamentarismus einzig zulässige Entscheidungskriterium des Zustandekommens einer Mehrheit einlassen.

Auf die Problematik des Mehrheitsprinzips bereits bei der Wahl des Parlaments - die Stimme jedes Wählers hat das gleiche Gewicht, obwohl doch im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung von einer Gleichheit der Menschen nicht die Rede sein kann - geht Hitler nur kurz im Zusammenhang mit der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes in der Habsburgermonarchie ein, die zu einem Verlust der deutschen Mehrheit im Wiener Parlament führte.[48]

Hitlers Angriff auf das Mehrheitsprinzip rüttelt tatsächlich an den Grundfesten des parlamentarischen Systems. Denn gerade erst das Vorhandensein einer Mehrheit im Parlament, die idealerweise eine Mehrheit in der Bevölkerung verkörpert, legitimiert erst die Regierung in und zu ihrem Handeln. Die Regierung soll also gar nicht viele Schritte ohne Genehmigung von der allgemeinen Versammlung tun können, damit diese ihrem Kontrollauftrage nachkommen kann. Das Vorhandensein und die Wahrnehmung eines solchen Kontrollauftrages sind auch nötig in einer Gesellschaft, die nicht über eine im Besitz der Wahrheit befindliche Weltanschauung verfügt. Wie dieses ist auch das Problem der Gleichgewichtung der Wählerstimmen ein weltanschauliches: Der Nationalsozialismus geht von einer Ungleichheit der Menschen aus, parlamentarische Demokratien setzen das Gegenteil voraus.

Germanische Demokratie

Dem von Hitler abgelehnten demokratischen Parlamentarismus stellt er die „wahrhaftige germanische Demokratie“ gegenüber. Hier soll ein frei gewählter Führer mit seiner Amtsübernahme auch die volle Verantwortung für sein Tun und Lassen übernehmen. Es gebe keine Mehrheitsabstimmungen zu einzelnen Fragen, sondern die Bestimmung eines einzelnen, „der dann mit Vermögen und Leben für seine Entscheidung einzutreten hat.“ Alle untauglichen „Lumpen, [...] Nichtskönner und Schwächlinge“[49] würden zurückgeschreckt. In seiner eigenen Bewegung setzte er diesen Grundsatz zuerst um, indem er das Prinzip der alleinigen Ressortverantwortlichkeit und das Führerprinzip etablierte.[50]

Ein Manko dieser „germanischen Demokratie“ ist, dass eine Kontrolle immer erst ex post stattfinden kann: Das Eintreten mit Vermögen und Leben kann erst nach Bekanntwerden einer Entscheidung oder gar erst nach Eintreten der Folgen stattfinden, im parlamentarischen System mit Verhandlungen und Mehrheitsentscheid kann eine solche Entscheidung im Vorfeld verhindert oder abgeändert werden. Und dies scheint doch bei Entscheidungen „von der schwersten Bedeutung für die Zukunft eines ganzen Staates, ja einer Nation“[51] das schlechteste nicht zu sein.

Das Führerprinzip in der NSDAP und im Staate

Wie bereits am Ende des vorigen Kapitels ausgeführt, strebte Hitler eine von ihm so genannte „wahrhaftige germanische Demokratie“[52] an, die er dem von ihm abgelehnten Prinzip des Parlamentarismus mit seinen Mehrheitsentscheidungen gegenüberstellte. Sie sollte zu allererst in seiner eigenen Bewegung eingeführt werden, damit diese eine Vorreiterrolle übernehmen und nicht mehr das verkörpern könne, was sie selbst am schärfsten bekämpfen wollte, nämlich den Parlamentarismus. Denn „[...] eine Bewegung, die den parlamentarischen Wahnsinn bekämpfen will, [muß] selbst von ihm frei sein.“[53] Die Bewegung war antiparlamentarisch, ihre Beteiligung an einer parlamentarischen Institution konnte nur auf deren Beseitigung gerichtet sein.[54] Das Ziel war, dass das Führerprinzip Verfassung und Gesetzgebung des gesamten Staates und das allgemeine bürgerliche Leben durchdringen sollte. Dazu musste die NSDAP im Geiste dieses Prinzips aufgebaut sein, um nach der Machtergreifung dem Staat nicht nur die Richtlinien vorgeben, „sondern ihm auch bereits den vollendeten Körper ihres eigenen Staates zur Verfügung stellen“[55] zu können.

