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Der Kampf um das Oberamt in der Römischen Republik im 2. Jahrhundert vor Christus

Seminararbeit 2013 23 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Das politische System Roms als bestimmender Faktor der Macht
a) Polybios: Charakterisierung der Verfassung als ein Konglomerat mit demokratischen,aristokratischen und monarchischen Elementen - Volksversammlung, Senat, Konsulat - cursus honorum, l ex villia annalis - mos maiorum
b)Das Patronage-, bzw. Klientelsystem-Das Verhältnis zwischen Stadtadel und Volk - Jovialität

3. Der Wahlkampf
a) Voraussetzungen der Kandidaten, „Stimmenfang“ und Ablauf der Wahl
b) Spezifika/Modifikationen im 2. Jahrhundert: l ex villia annalis, die Geheime Abstimmung - die Einführung der Stimmtäfelchen, ambitus

4. Die Rolle der öffentlichen Kommunikation als symbolische Vermittlung zwischen Regierenden und Regierten

5. Die Responsivität der Außenpolitik auf den Wahlkampf - Militärische Erfolge und steigender Aufwand auf dem Weg zum Konsulat

6. Zusammenfassung

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„[Wenn nämlich ein Staat viele große Gefahren überstanden und eine hervorragende, unbestrittene Machtstellung erreicht hat, dann wird infolge des Wohlstandes, der sich für längere Zeit in diesem Staat heimisch macht, offensichtlich die Lebensführung aufwendiger, und die Bürger zeigen mehr Ehrgeiz als nötig bei der Bewerbung um die Ämter und bei anderen Vorhaben.]“[1]

Der Wahlkampf in der Römischen Republik kannte weder politische Programme noch Parteien im modernen Sinn, dafür Politiker, die jährlich wechselten, mit ihren persönlichen Finanzen hafteten und mit maximalen Einsatz für politische Ämter kandidierten, welche unbesoldet waren. Im zweiten Jahrhundert vor Christus[2] nahm der Ansturm auf diese Ämter, insbesondere auf das höchste, das Konsulat, zu und einige Spezifika und Modifikationen des Wahlvorgangs kristallisierten sich, bzw. stellten sich als notwendig heraus.

Die genaue Betrachtung dieser Vorgänge erscheint dahingehend als sinnvoll um das spezielle und sehr komplexe politische System der fast 500 Jahre existierenden Römischen res publica[3], welches bis etwa zur Mitte des 2. Jahrhundert besonders gefestigt erschien, zu verstehen. Die Königsdisziplin (sic !) der politischen Akteure, der Kampf um das Oberamt, muss dabei als ein Vorgang mit zahlreichen stereotypen Erscheinungen begriffen werden, der für die Römische Republik und das Römische Selbstverständnis kennzeichnend sind.

Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wird daher das politische System der römischen Republik, gleichsam das Fundament, in welches Akteure und Institutionen des Wahlkampfs eingehegt sind, genauer betrachtet. Der Fokus soll dabei auf die politischen Institutionen gerichtet werden, welche die Weichen zum Erreichen des Konsulats stellten. Besondere Aufmerksamkeit soll hier auf das ausgeprägte Patronageverhältnis zwischen römischer Aristokratie und dem gemeinen Volk als einem signifikanten Merkmal der römischen Gesellschaft gelenkt werden. Im nächsten Kapitel stehen die nötigen Voraussetzungen der Kandidaten, der „Stimmenfang“ und der eigentliche Ablauf der Wahl im Vordergrund. Spezifika des Wahlkampfes in Rom, sowie sich als notwendig erwiesen habende Modifikationen im 2. Jahrhundert für einen im wahrsten Sinne des Wortes, reibungsloseren Ablauf des Wahlkampfes werden dabei betrachtet. Im darauf folgenden Kapitel soll die nicht unwesentliche Rolle der öffentlichen Kommunikation als symbolische Vermittlung zwischen Regierenden und Regierten, erörtert werden. In einer vormodernen Face-to-Face -Gesellschaft sind die teilweise engmaschig verwobenen Aspekte der repräsentativen Öffentlichkeit[4], einer symbolischen Interaktion bzw. einer. i nteraction order respektive Kommunikation zwischen den politischen Akteuren besonders von Bedeutung, um den politischen und sozialen Machterwerb zu rekonstruieren und zu verstehen. Im letzten Teil der Arbeit wird analysiert, welchen Einfluss die enorme territoriale Expansion Roms auf die Innenpolitik hatte. Wie veränderte sich der Wahlkampf dadurch? Welchen input hatte die Außenpolitik auf den Wahlkampf und mit welchen output reagierten die beteiligten Akteure? Diese Frage leitet hinüber zur zentralen Fragestellung dieser Seminararbeit: Warum verschärfte sich der Kampf um das Oberamt in der Römischen Republik im 2. Jahrhundert wesentlich?

