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Die Merkmale des Kunstmärchens in Fouqués "Undine"

Hausarbeit 2009 15 Seiten

Germanistik - Gattungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biografie Fouquès

3. Das Werk „Undine“
3.1 Einführung
3.2 Inhaltsangabe und Aufbau des Werkes
3.3 Autobiografische Elemente
3.4 Die Namensbedeutungen

4. Rezeptionsgeschichte

5. Die Merkmale des Kunstmärchens im Werk

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das 1811 erschienene Kunstmärchen „Undine“ von Friedrich de la Motte Fouqué ist bis heute einer der beliebtesten Texte der deutschen Romantik. Diese Arbeit wird aufzeigen, welche Merkmale der Gattung „Kunstmärchen“ in Fouqués Werk vorhanden sind und die Schrift eindeutig diesem Genre zuordnen.

Damit dies gewährleistet werden kann, wird zunächst die Biografie des Autors vorgestellt, da diese, wie im Folgenden gezeigt werden soll, einen bedeutenden Einfluss auf die Gestaltung des Werkes hatte.

Weiterhin wird, um ein umfassendes Verständnis von „Undine“ zu ermöglichen, das Märchen vorgestellt. Nach einer allgemeinen Einführung wird dafür zunächst eine kurze Inhaltsangabe gegeben sowie der Aufbau des Textes erörtert. Anschließend werden die autobiografischen Elemente im Werk erläutert. Darauf aufbauend werden zudem die Namensbedeutungen der Protagonisten dargelegt. Anschließend wird die umfangreiche Rezensionsgeschichte von „Undine“ dargestellt.

Als Abschluss widmet sich ein umfassendes Kapitel den Merkmalen des Kunstmärchens im Werk, um so die Charakteristika dieser Gattung in „Undine“ aufzeigen zu können.

2. Biografie Fouqués

Zu den populärsten Dichtern deutscher Kunstmärchen gehört Friedrich Baron de la Motte Fouqués. Es muss allerdings bemerkt werden, dass dieser Name eine Kurzform ist, denn am 12.02.1777 wurde der Schriftsteller auf der Dominsel in Brandenburg (Havel) mit dem vollständigem Namen und unter Aufzählung aller Titel als Friedrich Heinrich Karl Baron de la Motte Fouqués, Baron de Thonnayboutonne, Baron de Saint Surin, Seigneur de la Grève geboren. Allerdings wurde schon zu Lebzeiten lediglich die Kurzform verwendet und auch diese Arbeit wird zur Vereinfachung stets den geläufigen Namen übernehmen.

Fouqués verlebt seine ersten Lebensjahre auf dem elterlichen Gut in der Nähe von Potsdam. Das Patenkind von Friedrichs II. von Preußen wird dabei von verschiedenen Hauslehrern unterrichtet. Allerdings verliert der werdende Dichter schon früh seine Eltern: Bereits 1788 verstirbt seine Mutter, 1798 sein Vater.

1794 tritt Fouqué dann in die preußische Armee ein und nimmt am Ersten Koalitionskrieg gegen Frankreich teil. Ein Jahr darauf lernt er Elisabeth von Breitenbauch kennen und lieben. Dies ist insofern von Bedeutung, da sie dem Dichter unter anderem als Vorlage für „Undine“ dient. Trotz seiner Gefühle für die damals 15-jährige ehelicht Fouqué 1798 Marianne von Schubaert, von der er sich allerdings schon 1802 wieder scheiden lässt. 1803 heiratet Fouqué erneut, diesmal Caroline Philippine von Rochow.

In den folgenden Jahren ist Fouqué ein Mittelpunkt des literarischen Schaffens in Deutschland. So trifft er regelmäßig bekannte Autoren wie Brentano, Goethe, Schiller, von Eichendorff, Fichte und vielen weiteren mehr. Ab 1803 erscheinen dann auch erste Publikationen Fouqués.

Nach mehreren erfolgreichen Jahren als Schriftsteller bringt Fouqué 1811 seine eigene Zeitschrift „Die Jahreszeiten“ heraus, in deren erster Ausgabe vom Juni „Undine“ erstmals veröffentlicht wird.

In den folgenden Jahrzehnten setzt der Autor seine erfolgreiche literarische Arbeit als Herausgeber von Zeitschriften, Werken anderer Autoren sowie eigener Schriften fort.