[...]


[1] Art. 4,I GG.

[2] Hitler, Adolf: Mein Kampf. Band I. Eine Abrechnung, München 91933, Seite 21.

[3] „Religion“, in: Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Religion, Zugriff am 27. März 2007 um 19.01 Uhr.

[4] Hitler, Mein Kampf I, Seite 294.

[5] Hitler, Mein Kampf I, Seite 295.

[6] Hitler, Mein Kampf I, Seite 293.

[7] Hitler, Mein Kampf I, Seite 293.

[8] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 311f.

[9] Hitler, Mein Kampf I, Seite 312.

[10] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 319f.

[11] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 189.

[12] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 187.

[13] Hitler, Mein Kampf I, Seite 104.

[14] Hitler, Mein Kampf I, Seite 295.

[15] Ebd.

[16] Hitler, Adolf: Mein Kampf. Band II. Die nationalsozialistische Bewegung, München 101933, Seite 434.

[17] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 87.

[18] Hierbei ist allerdings nicht zu vergessen, dass das eigene Wohl auch darin liegen kann, als verlässlicher Vertragspartner zu gelten, der sich auch in Zeiten, in denen ihm dies nicht zum ausschließlichen Vorteil gereicht, an den römischen Rechtsgrundsatz hält: Pacta sunt servanda.

[19] Vgl. Hitler, Mein Kampf II, Seiten 684 bis 689.

[20] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 326.

[21] Vgl. Hitler, Mein Kampf II, Seite 646.

[22] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seiten 95 bis 100.

[23] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seiten 314 bis 317.

[24] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 314.

[25] Hitler, Mein Kampf I, Seite 316.

[26] Ebd.

[27] Hitler, Mein Kampf I, Seiten 314f.

[28] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seiten 315f.

[29] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seiten 325 bis 328.

[30] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seiten 325f.

[31] Hitler, Mein Kampf I, Seite 326.

[32] Hitler, Mein Kampf I, Seite 327.

[33] Hitler, Mein Kampf I, Seite 328.

[34] Hitler, Mein Kampf I, Seite 81.

[35] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 82f.

[36] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 85f.

[37] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seiten 99 und 262.

[38] Vgl. Hitler, Mein Kampf II, Seite 498.

[39] Der direkte Durchgriff auf einen einzelnen Minister war in der Weimarer Republik noch deutlich einfacher, ihm konnte durch das Parlament das Vertrauen entzogen werden, vgl. Art. 54 der Weimarer Reichsverfassung (WRV). In der Bundesrepublik bliebe im Konfliktfall nur die Möglichkeit, durch ein konstruktives Misstrauensvotum einen neuen Kanzler zu wählen, der eine neue Regierung bildete, vgl. Art 63f GG.

[40] Vgl. Art. 18 und 130 WRV.

[41] Vgl. Art. 22 GG.

[42] Hitler, Mein Kampf I, Seite 96.

[43] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seiten 97f.

[44] Hier erscheint dann das Problem des sogenannten Lobbyismus.

[45] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seiten 89 bis 93.

[46] Hitler, Mein Kampf I, Seite 347.

[47] Hitler, Mein Kampf I, Seite 95.

[48] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 82, vgl. auch Hitler, Mein Kampf II, Seite 479 und 492.

[49] Hitler, Mein Kampf I, Seite 99f.

[50] Vgl. Hitler, Mein Kampf II, Seite 659 bis 662, vgl. auch das folgende Kapitel.

[51] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seiten 97.

[52] Hitler, Mein Kampf I, Seite 99.

[53] Hitler, Mein Kampf II, Seite 661.

[54] Vgl. Hitler, Mein Kampf I, Seite 379.

[55] Hitler, Mein Kampf II, Seite 503, vgl. auch Hitler, Mein Kampf I, Seite 379.

Details

Seiten
103
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656488248
ISBN (Buch)
9783956870583
Dateigröße
697 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v232931
Note
Schlagworte
ideologie propaganda bänden adolf hitlers mein kampf

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Titel: Ideologie und Propaganda in zwei Bänden: Adolf Hitlers „Mein Kampf“