Als Hauptquellen dieser Arbeit boten sich besonders die zeitgenössischen Aufzeichnungen des Polybios,[5] insbesondere zur römischen Verfassung, die Bücher des Livius Titus[6] zur Römischen Geschichte und Briefe Ciceros[7] bzw. seines Bruder zur Analyse des Wahlkampfes an.

Zum Forschungsstand: Schnell wurde dem Verfasser klar, dass es zur Gesamtthematik dieser Arbeit wie zu den einzelnen Unterpunkten eine enorme Fülle von Literatur gibt. Hiermit soll lediglich ein Überblick über die wichtigsten Autoren gegeben werden: So beschäftigt sich Martin Jehne besonders mit dem politischen System der römischen Republik und seinen Institutionen und Ritualen, dem Bindungswesen, den Wahlvorgängen an sich und der Beziehung zwischen Regierenden und Regierten.[8] Mit der Rolle von Symbolik und Kommunikation befasst sich eingehend Egon Flaig.[9] Detaillert mit dem Wahlkampfgeschehen beschäftigt sich Maria H. Dettenhofer[10] und sehr informativ zum Verhältnis zwischen Konsulat und Bevölkerung ist der Sammelband von Hans Beck, Antonio Duplá, Martin Jehne, Martin und Francisco Pina Polo.[11] Die Habilitationsschrift von Hans Beck,[12] sowie die Monographie von Renate Stolle[13] zeigen ebenso einen deutlichen Bezug zum Thema dieser Arbeit.

2. Das politische System Roms als bestimmender Faktor der Macht

a) Polybios: Charakterisierung der Verfassung als ein Konglomerat mit demokratischen,

aristokratischen und monarchischen Elementen-Volksversammlung, Senat, Konsulat- cursus honorum, l ex villia annalis - mos maiorum

Polybios sah in Rom eine Mischverfassung, wobei das monarchische Element beim Konsulat, das aristokratische beim Senat und das demokratische beim Volk lag.[14] Er kommt nach plausiblen Darstellungen der einerseits interdependenten, andererseits jeweils durch individuelle Befugnisse ausgestattet, per se mächtigen politischen Institutionen, zu dem Schluss, dass dies die beste Verfassung überhaupt ist.[15] Eingehegt von der Verfassung und seinen singulären Elementen, verdichtete sich der cursus honorum, die Ämterlaufbahn der römischen Republik, im Laufe des 2. Jahrhunderts zu einem normativen System.[16] Seit 214 setzte eine markante Entwicklung in den Magistraturen, besonders durch die Kriegsführung ein, so wurden allein nach der Schlacht von Cannae, aufgrund der hohen Verluste in der Oberschicht, 177 neue Senatoren aufgenommen.[17] Das Durchschnittsalter für die unteren Ränge des cursus honorum verkürzte sich, ebenso die Zeitspannen zwischen der Aedilität und dem Konsulat.[18] Mit der Einrichtung der beiden spanischen Provinzen, bekleideten ab 196 alle Konsuln vor dem Oberamt die Prätur. Mit der lex villia annalis wurden zwar keine feststehenden Laufbahnfolgen verabschiedet, aber indirekt wurden über Mindestaltersgrenzen für die jeweiligen honores und damit deren Erlangung diese Ämter eindeutiger verregelt.[19] Als ein Motor der dynamischen Hierarchisierung kann die Magistratur bezeichnet werden, als Grundprinzip blieb sie Teil der Entwicklung einer jährlich beweglichen Rangfolge der Aristokratie. Dieses Prinzip wurde durch die Erweiterung der honores verstärkt. Es wurde hier nun auch auf den niedrigen Stufen der Ämterlaufbahn bereits eine folgenreiche Vorentscheidung gefällt, wer ausgemustert wurde und wer weiter den Kampf um das höchste Amt und damit den höchsten Ruhm der res publica kämpfen konnte. Die nächste Wahl war also immer die schwierigste und bedeutendste.[20] Hier galt es folgenden moralischen Tugendkanon, den mos maiorum einzuhalten: sapienta[21], fortitudo[22], virtus[23], fides[24] pietas[25] sollten das Verhalten der Nobiles prägen und ihnen helfen, den beständigen Dienst an der res publica zu meistern und damit die gloria ihrer Familien zu vergrößern.[26]

