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René Descartes: Der ideentheoretische Gottesbeweis

Hausarbeit 2012 11 Seiten

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.0 Zielsetzung Seite

2.1 Die Philosophie des Rationalismus: Eine kurze Einführung Seite
2.2 Definition: Rationalismus Seite
2.3 Die wichtigsten Vertreter Seite

3.1 René Descartes Seite
3.2 Leben und Hintergrund Seite
3.3 Philosophie und Werke Seite

4.1 Der ideentheoretische Gottesbeweis Seite
4.2 Über die Existenz Gottes Seite
4.2.1 Ausgangspunkt Seite
4.2.2 Über Ideen und Realität: Warum wir uns irren Seite
4.2.3 Kausalität Seite
4.2.4 Die Idee Gottes als Gottesbeweis Seite
4.3 Warum Gott kein Schwindler ist Seite
4.4 Gott und seine Existenz sind untrennbar verbunden Seite

5.0 Zusammenfassung und Fazit Seite

6.1 Literaturverzeichnis Seite
6.2 Literaturquellen Seite
6.2.1 Primärliteratur Seite
6.2.2 Sekundärliteratur Seite
6.3 Internetquellen Seite

1.0 Zielsetzung

Der Glaube an einen allmächtigen Schöpfer ist wahrscheinlich schon so alt wie die Menschheit selbst und im Laufe der Jahre gab es unzählige Versuche, seine Existenz zu beweisen.

Die Ausführungen des Begründers der rationalistischen Philosophie, René Descartes, sind insofern interessant, als dass sich seine Vorgehensweise stark von der seiner Vorgänger unterscheidet. Durch das infrage stellen grundlegender weltanschaulicher Ansichten versucht er einen neuen Zugang zu der Thematik zu finden und kollidiert dabei zum Teil sogar mit den Anschauungen der Kirche.

Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit sei es, den ideentheoretischen Gottesbeweis anhand der Meditationes de Prima Philosophia zu erläutern. Zu Beginn möchte in einigen Worten kurz den Rationalismus sowie den Autor vorstellen, um mich der eigentlichen Thematik so schrittweise zu nähern.

2.0 Die Philosophie des Rationalismus: Eine kurze Einführung

2.1 Definition: Rationalismus

Der Begriff Rationalismus bezeichnet eine mit René Descartes beginnende Strömung der Philosophie, die sich als Opposition zum Empirismus gebildet hat. Charakterisierend für die Denkweise der Rationalisten ist der Glaube an das Vorhandensein eingeborener, nicht aus der Erfahrung stammender Ideen. Mit anderen Worten die Vorstellung, dass der Mensch schon von Geburt an über ein gewisses Repertoire an Wissensinhalten verfügt.

Das Bestreben der Rationalisten ist es Erkenntnisse ausschließlich unter der Voraussetzung absoluter Gewissheit zu erlangen. Dabei gilt die Mathematik als

„methodisches Ideal“ (vgl. Metzler Lexikon Philosophie. Begriffe und Definitionen (2008) , S. 502), da sie als einzige Wissenschaft ein festes Fundament besitzt und so den Ausgangspunkt für begründetes Wissen darstellt.

[Als rationalistisch gilt] im weiten Sinn jede Position, die (a) erkenntnistheoretisch der Vernunft den Vorsprung vor der Erfahrung einräumt, (b) metaphysisch Ursprung und Wesen des Kosmos in einem vernünftigen (und damit erkennbaren) Prinzip ansiedelt, an dem der Mensch Anteil hat, (c) ethisch die rationale Ausweisbarkeit von sittlichen Prinzipien und Normen gegenüber einer intuitiven, emotiven oder dezisionistischen Begründung vertritt. (Metzler Lexikon Philosophie. Begriffe und Definitionen (2008) , S. 502)

2.2 Die wichtigsten Vertreter

Zu den wichtigsten Vertretern des Rationalismus gehören neben René Descartes auch die Philosophen Baruch de Spinoza (1632 - 1677), Nicolas Malebranche (1638 - 1715) und Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 - 1716).

