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Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemein
2.1. Begriff
2.2. Notwendigkeit
2.3. Zielsetzung
2.4. Give Away´s
2.5. Personal
2.6. Rechtliche Randbedingungen

3. Arten
3.1. Messeauftritt
3.2. Roadshow
3.3. Verkostung
3.4. Salespromotion
3.5. Promotion

4. Konzept der Salespromotion am Beispiel Kuemmerling
4.1. Das Produkt
4.2. Die Agentur
4.3. Marktanalyse
4.4. Zielgruppe
4.5. Marketingstrategie
4.6. Die Events
4.7. Die Give Away´s

5. Air Streamer Aktion In Halle auf der Peißnitz zum Laternenfest 2003
5.1. Ort
5.2. Wie sieht die Aktion aus?
5.3. Personal

6. Fazit

7. Anhang

8. Quellen- und Literaturverzeichnis

9. Ehrenwörtliche Erklärung

1. Einleitung

Um in der heutigen Zeit seine Ware an den Kunden zu bringen, genügt es nicht mehr einfach nur Werbung im Radio oder Fernsehen oder Anzeigen in Zeitschriften und Zeitungen zu schalten. Die Konkurrenz auf dem Markt ist gigantisch und so waren die Hersteller gezwungen sich neue Werbestrategien einfallen zu lassen.

Man beauftragt neben den Werbeagenturen jetzt auch Promtionagenturen. Sie versuchen mit Hilfe von Events die Produkte zu umwerben und den Absatz zu steigern.

Darauf hin füllen sich die Innenstädte, die Einkaufscenter und die Super- und Großmärkte mit jungen, hübschen und freundlichen Gesichtern, die auf verschiedenste Art und Weise neue, und auch schon längst etablierte Produkte umwerben, und versuchen sie den Kunden noch interessanter, praktischer und nützlicher zu präsentieren, als sie die Waren oder Dienstleistungen schon kennen.

Ich wählte dieses Thema, weil ich schon einige Zeit in dieser Rubrik arbeite, und meine Erfahrungen und Erkenntnisse kompakt und strukturiert niederlegen möchte.

Im einzelnen heißt dies, dass ich in dieser Arbeit die wichtigsten Werbestrategien mit Hilfe des Events näher vorstellen und eine von ihnen an einem praktischen Beispiel erläutern möchte. Des weiteren möchte ich rechtliche Bedingungen um diese Aktionen herum eingehen, um hervor zu heben, dass der Kreativität auch Grenzen gesetzt sind.

Letztendlich soll diese Arbeit die Möglichkeiten und Notwendigkeit des Events als Werbemaßnahme aufzeigen.

2. Allgemein

2.1. Begriff

Der Begriff Event kommt aus dem Englischen und bedeutet im weitesten Sinne Veranstaltung.

Im engeren Sinne reicht der von der Produktpräsentation über Verkaufsveranstaltungen bis hin zum Konzert oder einer Show.

2.2. Notwendigkeit

Events werden als kommerzielles Werbemittel immer wichtiger. Denn ein nachhaltiger Eindruck bei einer kleinen Anzahl von Menschen ist absatztechnisch vorteilhafter als eine schnell verblassende Erinnerung bei einer großen Masse[1].

Aus diesen Gründen entwickelte sich das Event in den letzten Jahren boomartig und auch immer mehr kleinere Unternehmen setzen auf diese Art der Werbung.

Dabei spielt das AIDA – Prinzip eine große Rolle. Es stammt aus dem Marketing und hat seinen Ursprung in der englischen Sprache.

Das erste A bedeutet Attraction und meint damit dass die Aufmerksamkeit des Kunden auf die Aktion gerichtet wird.

Das I steht für Interest und bedeutet, dass man die gewonnene Aufmerksamkeit des Kunden in aktives Interesse erweitert um ihn zugänglich für alle wichtigen Informationen zu dem Produkt zu machen.