Die Comitien[27], also die abstimmende Volksversammlung, wird als das „[..] institutionalisierte Volk [..]“[28] bezeichnet. Falls man sich dieser traditionellen und konsensfähigen Forschungsmeinung anschließt, gibt es dafür folgende Gründe: Weil die Comitien die Magistrate wählten, weil sie verbindliche Beschlüsse fassten sowie Gesetze verabschiedeten und weil sie Urteile in Prozessen fällten.[29] Der Senat verkörperte die Trias von Recht, Ordnung und Politik und bestand aus den Besten, den nobiles[30] der römischen Gesellschaft. Er hatte mehr Ansehen als der einzelne Magistrat, welcher diese auctoritas[31] erst durch eine überzeugende Ausführung des Amtes erlangen musste. Der Senat per se hatte keine potestas[32], dafür summa auctoritas. Da der Magistrat nur für ein Jahr amtierte, war es sinnvoll, sich vom Senat beraten zu lassen, denn die Bekleidung eines Oberamtes in der kurulischen Magistratur[33] machte den Weg zu einem heiß ersehnten Platz im Senat frei. Von hier aus wiederum unterstützte und beriet man die jeweiligen Magistrate, empfing auswärtige Gesandtschaften und nahm Stellung zu Krieg und Frieden.[34]

[...]


[1] Pol. Hist. 6, 57, 5. Der griechische Historiker Polybios wurde 200 v. Chr. Im südlichen Arkadien geboren und war von 168/67 bis 150 v. Chr. als Mitglied der griechisch- achaiischen Führungsschicht in Rom in Gefangenschaft, wo er sein Hauptwerk, die Historíai, die römische Geschichte von 264 bis 146 v. Chr., unterteilt in vierzig Bücher, verfasste.

[2] Ab hier wird der Einfachheit halber das „vor Christus“ weggelassen, da sich alle relevanten politischen Ereignisse, die in dieser Seminararbeit eine Rolle spielen bzw. zu erörtern sind, vor dem Jahr 0 ereigneten.

[3] Lat. „Die öffentliche Sache“.

[4] Zum Begriff der repräsentativen Öffentlichkeit, welcher teilweise auch auf die römische Gesellschaft übertragbar scheint: Habermas, Jürgen: Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft, Frankfurt am Main 1962/2004. S. 59-74, 78.

[5] Pol. Hist. 6.

[6] Liv. 23-45.

[7] M. Tulli Ciceronis Epistulae ad Quintum fratrem, epistulae ad Brutum, fragmenta epistularum accedit Q. Tulli Ciceronis Commentariolum petitionis, hrsg und übersetzt von Helmut Kasten, München 1959.

