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Denkansätze zur buddhistischen Philosophie in China. Wie der Buddhismus nach China gelangte

Hausarbeit 2012 7 Seiten

Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 1

2. Die Legende des Buddha ... 1

3. Wie der Buddhismus von Indien nach China kam ... 1

4. Prajñā ... 4

5. Eine neue Verbindung von Handeln und Wissen ... 4

6. Zusammenfassung ... 5

7. Literaturverzeichnis ... 6

1. Einleitung

Die intellektuelle Verbindung zwischen Indien und China hatte große Auswirkungen auf die Geschichte beider Länder. Der Buddhismus und seine Verbreitung in China spielte dabei eine wesentliche Rolle. Er ist heutzutage neben dem Daoismus und dem Konfuzianismus eine der wichtigsten Lehren Chinas und prägt das Land mit seiner Philosophie, bildenden Kunst und Literatur bereits seit 2000 Jahren.

In der vorliegenden Arbeit soll aufgezeigt werden, wie der Buddhismus von Indien nach China gelangt ist. Zur Einführung soll zunächst ein kurzer Einblick in das Leben Buddhas gewährt werden um anschließend auf die Übertragung des Buddhismus von Indien nach China – einem „der großen Transkulturationsprozesse in der Geschichte der Menschheit“ (Elberfeld 2000: 14) – und der dortigen Entwicklung der Lehre einzugehen. Abschließend soll kurz erläutert werden, was unter prajñā verstanden wird, und wie sich die indische und chinesische Kultur gegenseitig ergänzen.

2. Die Legende des Buddha

Der Überlieferung zufolge war der erste Buddha ein in einem Palast aufwachsender Prinz namens Siddhartha. Obwohl darauf geachtet wurde ihn von der Außenwelt abzuschotten wurde er eines Tages mit dem Tod und Leiden in der Welt konfrontiert. Dies veranlasste ihn den Beschluss zu fassen sein Leben im Palast und seine Frau mit ihrem neugeborenen Sohn aufzugeben und sich mit 29 Jahren der Asketenbewegung anzuschließen (Elberfeld 2000: 40f). Nach sieben Jahren voller Selbstkasteiung gab er die Askese auf (Hillebrandt 2011: 21) und verkündet den „Mittleren Weg“ – ein Weg zwischen dein beiden Extremen Askese und Völlerei. Den entscheidenden Wendepunkt in seinem Leben erfuhr er, als er unter einem Feigenbaum sitzend die Erleuchtung erfuhr (ebd.: 24). Bis zum Ende seines Lebens führte er ein Wander-Dasein und lehrte die vier edlen Wahrheiten „die über den achtfachen Pfad zur Überwindung des Leidens in der Welt führen sollen“ (Elberfeld 2000: 41). Dieser Pfad besteht aus Anweisungen zur Ethik, zum Wissen und zur Versenkung mit dem Nirvana als letztem Ziel (ebd.).

3. Wie der Buddhismus von Indien nach China kam

Buddha sowie der Buddhismus stammen ursprünglich aus Indien. Wie die Lehre von Indien nach China kam und wie sie sich dort anfänglich entwickelte soll das folgende Kapitel zeigen.

Der exakte Zeitpunkt des Eintreffen des Buddhismus in China kann nicht genau bestimmt werden, jedoch wird der Zeitraum zwischen dem 1. Jahrhundert v. u. Z. und der Herrschaft des Han-Kaisers Ming (58 - 76 n. u. Z.) vermutet (Elberfeld 2000: 15). Die buddhistische Lehre kam über die Seidenstraße, der gängigen Handelsroute seit der Festigung der chinesischen Zentralmacht, nach China. Erstmals erwähnt wurde eine buddhistische Gemeinde im Jahr 65 (ebd.). In dieser frühen Zeit ist jedoch anzunehmen, dass die Lehre des Buddhismus nur von ausländischen Kaufleuten und wenigen Interessierten verstanden wurde (ebd). Da sich der Daoismus zu jener Zeit zur „kultisch-orientierten Volksreligion“ entwickelt hatte, wurde der Buddhismus anfänglich nur als Spielart des Daoismus betrachtet (ebd.: 15f).

Die Han-Dynastie entwickelte eine Herrschaft die auf Konfuzianismus beruhte. Die Regierung animierte das Volk konfuzianische Klassiker zu studieren und stütze sich bei der Gesetzgebung auf die Ideale und Prinzipien des Konfuzianismus (Hodus 2004: 6f). Da der Konfuzianismus sich hauptsächlich auf Harmonie und soziale Ordnung im Hier und Jetzt bezieht während der Buddhismus ein monastisches Leben anstrebt, wurde der Buddhismus zur Zeit der Han-Dynastie noch nicht als Lehre akzeptiert und verbreitete sich deshalb kaum.

Das Ende der Han-Dynastie (220 n. u. Z.) brachte neben dem Zusammenbruch der staatlichen Macht auch Kriege mit sich und ermöglichte es Völkern aus dem nordchinesischen Kernland einzudringen (Elberfeld 2000: 19f). China wurde in mehrere kleine Königreiche unterteilt und das gesamte Land befand sich in religiöser Uneinigkeit (Hodus 2004: 7). Der Buddhismus wurde noch immer nicht als eigenständige Lehre akzeptiert, sondern dem Daoismus gleichgestellt und somit als Volksreligion betrachtet (Elberfeld 2005: 16). Trotzdem lieferte der politische Umschwung gute Voraussetzungen für die erfolgreiche Übertragung der buddhistischen Lehre nach China, welche vorher aufgrund fehlender Textgrundlagen als „nicht genauer definierbare Praktik“ (ebd.) dargestellt worden war. Die gebildete Schicht wandte sich von staatstragenden Lehren ab und im Gegensatz zu den alten standen die neuen nicht-chinesischen Herrschern anderen Religionen offener gegenüber als die alten Herrscher es getan hätten (ebd.: 20). Durch die nun aufkommende staatliche Förderung des Buddhismus blühte das Klosterleben auf und eine erste intensive Auseinandersetzung mit dessen Inhalt und Lehre fand statt (ebd.). Obwohl es Chinesen bis 335 n. u. Z. nicht gestattet war Mönche zu werden hat sich der Buddhismus rapide Verbreitet und als das Verbot aufgehoben wurde entschlossen sich neun Zehntel der Menschen im Nordwesten Chinas ins Kloster einzutreten (Hodus 2004: 7) .

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Details

Seiten
7
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668194113
Dateigröße
610 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v232053
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
2,3
Schlagworte
Philosophie Buddhismus China Indien

Autor

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