Das D steht für Desire. Es soll verdeutlichen, dass nun durch die Information bei dem Kunden das Bedürfnis geweckt wird das Produkt auch zunächst zu testen. Manchmal haben die Kunden auch das Bedürfnis nicht nur das Produkt auszuprobieren, sondern es auch zu besitzen.

Das letztere A steht für Action. Dieses Action meint die Aktivierung des Kunden, indem man das Produkt zum Testen zur Verfügung stellt. Und damit den Endverbraucher endgültig zum Kauf stimuliert[2].

2.3. Zielsetzung

Wichtig ist immer die Einzigartigkeit eines Events[3].

Die Veranstaltung muss zu einem Ereignis werden, dass während des Verlaufs den Besucher aktiviert und eine positive Wahrnehmung hervor ruft. Des weiteren sollte es Ziel sein einen Zusatznutzen für die Teilnehmer zu erzeugen.

Bei der Planung des Events muss darauf geachtet werden, dass man individuell und innovativ arbeitet.

Erst wenn der Besucher nach der Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes „baff“ ist, war das Event ein voller Erfolg. Denn dann tritt der gewünschte Effekt der Multiplikation ein. D. h. der Teilnehmer verbreitet in seinem Umfeld seine positiven Eindrücke . Er wird also zum Multiplikator der Werbebotschaft. Diese Zielsetzung begründet sich auf der psychologischen Tatsache, dass der Mensch gerne Hilfe bei der Entscheidungsfindung entgegen nimmt. Dabei vertraut er besonders auf die Meinungen und Ansichten von Personen, die er kennt und wenigstens in einem geringen Maße vertraut.[4]

2.4. Give – away´s

Sie haben eine tragende Rolle im Bereich Verkaufsförderung durch Event. Sie müssen möglichst so gewählt werden, dass sie mit der Produktintention konform laufen, aber auch so praktisch sind, dass sie der Endabnehmer jeden Tag mehr wie einmal in den Händen hält. Einen sehr großen Boom haben im letzten Jahr die Schlüsselbänder erlebt. Leider wurde durch diese Schlüsselbandmania der gewünschte Effekt entkräftet. Denn die Konsumenten, beschränkten sich darauf Key Holder zu sammeln und die Herkunft und das Produkt was dahinter steht werden nebensächlich bis völlig unwichtig.

Des weiteren werden als Give – away´s Feuerzeuge, Aschenbecher, Zigarettenetuis, Handschuhe, Schlüsselanhänger, Pins, Kugelschreiber, T-Shirts, Mützen, Flummis, Regenschirme und Flaschenöffner verwendet. Man erkennt hier also deutlich, dass dies Produkte des täglichen Gebrauchs sind. Sie unterscheiden sich of deutlich in Qualität und Kreativität. So sind erachte ich Pärchenhandschuhe[5], wie sie Gauloises verteilt, als sehr kreativ und einprägsam. Marlboro dagegen verschenkt qualitativ hochwertige Cowboyhüte, Ledergürtel und andere Sachen die ein Marlborroman so braucht[6]. Siemens und O2 verteilen im Gegensatz dazu Glitzergel und Wassereis.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man auf keinen Fall die Wirkung eines Give- away´s unterschätzen sollte und deshalb sehr sorgfältig über die Art, die Intention und die Qualität nachdenken sollte.

2.5. Personal

Damit das Event als Werbemaßnahme funktioniert, kommt es nicht nur allein auf die Aktion an sich an, sondern auch auf das Personal. Im allgemeinen ist diese Arbeit als Stundentenjob verschrien, was suggeriert, das jeder diese Aufgaben bewältigen kann. Doch dies ist ein oberflächliches Vorurteil.

Bei jedem Event kommt eine unechte Arbeitsgemeinschaft zwischen den Produktgebern, der Agentur und dem Personal zustande. Das heißt, dass die Agentur den Produktgebern verpflichtet ist und das Personal der Agentur aber nicht dem Auftraggeber[7]. Somit ist die Anmeldung eines Gewerbes für das Personal verpflichtend, da es als Subunternehmer tätig wird. In sehr seltenen Fällen ist es auch möglich, dass die Jobs über die Lohnsteuerkarte abgerechnet werden.