[8] Jehne, Martin: Geheime Abstimmung und Bindungswesen in der Römischen Republik, in: Gall, Lothar:(Hg.): Historische Zeitschrift, Bd. 257 No. 3, 1993; Einführung: Zur Debatte um die Rolle des Volkes in der römischen Republik, in: Ders. (Hg.): Demokratie in Rom? Die Rolle des Volkes in der Politik der römischen Republik. (Historia: Einzelschriften; H. 96) Stuttgart 1995; Die Beeinflussung von Entscheidungen durch „Bestechung“: Zur Funktion des Ambitus in der römischen Republik, in: Ders. (Hg.): Demokratie in Rom? Die Rolle des Volkes in der Politik der römischen Republik (=Historia: Einzelschriften; H. 96) Stuttgart 1995;Jovialität und Freiheit. Zur Institutionalisierung der Beziehungen zwischen Ober- und Unterschichten in der römischen Republik, in: Linke, B./Stemmler, M. (Hg.): Untersuchungen zu den Formen der Identitätsstiftung und Stabilisierung in der römischen Republik, Historia Einzelschriften 141. Stuttgart 2000; Integrationsrituale in der römischen Republik. Zur einbindenden Wirkung der Volksversammlung, in Uros, G. (Hg.): Integrazione mescolanza rifiuto. Incontri di popoli, lingue e culture in Europa dall'Antichitá all U'manesimo, Rom 2001; Die Dominanz des Vorgangs über den Ausgang. Struktur und Verlauf der Wahlen in der römischen Republik, in: Dartmann, Christoph/Wassilowsky, Günther/Weller, Thomas (Hg.): Technik und Symbolik vormoderner Wahlverfahren. (=Historische Zeitschrift. Beiheft 52.) München 2010; Feeding the Plebs with Words: The Significance of Senatorial Public Oratory in the Small World of Roman Politics, in: Comunity and Communication. Oratory and Politics in Republican Rom. Oxford 2013.

[9] Flaig, Egon: Die Pompa Funebris. Adlige Konkurrenz und annalistische Erinnerung in der Römischen Republik, in: Oexle, Otto Gerhard (Hg.): Memoria als Kultur (=Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte Bd. 121). Göttingen 1995; Entscheidung und Konsens. Zu den Feldern der politischen Kommunikation zwischen Aristokratie und Plebs, in Jehne, Martin (Hg.): Demokratie in Rom? Die Rolle des Volkes in der Politik der römischen Republik. (=Historia: Einzelschriften; H. 96) Stuttgart 1995; Warum die Triumphe die römische Republik ruiniert haben – oder: Kann ein politisches System an zuviel Sinn zugrunde gehen, in: Hölkeskamp, Karl-Joachim/Rüsen, Jörn/Stein-Hölkeskamp, Elke/ Grütter, Heinrich Theodor (Hg.): Sinn (in) der Antike. Orientierungssysteme, Leitbilder und Wertkonzepte im Altertum. Mainz 2003.

[10] Dettenhofer, Maria H.: Wahlkampf als Normalfall: die römische Republik, in: Einsichten und Perspektiven. (=Bayrische Zeitschrift für Politik und Geschichte. Bd. 2 (2008)) . München 2008.

[11] Consuls and Res Publica. Holding High Office in the Roman Republic, Cambridge 2011.

[12] Karriere und Hierarchie. Die römische Aristokratie und die Anfänge des cursus honorum in der mittleren Republik,(=Klio: Beiträge zur Alten Geschichte. Beihefte. Neue Folge Band 10). Berlin 2005.

[13] Stolle, Renate: Ambitus et Invidia. Römische Politiker im Spannungsfeld zwischen persönlichem Ehrgeiz und Forderungen der Standesloyalität 200 – 133 v. Chr. (=Europäische Hochschulschriften Reihe III Geschichte und Hilfswissenschaften. Bd./Vol .828), Frankfurt am Main 1999.

[14] Vgl. Pol. Hist. 6, 12-14.

[15] Ebd. 18, 1-8. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund und der damit errungenen Hegemonie Roms ist Polybios Einschätzung durchaus nachvollziehbar, auch wenn eine gute Außenpolitik nicht immer zwangsläufig auf ein gute Innenpolitik zu führen ist. Ebenso sollte trotz seiner Gefangenschaft an dieser Stelle kein Hehl aus der positiven Gesinnung Polybios gegenüber den Römern gemacht werden.

[16] Für die Quästur und die Adilität, die unteren honores, liegen noch für den Großteil des 3. Jh. wenige Quellen vor

um das inhaltliche Profil beider genauer zu bestimmen. Erst mit dem Ausbruch des 2. Punischen Krieges verbessert sich die Quellenlage für beide Ämter stetig, jedoch verfestigen sich beide lediglich zu den zwei unteren Bausteinen des bekannten Karriereschemas. Beim nächst höheren Amt, der Prätur zeichnete sich eine rapide quantitative Entwicklung ab. Die Erhöhung der Stellen von einer auf zwei im Jahr 244, auf vier im Jahr 247 und eine weitere auf sechs im Jahr 197 ging auch mit einer qualitativen Veränderung einher: Durch die Ausdehnung Roms auch außerhalb Italiens wurden einfach mehr Stellen gebraucht und die Prätoren wurden vom Aufgabenbereich nach praetor urbanus und praetor inter peregrinos differenzieren, wobei ersterer sich traditionell um das Rechtswesen in der Stadt und zweiterer sich seit Mitte des dritten Jahrhunderts um Streitigkeiten zwischen Fremden und Einheimischen oder generell unter Fremden kümmerte. Vgl. hierzu auch: König, Ingemar: Der römische Staat. Ein Handbuch, Stuttgart 2009. S 66-70.