1813 nimmt Fouqué am Krieg gegen Napoleon teil, wird aber aufgrund einer schweren Krankheit aus dem Militärdienst entlassen. 1818 erleidet der Dichter zudem einen Schlaganfall.

1831 stirbt Caroline de la Motte Fouqué. Daraufhin heiratet der Autor ein weiteres Mal, diesmal Albertine Maria Tode. Fouqué bekommt mit ihr drei Kinder. Eine Tochter, die jedoch bei der Geburt stirbt und zwei Söhne, die erfolgreich eine militärische Laufbahn einschlugen.

Nachdem 1841 nochmals die „Ausgewählten Werke“ des Dichters erschienen sind, stirbt Friedrich de la Motte Fouqué am 23.01. 1843 und wird auf dem Berliner Garnisonsfriedhof beerdigt.

Der Lebenslauf dieses großen Dichters der deutschen Romantik wurde somit umfassend dargestellt. Welche Bedeutung die persönlichen Ereignisse Fouqués auf seine Werke, insbesondere auf „Undine“, besaßen, wird unter anderem im folgenden Kapitel erläutert.

3. Das Werk „Undine“

3.1 Einführung

Das romantische Prosamärchen „Undine“, manchmal auch als Märchennovelle bezeichnet, von Friedrich de la Motte Fouqué ist eine der beliebtesten Erzählungen der deutschen Romantik. Wie bereits im vorhergehenden Kapitel erwähnt, veröffentlichte der Autor das Werk 1811 in der ersten Ausgabe seiner Zeitschrift „Die Jahreszeiten – Vierteljahrsschrift für romantische Dichtungen“. Das Märchen erfreute sich daraufhin so großer Beliebtheit, dass es als Urtyp des deutschen romantischen Märchens mit Wasserfrauen gilt.

Vorläufer dieser Thematik gab es jedoch bereits im Mittelalter. So beschrieb unter anderem der Autor Theophrastus Paracelsus in seinem Werk „Liber de Nymphis, Sylphis, Pygmaeis et Salamandris, et de caeteribis spiritibus“ die unterschiedlichen Wesen der Elementargeister. Auch Fouqué dürfte diese Schrift bekannt gewesen sein, sodass Paracelsus als eine Quelle des romantischen Dichters angesehen werden kann. Eine weitere Grundlage von „Undine“ bildet die Sage vom Stauffenberger, ebenfalls von Paracelsus überliefert. Inhaltlich ähnelt sich die Erzählung mit Fouqués Werk, ist aber im Gegensatz dazu aus der Perspektive des Menschen geschrieben.

Das Märchen „Undine“ besteht aus insgesamt 19 Kapiteln, deren Geschichte aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers berichtet wird. Dieser ist nur selten präsent, drückt dann jedoch seine Gefühle und sein Empfinden zum Geschehen aus und gibt dem Leser Voraussagen über die kommenden Ereignisse.

3.2 Inhaltsangabe und Aufbau des Werkes

Um ein umfassendes Verständnis dieser Arbeit und des darin behandelten Werkes zu gewährleisten, folgt nun eine kurze Inhaltsangabe sowie eine Beschreibung des Aufbaus von „Undine“.

Der Ritter Huldbrand von Ringstetten trifft während eines Rittes durch den Wald Undine, eine Wasserfrau. Aufgrund einer anhaltenden Flut verbringen sie zusammen mit den Pflegeeltern Undines, einem Fischerpaar, viele gemeinsame Tage auf einer vom Wasser umspülten Landzunge, auf der die kleine Familie lebt. Während dieser Zeit verlieben sich Huldbrand und Undine und heiraten. Nachdem die Flut nachlässt und das junge Ehepaar in die Burg des Ritters zurückkehrt, kommt es allerdings zum Konflikt mit Bertalda, der ehemaligen Angebeteten des Ritters. Nach mehreren Auseinandersetzungen mit Undine verwünscht Huldbrand die Wasserfrau während einer Bootsfahrt, die daraufhin anscheinend stirbt. Der Ritter heiratet anschließend Bertalda, was von den Elementarwesen jedoch als Treuebruch gewertet wird. Darum ist Undine gezwungen, Huldbrand zu bestrafen und küsst ihn unter Tränen zu Tode.

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Details

Seiten
15
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656465072
ISBN (Buch)
9783656468219
Dateigröße
434 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v231070
Institution / Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – Institut für Germanistik
Note
3,0
Schlagworte
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