Der Subunternehmer schließt mit den Agenturen zunächst einen Rahmenvertrag, in dem sich der Auftraggeber und der Auftragnehmer über die allgemeine Verfahrensweise einigen. So werden zum Beispiel Konventionalstrafen und Schweigegelübde verabredet. Des weiteren beinhaltet der Rahmenvertrag Details zu den Terminen der Rechnungslegung und der Berichtswesen.

Promotion- bzw. Host- oder Hostessjobs werden haupt- und nebenberuflich betrieben. Die Nebenberufler sind meist Studenten. Die Hauptberufler sind im Allgemeinen Menschen, die nebenberuflich sehr erfolgreich waren und sich im Laufe der Zeit besonders profiliert haben, zum anderen sind es aber auch junge Selbstständige, die sich ein gewisses Grundkapital für die Verwirklichung von Bildungs-, Lebens- oder Reisezielen schaffen wollen.

Die Vergütung für diese Jobs kann fix, als Provision erfolgen oder in Kombination von beidem erfolgen. Bei fester Bezahlung muss zwischen Stunden- und Tagessätzen unterschieden werden. Provisionsbezogene Bezahlung erfolgt in der Regel bei der Verkaufsförderung von Telekommunikations-, Kreditkarten-, Klubmitgliedschaften oder anderen Dienstleistungsverträgen. Die kombinierte Vergütung wird bei der Betreuung von Verkaufsständen angewendet. Die Agenturen behelfen sich bei dieser Vergütungsvariante eines einfachen Tricks. Der Stunden- oder Tagessatz wird so gewählt dass sich der Promotor gerade so damit abfinden kann und die Provision, welche sich prozentual nach dem Umsatz berechnet, animiert und motiviert ihn zusätzlich. So muss der Auftraggeber nicht mehr in das Personal investieren als unbedingt nötig, denn der Festsatz ist so gewählt, dass er dann addiert mit einer reellen Provision genau dem entspricht was er auszugeben bereit ist.

An einen Promotoren werden besondere Anforderungen gestellt, die man teilweise trainieren kann, die aber auch zum Großteil dem Wesen des Menschen entspringen müssen. Nach einem alten Sprichwort, isst das Auge mit, und somit wird von den Kunden der Agenturen ein attraktives und gepflegtes Äußeres gefordert. Darüber hinaus muss der optimale Promotor kommunikationsfreudig sein. Das heißt er muss offen auf Menschen zugehen können und darf sich nicht scheuen mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihnen am Ende das Produkt oder die Dienstleistung zu verkaufen. Dazu sollte er möglichst dialektfrei sprechen. Differenziert werden muss diese Aussage aber mit den Aktionen, denn wenn für ein volkstümliches Produkt geworben werden soll, sollte auch der Promotor einen volkstümlichen Eindruck erwecken.

[...]


[1] Vgl. Stefan Krauße, Vertriebsmanager und Referendar für Verkaufspsychologie KSG AG

[2] vgl. A.u. 141 Germany GmbH ; Schulung Kuemmerling;

[3] vgl. Ulrich Holzbauer, Edwin Jettinger, Bernhard Knaus, Ralf Moser, Markus Zeller: Eventmanagement – Veranstaltungen professionell zum Erfolg führen –Seite 6; 2. Auflage – Springerverlag Berlin Heidelberg 2002,2003

[4] Vgl. Stefan Krauße, Vertriebsmanager und Referendar für Verkaufspsychologie KSG AG

[5] Siehe Anhang

[6] Siehe Anhang

[7] vgl. Günther Wöhe: Einführung in die allgemeine BWL; Seite 310f.; 21.Auflage;Verlag Franz Vahlen München 2002

Details

Seiten
27
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638259392
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v22661
Institution / Hochschule
Euro-Business-College Jena – Internationales Tourismusmanagement
Note
1,0
Schlagworte
Events Werbemaßnahme Einleitung Eventmanagement

Autor

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Titel: Events als Werbemaßnahme