[17] Vgl. Liv. 23, 23, 7.

[18] Im Detail: Beck, Hans: Karriere und Hierarchie. Die römische Aristokratie und die Anfänge des cursus honorum in der mittleren Republik, (=Klio: Beiträge zur Alten Geschichte. Beihefte. Neue Folge Band 10). Berlin 2005. S. 68.

[19] Vgl. Ebd. S. 70.

[20] Vgl. Ebd. S. 405. Dies verstärkte den Kampf um die Ämter und gleichsam um den Ruhm, den man in Rom am besten auf militärischem Terrain erringen konnte. Siehe hierzu auch 34.

[21] Lat.: „Wissen und Klugheit“.

[22] Lat.: „Persönliche Tapferkeit“.

[23] Lat.: „Das Vollbringen großer Taten“.

[24] Lat.: „Treue“.

[25] Lat.: „Frömmigkeit bzw. Pflichtgefühl“.

[26] Vgl. Stolle, Renate: Ambitus et Invidia. Römische Politiker im Spannungsfeld zwischen persönlichem Ehrgeiz und Forderungen der Standesloyalität 200 – 133 v. Chr. (=Europäische Hochschulschriften Reihe III Geschichte und Hilfswissenschaften. Bd./Vol .828), Frankfurt am Main 1999. S. 15.

[27] Lat.: Comitia, Plural von Comitium zu dt.: „Versammlungsort“.

[28] Bleicken, Jochen: Lex Publica. Recht und Gesetz in der Römischen Republik, Berlin/New York 1975. S. 285.

[29] Vgl. Flaig, Egon: Entscheidung und Konsens. Zu den Feldern der politischen Kommunikation zwischen Aristokratie und Plebs, in Jehne, Martin (Hg.): Demokratie in Rom? Die Rolle des Volkes in der Politik der römischen Republik. (Historia: Einzelschriften; H. 96) Stuttgart 1995. S. 77.

[30] Zur klassischen Definition der Nobilität siehe Gelzer, Matthias: Die Nobilität der römischen Republik (1912), in: Ders.: Kleine Schriften. Bd. 1. Wiesbaden 1962. S. 17-61.

[31] Lat.: „Würde, Ansehen, Einfluß“.

[32] Lat.: „Macht, Vollmacht, Möglichkeit“.

[33] Gleichsam die „patrizische“ Magistratur: Prätoren, Konsule und Zensoren wurden in der Comitia Centuriata, dem wichtigsten Abstimmungsorgan in Rom gewählt.

[34] Vgl. König: Der römische Staat. S. 85-87. Von der regen innenpolitischen Tätigkeit des Senats in den 180er Jahren beschränkte sich dieser in den 170ern fast ausschließlich auf die Auseinandersetzung mit Senatoren, die versuchten sich ohne die Zustimmung des Senats politische Vorteile außerhalb von Roms in einer Provinz zu verschaffen. Dabei fällt besonders auf, dass es Ende der 170er Jahre einigen Senatoren gelang , einen großen überseeischen Konflikt zu provozieren um ihrer individuellen Ruhmes- und Reichtumssucht nachzugehen. Trotz harter Strafen zeigen die kriegsentfachenden Agitationen gegen Rhodos, wohl auch Antiochos Epiphanes und die Nachbarn des Prusias in Asia 140 eine deutliche Entwicklungslinie. Vgl. Stolle: Ambitus et Invidia. S. 93. Offensichtlich hatte die Verregelung des cursus honorum nur wenig gebracht um die Ruhmessucht einzelner Akteure zu steuern.

Details

Seiten
23
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656448907
ISBN (Buch)
9783656449218
Dateigröße
561 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v215905
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
Schlagworte
kampf oberamt römischen republik jahrhundert christus

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