3.0 René Descartes

3.1 Leben und Hintergrund

Der französische Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler René Descartes wurde am 31. März 1596 in La Haye/Touraine geboren.

Im Alter von 8 Jahren begann er seine Ausbildung am jesuitischen Collège Royal in La Flèche. Schon damals neigte er dazu, den Vormittag meditierend in seinem Bett zu verbringen. Ab 1612 studierte er Mathematik und Jura in Paris und anschließend, etwa um 1617/18, widmete sich Descartes einer militärischen Ausbildung in Holland.

Frankreich stand zur damaligen Zeit unter sehr starkem kirchlichen Einfluss. So wurden beispielsweise naturwissenschaftliche und philosophische Erkenntnisse nur dann geduldet, wenn sie auch mit den Ansichten der Bibel und den Aristotelischen Schriften zu vereinbaren waren. Aus diesem Grund zog sich Descartes in die wesentlich liberaleren Niederlande zurück, wo er sich seinen Philosophischen Werken widmete, die nicht immer mit den Meinungen der Kirche einhergingen.

Am 11. Februar 1650 starb René Descartes angeblich in Folge einer Lungenvergiftung. Der Philosoph wir in seinen Werken der Kirche gegenüber immer sehr vorsichtig, doch bewahrte ihn das nicht vor heftigen Anschuldigungen eifernder Prediger und sophistischer Jesuiten. Aus diesem Grund ist es nicht unwahrscheinlich, dass sein Tod die Folge einer heimlichen Arsenvergiftung war. 13 Jahre später wurden die Schriften Descartes auf den Index Romanus gesetzt- fortan war es bis in das 18. Jahrhundert gefährlich, auch nur seinen Namen zu auszusprechen.

3.2 Philosophie und Werke

Nach seinem 9 jährigen Studium beschloss Descartes, die Fundamente seines Wissens neu zu erfinden. Grund dafür war, dass er in den Wissenschaften nicht die gewünschte Erfüllung fand. Die Erkenntnisse waren ihm einerseits zu

schwach begründet, andererseits missfiel ihm, dass der Mensch alles, was er zu wissen glaubte, von anderen gehört, anstatt selbst erfahren hat. Aus diesem Grund entschied Descartes, sich dem Bekannten abzuwenden und der eigenen Erkenntnis und Selbsterkenntnis zu widmen.

Das Streben Descartes lässt sich in zwei Hauptbereiche gliedern: Einerseits in die Beschäftigung mit dem methodologischen Problem ( Welchen Lebensweg soll ich einschlagen? ), welchem er sich in seinen Werken Regulare ad directionem ingenii (1619 – 1728, Regeln zur Leitung des Geistes), Discours de la Méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences (1637, Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Wahrheitsforschung) und den Meditationes de Prima Philosophia (1641, Untersuchung über die Grundlage der Philosophie) widmet; andererseits in den enzyklopädischen Anspruch, die Summe aller Wissenschaften zu kennen und zu bearbeiten. Dieser Thematik widmete er Le Monde de M. Descartes ou le Traité de la lumière et des autres principaux objets de sens (1664) und Principia Philosophiae (1644, die Prinzipien der Philosophie). Die in seinen Werken auftretenden 3 Hauptprobleme, mit denen sich Descartes beschäftigt, sind erstens das Streben nach absoluter Erkenntnis, zweitens das Cogito-Argument und drittens der Substanzdualismus.

4.0 Der ideentheoretische Gottesbeweis

4.1 Über die Existenz Gottes

Schon im Discours de la Méthode beschäftigt sich der Philosoph mit den Fragen nach Gott, ohne sie dort ausführlich zu behandeln. Erst 4 Jahre später widmet er sich in seinen Meditationes de Prima Philosophia erneut diesem Thema.

Im Folgenden möchte ich die Beweisführung Descartes erläutern, welche die Existenz eines barmherzigen Gottes beweisen soll.

[...]

Details

Seiten
11
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656464556
ISBN (Buch)
9783656466826
Dateigröße
365 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v231286
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
2,0
Schlagworte
rené descartes gottesbeweis

Autor

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Titel: René Descartes: Der ideentheoretische Gottesbeweis